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Was ist bei einer Ertrags­aus­fall­ver­si­che­rung versichert?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 20. April 2024

Eine Ertrags­aus­fall­ver­si­che­rung (auch Betriebs­un­ter­bre­chungs­ver­si­che­rung genannt) deckt ent­gan­ge­ne Gewin­ne und lau­fen­de Betriebs­kos­ten ab, die wäh­rend einer Betriebs­still­le­gung ent­ste­hen. Sie schützt Unter­neh­men vor finan­zi­el­len Ver­lus­ten durch unvor­her­ge­se­he­ne Ereig­nis­se wie Feu­er, Was­ser­schä­den oder Maschi­nen­aus­fäl­le. Die Ver­si­che­rung springt ein, wenn der nor­ma­le Geschäfts­be­trieb unter­bro­chen ist und das Unter­neh­men nicht wie gewohnt Ein­nah­men gene­rie­ren kann.

Das ist in einer Ertrags­aus­fall­ver­si­che­rung versichert

Die Ver­si­che­rung deckt typi­scher­wei­se drei Kern­be­rei­che ab:

  • Ent­gan­ge­ne Gewin­ne: Der Gewinn, den das Unter­neh­men wäh­rend der Betriebs­un­ter­bre­chung nor­ma­ler­wei­se erwirt­schaf­tet hät­te. Die Berech­nung basiert auf Finanz­be­rich­ten und Gewinn- und Ver­lust­rech­nun­gen der Vorjahre.
  • Lau­fen­de Betriebs­kos­ten: Fix­kos­ten, die auch bei Betriebs­still­le­gung wei­ter­lau­fen – etwa Mie­te, Gehäl­ter, Kre­dit­ra­ten, Ver­si­che­rungs­prä­mi­en und Nebenkosten.
  • Zusatz­kos­ten: Kos­ten für die schnellst­mög­li­che Wie­der­her­stel­lung des Betriebs, wie Ersatz­räu­me, Leih­aus­rüs­tung oder Not­ver­sand von Materialien.

Typi­sche ver­si­cher­te Scha­den­er­eig­nis­se 2026

Eine Ertrags­aus­fall­ver­si­che­rung greift bei Betriebs­un­ter­bre­chun­gen durch ver­si­cher­te Schadenereignisse:

  • Feu­er- und Lösch­was­ser­schä­den: Groß­flä­chi­ge Brän­de oder Was­ser­schä­den, die den Betrieb voll­stän­dig lahmlegen
  • Natur­ka­ta­stro­phen: Erd­be­ben, Sturm, Hoch­was­ser und ande­re Ele­men­tar­ereig­nis­se (je nach Tarifauswahl)
  • Maschi­nen­aus­fäl­le: Schä­den an kri­ti­schen Pro­duk­ti­ons­an­la­gen oder IT-Infrastruktur
  • Van­da­lis­mus und Ein­bruch­dieb­stahl: Sach­be­schä­di­gun­gen durch kri­mi­nel­le Handlungen
  • Betriebs­un­ter­bre­chung durch Lie­fe­ran­ten oder Kun­den: Aus­fäl­le bei wich­ti­gen Zulie­fe­rern (optio­nal in erwei­ter­ten Tarifen)

Für wel­che Unter­neh­men ist die Ver­si­che­rung sinnvoll?

Grund­sätz­lich soll­te jedes Unter­neh­men, das von kon­ti­nu­ier­li­chen Betriebs­ab­läu­fen abhän­gig ist, eine Ertrags­aus­fall­ver­si­che­rung in Betracht zie­hen. Beson­ders wich­tig ist sie für:

  • Pro­duk­ti­ons­be­trie­be und Hand­werks­be­trie­be mit teu­rer Ausstattung
  • Hotel‑, Gas­tro­no­mie- und Eventunternehmen
  • IT-Dienst­leis­ter und Rechenzentren
  • Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men mit hohen Betriebskosten
  • Frei­be­ruf­ler und Hand­wer­ker mit unver­zicht­ba­rer Spezialausrüstung

Prak­ti­sche Check­lis­te für den Versicherungsabschluss

  • Ermit­teln Sie Ihren durch­schnitt­li­chen monat­li­chen Gewinn und alle fixen Betriebskosten
  • Defi­nie­ren Sie eine rea­lis­ti­sche Karenz­zeit (je län­ger, des­to güns­ti­ger die Prä­mie, ca. 3–30 Tage sind üblich)
  • Wäh­len Sie eine ange­mes­se­ne Deckungs­sum­me – min­des­tens 6–12 Mona­te Betriebs­kos­ten plus Gewinn
  • Prü­fen Sie, ob Sie Zusatz­de­ckun­gen für Lie­fe­ran­ten­aus­fäl­le oder Ele­men­tar­schä­den benötigen
  • Doku­men­tie­ren Sie aktu­el­le Bilan­zen und Gewinn- und Ver­lust­rech­nun­gen als Schadensnachweis

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