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Sind Abflussrohre in der Gebäudeversicherung versichert?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 26. April 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Abflussrohre sind in der Standard-Wohngebäudeversicherung nicht versichert. Sie benötigen eine separate Rohrbruchversicherung (auch Rohrbeschädigungsversicherung genannt), um Schäden an Abwasserleitungen, Wasserleitungen und Heizungsrohren abzudecken. Diese kostengünstige Zusatzversicherung lässt sich flexibel zu Ihrem bestehenden Gebäudetarif hinzubuchen und kostet je nach Tarif ca.

Abfluss­roh­re sind in der Stan­dard-Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung nicht ver­si­chert. Sie benö­ti­gen eine sepa­ra­te Rohr­bruch­ver­si­che­rung (auch Rohr­be­schä­di­gungs­ver­si­che­rung genannt), um Schä­den an Abwas­ser­lei­tun­gen, Was­ser­lei­tun­gen und Hei­zungs­roh­ren abzu­de­cken. Die­se kos­ten­güns­ti­ge Zusatz­ver­si­che­rung lässt sich fle­xi­bel zu Ihrem bestehen­den Gebäu­de­ta­rif hin­zu­bu­chen und kos­tet je nach Tarif ca. 50–150 Euro pro Jahr.

Was die Rohr­bruch­ver­si­che­rung 2026 tat­säch­lich abdeckt

Eine gute Rohr­be­schä­di­gungs­ver­si­che­rung schützt Sie vor erheb­li­chen Repa­ra­tur­kos­ten bei Rohr­schä­den. Der Leis­tungs­um­fang umfasst typischerweise:

  • Repa­ra­tur oder Aus­tausch von beschä­dig­ten Abfluss­roh­ren, Was­ser­lei­tun­gen und Heizungsrohren
  • Auf­wen­di­ge Öff­nungs- und Ver­schließ­ar­bei­ten an Wän­den, Decken und Boden­be­lä­gen zur Schadensanierung
  • Rohr­rei­ni­gung bei Ver­stop­fung durch Ver­schleiß – je nach Tarif bis ca. 500–1.000 Euro
  • Was­ser­schä­den als Fol­ge­schä­den durch Rohr­bruch (durch­näss­te Wän­de, zer­stör­te Boden­be­lä­ge, beschä­dig­te Einrichtung)
  • Scha­dens­er­satz­an­sprü­che von Nach­barn bei Was­ser­schä­den durch aus­tre­ten­des Was­ser aus Ihren Rohren
  • Bei Pre­mi­um-Tari­fen: Roh­re außer­halb des Hau­ses bis zur öffent­li­chen Kanalisation

Kri­ti­sche Aus­schlüs­se – Was Sie ken­nen sollten

Vie­le Ver­si­che­rungs­lü­cken ent­ste­hen durch unbe­kann­te Aus­schlüs­se. Die­se Schä­den sind typi­scher­wei­se nicht versichert:

  • Prä­ven­ti­ve War­tungs- und Rei­ni­gungs­ar­bei­ten – die­se sind Ihre Pflicht als Hausbesitzer
  • Bekann­te Män­gel vor Ver­si­che­rungs­be­ginn (Alt­roh­re, sicht­ba­re Beschä­di­gun­gen, bereits bekann­te Probleme)
  • Rei­ne Abnut­zung und Ver­schleiß durch hohes Alter ohne fak­ti­schen Bruch oder nach­ge­wie­se­ne Undichtigkeit
  • Roh­re außer­halb des Hau­ses (nur in erwei­ter­ten Tari­fen versichert)
  • Baum­wur­ze­lein­wuchs in Außen­lei­tun­gen – häu­fi­ger Aus­schluss bei Grundstücksrohren
  • Hand­wer­ker­löh­ne und Mate­ri­al – oft nur teil­wei­se oder mit sepa­ra­ter Selbst­be­tei­li­gung abgedeckt

Der Leis­tungs­um­fang unter­schei­det sich erheb­lich zwi­schen Ver­si­che­rern. Stan­dard-Tari­fe schüt­zen meist nur innen­lie­gen­de Roh­re, wäh­rend Pre­mi­um-Vari­an­ten das kom­plet­te Rohr­netz inklu­si­ve Außen­lei­tun­gen abdecken.

Prak­ti­sche Check­lis­te für den opti­ma­len Tarif

  • Tari­fe gründ­lich ver­glei­chen: Unter­schied­li­che Ange­bo­te kön­nen bei glei­chen Leis­tun­gen um 40–60% vari­ie­ren. Ein Ver­gleich lohnt sich immer.
  • Schutz­be­rei­che klar defi­nie­ren: Klä­ren Sie vor Abschluss, ob alte Roh­re, exter­ne Lei­tun­gen oder bekann­te Pro­ble­me abge­deckt sind.
  • Selbst­be­tei­li­gung stra­te­gisch wäh­len: Optio­nen lie­gen meist zwi­schen 250 und 1.000 Euro – höhe­re Selbst­be­tei­li­gung redu­ziert die Prä­mie um ca. 15–25%.
  • Voll­stän­di­ge Scha­dens­his­to­rie offen­ba­ren: Nen­nen Sie alle bekann­ten Rohr­schä­den trans­pa­rent an – Ver­schwei­gen führt zur Leistungsverweigerung.
  • Inspek­ti­ons­plicht bei älte­ren Roh­ren: Roh­re älter als 40 Jah­re erfor­dern regel­mä­ßi­ge Über­prü­fun­gen – dies ist oft Ver­si­che­rungs­be­din­gung und ver­hin­dert Schäden.
  • Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung prü­fen: Kom­bi­nie­ren Sie die Rohr­bruch­ver­si­che­rung mit Stark­re­gen- und Hoch­was­ser­schutz für umfas­sen­de Absicherung.
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