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Kann man für einen getunten E‑Scooter eine legale Versicherung bekommen?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 07. Juni 2025
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nein, eine legale Versicherung für getunte E-Scooter ist nicht möglich. Sobald Du Deinen E-Scooter modifizierst – sei es durch höhere Geschwindigkeit, stärkeren Motor oder Steuerungsmanipulation – erlischt die Betriebserlaubnis (ABE) automatisch, und damit auch jeder Versicherungsschutz. Du begehst damit eine Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) und haftest im Unfallfall vollständig selbst.

Nein, eine lega­le Ver­si­che­rung für getun­te E‑Scooter ist nicht mög­lich. Sobald Du Dei­nen E‑Scooter modi­fi­zierst – sei es durch höhe­re Geschwin­dig­keit, stär­ke­ren Motor oder Steue­rungs­ma­ni­pu­la­ti­on – erlischt die Betriebs­er­laub­nis (ABE) auto­ma­tisch, und damit auch jeder Ver­si­che­rungs­schutz. Du begehst damit eine Straf­tat nach dem Pflicht­ver­si­che­rungs­ge­setz (PflVG) und haf­test im Unfall­fall voll­stän­dig selbst.

War­um getun­te E‑Scooter nicht ver­si­chert wer­den können

Die Ver­si­cher­bar­keit von E‑Scootern ist an stren­ge gesetz­li­che Vor­ga­ben der Elek­tro­kleinst­fahr­zeu­ge-Ver­ord­nung (eKFV) gebun­den. Ein Fahr­zeug muss fol­gen­de Anfor­de­run­gen erfül­len, um ver­si­chert zu werden:

  • Maxi­mal 20 km/h bau­art­be­ding­te Höchstgeschwindigkeit
  • Maxi­mal 500 Watt Nenndauerleistung
  • Gül­ti­ge Betriebs­er­laub­nis (ABE)
  • Zwei unab­hän­gig wir­ken­de Brem­sen, Licht, Klin­gel und Lenkstange
  • Kei­ne bau­li­chen Ver­än­de­run­gen oder Umbauten

Jede Abwei­chung von die­sen Vor­ga­ben führt zum sofor­ti­gen Ver­lust der ABE. Ver­si­che­rungs­an­bie­ter kön­nen dann nicht mehr tätig wer­den, da das Fahr­zeug recht­lich nicht mehr als Elek­tro­kleinst­fahr­zeug gilt. Im schlimms­ten Fall wird ein getun­ter Rol­ler als zulas­sungs­pflich­ti­ges Kraft­fahr­zeug ein­ge­stuft – was eine kom­plet­te Neu­re­gis­trie­rung, TÜV-Zulas­sung und sepa­ra­te Kraft­rad-Ver­si­che­rung erfor­dern würde.

Kon­se­quen­zen: Straf­tat, Haf­tung, finan­zi­el­le Ruine

Wer mit einem getun­ten E‑Scooter fährt, setzt sich erheb­li­chen Risi­ken aus:

  • Straf­tat: Fah­ren ohne Ver­si­che­rungs­schutz ist eine Ord­nungs­wid­rig­keit mit Buß­gel­dern von ca. 40 Euro oder Geldstrafe
  • Kei­ne Haf­tungs­de­ckung: Im Unfall­fall haf­test Du mit Dei­nem gesam­ten Ver­mö­gen – auch für Per­so­nen­schä­den Dritter
  • Ungül­ti­ge Kenn­zei­chen: Das Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen basiert auf einem ord­nungs­ge­mä­ßen Fahr­zeug und gilt nicht mehr
  • Füh­rer­schein­kon­se­quen­zen: Bei Unfäl­len dro­hen zusätz­li­che straf­recht­li­che Ver­fol­gung und Fahrverbot
  • Ver­kehrs­recht­li­che Pro­ble­me: Poli­zei kann das Fahr­zeug stil­le­gen und beschlagnahmen

Die lega­le Alter­na­ti­ve: Hoch­wer­ti­ge Scoo­ter ver­si­chern statt tunen

Statt Dein Fahr­zeug zu mani­pu­lie­ren, inves­tie­re lie­ber in einen hoch­wer­ti­gen E‑Scooter mit lega­ler Aus­stat­tung – und ver­si­che­re ihn über einen zuver­läs­si­gen Anbie­ter. Die meis­ten moder­nen Model­le bie­ten aus­rei­chend Leis­tung, Reich­wei­te und Kom­fort, ohne dabei die gesetz­li­chen Gren­zen zu überschreiten.

  • Voll­stän­di­ger Ver­si­che­rungs­schutz für Haf­tung und Rechtssicherheit
  • Teil­kas­ko-Optio­nen gegen Dieb­stahl, Van­da­lis­mus und Unfallschäden
  • Akku­schutz und Elek­tro­nik­ver­si­che­rung für teu­re Reparaturen
  • Fah­rer­schutz bei Unfall­ver­let­zun­gen und Eigenschaden
  • Fle­xi­ble Tari­fe mit monat­li­cher oder jähr­li­cher Zahlung

Ein ver­si­cher­ter E‑Scooter kos­tet in der Ver­si­che­rung ca. 30–100 Euro pro Jahr – ein mini­ma­ler Preis für maxi­ma­le Sicher­heit und recht­li­che Klarheit.

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