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Sind Pedelecs versicherungspflichtig?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 14. Juni 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Pedelecs mit Tretunterstützung bis 25 km/h und maximal 250 Watt sind in Deutschland nicht versicherungspflichtig, da sie rechtlich als Fahrräder eingestuft werden. Eine Haftpflichtversicherung ist daher gesetzlich nicht erforderlich – eine freiwillige Versicherung ist aber besonders bei wertvollen Modellen dringend zu empfehlen, da Pedelecs bevorzugte Diebstahlziele sind.

Pedelecs mit Tret­un­ter­stüt­zung bis 25 km/h und maxi­mal 250 Watt sind in Deutsch­land nicht ver­si­che­rungs­pflich­tig, da sie recht­lich als Fahr­rä­der ein­ge­stuft wer­den. Eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist daher gesetz­lich nicht erfor­der­lich – eine frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung ist aber beson­ders bei wert­vol­len Model­len drin­gend zu emp­feh­len, da Pedelecs bevor­zug­te Dieb­stahl­zie­le sind.

Ver­si­che­rungs­pflicht: Recht­li­che Unter­schie­de bei E‑Bikes

Die Ver­si­che­rungs­pflicht hängt von der tech­ni­schen Aus­stat­tung ab. Nor­ma­le Pedelecs (bis 25 km/h, 250 Watt) gel­ten als Fahr­rä­der und benö­ti­gen kei­ne Ver­si­che­rung. Anders ist es bei S‑Pedelecs (Speed-Pedelecs): Die­se mit Tret­un­ter­stüt­zung bis 45 km/h und bis zu 4.000 Watt wer­den als Klein­kraft­rä­der klas­si­fi­ziert und sind ver­si­che­rungs­pflich­tig. Sie benö­ti­gen eine Betriebs­er­laub­nis, ein Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen und einen Füh­rer­schein (Klas­se AM). Auch E‑Bikes ohne Tret­un­ter­stüt­zung (rei­ne Elek­tro­fahr­rä­der) fal­len unter die Klein­kraft­rad-Rege­lung, wenn sie über 250 Watt oder 25 km/h hin­aus­ge­hen. Eine Ver­wechs­lung die­ser Kate­go­rien kann zu hohen Buß­gel­dern führen.

War­um eine frei­wil­li­ge Pedelec-Ver­si­che­rung sinn­voll ist

Obwohl nicht gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, schlie­ßen vie­le Pedelec-Besit­zer frei­wil­lig eine Ver­si­che­rung ab. Der Grund: Moder­ne Pedelecs kos­ten zwi­schen 2.000 und 8.000 Euro – oft mehr als Autos. Eine spe­zia­li­sier­te E‑Bike-Ver­si­che­rung deckt typi­scher­wei­se Dieb­stahl und Tei­le­dieb­stahl, Beschä­di­gun­gen durch Unfäl­le oder Van­da­lis­mus, Ver­schleiß und Akku-Schä­den sowie Pan­nen­hil­fe und Leih­rad-Service ab. Prä­mi­en lie­gen je nach Tarif bei ca. 100–250 Euro pro Jahr. Wich­tig: Vie­le Haus­rat­ver­si­che­run­gen decken nur Fahr­rä­der bis 600 Euro ab – Pedelecs sind often aus­ge­schlos­sen oder unterversichert.

Check­lis­te: Schutz für Ihr Pedelec

  • Ver­si­che­rung bei hohem Wert: Ab 1.500 Euro Anschaf­fungs­preis ist eine Dieb­stahl­ver­si­che­rung wirt­schaft­lich rentabel
  • Haus­rat­ver­si­che­rung prü­fen: Fra­gen Sie Ihren Ver­si­che­rer, ob und bis zu wel­cher Sum­me Fahr­rä­der mit­ver­si­chert sind
  • Leis­tungs­um­fang beach­ten: Wäh­len Sie Tari­fe mit Akku‑, Elek­tro­nik- und Ver­schleiß­schutz statt rei­ner Diebstahlversicherung
  • Siche­re Lage­rung: Ein sta­bi­les Schloss (Bügel­schloss oder Ket­ten­schloss) und siche­re Auf­be­wah­rung sen­ken das Diebstahlrisiko
  • Kauf­be­leg auf­be­wah­ren: Doku­men­tie­ren Sie Kauf­preis und Aus­stat­tung – essen­ti­ell für Schadensersatzansprüche
  • Tari­fe ver­glei­chen: Nut­zen Sie Online-Ver­glei­che, um Prä­mi­en und Leis­tun­gen ver­schie­de­ner Anbie­ter zu bewerten
  • Selbst­be­tei­li­gung wäh­len: Höhe­re Selbst­be­tei­li­gung (z.B. 100 Euro) senkt die Jah­res­prä­mie deutlich
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