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Welches Fahrradschloss wird von der Versicherung anerkannt?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 14. Juni 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Versicherungen erkennen nur Fahrradschlösser mit anerkannten Sicherheitszertifikaten an – üblicherweise ART-Prüfzeichen, Sold Secure oder VdS-Zertifikat. Welches Schloss genau akzeptiert wird, hängt von Ihrer Police ab. Ohne ein versicherungskonformes Schloss kann der Versicherungsschutz bei Diebstahl komplett entfallen.

Ver­si­che­run­gen erken­nen nur Fahr­rad­schlös­ser mit aner­kann­ten Sicher­heits­zer­ti­fi­ka­ten an – übli­cher­wei­se ART-Prüf­zei­chen, Sold Secu­re oder VdS-Zer­ti­fi­kat. Wel­ches Schloss genau akzep­tiert wird, hängt von Ihrer Poli­ce ab. Ohne ein ver­si­che­rungs­kon­for­mes Schloss kann der Ver­si­che­rungs­schutz bei Dieb­stahl kom­plett entfallen.

Aner­kann­te Zer­ti­fi­ka­te und Sicherheitsstufen

Deut­sche Fahr­rad­ver­si­che­rer ori­en­tie­ren sich an stan­dar­di­sier­ten Prüf­zei­chen inter­na­tio­nal aner­kann­ter Insti­tu­tio­nen. Das ART-Prüf­zei­chen (Antit­heft Regu­la­ti­on) ist in Euro­pa ver­brei­tet und wird von den meis­ten Ver­si­che­rern akzep­tiert. Das bri­ti­sche Sold Secu­re-Zer­ti­fi­kat mit den Stu­fen Bron­ze, Sil­ber und Gold ist eben­falls weit aner­kannt – vie­le Ver­si­che­rer ver­lan­gen expli­zit min­des­tens Gold-Level für teu­re­re Räder. Das VdS-Zer­ti­fi­kat des Ver­bands der Sach­ver­si­che­rer setzt deut­sche Sicher­heits­stan­dards und wird beson­ders von deut­schen Ver­si­che­rern geschätzt.

Ach­ten Sie auf die Sicher­heits­stu­fe: Min­des­tens Level 4 (von 15) ist Stan­dard. Bei hoch­wer­ti­gen Fahr­rä­dern for­dern man­che Ver­si­che­rer Level 5 oder höher. Über­prü­fen Sie Ihre Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen oder rufen Sie den Ver­si­che­rer an – unter­schied­li­che Tari­fe haben unter­schied­li­che Anfor­de­run­gen. Man­che Ver­si­che­run­gen stel­len sogar Lis­ten emp­foh­le­ner Model­le zur Verfügung.

Schloss­ty­pen und prak­ti­sche Anforderungen

U‑Locks (Bügel­schlös­ser) sind die sichers­te Vari­an­te und wer­den von Ver­si­che­rern bevor­zugt. Sie wider­ste­hen Hebel­werk­zeu­gen bes­ser als ande­re Typen. Ket­ten­schlös­ser mit hoch­wer­ti­gem Schloss­zy­lin­der sind aner­kannt, soll­ten aber min­des­tens 2 kg wie­gen und aus gehär­te­tem Stahl bestehen. Falt­schlös­ser mit Zer­ti­fi­kat wer­den zuneh­mend akzep­tiert, gel­ten aber oft als weni­ger sicher.

Ent­schei­dend ist die rich­ti­ge Ankopp­lung: Das Schloss muss Rah­men und min­des­tens ein Lauf­rad an einem orts­fes­ten, sta­bi­len Objekt sichern. Ein zu kur­zes oder schlecht ver­ar­bei­te­tes Schloss erfüllt die­se Anfor­de­rung nicht. Bei wert­vol­len Rädern (über ca. 1.500 Euro) soll­ten Sie zwei sepa­ra­te Schlös­ser nut­zen – eines für den Rah­men, eines für die Räder.

Prak­ti­sche Check­lis­te für den Schloss-Kauf

  • Sicher­heits­zer­ti­fi­kat prü­fen (ART, Sold Secu­re Gold/Silber oder VdS)
  • Sicher­heits­stu­fe min­des­tens 4 (je nach Fahr­rad-Wert ggf. höher)
  • Gewicht über 2 kg für aus­rei­chen­de Stabilität
  • Schloss­zy­lin­der mit Picking-Schutz
  • Min­dest­län­ge 30–40 cm für fle­xi­ble Verankerung
  • Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen VOR dem Kauf kontrollieren
  • Kauf­be­leg und Zer­ti­fi­kat auf­be­wah­ren – erfor­der­lich im Schadensfall
  • Bei hoch­prei­si­gen Rädern Ver­si­che­rer direkt nach emp­foh­le­nen Model­len fragen

Im Scha­dens­fall kön­nen Ver­si­che­rer Leis­tun­gen ableh­nen, wenn ein nicht aner­kann­tes Schloss ver­wen­det wur­de. Nut­zen Sie die Gele­gen­heit, Ihren Ver­si­che­rer zu kon­tak­tie­ren und eine Lis­te akzep­tier­ter Schlös­ser anzu­for­dern – das spart Ärger und Kosten.

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