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Welche Versicherung zahlt bei Wildschaden?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 14. Oktober 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Die Teilkaskoversicherung zahlt bei Wildschäden – sie deckt Kollisionen mit Wildtieren wie Rehen, Wildschweinen oder Hirschen ab. Auch die Vollkaskoversicherung zahlt, bietet aber darüber hinaus zusätzliche Deckung. Wichtig: Die Kaskoversicherungen ersetzen Reparaturkosten abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung, die typischerweise zwischen ca.

Die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung zahlt bei Wild­schä­den – sie deckt Kol­li­sio­nen mit Wild­tie­ren wie Rehen, Wild­schwei­nen oder Hir­schen ab. Auch die Voll­kas­ko­ver­si­che­rung zahlt, bie­tet aber dar­über hin­aus zusätz­li­che Deckung. Wich­tig: Die Kas­ko­ver­si­che­run­gen erset­zen Repa­ra­tur­kos­ten abzüg­lich der ver­ein­bar­ten Selbst­be­tei­li­gung, die typi­scher­wei­se zwi­schen ca. 150 und 500 Euro liegt.

Teil­kas­ko vs. Voll­kas­ko – Wel­che deckt Wild­schä­den ab?

Die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung ist für Wild­schä­den die Stan­dard­lö­sung und zählt zu den Ele­men­tar­schä­den. Sie ersetzt Sach­schä­den durch Zusam­men­prall mit Wild­tie­ren voll­stän­dig – abzüg­lich dei­ner Selbst­be­tei­li­gung. Das macht sie vor allem für Fah­rer inter­es­sant, die regel­mä­ßig in länd­li­chen Gebie­ten, auf Land­stra­ßen oder in Wald­re­gio­nen unter­wegs sind, wo der Wild­wech­sel beson­ders in der Däm­me­rung und nachts ein erheb­li­ches Risi­ko darstellt.

Die Voll­kas­ko­ver­si­che­rung bie­tet Wild­scha­den­de­ckung bereits im Leis­tungs­um­fang ent­hal­ten und erwei­tert den Schutz zusätz­lich auf selbst­ver­schul­de­te Unfäl­le, Van­da­lis­mus, Dieb­stahl und Ele­men­tar­schä­den. Fah­rer von neu­wer­ti­gen oder hoch­wer­ti­gen Fahr­zeu­gen wäh­len häu­fig Voll­kas­ko, um umfas­send geschützt zu sein.

Bedin­gun­gen und Scha­den­mel­dung bei Wildunfällen

Um einen Wild­scha­den erfolg­reich regu­liert zu bekom­men, müs­sen eini­ge for­ma­le Anfor­de­run­gen erfüllt sein. Für den Ver­si­che­rungs­nach­weis ist ein offi­zi­el­les Unfall­pro­to­koll der Poli­zei oder ein Wild­un­fall­be­richt essen­ti­ell – vie­le Ver­si­che­rer ver­lan­gen die­se Doku­men­ta­ti­on zwin­gend. Die Scha­den­mel­dung soll­te zeit­nah erfol­gen; ide­al inner­halb weni­ger Tage nach dem Unfall. Neben dem Unfall­pro­to­koll benö­tigst du Fotos des Scha­dens, der Unfall­stel­le und dei­nes Füh­rer­scheins sowie Fahrzeugschein.

Beach­te: Nicht alle Tier­kol­li­sio­nen wer­den gleich behan­delt. Nur Zusam­men­stö­ße mit wild leben­den Wild­tie­ren (Rehe, Wild­schwei­ne, Hir­sche, Hasen) sind ver­si­chert – Unfäl­le mit Haus­tie­ren, Nutz­tie­ren oder Vögeln fal­len nicht dar­un­ter und müs­sen über die Haft­pflicht des Tier­hal­ters gere­gelt werden.

Selbst­be­tei­li­gung und Kos­ten im Überblick

  • Typi­sche Selbst­be­tei­li­gung: Bei Teil­kas­ko ca. 150–500 Euro je nach Tarif und Versicherer
  • Beson­der­heit: Eini­ge Ver­si­che­rer bie­ten Wild­scha­den­de­ckung ohne Selbst­be­tei­li­gung an – dies erhöht die Prä­mie geringfügig
  • Repa­ra­tur­kos­ten: Wild­schä­den ver­ur­sa­chen oft 1.000–5.000 Euro Repa­ra­tur­kos­ten, je nach Fahr­zeug­wert und Unfallschwere

Prak­ti­sche Tipps zur Ver­mei­dung und Versicherungswahl

  • Fahrt­ver­hal­ten anpas­sen: Redu­zie­re dei­ne Geschwin­dig­keit in Wild­wech­sel­be­rei­chen, beson­ders in der Däm­me­rung und nachts (18–6 Uhr)
  • Auf­merk­sam­keit erhö­hen: Ach­te auf Wild­wech­sel­warn­zei­chen an Stra­ßen­rän­dern und Waldkanten
  • Ver­si­che­rungs­ver­gleich nut­zen: Ver­glei­che Teil­kaskoprä­mi­en und Selbst­be­tei­li­gungs­sät­ze, um das bes­te Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis zu finden
  • Doku­men­ta­ti­on sichern: Rufe die Poli­zei bei jedem Wild­un­fall, um ein ver­bind­li­ches Pro­to­koll zu erhalten
  • Tarif regel­mä­ßig über­prü­fen: Aktu­el­le Ver­si­che­rungs­an­ge­bo­te kön­nen güns­ti­ger sein – einen Ver­gleich zu jedem Jah­res­wech­sel lohnt sich
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