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Welche Wohngebäudeversicherung nimmt mich nach Kündigung?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 26. April 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nach einer Kündigung der Wohngebäudeversicherung nehmen Sie viele Versicherer auf — allerdings meist zu anderen Konditionen als zuvor. Ob und zu welchen Bedingungen ein neuer Anbieter Sie aufnimmt, hängt vom Kündigungsgrund, dem Schadenverlauf und der Gebäudebeschaffenheit ab. Mit transparenten Angaben und systematischer Suche finden Sie 2024/2026 in der Regel zeitnah einen passenden Partner.

Nach einer Kün­di­gung der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung neh­men Sie vie­le Ver­si­che­rer auf — aller­dings meist zu ande­ren Kon­di­tio­nen als zuvor. Ob und zu wel­chen Bedin­gun­gen ein neu­er Anbie­ter Sie auf­nimmt, hängt vom Kün­di­gungs­grund, dem Scha­den­ver­lauf und der Gebäu­de­be­schaf­fen­heit ab. Mit trans­pa­ren­ten Anga­ben und sys­te­ma­ti­scher Suche fin­den Sie 2024/2026 in der Regel zeit­nah einen pas­sen­den Partner.

Kün­di­gungs­grün­de und ihre Aus­wir­kun­gen auf Auf­nah­me und Prämie

Ver­si­che­rer unter­schei­den bei der Annah­me deut­lich zwi­schen den Grün­den einer Kündigung:

  • Ordent­li­che Kün­di­gung durch Sie (Wech­sel, Kos­ten­grün­de): Stan­dard-Kün­di­gungs­grund, wird von allen Ver­si­che­rern pro­blem­los akzep­tiert und führt nicht zu Prämienaufschlägen
  • Kün­di­gung durch den Ver­si­che­rer wegen Scha­dense­rie: Kann zu War­te­zei­ten und 15–30 % Prä­mi­en­auf­schlag füh­ren; regio­na­le und spe­zia­li­sier­te Anbie­ter zei­gen grö­ße­re Kulanz
  • Kün­di­gung wegen Zah­lungs­ver­zug oder Oblie­gen­heits­ver­let­zung: Erschwert die Auf­nah­me erheb­lich; Fach­ver­si­che­rer prü­fen den Ein­zel­fall, Groß­kon­zer­ne leh­nen oft ab
  • Kün­di­gung nach Bei­trags­er­hö­hung: Neue Ver­si­che­rer bewer­ten das Risi­ko unab­hän­gig neu und bie­ten oft güns­ti­ge­re Prä­mi­en als der Vorversicherer

Wich­tig: Ver­si­che­rer fra­gen stan­dard­mä­ßig Kün­di­gun­gen der letz­ten 5 Jah­re ab. Unvoll­stän­di­ge oder fal­sche Anga­ben füh­ren zur Leis­tungs­ver­wei­ge­rung im Scha­dens­fall — voll­stän­di­ge Trans­pa­renz ist recht­lich ver­pflich­tend und erhöht Ihre Chan­cen bei der Annahme.

Wel­che Anbie­ter neh­men Sie nach Kün­di­gung auf?

Gro­ße Ver­si­che­rer wie Alli­anz, AXA, Debe­ka und HDI akzep­tie­ren Kun­den nach Kün­di­gun­gen eben­so wie Direkt­ver­si­che­rer (Huk-Coburg, Ergo Direct, Advo­card). Regio­na­le und spe­zia­li­sier­te Gebäu­de­ver­si­che­rer (z. B. Wert­ga­ran­tie, Chubb, Aachen­Mün­che­ner Bau) haben gezielt offe­ne­re Auf­nah­me­kri­te­ri­en und bear­bei­ten sol­che Fäl­le individueller.

Ein ent­schei­den­der Vor­teil: Ver­si­che­rungs­mak­ler haben Zugang zu Nischen­be­tei­lig­ten und Spe­zi­al­be­tei­lig­ten, die über Online-Ver­glei­che gar nicht sicht­bar sind. Sie ken­nen Anbie­ter, die gezielt nach Kün­di­gun­gen fle­xi­ble Bedin­gun­gen gewäh­ren und kön­nen schnel­ler pas­sen­de Lösun­gen finden.

Prak­ti­sche Schrit­te für Ihren Wech­sel nach Kündigung

  • Kün­di­gungs­un­ter­la­gen sam­meln: For­dern Sie vom alten Ver­si­che­rer die Scha­dens­his­to­rie, das Kün­di­gungs­schrei­ben und die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen an
  • Gebäu­de­da­ten vor­be­rei­ten: Bau­jahr, Sanie­run­gen, Gebäu­de­typ und aktu­el­le Nut­zung hel­fen Ver­si­che­rern bei der schnel­le­ren Bewertung
  • Meh­re­re Ange­bo­te sys­te­ma­tisch ver­glei­chen: Min­des­tens 4–6 Ver­si­che­rer, dar­un­ter 2–3 regio­na­le Spezialanbieter
  • Mak­ler-Bera­tung nut­zen: Bei meh­re­ren Kün­di­gun­gen oder kom­ple­xen Fäl­len (z. B. Denk­mal­schutz, Alt­bau) lohnt sich pro­fes­sio­nel­le Unterstützung
  • Ver­si­che­rungs­lü­cke ver­mei­den: Pla­nen Sie den Wech­sel 8–10 Wochen vor Ver­trags­en­de ein
  • War­te­zei­ten berück­sich­ti­gen: Neu­kun­den haben oft War­te­zei­ten von 3–6 Mona­ten bei Ele­men­tar­schä­den oder Leitungswasserschäden
  • Selbst­be­hal­te und Leis­tun­gen ver­glei­chen: Höhe­re Bei­trä­ge wer­den oft durch bes­se­re Deckung und nied­ri­ge­re Selbst­be­hal­te kompensiert

Eine Kün­di­gungs­his­to­rie ist kein per­ma­nen­tes Aus­schluss­kri­te­ri­um. Mit geziel­ter Recher­che und ehr­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on fin­den Sie zeit­nah einen neu­en Ver­si­che­rer. Höhe­re Bei­trä­ge (ca. 100–250 Euro jähr­lich je nach Kün­di­gungs­grund) sind mög­lich, amor­ti­sie­ren sich aber oft durch bes­se­re Leis­tun­gen über die Vertragslaufzeit.

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