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Was ist der Versicherungswert 1914?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 18. September 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Der Versicherungswert 1914 ist ein standardisierter Referenzwert in der Wohngebäudeversicherung, der die Baukosten eines Gebäudes zum Basisjahr 1914 abbildet. Er dient nicht als tatsächliche Versicherungssumme, sondern als Berechnungsgrundlage: Multipliziert mit dem jährlich aktualisierten Gleitenden Neuwertfaktor, ergibt er die aktuelle Versicherungssumme und schützt so vor Unterversicherung.

Der Ver­si­che­rungs­wert 1914 ist ein stan­dar­di­sier­ter Refe­renz­wert in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung, der die Bau­kos­ten eines Gebäu­des zum Basis­jahr 1914 abbil­det. Er dient nicht als tat­säch­li­che Ver­si­che­rungs­sum­me, son­dern als Berech­nungs­grund­la­ge: Mul­ti­pli­ziert mit dem jähr­lich aktua­li­sier­ten Glei­ten­den Neu­wert­fak­tor, ergibt er die aktu­el­le Ver­si­che­rungs­sum­me und schützt so vor Unterversicherung.

War­um wur­de 1914 als Basis­jahr gewählt?

Das Jahr 1914 wur­de als his­to­ri­scher Refe­renz­punkt gewählt, um eine zeit­un­ab­hän­gi­ge und ver­gleich­ba­re Berech­nungs­ba­sis für alle Wohn­ge­bäu­de zu schaf­fen. Die­ses Jahr liegt vor den gro­ßen wirt­schaft­li­chen Umbrü­chen des 20. Jahr­hun­derts und ermög­licht es, Gebäu­de unab­hän­gig von ihrem tat­säch­li­chen Bau­jahr ein­heit­lich zu bewerten.

Die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft nutzt die­sen Ansatz seit über einem Jahr­hun­dert, weil er:

  • Ver­gleich­bar­keit: Alte und neue Gebäu­de kön­nen auf einer ein­heit­li­chen Grund­la­ge ver­gli­chen werden
  • Infla­ti­ons­aus­gleich: Der Fak­tor wird regel­mä­ßig ange­passt und berück­sich­tigt auto­ma­tisch Preissteigerungen
  • Ver­läss­lich­keit: Ein eta­blier­tes Sys­tem, das sich bewährt hat und von Ver­si­che­rern stan­dar­di­siert ange­wandt wird

Wie funk­tio­niert die Berech­nung mit dem Glei­ten­den Neuwertfaktor?

Der Ver­si­che­rungs­wert 1914 wird nicht iso­liert ver­wen­det. Statt­des­sen wird er mit dem Glei­ten­den Neu­wert­fak­tor mul­ti­pli­ziert – einem jähr­lich aktua­li­sier­ten Index, der die aktu­el­len Bau­prei­se, Hand­wer­ker­löh­ne und Mate­ri­al­kos­ten abbil­det. 2026 liegt die­ser Fak­tor je nach Regi­on und Bau­stan­dard bei ca. 25–32.

Prak­ti­sches Bei­spiel: Ein Gebäu­de mit einem Ver­si­che­rungs­wert 1914 von 25.000 Mark und einem aktu­el­len Fak­tor von 28 ergibt eine heu­ti­ge Ver­si­che­rungs­sum­me von etwa 700.000 Euro. Die­se Sum­me garan­tiert den voll­stän­di­gen Wie­der­auf­bau zum aktu­el­len Neuwert.

Die­ser Mecha­nis­mus ver­hin­dert Unter­ver­si­che­rung auto­ma­tisch – ohne dass der Ver­si­che­rungs­neh­mer jähr­lich neu ver­han­deln muss. Die meis­ten moder­nen Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­run­gen arbei­ten mit die­sem glei­ten­den System.

Check­lis­te: Das soll­ten Sie über Ihren Ver­si­che­rungs­wert wissen

  • Über­prü­fen Sie, ob Ihre Poli­ce den Glei­ten­den Neu­wert nutzt – das ist der Stan­dard 2026
  • For­dern Sie bei Ihrer Ver­si­che­rung die aktu­el­le Ver­si­che­rungs­sum­me an, nicht nur den 1914er-Wert
  • Beach­ten Sie regio­na­le Unter­schie­de: Der Neu­wert­fak­tor vari­iert nach Bun­des­land und Baustandard
  • Bei Sanie­run­gen oder Umbau­ten: Infor­mie­ren Sie Ihren Ver­si­che­rer, um eine Unter­ver­si­che­rung auszuschließen
  • Nut­zen Sie einen Ver­si­che­rungs­ver­gleich, um sicher­zu­stel­len, dass Sie beim opti­ma­len Schutz rich­tig ver­si­chert sind
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