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Wie hoch ist der Eigenanteil nach Erstattung?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 12. Juli 2025
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Der Eigenanteil nach Erstattung ist die Differenz zwischen Gesamtkosten und den kombinierten Leistungen von Krankenkasse und Zahnzusatzversicherung. Mit einem 90%-Tarif, lückenlosem Bonusheft und optimierter Planung sinkt dein persönlicher Anteil oft auf unter 10 % der Behandlungskosten – manchmal sogar auf null Euro.

Der Eigen­an­teil nach Erstat­tung ist die Dif­fe­renz zwi­schen Gesamt­kos­ten und den kom­bi­nier­ten Leis­tun­gen von Kran­ken­kas­se und Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung. Mit einem 90%-Tarif, lücken­lo­sem Bonus­heft und opti­mier­ter Pla­nung sinkt dein per­sön­li­cher Anteil oft auf unter 10 % der Behand­lungs­kos­ten – manch­mal sogar auf null Euro.

Wie der Eigen­an­teil ent­steht – die Drei­tei­lung der Zahlung

Dein Eigen­an­teil wird durch drei Finan­zie­rungs­quel­len bestimmt:

  • Gesetz­li­che Kran­ken­kas­se (GKV): Zahlt einen Fest­zu­schuss für zahn­me­di­zi­ni­sche Regel­ver­sor­gung – ohne Bonus­heft ca. 60 %, mit fünf Jah­ren lücken­lo­se Vor­sor­ge 70 %, mit zehn Jah­ren bis zu 75 % der Regelversorgungskosten.
  • Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung: Stockt den GKV-Zuschuss auf die ver­ein­bar­te Quo­te auf – typisch 80 %, 90 % oder 100 % der Gesamt­kos­ten (nicht nur der Regelversorgung).
  • Dein Eigen­an­teil: Der ver­blei­ben­de Betrag, den du selbst trägst, nach­dem bei­de Ver­si­che­run­gen gezahlt haben.

Bei­spiel: Eine Kera­mik­kro­ne kos­tet 1.500 €. Die GKV zahlt mit 70%-Bonus 420 € (Fest­zu­schuss für Regel­ver­sor­gung). Eine 90%-Zusatzversicherung über­nimmt 90 % der rest­li­chen 1.080 € = 972 €. Dein Eigen­an­teil: nur 108 €.

Fak­to­ren, die dei­nen Eigen­an­teil direkt beeinflussen

  • Erstat­tungs­quo­te der Poli­ce: 90%-Tarife kos­ten oft nur ca. 3–5 € mehr monat­lich als 80%-Tarife, redu­zie­ren aber dei­nen Eigen­an­teil deut­lich stärker.
  • Bonus­heft-Sta­tus: Jedes feh­len­de Jahr kos­tet dich +10 % mehr Eigen­an­teil. Zwei Zahn­arzt­be­su­che pro Jahr zah­len sich über Jah­re mas­siv aus.
  • Mate­ri­al und Labor: Voll­ke­ra­mik und hoch­wer­ti­ge Mate­ria­li­en kos­ten mehr – suche Tari­fe mit offe­ner oder unbe­grenz­ter Materialliste.
  • Zahn­staf­fel (Jah­re 1–3): Vie­le Tari­fe limi­tie­ren jähr­lich ca. 1.000–1.500 € Leis­tung. Ein Start­bud­get ≥ 1.500 € ist für grö­ße­re Behand­lun­gen essentiell.
  • Selbst­be­tei­li­gung: Optio­na­le frei­wil­li­ge Eigen­an­tei­le (10–20 % pro Behand­lung) sen­ken die Prä­mie, erhö­hen aber dei­nen Eigen­an­teil beim Zahnarzt.

Prak­ti­sche Stra­te­gien zur Mini­mie­rung dei­nes Eigenanteils

  • Bonus­heft gewis­sen­haft füh­ren: Das größ­te Spar­po­ten­zi­al liegt hier – der zusätz­li­che Kas­sen­zu­schuss ist oft mehr wert als eine höhe­re Versicherungsquote.
  • 90%-Quote als Stan­dard wäh­len: Das bes­te Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis für Zahn­ersatz und Implantate.
  • Offe­ne Mate­ri­al­lis­te sichern: Ver­mei­det ver­steck­te Auf­prei­se für Kera­mik, Zir­kon oder spe­zi­el­le Inlays.
  • Staf­fel­bud­get stra­te­gisch nut­zen: Pla­ne grö­ße­re Arbei­ten so, dass sie meh­re­re Ver­si­che­rungs­jah­re nut­zen – z. B. Implan­tat im Dezem­ber Jahr 1, Kro­ne im Janu­ar Jahr 2.
  • 100%-Tarife nur mit Vor­be­halt: Klingt ver­lo­ckend, ist aber oft teu­rer und an höhe­re War­te­zei­ten gekop­pelt. 90 % ist meist die opti­ma­le Wahl.

Check­lis­te für dei­nen Vergleich

  • Min­des­t­er­stat­tungs­quo­te: 90 % der Gesamt­kos­ten (nicht nur Regelversorgung)
  • Zahn­staf­fel: Ers­tes Jahr mind. 1.500 € Budget
  • War­te­zei­ten: 3–8 Mona­te für Regel­ver­sor­gung, beach­te Aus­nah­men ohne Wartezeit
  • Implan­ta­te: Expli­zit in der Poli­ce abgedeckt?
  • Eigen­be­tei­li­gung: Am bes­ten 0 % wäh­len, wenn der Prä­mi­en­un­ter­schied gering ist
  • Bonus­be­rück­sich­ti­gung: Berech­net der Tarif höhe­re Zuschüs­se für dein bereits gepfleg­tes Bonusheft?
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