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Wel­che Ver­si­che­rung gilt für selbst aus­ge­bau­te Wohnmobile?

Wel­che Ver­si­che­rung gilt für selbst aus­ge­bau­te Wohnmobile?

Wenn du ein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil ver­si­cherst, gel­ten beson­de­re Anfor­de­run­gen im Ver­gleich zu seri­en­mä­ßig gefer­tig­ten Wohn­mo­bi­len. Da der Umbau von Wohn­mo­bi­len oft indi­vi­du­ell ist, musst du sicher­stel­len, dass dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil kor­rekt als Wohn­mo­bil aner­kannt und ver­si­chert wird. Im Fol­gen­den erfährst du, wel­che Ver­si­che­run­gen für selbst aus­ge­bau­te Wohn­mo­bi­le gel­ten und wel­che Schrit­te du beach­ten musst, um den rich­ti­gen Ver­si­che­rungs­schutz zu erhalten.

1. Zulas­sung als Wohnmobil

Bevor du dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil ver­si­chern kannst, muss es offi­zi­ell als Wohn­mo­bil zuge­las­sen sein. Hier­zu musst du das Fahr­zeug nach dem Umbau bei einer Prüf­stel­le wie dem TÜV oder der DEKRA vor­füh­ren, damit die Umrüs­tung abge­nom­men wird. Die­se offi­zi­el­le Abnah­me ist not­wen­dig, um das Fahr­zeug als Wohn­mo­bil anstatt als Lkw oder Pkw zu versichern.

Wich­ti­ge Anfor­de­run­gen für die Zulas­sung als Wohnmobil:

  • Steh­hö­he: Im Innen­raum des Fahr­zeugs muss eine aus­rei­chen­de Steh­hö­he vor­han­den sein (min­des­tens 1,70 Meter).
  • Schlaf­plät­ze: Das Fahr­zeug muss min­des­tens zwei fes­te Schlaf­plät­ze haben.
  • Koch­ge­le­gen­heit: Eine fest instal­lier­te Koch­mög­lich­keit ist erfor­der­lich, um als Wohn­mo­bil aner­kannt zu werden.
  • Sitz­ge­le­gen­heit: Es muss eine Sitz­ge­le­gen­heit mit einem Tisch vor­han­den sein, der fest mon­tiert oder abnehm­bar ist.

Wenn dein selbst aus­ge­bau­tes Fahr­zeug die­se Anfor­de­run­gen erfüllt, wird es bei der Zulas­sung als Wohn­mo­bil aner­kannt. Damit kannst du es dann auch als Wohn­mo­bil versichern.

2. Haft­pflicht­ver­si­che­rung für selbst aus­ge­bau­te Wohnmobile

Sobald dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil zuge­las­sen ist, musst du eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Die­se Ver­si­che­rung ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben und deckt Schä­den ab, die du mit dei­nem Wohn­mo­bil ande­ren Per­so­nen oder frem­dem Eigen­tum zufügst.

Wich­ti­ge Punk­te zur Haftpflichtversicherung:

  • Deckungs­sum­men: Ach­te dar­auf, dass die Haft­pflicht­ver­si­che­rung hohe Deckungs­sum­men für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den bie­tet. Übli­che Deckungs­sum­men lie­gen bei min­des­tens 7,5 Mil­lio­nen Euro für Per­so­nen­schä­den und 1 Mil­li­on Euro für Sachschäden.
  • Fahr­zeug­ka­te­go­rie: Dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil muss als Wohn­mo­bil ver­si­chert wer­den, nicht als Lkw oder Pkw. Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung rich­tet sich nach der Fahr­zeug­ka­te­go­rie, die bei der Zulas­sung fest­ge­legt wird.

3. Kas­ko­ver­si­che­rung für selbst aus­ge­bau­te Wohnmobile

Neben der Haft­pflicht­ver­si­che­rung kannst du optio­nal eine Teil­kas­ko oder Voll­kas­ko­ver­si­che­rung für dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil abschlie­ßen. Die­se Ver­si­che­run­gen schüt­zen das Fahr­zeug selbst vor Schä­den, die durch äuße­re Ein­flüs­se oder Unfäl­le entstehen.

  • Teil­kas­ko­ver­si­che­rung: Die­se Ver­si­che­rung deckt Schä­den ab, die durch äuße­re Ein­flüs­se wie Dieb­stahl, Feu­er, Glas­bruch, Natur­er­eig­nis­se (z. B. Hagel, Sturm) und Wild­un­fäl­le ent­ste­hen. Da selbst aus­ge­bau­te Wohn­mo­bi­le oft wert­vol­le Aus­stat­tun­gen ent­hal­ten, ist eine Teil­kas­ko­ver­si­che­rung empfehlenswert.
  • Voll­kas­ko­ver­si­che­rung: Die Voll­kas­ko­ver­si­che­rung bie­tet zusätz­li­chen Schutz und deckt auch selbst­ver­schul­de­te Unfäl­le sowie Van­da­lis­mus ab. Für teu­re­re und umfang­reich umge­bau­te Wohn­mo­bi­le kann dies sinn­voll sein, um hohe Repa­ra­tur­kos­ten im Scha­dens­fall abzusichern.

Beson­der­heit bei selbst aus­ge­bau­ten Wohn­mo­bi­len: Da selbst aus­ge­bau­te Wohn­mo­bi­le oft ein­zig­ar­ti­ge und indi­vi­du­el­le Aus­stat­tun­gen haben, soll­test du sicher­stel­len, dass alle Umbau­ten in die Kas­ko­ver­si­che­rung auf­ge­nom­men wer­den. Dies kann über eine detail­lier­te Auf­lis­tung der Aus­stat­tun­gen und ihren Wert erfol­gen. Man­che Ver­si­che­rer ver­lan­gen für die­se Wohn­mo­bi­le auch ein Gut­ach­ten, um den Ver­si­che­rungs­wert zu ermitteln.

4. Ver­si­che­rung von Sonderausstattungen

Selbst aus­ge­bau­te Wohn­mo­bi­le haben oft vie­le Son­der­aus­stat­tun­gen wie Solar­an­la­gen, Mar­ki­sen, zusätz­li­che Bat­te­rien oder spe­zi­el­le Möbel. Die­se Aus­stat­tun­gen müs­sen in die Ver­si­che­rungs­po­li­ce auf­ge­nom­men wer­den, damit sie im Scha­dens­fall abge­si­chert sind.

Absi­che­rung von Sonderausstattungen:

  • Wert­gut­ach­ten: Vie­le Ver­si­che­rer ver­lan­gen für selbst aus­ge­bau­te Wohn­mo­bi­le ein Wert­gut­ach­ten, um den genau­en Ver­si­che­rungs­wert zu ermit­teln. Die­ses Gut­ach­ten berück­sich­tigt sowohl den Basis­wert des Fahr­zeugs als auch den Wert der ein­ge­bau­ten Ausstattungen.
  • Erwei­ter­te Kas­ko­ver­si­che­rung: Wenn dein Wohn­mo­bil beson­ders wert­vol­le Son­der­aus­stat­tun­gen ent­hält, soll­test du prü­fen, ob die­se im Rah­men der Kas­ko­ver­si­che­rung abge­si­chert sind. Im Zwei­fel kön­nen sol­che Aus­stat­tun­gen auch durch spe­zi­el­le Zusatz­ver­si­che­run­gen abge­deckt werden.

5. Nut­zungs­ein­schrän­kun­gen und beson­de­re Versicherungsbedingungen

Eini­ge Ver­si­che­rer bie­ten spe­zi­el­le Tari­fe für selbst aus­ge­bau­te Wohn­mo­bi­le an, die auf die beson­de­re Nut­zung und den Umbau abge­stimmt sind. Dabei gibt es jedoch oft eini­ge Ein­schrän­kun­gen, die du beach­ten solltest:

  • Begrenz­te Jah­res­ki­lo­me­ter: Vie­le Ver­si­che­rer bie­ten güns­ti­ge­re Prä­mi­en an, wenn du dein Wohn­mo­bil nur begrenzt nutzt, z. B. durch eine nied­ri­ge jähr­li­che Kilometerleistung.
  • Gara­gen­ra­batt: Wenn du dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil in einer Gara­ge oder auf einem gesi­cher­ten Stell­platz abstellst, kannst du oft von einem Gara­gen­ra­batt pro­fi­tie­ren. Dies senkt die Versicherungsprämien.
  • Sai­son­kenn­zei­chen: Ein Sai­son­kenn­zei­chen kann die Ver­si­che­rungs­kos­ten redu­zie­ren, wenn du dein Wohn­mo­bil nur in den Som­mer­mo­na­ten nutzt und es wäh­rend der Win­ter­mo­na­te abmeldest.

6. Wohn­mo­bil Ver­si­che­rung Vergleich

Um die bes­te Ver­si­che­rung für dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil zu fin­den, lohnt sich ein Wohn­mo­bil Ver­si­che­rung Ver­gleich. Dabei kannst du die ver­schie­de­nen Anbie­ter und Tari­fe ver­glei­chen und sicher­stel­len, dass alle rele­van­ten Leis­tun­gen, wie die Absi­che­rung der Son­der­aus­stat­tun­gen und eine fai­re Selbst­be­tei­li­gung, berück­sich­tigt werden.

Wich­ti­ge Fak­to­ren im Vergleich:

  • Deckungs­sum­men: Ach­te auf aus­rei­chend hohe Deckungs­sum­men in der Haft­pflicht- und Kaskoversicherung.
  • Prä­mi­en­hö­he: Ver­glei­che die Ver­si­che­rungs­prä­mi­en für die Haftpflicht‑, Teil­kas­ko- und Vollkaskoversicherung.
  • Beson­der­hei­ten für Umbau­ten: Ach­te dar­auf, dass alle selbst vor­ge­nom­me­nen Umbau­ten und Aus­stat­tun­gen in die Ver­si­che­rung ein­be­zo­gen werden.

Fazit

Die Ver­si­che­rung eines selbst aus­ge­bau­ten Wohn­mo­bils erfor­dert eini­ge beson­de­re Schrit­te, ins­be­son­de­re die kor­rek­te Zulas­sung als Wohn­mo­bil und die Absi­che­rung der indi­vi­du­el­len Umbau­ten. Neben der gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist es wich­tig, eine Teil­kas­ko- oder Voll­kas­ko­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen, die alle wert­vol­len Aus­stat­tun­gen des Fahr­zeugs abdeckt. Ein Wohn­mo­bil Ver­si­che­rung Ver­gleich hilft dir, die bes­ten Tari­fe und Leis­tun­gen für dein selbst aus­ge­bau­tes Wohn­mo­bil zu finden.

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