Bei Rohrbrüchen schützt primär die Wohngebäudeversicherung, da sie Schäden durch Leitungswasser abdeckt. Sie übernimmt sowohl die Reparatur der beschädigten Rohrleitungen als auch alle Folgeschäden an der Bausubstanz. Zusätzlich deckt die Hausratversicherung Schäden an Ihren beweglichen Gegenständen ab.
Wohngebäudeversicherung: Der Hauptschutz bei Rohrbrüchen
Die Wohngebäudeversicherung ist Ihre erste Anlaufstelle bei Rohrbruchschäden. Sie deckt Schäden an der Bausubstanz ab, die durch austretendes Leitungswasser entstehen – also Beschädigungen an Wänden, Böden, Decken, Heizungsanlagen und sanitären Installationen. Der Versicherer übernimmt nicht nur die Reparatur oder den Austausch der defekten Rohre, sondern auch notwendige Trocknungsmaßnahmen und Wiederherstellungskosten.
Wichtig: Achten Sie beim Versicherungsabschluss darauf, ob Leitungswasserschäden explizit im Leistungsumfang genannt sind. Die meisten modernen Tarife im Jahr 2026 beinhalten diesen Schutz standardmäßig, doch Basis-Tarife können Einschränkungen haben. Besonders relevant ist auch die Frage, ob Außenleitungen auf dem Grundstück mitversichert sind – viele Standardpolicen decken nur innere Rohre ab.
Hausratversicherung und weitere Sicherungsoptionen
Während die Wohngebäudeversicherung das Gebäude selbst schützt, greift die Hausratversicherung für Ihre persönlichen Gegenstände ein. Sie ersetzt Möbel, Elektronik, Kleidung und andere bewegliche Gegenstände, die durch den Wasserschaden zerstört wurden. Dies ist besonders wichtig, da Rohrbrüche oft erhebliche Mengen Wasser freisetzen und großflächige Schäden verursachen können.
Bei Rohrbrüchen durch Naturereignisse wie Hochwasser oder Starkregen kann eine zusätzliche Elementarschadenversicherung sinnvoll sein. Diese wird oft als Zusatzbaustein zur Wohngebäudeversicherung angeboten und schließt Schutzlücken bei extremen Wetterereignissen.
Leistungsausschlüsse und wichtige Einschränkungen
- Fahrlässigkeit: Grobe Fahrlässigkeit (z.B. unzureichende Beheizung im Winter, wodurch Rohre einfrieren) kann zum Leistungsausfall führen
- Vorsätzliche Schäden: Absichtlich herbeigeführte Rohrbrüche werden nicht reguliert
- Außenleitungen: Überprüfen Sie, ob Rohre außerhalb des Gebäudes versichert sind – viele Tarife schließen diese aus
- Wartungsmängel: Wurde eine erforderliche Inspektion versäumt, kann die Versicherung leisten einschränken
Praktische Checkliste: So sichern Sie sich optimal ab
- Prüfen Sie Ihren Versicherungsvertrag auf die genaue Definition von Leitungswasserschäden
- Fragen Sie explizit nach dem Versicherungsschutz für Außenleitungen und Ableitungsrohre
- Halten Sie Inspektionsprotokolle und Wartungsnachweise auf – diese schützen Sie bei Schadensfall
- Kombinieren Sie Wohngebäude- und Hausratversicherung für vollständigen Schutz
- Nutzen Sie einen Versicherungsvergleich, um optimale Tarife zu aktuellen Konditionen 2026 zu finden