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Kann ich eine Hausratversicherung ohne Selbstbeteiligung abschließen?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 22. September 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ja, du kannst eine Hausratversicherung ohne Selbstbeteiligung abschließen. Bei dieser Variante übernimmt der Versicherer den gesamten regulierten Schaden bis zur vereinbarten Versicherungssumme – du zahlst keinen Eigenanteil. Allerdings sind die Prämien deutlich höher als bei Tarifen mit Selbstbeteiligung, da der Versicherer das volle Risiko trägt.

Ja, du kannst eine Haus­rat­ver­si­che­rung ohne Selbst­be­tei­li­gung abschlie­ßen. Bei die­ser Vari­an­te über­nimmt der Ver­si­che­rer den gesam­ten regu­lier­ten Scha­den bis zur ver­ein­bar­ten Ver­si­che­rungs­sum­me – du zahlst kei­nen Eigen­an­teil. Aller­dings sind die Prä­mi­en deut­lich höher als bei Tari­fen mit Selbst­be­tei­li­gung, da der Ver­si­che­rer das vol­le Risi­ko trägt.

Wie funk­tio­niert eine Haus­rat­ver­si­che­rung ohne Selbstbeteiligung?

Die Selbst­be­tei­li­gung ist der Betrag, den du im Scha­dens­fall selbst tra­gen musst, bevor die Ver­si­che­rung ein­greift. Bei einer Poli­ce ohne Selbst­be­tei­li­gung (auch Brut­to-Poli­ce genannt) ent­fällt die­ser Eigen­an­teil komplett.

Prak­ti­sches Bei­spiel: Erlei­dest du einen Was­ser­scha­den von 5.000 Euro und hast eine Haus­rat­ver­si­che­rung ohne Selbst­be­tei­li­gung abge­schlos­sen, zahlt die Ver­si­che­rung die gesam­ten 5.000 Euro. Bei einer Poli­ce mit 300 Euro Selbst­be­tei­li­gung wür­dest du 300 Euro selbst tra­gen und die Ver­si­che­rung 4.700 Euro zahlen.

Im Jahr 2026 bie­ten die meis­ten gro­ßen Ver­si­che­rer (wie Alli­anz, AXA, Huk-Coburg) die­se Opti­on an, aller­dings meist nur in Pre­mi­um-Tari­fen. Eini­ge Ver­si­che­rer nen­nen die­se Vari­an­te auch „0‑Eu­ro-Selbst­be­tei­li­gung” oder „ohne Selbstbeteiligung”.

Kos­ten-Nut­zen-Abwä­gung: Mit oder ohne Selbstbeteiligung?

Die Ent­schei­dung hängt stark von dei­ner indi­vi­du­el­len Situa­ti­on ab. Eine Haus­rat­ver­si­che­rung ohne Selbst­be­tei­li­gung kos­tet ca. 15–30% mehr als ein ver­gleich­ba­rer Tarif mit 300 Euro Selbst­be­tei­li­gung – je nach Ver­si­che­rer und Region.

Das lohnt sich beson­ders für:

  • Haus­hal­te mit hoch­wer­ti­gem Haus­rat: Bei teu­rer Ein­rich­tung oder Elek­tro­nik kann jeder Scha­den erheb­li­che Eigen­an­tei­le bedeuten
  • Per­so­nen in Scha­dens­re­gio­nen: Wer in Gebie­ten mit häu­fi­gen Was­ser­schä­den oder Ein­brü­chen lebt, pro­fi­tiert von der Kos­ten­er­spar­nis bei meh­re­ren Schadenfällen
  • Finan­zi­el­le Sicher­heit: Wenn dir uner­war­te­te Aus­ga­ben im Scha­dens­fall finan­zi­el­le Pro­ble­me berei­ten würden

Weni­ger sinn­voll ist die Opti­on für Haus­hal­te mit gerin­gem Scha­dens­ri­si­ko und klei­ne­rem Ver­mö­gen – hier spa­ren Sie durch eine Vari­an­te mit 300–500 Euro Selbst­be­tei­li­gung oft mehr.

Prak­ti­sche Tipps zum Abschluss

  • Ver­gleich nut­zen: Nut­ze einen Haus­rat­ver­si­che­rungs-Ver­gleich, um Prä­mi­en und Leis­tun­gen von Tari­fen mit und ohne Selbst­be­tei­li­gung direkt gegenüberzustellen
  • Ver­si­che­rungs­sum­me kor­rekt berech­nen: Unab­hän­gig von der Selbst­be­tei­li­gung ist eine rea­lis­ti­sche Ver­si­che­rungs­sum­me ent­schei­dend – meist 600–800 Euro pro Quadratmeter
  • Zusatz­op­tio­nen prü­fen: Man­che Ver­si­che­rer bie­ten „Selbst­be­tei­li­gung bei Ele­men­tar­schä­den” an – auch die­se soll­test du berücksichtigen
  • Jähr­lich neu bewer­ten: Dei­ne Lebens­si­tua­ti­on ändert sich – über­prü­fe regel­mä­ßig, ob die gewähl­te Vari­an­te noch opti­mal passt
  • Kom­bi-Rabat­te nut­zen: Oft gibt es Prä­mi­en­re­duk­tio­nen, wenn du meh­re­re Ver­si­che­run­gen beim glei­chen Anbie­ter hast
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