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Kann man sich gegen Grundwasser versichern lassen?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 11. August 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ja, Grundwasserschäden lassen sich versichern – aber nicht über die Standardversicherung. Eine Elementarversicherung bietet Schutz vor Grundwasserschäden, allerdings nur bei plötzlichen Ereignissen wie Starkregen oder Hochwasser. Langsam ansteigendes Grundwasser ist oft ausgeschlossen und erfordert spezielle Zusatzbausteine.

Ja, Grund­was­ser­schä­den las­sen sich ver­si­chern – aber nicht über die Stan­dard­ver­si­che­rung. Eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung bie­tet Schutz vor Grund­was­ser­schä­den, aller­dings nur bei plötz­li­chen Ereig­nis­sen wie Stark­re­gen oder Hoch­was­ser. Lang­sam anstei­gen­des Grund­was­ser ist oft aus­ge­schlos­sen und erfor­dert spe­zi­el­le Zusatzbausteine.

Unter­schied: Plötz­li­ches vs. drü­cken­des Grundwasser

Die ent­schei­den­de Unter­schei­dung liegt in der Art des Was­ser­ein­tritts. Eine Stan­dard-Ele­men­tar­ver­si­che­rung deckt Schä­den durch plötz­lich aus­tre­ten­des Grund­was­ser ab, das bei­spiels­wei­se durch Hoch­was­ser, Stark­re­gen oder Sturm­flu­ten ver­ur­sacht wird. Hier­bei über­nimmt die Ver­si­che­rung Kos­ten für Repa­ra­tu­ren an der Bau­sub­stanz, Gebäu­de­trock­nung und beschä­dig­ten Hausrat.

Pro­ble­ma­tisch ist dage­gen drü­cken­des Grund­was­ser – also der schlei­chen­de Anstieg des Grund­was­ser­spie­gels über län­ge­re Zeit hin­weg. Dies ent­steht durch geo­lo­gi­sche Ver­än­de­run­gen, man­geln­de Drai­na­ge oder Boden­ver­hält­nis­se und ist in Stan­dard-Poli­cen übli­cher­wei­se nicht ver­si­chert. Hier benö­tigst du einen spe­zi­el­len Zusatzbaustein.

Ver­si­che­rungs­schutz: Wor­auf du ach­ten musst

Nicht alle Ver­si­che­rer behan­deln Grund­was­ser gleich. Man­che bie­ten erwei­ter­te Ele­men­tar­ver­si­che­run­gen an, die auch drü­cken­des Grund­was­ser ein­schlie­ßen – aller­dings meist gegen Auf­preis und unter bestimm­ten Bedin­gun­gen. Häu­fig ver­lan­gen Ver­si­che­rer prä­ven­ti­ve Maß­nah­men wie Drainage­systeme, Kel­ler­iso­lie­rung oder spe­zi­el­le Abdich­tun­gen, bevor sie einen umfas­sen­den Schutz gewähren.

Die Höhe der Selbst­be­tei­li­gung bei Ele­men­tar­ver­si­che­run­gen liegt je nach Tarif zwi­schen ca. 500 und 1.000 Euro. In beson­ders gefähr­de­ten Regio­nen (Über­flu­tungs­ge­bie­te, tie­fe Grund­was­ser­stän­de) kön­nen Ver­si­che­rer auch Prä­mi­en­auf­schlä­ge ver­lan­gen oder den Ver­si­che­rungs­an­trag ablehnen.

Prak­ti­sche Check­lis­te zur Absicherung

  • Risi­ko­ana­ly­se durch­füh­ren: Über­prü­fe, ob dein Grund­stück in einem Über­flu­tungs- oder Hoch­was­ser­ge­biet liegt und wie hoch der Grund­was­ser­spie­gel in dei­ner Regi­on ist
  • Ver­si­che­rungs­ver­trag genau lesen: Klä­re schrift­lich ab, wel­che Grund­was­ser­schä­den kon­kret ver­si­chert sind und unter wel­chen Bedingungen
  • Spe­zi­al­an­ge­bo­te ein­ho­len: Ver­glei­che meh­re­re Ver­si­che­rer, da die Bedin­gun­gen bei Grund­was­ser­schä­den stark variieren
  • Bau­li­che Maß­nah­men doku­men­tie­ren: Hal­ten Sie alle Drainage‑, Abdich­tungs- und Iso­lie­rungs­maß­nah­men schrift­lich fest – das kann bei Scha­dens­er­satz ent­schei­dend sein
  • Regel­mä­ßig aktua­li­sie­ren: Über­prü­fen Sie Ihre Poli­ce nach Umbau­ten oder bei sich ändern­den Grundwasserbedingungen
  • Exper­ten kon­sul­tie­ren: Ein Bau­sach­ver­stän­di­ger kann ein­schät­zen, wel­cher Ver­si­che­rungs­schutz für dein Gebäu­de not­wen­dig ist
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