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Welche Versicherung zahlt bei Glasschäden?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 03. Juni 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Bei Glasschäden zahlt je nach Art und Verursacher eine unterschiedliche Versicherung: Die spezialisierte Glasversicherung deckt Glasbruch unabhängig von der Ursache ab, die Gebäudeversicherung schützt fest verbaute Glasbauteile wie Fenster, die Hausratversicherung movable Glasgegenstände – und die Privathaftpflicht zahlt, wenn Sie Schäden bei anderen verursachen.

Bei Glas­schä­den zahlt je nach Art und Ver­ur­sa­cher eine unter­schied­li­che Ver­si­che­rung: Die spe­zia­li­sier­te Glas­ver­si­che­rung deckt Glas­bruch unab­hän­gig von der Ursa­che ab, die Gebäu­de­ver­si­che­rung schützt fest ver­bau­te Glas­bau­tei­le wie Fens­ter, die Haus­rat­ver­si­che­rung mova­ble Glas­ge­gen­stän­de – und die Pri­vat­haft­pflicht zahlt, wenn Sie Schä­den bei ande­ren verursachen.

Wel­che Ver­si­che­rung für wel­che Glas­schä­den zustän­dig ist

Glas­ver­si­che­rung ist die spe­zia­li­sier­te Lösung und zahlt bei Glas­bruch, Ris­sen und Krat­zern an Glas­ge­gen­stän­den sowie Glas­bau­tei­len wie Fens­tern, Glas­tü­ren, Glas­fas­sa­den, Ter­ras­sen­dä­chern oder deko­ra­ti­ven Glas­ele­men­ten. Der gro­ße Vor­teil: Sie leis­tet unab­hän­gig von der Scha­dens­ur­sa­che – ob Ver­schleiß, Fahr­läs­sig­keit oder Mate­ri­al­feh­ler. Aus­nah­men sind oft nur gro­be Fahr­läs­sig­keit oder vor­sätz­li­che Beschä­di­gung. Die Prä­mi­en lie­gen je nach Tarif und Ver­si­che­rer bei ca. 50–200 Euro pro Jahr für pri­va­te Wohn­ge­bäu­de. Für Gewer­be und grö­ße­re Glas­kon­struk­tio­nen kön­nen die Bei­trä­ge höher ausfallen.

Gebäu­de­ver­si­che­rung (Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung) deckt fest ver­bau­te Glas­bau­tei­le wie Fens­ter, Glas­tü­ren, Win­ter­gär­ten oder Glas­dä­cher ab, die zum Gebäu­de gehö­ren. Sie leis­tet vor allem bei Schä­den durch Natur­ge­wal­ten wie Sturm, Hagel oder Blitz­schlag. Aller­dings: Bei rei­nem Glas­bruch ohne äuße­re Ein­wir­kung (etwa durch Mate­ri­al­er­mü­dung) greift die Stan­dard-Gebäu­de­ver­si­che­rung oft nicht. Ein zusätz­li­cher Glas­ver­si­che­rungs­schutz kann die­se Lücke schließen.

Haus­rat­ver­si­che­rung schützt beweg­li­che Glas­ge­gen­stän­de wie Spie­gel, Aqua­ri­en, Glas­ti­sche oder hoch­wer­ti­ges Geschirr – sofern die­se expli­zit im Ver­si­che­rungs­um­fang ent­hal­ten sind. Der Schutz ist jedoch stark von Tarif und Ver­si­che­rer abhän­gig. Man­che Poli­cen decken Glas nur bei bestimm­ten Scha­den­er­eig­nis­sen (Raub, Brand) ab, nicht bei Bruch durch Sturz oder Ver­schie­ben. Eine genaue Über­prü­fung Ihres Ver­trags ist notwendig.

Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung zahlt, wenn Sie oder ein Fami­li­en­mit­glied Glas­schä­den bei ande­ren ver­ur­sa­chen – etwa beim Nach­barn das Fens­ter ein­wer­fen oder in einem Geschäft eine Glas­va­se beschädigen.

Typi­sche Aus­schlüs­se und Besonderheiten

Nicht alle Ver­si­che­run­gen zah­len glei­cher­ma­ßen. Häu­fi­ge Aus­schlüs­se sind gro­be Fahr­läs­sig­keit, Van­da­lis­mus, Alters­ver­schleiß und unsach­ge­mä­ße Repa­ra­tu­ren. Bei Hagel­schä­den ist oft die Ele­men­tar­schutz-Kom­po­nen­te der Gebäu­de­ver­si­che­rung zustän­dig, nicht die sepa­ra­te Glas­ver­si­che­rung. Fran­chise­re­ge­lun­gen (Selbst­be­tei­li­gun­gen) vari­ie­ren zwi­schen 50 und 300 Euro. 2026 bie­ten vie­le Ver­si­che­rer auch digi­ta­le Scha­den­mel­dung per App an – das beschleu­nigt den Pro­zess erheblich.

Check­lis­te für Ihren opti­ma­len Glasschutz

  • Inven­tur durch­füh­ren: Unter­schei­den Sie zwi­schen fest ver­bau­ten Glas­tei­len (Fens­ter, Türen, Fas­sa­den) und beweg­li­chen Glas­ge­gen­stän­den (Spie­gel, Vitri­nen, Aquarien)
  • Bestehen­de Ver­trä­ge prü­fen: Sich­ten Sie Gebäu­de­ver­si­che­rung und Haus­rat­ver­si­che­rung auf bereits vor­han­de­ne Glas­de­ckung und deren genau­en Umfang
  • Deckungs­lü­cken iden­ti­fi­zie­ren: Fehlt Schutz für hoch­wer­ti­ge oder häu­fig gefähr­de­te Glas­ele­men­te, ist eine zusätz­li­che Glas­ver­si­che­rung sinnvoll
  • Tari­fe ver­glei­chen: Ach­ten Sie auf Fran­chise, Ent­schä­di­gungs­gren­zen, Aus­schlüs­se und Wartungsklauseln
  • Schä­den doku­men­tie­ren: Foto­gra­fie­ren Sie Glas­bruch sofort und mel­den Sie den Scha­den unver­züg­lich dem Versicherer
  • Repa­ra­tur­teil­neh­mer abstim­men: Holen Sie Kos­ten­vor­anschlä­ge ein und stim­men Sie die­se vor Repa­ra­tur­be­ginn mit Ihrem Ver­si­che­rer ab
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