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Übernimmt die Versicherung auch Personenschäden am Fahrer selbst?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 23. März 2025
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nein, die gesetzliche Haftpflichtversicherung für E-Scooter deckt Deine eigenen Personenschäden nicht ab. Sie schützt ausschließlich Dritte, deren Eigentum oder Gesundheit Du beschädigst. Für Deine eigenen Verletzungen benötigst Du zusätzliche Versicherungsbausteine wie eine private Unfallversicherung.

Nein, die gesetz­li­che Haft­pflicht­ver­si­che­rung für E‑Scooter deckt Dei­ne eige­nen Per­so­nen­schä­den nicht ab. Sie schützt aus­schließ­lich Drit­te, deren Eigen­tum oder Gesund­heit Du beschä­digst. Für Dei­ne eige­nen Ver­let­zun­gen benö­tigst Du zusätz­li­che Ver­si­che­rungs­bau­stei­ne wie eine pri­va­te Unfallversicherung.

War­um die E‑S­coo­ter-Haft­pflicht eige­ne Ver­let­zun­gen nicht abdeckt

Die E‑S­coo­ter-Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist eine Schaden­haft­pflicht. Sie zahlt nur dann, wenn Du einem Drit­ten Scha­den zufügst – also bei­spiels­wei­se einen Fuß­gän­ger anfahrst, des­sen Han­dy beschä­digst oder einen ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mer ver­letzt. Dei­ne eige­nen medi­zi­ni­schen Kos­ten, Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te oder Reha-Maß­nah­men nach einem Unfall fal­len nicht unter die­se Versicherung.

Das bedeu­tet kon­kret: Wenn Du bei einer E‑S­coo­ter-Fahrt stürzt und Dir dabei Arm oder Bein brichst, zahlt Dei­ne Haft­pflicht die Behand­lungs­kos­ten nicht. Du müss­test die­se selbst tra­gen oder Dei­ne gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung in Anspruch neh­men – was zu Nach­zah­lun­gen oder Lücken in der Ver­sor­gung füh­ren kann. Genau des­halb ist es wich­tig zu ver­ste­hen, wel­che Ver­si­che­rungs­pro­duk­te für Dei­nen per­sön­li­chen Schutz not­wen­dig sind.

Die­se Ver­si­che­run­gen schüt­zen Dich als Fah­rer selbst

  • Pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung: Dies ist die bes­te Lösung für Dei­ne eige­ne Sicher­heit. Sie zahlt bei Unfäl­len mit E‑Scootern unab­hän­gig davon, wer den Unfall ver­schul­det hat. Leis­tun­gen umfas­sen Heil­be­hand­lun­gen, Heil­mit­tel, Reha­bi­li­ta­ti­on und bei dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gun­gen eine Inva­li­di­täts­leis­tung oder Kapi­tal­zah­lung. Ca. 50–150 Euro pro Jahr decken guten Schutz ab.
  • Kas­ko­ver­si­che­rung (Teilkasko/Vollkasko): Die­se schützt Dei­nen E‑Scooter selbst vor Schä­den durch Dieb­stahl, Van­da­lis­mus oder selbst­ver­schul­de­te Unfäl­le. Die Per­so­nen­schä­den des Fah­rers sind damit aber nicht gede­ckelt – sie bleibt optional.
  • Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung: Bei schwe­ren Unfäl­len, die Dei­ne Erwerbs­fä­hig­keit lang­fris­tig ein­schrän­ken, sichert die­se Poli­ce Dein Ein­kom­men. Sie ist beson­ders für Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler wichtig.
  • Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung: Dei­ne Kran­ken­kas­se deckt zwar Akut­be­hand­lung ab, zahlt aber oft nicht alle Kos­ten (Zuzah­lun­gen, Seh­hil­fen, Zahn­be­hand­lung). Eine Unfall­ver­si­che­rung füllt die­se Lücken.

Prak­ti­sche Tipps für opti­ma­len Personenschutz

  • Kom­bi­nie­re Haft­pflicht mit einer pri­va­ten Unfall­ver­si­che­rung – das ist die Stan­dard­lö­sung für E‑S­coo­ter-Nut­zer.
  • Prü­fe, ob Dei­ne Haus­rat­ver­si­che­rung oder pri­va­te Haft­pflicht bereits Unfall­schutz für den Haus­halt bie­tet – oft lässt sich die­ser erweitern.
  • Doku­men­tie­re nach jedem Unfall sofort den Unfall­ort, betei­lig­te Per­so­nen und Dei­ne Ver­let­zun­gen mit Fotos und Zeugenaussagen.
  • Mel­de Unfäl­le zeit­nah Dei­ner Ver­si­che­rung – Fris­ten beach­ten und Bele­ge sammeln.
  • Ver­glei­che Unfall­ver­si­che­run­gen hin­sicht­lich Leis­tungs­um­fang, Inva­li­di­täts­grad und Selbst­be­tei­li­gung, um die bes­te Quo­te zu erhalten.
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