Für eine Wohngebäudeversicherung brauchen Sie vor allem Gebäudedaten (Adresse, Baujahr, Bauweise, Wohnfläche), Angaben zur technischen Ausstattung und Nutzung sowie Ihren gewünschten Deckungsumfang. Auf dieser Grundlage kalkuliert der Versicherer das Risiko und die Prämie. Genaue und vollständige Angaben sind wichtig – falsche Angaben können im Schadensfall die Leistung gefährden.
Das Wichtigste in Kürze
- Gebäudedaten: Adresse, Gebäudeart, Baujahr, Bauweise, Wohnfläche.
- Technik: Alter von Elektrik, Heizung und Wasserleitungen.
- Nutzung: Eigennutzung, Vermietung oder gemischt.
- Deckung: Feuer, Sturm, Hagel – optional Leitungswasser und Elementarschäden.
- Die Schadenhistorie der letzten Jahre offen angeben.
Welche Gebäudedaten werden abgefragt?
Zuerst geht es um die Immobilie selbst: genaue Adresse, Gebäudeart (Ein-/Mehrfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Eigentumswohnung) und Wohnfläche. Das Baujahr ist entscheidend für die Risikobeurteilung – ältere Gebäude weisen oft höhere Schadenrisiken auf. Die Bauweise (Massiv‑, Holz- oder Leichtbau) sowie Dachform und ‑deckung fließen ebenfalls ein.
| Datenkategorie | Beispiele |
|---|---|
| Objekt | Adresse, Gebäudeart, Baujahr, Wohnfläche |
| Bauweise | Massiv-/Holz-/Leichtbau, Dachform und ‑deckung |
| Technik | Alter von Elektrik, Heizung, Wasserleitungen |
| Nutzung | Eigennutzung, Vermietung, Leerstand |
| Deckung & Historie | gewünschte Bausteine, Schäden der letzten Jahre |
Warum Technik, Nutzung und Deckung so wichtig sind
Das Alter der elektrischen Anlage, der Heizung und der Wasserleitungen beeinflusst das Risiko für Brand- und Leitungswasserschäden – veraltete Leitungen erhöhen die Prämie. Bei der Nutzung ist entscheidend, ob Sie selbst wohnen oder vermieten; längere Leerstände gelten als riskanter. Beim Deckungsumfang legen Sie fest, ob nur die Grunddeckung (Feuer, Sturm, Hagel) gilt oder ob Leitungswasser und – gerade in gefährdeten Lagen dringend zu empfehlen – Elementarschäden (Hochwasser, Starkregen, Schneedruck) eingeschlossen sind. Grundlage der Versicherungssumme ist der Wiederherstellungswert des Gebäudes.
Checkliste für den Antrag
- Grundriss oder Baupläne für Wohnfläche und Bauweise bereitlegen.
- Energieausweis für den energetischen Standard und Sanierungen.
- Kaufvertrag oder Exposé mit den Gebäudeeckdaten.
- Baujahr genau recherchieren (bei Sanierung ggf. das Jahr des Umbaus).
- Wiederherstellungswert korrekt ermitteln (Rechner oder Gutachten).
- Umbauten, Heizungswechsel oder neue Vermietung zeitnah melden.
Einen Überblick über Leistungen und Bausteine finden Sie auf unserer Seite zur Wohngebäudeversicherung – der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich.
Häufig gestellte Fragen
Welche Daten brauche ich für die Wohngebäudeversicherung?
Adresse, Gebäudeart, Baujahr, Bauweise und Wohnfläche, dazu Angaben zu Technik, Nutzung, gewünschter Deckung und Schadenhistorie.
Warum ist das Baujahr so wichtig?
Es lässt Rückschlüsse auf Bausubstanz und Leitungsalter zu. Ältere Gebäude gelten oft als risikoreicher und werden entsprechend eingestuft.
Wie wird die Versicherungssumme bestimmt?
Über den Wiederherstellungswert des Gebäudes – also die Kosten, es im Schadensfall neu zu errichten. Viele Versicherer nutzen dafür den gleitenden Neuwert.
Muss ich alte Schäden angeben?
Ja. Die Schadenhistorie der letzten Jahre gehört vollständig offengelegt, sonst riskieren Sie den Versicherungsschutz.
Was passiert bei falschen Angaben?
Der Versicherer kann die Leistung kürzen oder verweigern. Genauigkeit beim Antrag schützt Sie im Ernstfall.
Muss ich Umbauten melden?
Ja, gerade Heizungswechsel, Anbauten oder eine neue Vermietung. Sie verändern das Risiko und damit den Vertrag.