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Wann schließt man eine Bauleistungsversicherung ab?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 21. Mai 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Die Bauleistungsversicherung sollte spätestens zwei bis vier Wochen vor Baubeginn abgeschlossen sein – optimal bereits während der Planungsphase, noch vor der Baugenehmigung. So ist Ihr Bauvorhaben von der ersten Materiallagerung an vollständig gegen Schäden wie Feuer, Diebstahl, Vandalismus und Witterungseinflüsse geschützt. Ein nachträglicher Abschluss während laufender Arbeiten führt zu kritischen Versicherungslücken und wird von Versicherern häufig mit Inspektionsgebühren, Prämienaufschlägen oder sogar Annahmeverweigerung belastet.

Die Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung soll­te spä­tes­tens zwei bis vier Wochen vor Bau­be­ginn abge­schlos­sen sein – opti­mal bereits wäh­rend der Pla­nungs­pha­se, noch vor der Bau­ge­neh­mi­gung. So ist Ihr Bau­vor­ha­ben von der ers­ten Mate­ri­al­la­ge­rung an voll­stän­dig gegen Schä­den wie Feu­er, Dieb­stahl, Van­da­lis­mus und Wit­te­rungs­ein­flüs­se geschützt. Ein nach­träg­li­cher Abschluss wäh­rend lau­fen­der Arbei­ten führt zu kri­ti­schen Ver­si­che­rungs­lü­cken und wird von Ver­si­che­rern häu­fig mit Inspek­ti­ons­ge­büh­ren, Prä­mi­en­auf­schlä­gen oder sogar Annah­me­ver­wei­ge­rung belastet.

Opti­ma­ler Zeit­punkt: Pla­nungs­pha­se bis spä­tes­tens Baubeginn

Der idea­le Abschluss liegt in der Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­pha­se, noch bevor die Bau­ge­neh­mi­gung vor­liegt. Dies ver­schafft Ihnen aus­rei­chend Zeit, ver­schie­de­ne Bau­leis­tungs­ver­si­che­run­gen zu ver­glei­chen und die opti­ma­le Lösung für Ihr Pro­jekt zu fin­den. Nach Erhalt der Bau­ge­neh­mi­gung kön­nen Sie kon­kre­te Leis­tungs­um­fän­ge und Ver­si­che­rungs­sum­men festlegen.

Das Zeit­fens­ter ist eng: Zwei bis vier Wochen vor geplan­tem Bau­be­ginn muss die Poli­ce vor­lie­gen. Dies erlaubt dem Ver­si­che­rer eine gründ­li­che Bau­stät­ten­be­wer­tung und die Fest­le­gung von Spe­zi­al­re­ge­lun­gen oder Auf­la­gen. Der Ver­si­che­rungs­schutz beginnt typi­scher­wei­se mit dem ers­ten Arbeits­tag oder der ers­ten Mate­ri­al­la­ge­rung auf der Bau­stel­le. Das genaue Start­da­tum und die Start­zeit müs­sen schrift­lich mit dem Ver­si­che­rer abge­spro­chen wer­den – eine unge­naue Anga­be ist eine häu­fi­ge Ursa­che für spä­te­re Strei­tig­kei­ten im Schadensfall.

Risi­ken bei ver­spä­te­tem oder feh­len­de Versicherung

Arbei­ten ohne akti­ven Ver­si­che­rungs­schutz zu begin­nen, ist fahr­läs­sig. Jeder Scha­den vor dem Ver­si­che­rungs­be­ginn bleibt voll­stän­dig unge­deckt – ob durch Unwet­ter, Dieb­stahl, Van­da­lis­mus oder Unfäl­le mit Drit­ten. Ein Scha­dens­fall kann schnell fünf­stel­lig ausfallen.

Nach­träg­li­che Anträ­ge haben deut­lich schlech­te­re Chan­cen: Ver­si­che­rer leh­nen Neu­ab­schlüs­se ab, wenn bereits erheb­li­che Leis­tun­gen erbracht wur­den. Soll­ten sie akzep­tie­ren, wer­den oft Inspek­ti­ons­ge­büh­ren (ca. 300–800 Euro) erho­ben, Prä­mi­en für den Zeit­raum ohne Schutz nach­be­rech­net oder Selbst­be­hal­te erhöht. Hat der Bau­be­trieb bereits begon­nen, soll­ten Sie die Ver­si­che­rung unver­züg­lich nach­ho­len und den genau­en Zeit­punkt der Arbeits­auf­nah­me trans­pa­rent dem Ver­si­che­rer mit­tei­len – Ver­schleie­rung führt spä­ter zu Leistungsverweigerung.

Prak­ti­sche Check­lis­te: Abschluss­schrit­te und Zeitpunkte

  • Pla­nungs­be­ginn: Ers­te Bau­leis­tungs­ver­si­che­run­gen recher­chie­ren und Ver­si­che­rungs­ver­glei­che durchführen
  • Nach Bau­ge­neh­mi­gung: Kon­kre­te Ange­bo­te mit voll­stän­di­ger Bau­sum­me, Neben­kos­ten und Puf­fer anfordern
  • 4 Wochen vor Bau­be­ginn: Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung ver­bind­lich abschlie­ßen und Ver­si­che­rungs­schein erhalten
  • Ver­si­che­rungs­sum­me kor­rekt fest­le­gen: Min­des­tens 110–120 % der Gesamt­bau­sum­me abde­cken für Kostensteigerungen
  • Leis­tungs­um­fang prü­fen: Alle Gewer­ke, Sub­un­ter­neh­mer, Zeit­span­ne und Beson­der­hei­ten (z. B. Hoch­bau­ten, Abriss) abdecken
  • Start­da­tum und Start­zeit schrift­lich fixie­ren: Mit genau­en Zeit­an­ga­ben doku­men­tie­ren und vom Ver­si­che­rer bestä­ti­gen lassen
  • Ver­si­che­rungs­be­schei­ni­gung anfor­dern: Oft erfor­der­lich für Ban­ken, Behör­den, Auf­trag­ge­ber oder Nachunternehmer
  • Beson­der­hei­ten früh­zei­tig mit­tei­len: Höhe, Lage, Zugäng­lich­keit, Stand­ort, extre­me Wit­te­rung oder Dauerlaufzeit
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