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Deckt die Ver­si­che­rung auch Schä­den durch Hundebisse?

Deckt die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung auch Schä­den durch Hundebisse?

Ja, eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt in der Regel Schä­den durch Hun­de­bis­se ab. Die­se Ver­si­che­rung ist ein wich­ti­ger Schutz für Hun­de­be­sit­zer, da sie finan­zi­el­le Risi­ken abdeckt, die durch das Ver­hal­ten des Hun­des ent­ste­hen kön­nen. In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie, wie die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung bei Hun­de­bis­sen greift, wel­che Bedin­gun­gen erfüllt sein müs­sen und wor­auf Sie ach­ten sollten.

Was sind Hundebisse?

Hun­de­bis­se sind Ver­let­zun­gen, die durch das Bei­ßen eines Hun­des ver­ur­sacht wer­den. Sol­che Bis­se kön­nen sowohl Per­so­nen als auch ande­re Tie­re betref­fen und füh­ren oft zu kör­per­li­chen Ver­let­zun­gen sowie emo­tio­na­len Belas­tun­gen. In Deutsch­land sind Hun­de­be­sit­zer gemäß § 833 BGB (Bür­ger­li­ches Gesetz­buch) für alle Schä­den ver­ant­wort­lich, die ihr Hund ver­ur­sacht, unab­hän­gig davon, ob ein Ver­schul­den vorliegt.

Ver­si­che­rungs­schutz bei Hundebissen

Die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung über­nimmt in der Regel die finan­zi­el­len Fol­gen, wenn Ihr Hund jeman­den beißt. Dies umfasst:

  • Per­so­nen­schä­den: Kos­ten für medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen, Schmer­zens­geld und even­tu­ell Ver­dienst­aus­fall der ver­letz­ten Person.
  • Sach­schä­den: Repa­ra­tur- oder Ersatz­kos­ten für beschä­dig­tes Eigentum.
  • Ver­mö­gens­schä­den: Fol­ge­kos­ten, die aus den direk­ten Schä­den resul­tie­ren, wie z.B. lang­fris­ti­ge Therapiekosten.

Vor­aus­set­zun­gen für die Deckung von Hundebissen

Damit die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung bei Hun­de­bis­sen greift, müs­sen bestimm­te Bedin­gun­gen erfüllt sein:

  1. Ver­si­che­rungs­schutz aktiv: Die Ver­si­che­rung muss zum Zeit­punkt des Scha­dens abge­schlos­sen und aktiv sein.
  2. Kei­ne Aus­schlüs­se: Der Hund darf nicht von spe­zi­el­len Aus­schluss­klau­seln betrof­fen sein, z.B. wenn er als gefähr­li­che Ras­se ein­ge­stuft ist und bestimm­te Auf­la­gen nicht erfüllt sind.
  3. Ord­nungs­ge­mä­ße Betreuung: Der Hun­de­be­sit­zer muss sei­nen Pflich­ten nach­kom­men, wie z.B. das Hal­ten des Hun­des an der Lei­ne, wenn es gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist.

Deckungs­sum­men und Leistungen

Die Höhe der Deckungs­sum­men vari­iert je nach Ver­si­che­rungs­an­bie­ter und Tarif. Typi­sche Deckungs­sum­men für Hun­de­bis­se sind:

  • Per­so­nen­schä­den: Min­des­tens 5 Mil­lio­nen Euro
  • Sach­schä­den: Min­des­tens 1 Mil­li­on Euro
  • Ver­mö­gens­schä­den: Varia­bel, oft bis zu 1 Mil­li­on Euro oder mehr

Eini­ge Ver­si­che­run­gen bie­ten höhe­re Deckungs­sum­men an, was zusätz­li­chen finan­zi­el­len Schutz bie­tet, ins­be­son­de­re bei schwer­wie­gen­den Ver­let­zun­gen oder groß­flä­chi­gen Sachschäden.

Aus­nah­men und Ausschlüsse

Obwohl die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung vie­le Schä­den abdeckt, gibt es Aus­schlüs­se, die Sie beach­ten sollten:

  • Eigen­schä­den: Schä­den, die Ihr Hund an Ihrem eige­nen Eigen­tum ver­ur­sacht, sind in der Regel nicht versichert.
  • Vor­sätz­li­che Hand­lun­gen: Schä­den, die absicht­lich durch den Hund ver­ur­sacht wer­den, fal­len nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Bestimm­te Hun­de­ras­sen: Eini­ge Ver­si­che­rer schlie­ßen Schä­den von als gefähr­lich ein­ge­stuf­ten Hun­de­ras­sen aus oder set­zen zusätz­li­che Auf­la­gen voraus.
  • Ver­let­zung der Sorg­falts­pflich­ten: Wenn der Hun­de­hal­ter sei­ne Sorg­falts­pflich­ten grob ver­letzt hat, z.B. den Hund unbe­auf­sich­tigt in gefähr­li­chen Berei­chen gelas­sen hat, kann der Ver­si­che­rungs­schutz ein­ge­schränkt sein.

Vor­ge­hens­wei­se im Schadensfall

Soll­te Ihr Hund jeman­den bei­ßen, soll­ten Sie fol­gen­de Schrit­te unter­neh­men, um eine rei­bungs­lo­se Scha­dens­re­gu­lie­rung zu gewährleisten:

  1. Ers­te Hil­fe leis­ten: Küm­mern Sie sich um die ver­letz­te Per­son und sor­gen Sie für ihre Sicherheit.
  2. Unfall­stel­le sichern: Stel­len Sie sicher, dass kei­ne wei­te­ren Per­so­nen oder Tie­re gefähr­det werden.
  3. Kon­takt­da­ten aus­tau­schen: Notie­ren Sie die Kon­takt­da­ten der ver­letz­ten Per­son sowie etwa­iger Zeugen.
  4. Scha­den doku­men­tie­ren: Machen Sie Fotos von den Ver­let­zun­gen und der Unfallstelle.
  5. Ver­si­che­rung infor­mie­ren: Mel­den Sie den Scha­den umge­hend Ihrer Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Dies kann tele­fo­nisch, per E‑Mail oder über ein Online-For­mu­lar geschehen.
  6. Zusam­men­ar­beit mit der Ver­si­che­rung: Stel­len Sie alle benö­tig­ten Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung, um die Scha­dens­re­gu­lie­rung zu beschleunigen.

Tipps zur Ver­mei­dung von Hundebissen

  • Früh­zei­ti­ge Erzie­hung: Inves­tie­ren Sie in die Aus­bil­dung und Sozia­li­sa­ti­on Ihres Hun­des, um aggres­si­ves Ver­hal­ten zu minimieren.
  • Auf­sichts­pflicht: Las­sen Sie Ihren Hund nicht unbe­auf­sich­tigt in der Nähe von Per­so­nen oder ande­ren Tieren.
  • Sicher­heits­maß­nah­men: Nut­zen Sie Lei­nen, Geschir­re und ande­re Sicher­heits­vor­keh­run­gen, ins­be­son­de­re in öffent­li­chen Bereichen.
  • Stress­ma­nage­ment: Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr Hund nicht gestresst oder ängst­lich ist, da dies das Risi­ko von Aggres­sio­nen erhö­hen kann.

Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung vergleichen

Um die bes­te Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung für Ihre Bedürf­nis­se zu fin­den, soll­ten Sie ver­schie­de­ne Ange­bo­te ver­glei­chen. Ach­ten Sie dabei auf:

  • Deckungs­sum­men: Stel­len Sie sicher, dass die Deckungs­sum­men aus­rei­chend hoch sind.
  • Leis­tungs­um­fang: Prü­fen Sie, ob alle rele­van­ten Schä­den, ein­schließ­lich Hun­de­bis­sen, abge­deckt sind.
  • Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis: Ver­glei­chen Sie die Prä­mi­en in Rela­ti­on zu den gebo­te­nen Leistungen.
  • Aus­schlüs­se und Bedin­gun­gen: Lesen Sie die Ver­trags­be­din­gun­gen sorg­fäl­tig, um uner­wünsch­te Aus­schlüs­se zu vermeiden.
  • Kun­den­be­wer­tun­gen: Infor­mie­ren Sie sich über die Erfah­run­gen ande­rer Ver­si­che­rungs­neh­mer mit dem Versicherer.

Fazit

Eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist ein unver­zicht­ba­rer Schutz für Hun­de­be­sit­zer, der ins­be­son­de­re bei Schä­den durch Hun­de­bis­se wich­ti­ge finan­zi­el­le Risi­ken abdeckt. Durch eine sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl und den Ver­gleich ver­schie­de­ner Ver­si­che­rungs­an­ge­bo­te stel­len Sie sicher, dass Sie opti­mal abge­si­chert sind. Ach­ten Sie dar­auf, dass die Ver­si­che­rung eine aus­rei­chen­de Deckungs­sum­me bie­tet und alle rele­van­ten Schä­den, ein­schließ­lich Hun­de­bis­sen, abge­deckt sind. So kön­nen Sie Ihren Hund sor­gen­frei in die Öffent­lich­keit brin­gen und im Scha­dens­fall schnell und unkom­pli­ziert handeln.

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