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Welche Rolle spielt die Wohnfläche bei der Prämienberechnung?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 22. September 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Die Wohnfläche ist der Hauptfaktor bei der Prämienberechnung einer Hausratversicherung, da Versicherer daraus den Wert deines Hausrats ableiten. Je größer die Wohnfläche, desto höher fällt in der Regel die Versicherungssumme und damit auch deine Prämie aus. Eine korrekte Angabe ist essentiell, um Unterversicherung zu vermeiden und im Schadensfall vollständig entschädigt zu werden.

Die Wohn­flä­che ist der Haupt­fak­tor bei der Prä­mi­en­be­rech­nung einer Haus­rat­ver­si­che­rung, da Ver­si­che­rer dar­aus den Wert dei­nes Haus­rats ablei­ten. Je grö­ßer die Wohn­flä­che, des­to höher fällt in der Regel die Ver­si­che­rungs­sum­me und damit auch dei­ne Prä­mie aus. Eine kor­rek­te Anga­be ist essen­ti­ell, um Unter­ver­si­che­rung zu ver­mei­den und im Scha­dens­fall voll­stän­dig ent­schä­digt zu werden.

Wohn­flä­che als Berech­nungs­ba­sis für die Versicherungssumme

Ver­si­che­rer nut­zen die Wohn­flä­che als objek­ti­ven Richt­wert, um den durch­schnitt­li­chen Wert des Haus­rats zu ermit­teln. Die Annah­me basiert dar­auf, dass grö­ße­re Woh­nun­gen typi­scher­wei­se mehr und wert­vol­le­re Gegen­stän­de ent­hal­ten als klei­ne­re Räu­me. Der bran­chen­üb­li­che Ori­en­tie­rungs­wert liegt aktu­ell bei etwa 650 bis 800 Euro pro Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che (je nach Regi­on und Versicherer).

Prak­ti­sches Bei­spiel: Bei einer 80 Qua­drat­me­ter gro­ßen Woh­nung wür­de die Ver­si­che­rungs­sum­me auf ca. 52.000 bis 64.000 Euro kal­ku­liert. Bei 120 Qua­drat­me­tern ent­spre­chend auf 78.000 bis 96.000 Euro. Die­se Beträ­ge sol­len den Neu­wert dei­nes gesam­ten Haus­rats abdecken.

Wich­tig: Die­se Pau­scha­li­sie­rung funk­tio­niert nur, wenn du die exak­te Wohn­flä­che angibst. Vie­le Ver­si­che­rer akzep­tie­ren hier­für den Kauf­ver­trag, die Wohn­flä­chen­be­rech­nung oder den Ener­gie­aus­weis als Nachweis.

Direk­ter Ein­fluss auf die Prämienhöhe

Da die Ver­si­che­rungs­sum­me unmit­tel­bar von der Wohn­flä­che abhängt, ist die Pre­mi­en­be­rech­nung line­ar: Eine um 50 Qua­drat­me­ter grö­ße­re Woh­nung führt zu einer pro­por­tio­nal höhe­ren Prä­mie. Ver­si­che­rer staf­feln ihre Tari­fe oft nach Wohn­flä­chen­klas­sen (z.B. bis 50 qm, 51–100 qm, 101–150 qm usw.), wodurch bei bestimm­ten Gren­zen auch Rabatt­staf­feln grei­fen können.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt: Der Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht. Vie­le moder­ne Tari­fe ver­zich­ten dar­auf, die Leis­tung bei Unter­ver­si­che­rung zu kür­zen, wenn die Ver­si­che­rungs­sum­me anhand der Wohn­flä­che ermit­telt wur­de. Das schützt dich, falls dein Haus­rat im Scha­dens­fall wert­vol­ler ist als die Pau­schal­be­rech­nung vorsieht.

Was zählt zur Wohn­flä­che – und was nicht?

Eine häu­fi­ge Feh­ler­quel­le ist die unge­naue Defi­ni­ti­on der Wohn­flä­che. Zur ver­si­cher­ba­ren Flä­che gehören:

  • Alle Wohn­räu­me (Wohn‑, Schlaf‑, Kinderzimmer)
  • Küche und Badezimmer
  • Flu­re und Flurflächen
  • Innen­ab­stell­räu­me (inner­halb der Wohnung)
  • Aus­ga­baut genutz­te Dach­bö­den oder Keller

Nicht mit­ge­rech­net werden:

  • Unaus­ge­bau­te Kel­ler und Dachböden
  • Gara­gen und Carports
  • Bal­konе und Ter­ras­sen (abhän­gig vom Versicherer)
  • Außen­ab­stell­räu­me

Indi­vi­du­el­le Anpas­sung bei Abweichungen

Falls dein Haus­rat deut­lich unter oder über dem Pau­schal­wert liegt, kannst du die Ver­si­che­rungs­sum­me indi­vi­du­ell fest­le­gen. Das ist sinn­voll, wenn du beispielsweise:

  • Wenig möbliert bist oder mini­ma­lis­tisch lebst → nied­ri­ge­re Sum­me möglich
  • Beson­ders hoch­wer­ti­ge Ein­rich­tung oder Kunst­ge­gen­stän­de besitzt → höhe­re Sum­me erforderlich
  • Eine detail­lier­te Inven­tar­lis­te erstellt hast → prä­zi­se­re Absi­che­rung möglich

Tipp: Erstel­le eine Foto­do­ku­men­ta­ti­on dei­nes Haus­rats. Das hilft dir, die rea­lis­ti­sche Ver­si­che­rungs­sum­me zu ermit­teln, und beschleu­nigt die Scha­dens­re­gu­lie­rung im Ernstfall.

Wich­tig bei Ver­än­de­run­gen der Wohnfläche

  • Bei einem Umzug soll­test du dei­ne Poli­ce zeit­nah anpas­sen – eine klei­ne­re Woh­nung senkt die Prä­mie, eine grö­ße­re erhöht sie
  • Bei Aus­bau­ar­bei­ten (z.B. Dach­aus­bau) teilst du die neue Flä­che dei­nem Ver­si­che­rer mit
  • Über­prü­fe dei­ne Ver­si­che­rungs­sum­me min­des­tens alle 3–5 Jah­re, um Infla­ti­on berück­sich­ti­gen zu können
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