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Muss ich eine Selbstbeteiligung bei jedem Schadensfall zahlen?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 23. September 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ja, wenn in deinem Versicherungsvertrag eine Selbstbeteiligung vereinbart ist, musst du diese bei jedem Schadensfall zahlen. Die Höhe wird von dir beim Vertragsabschluss festgelegt und beeinflusst direkt deine monatliche Prämie. Tarife ohne Selbstbeteiligung sind möglich, kosten aber ca.

Ja, wenn in dei­nem Ver­si­che­rungs­ver­trag eine Selbst­be­tei­li­gung ver­ein­bart ist, musst du die­se bei jedem Scha­dens­fall zah­len. Die Höhe wird von dir beim Ver­trags­ab­schluss fest­ge­legt und beein­flusst direkt dei­ne monat­li­che Prä­mie. Tari­fe ohne Selbst­be­tei­li­gung sind mög­lich, kos­ten aber ca. 10–20% mehr pro Jahr.

Wie funk­tio­niert die Selbst­be­tei­li­gung in der Privathaftpflicht?

Die Selbst­be­tei­li­gung (auch Selbst­be­halt genannt) ist der Betrag, den du im Scha­dens­fall selbst zahlst, bevor die Ver­si­che­rung die rest­li­chen Kos­ten über­nimmt. Sie dient als Spar­maß­nah­me: Höhe­re Selbst­be­tei­li­gung = nied­ri­ge­re Beiträge.

Prak­ti­sches Bei­spiel: Du hast eine Selbst­be­tei­li­gung von 150 Euro ver­ein­bart. Ein Scha­den kos­tet 500 Euro. Die Ver­si­che­rung zahlt 350 Euro, du zahlst 150 Euro selbst. Bei einem zwei­ten Scha­den im sel­ben Jahr fällt die Selbst­be­tei­li­gung erneut an – ins­ge­samt zahlst du also 300 Euro selbst.

Ein wich­ti­ger Punkt: Liegt der Scha­den unter dei­ner Selbst­be­tei­li­gung, zahlt die Ver­si­che­rung gar nichts. Bei einem 100-Euro-Scha­den und 150-Euro-Selbst­be­tei­li­gung zahlst du die kom­plet­ten 100 Euro selbst.

Unter­schied­li­che Selbst­be­tei­li­gun­gen nach Schadensart

Moder­ne Pri­vat­haft­pflicht-Tari­fe bie­ten oft gestaf­fel­te Selbstbeteiligungen:

  • Sach­schä­den: z. B. 150–250 Euro
  • Miet­sach­schä­den: z. B. 300–500 Euro (höher, da Miet­sa­chen oft wert­voll sind)
  • Per­so­nen­schä­den: oft 0 Euro oder nied­rig (Ver­si­che­rer wol­len Todesfälle/Verletzungen voll­stän­dig abdecken)
  • Ver­mö­gens­schä­den: z. B. 250 Euro

Über­prü­fe dei­ne Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen genau – die Selbst­be­tei­li­gung kann je nach Scha­dens­art deut­lich variieren.

Tari­fe ohne Selbst­be­tei­li­gung – wann sinnvoll?

Es gibt auch Pri­vat­haft­pflicht-Tari­fe ohne Selbst­be­tei­li­gung. Die­se bie­ten sich an, wenn:

  • Du dir im Scha­dens­fall kei­ne zusätz­li­chen Kos­ten leis­ten möchtest
  • Du ein hohes finan­zi­el­les Risi­ko mini­mie­ren willst
  • Du klei­ne Schä­den häu­fi­ger mel­dest (kein eige­nes Zah­len nötig)
  • Die höhe­re Prä­mie für dich akzep­ta­bel ist (meist ca. 100–150 Euro mehr pro Jahr)

Umge­kehrt: Eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung (z. B. 300 Euro statt 150 Euro) spart dir ca. 30–50 Euro Jah­res­bei­trag – lohnt sich aber nur, wenn du sicher sel­ten Schä­den meldest.

Wich­ti­ge Tipps zur Selbstbeteiligung

  • Klei­ne Schä­den über­le­gen: Bei Schä­den knapp über dei­ner Selbst­be­tei­li­gung kann es güns­ti­ger sein, sie selbst zu zah­len – das ver­hin­dert Prä­mi­en­er­hö­hun­gen und Schadensfreiheitsrabatt-Verlust
  • Ver­trag prü­fen: Lies dei­ne Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen durch – man­che Tari­fe haben pro Scha­dens­fall eine Selbst­be­tei­li­gung, ande­re pro Jahr
  • Bei Wech­sel anpas­sen: Du kannst beim nächs­ten Ver­trag die Selbst­be­tei­li­gung neu fest­le­gen oder auf einen ande­ren Tarif umsteigen
  • Ver­gleich vor Abschluss: Nut­ze einen Ver­si­che­rungs­ver­gleich, um Prä­mi­en und Selbst­be­tei­li­gun­gen trans­pa­rent gegenüberzustellen
  • Finan­zi­el­le Rück­la­gen: Kal­ku­lie­re dei­ne Selbst­be­tei­li­gung in dein Bud­get ein – meh­re­re Schä­den pro Jahr addie­ren sich
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