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Was ist nicht in der Privathaftpflichtversicherung enthalten?

Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Die Privathaftpflichtversicherung deckt vorsätzliche Schäden, Schäden an eigenem Eigentum, berufliche Tätigkeiten, bestimmte Tiere sowie Fahrzeugschäden nicht ab. Zusätzlich sind Schäden durch grobe Fahrlässigkeit und strafbare Handlungen in vielen Standardtarifen ausgeschlossen. Es ist wichtig, diese Lücken zu kennen und durch Zusatzversicherungen zu schließen.

Die Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt vor­sätz­li­che Schä­den, Schä­den an eige­nem Eigen­tum, beruf­li­che Tätig­kei­ten, bestimm­te Tie­re sowie Fahr­zeug­schä­den nicht ab. Zusätz­lich sind Schä­den durch gro­be Fahr­läs­sig­keit und straf­ba­re Hand­lun­gen in vie­len Stan­dard­ta­ri­fen aus­ge­schlos­sen. Es ist wich­tig, die­se Lücken zu ken­nen und durch Zusatz­ver­si­che­run­gen zu schließen.

Die wich­tigs­ten Aus­schlüs­se der Privathaftpflichtversicherung

Eine Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung schützt vor Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen, die in dei­nem pri­va­ten Umfeld ent­ste­hen. Aller­dings gibt es gesetz­li­che und ver­trag­li­che Gren­zen, die du ken­nen solltest:

  • Vor­sätz­li­che Schä­den: Absicht­lich ver­ur­sach­te Schä­den (z. B. Van­da­lis­mus) sind grund­sätz­lich nicht ver­si­chert. Die Ver­si­che­rung zahlt nur für unbe­ab­sich­tig­te, fahr­läs­si­ge Schäden.
  • Schä­den am Eigen­tum von Haus­halts­an­ge­hö­ri­gen: Beschä­di­gun­gen dei­ner eige­nen Gegen­stän­de, der Woh­nung oder des Haus­halts sind aus­ge­schlos­sen. Das betrifft auch Gegen­stän­de von Part­nern oder Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen im glei­chen Haushalt.
  • Beruf­li­che und gewerb­li­che Tätig­kei­ten: Schä­den, die du beruf­lich oder selbst­stän­dig ver­ur­sachst, wer­den nicht gedeckt. Dafür benö­tigst du eine Berufs­haft­pflicht- oder Betriebshaftpflichtversicherung.
  • Hun­de und Pfer­de: Schä­den durch Hun­de, Pfer­de oder ande­re Groß­tie­re erfor­dern eine sepa­ra­te Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Klei­ne­re Haus­tie­re wie Kat­zen oder Kanin­chen sind in der Regel mitversichert.
  • Fahr­zeug­schä­den: Unfäl­le mit Auto, Motor­rad oder ande­ren moto­ri­sier­ten Fahr­zeu­gen fal­len unter die Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung, nicht unter die Privathaftpflicht.

Wei­te­re wich­ti­ge Aus­schlüs­se und Einschränkungen

Neben den Stan­dard­aus­schlüs­sen gibt es wei­te­re Situa­tio­nen, in denen die Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung nicht greift:

  • Gro­be Fahr­läs­sig­keit: Vie­le Tari­fe schlie­ßen grob fahr­läs­si­ges Ver­hal­ten aus (z. B. bren­nen­de Ker­ze unbe­auf­sich­tigt las­sen, die zu einem Brand führt). Hoch­wer­ti­ge Tari­fe bie­ten jedoch optio­na­len Schutz bei gro­ber Fahrlässigkeit.
  • Delikt­un­fä­hi­ge Kin­der: Kin­der unter 7 Jah­ren (im Stra­ßen­ver­kehr unter 10 Jah­ren) haf­ten nicht recht­lich. Eltern sind nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ver­ant­wort­lich. Eine Zusatz­op­ti­on für delikt­un­fä­hi­ge Kin­der ist empfehlenswert.
  • Gelie­he­ne oder gemie­te­te Gegen­stän­de: Schä­den an Werk­zeu­gen, Sport­ge­rä­ten oder Möbeln, die du dir aus­ge­lie­hen hast, sind oft nicht ver­si­chert. Dies lässt sich durch eine Zusatz­op­ti­on regeln.
  • Straf­ba­re Hand­lun­gen: Schä­den, die wäh­rend von Straf­ta­ten ent­ste­hen, sind ausgeschlossen.
  • Bestimm­te Immo­bi­li­en­schä­den: Miet­schä­den am Gebäu­de (z. B. Löcher in der Wand) wer­den teil­wei­se nur begrenzt oder gar nicht gedeckt.

Prak­ti­sche Tipps: Die­se Zusatz­ver­si­che­run­gen schlie­ßen die Lücken

  • Tier­hal­ter­haft­pflicht: Obli­ga­to­risch für Hun­de­hal­ter in vie­len Bun­des­län­dern. Kos­ten ca. 60–150 Euro pro Jahr je nach Ras­se und Region.
  • Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung: Gesetz­lich vor­ge­schrie­ben für jeden Fahrzeughalter.
  • Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung: Für Frei­be­ruf­ler, Hand­wer­ker und Selbst­stän­di­ge erforderlich.
  • Miet­kau­ti­on-Rück­ga­be­ver­si­che­rung: Schützt vor Strei­tig­kei­ten bei der Wohnungsrückgabe.
  • Erwei­ter­te Tari­fe: Wäh­le einen Tarif mit Mit­ver­si­che­rung von gro­ber Fahr­läs­sig­keit und delikt­un­fä­hi­gen Kin­dern – meist nur weni­ge Euro Mehr­preis pro Jahr.
  • Ver­gleich durch­füh­ren: Unter­schied­li­che Ver­si­che­rer haben unter­schied­li­che Aus­schlüs­se. Ein Tarif­ver­gleich zeigt, wel­cher Anbie­ter die bes­te Abde­ckung für dei­ne Situa­ti­on bietet.
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