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Wie lange darf man nach einer Kolik nicht reiten?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 16. Juli 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nach einer Kolik sollte das Pferd je nach Schweregrad zwischen einer Woche (leichte Kolik) und zwei bis drei Monaten (operativ behandelte Kolik) pausieren. Die genaue Reitpause wird durch den Verlauf, die Behandlungsart und den individuellen Genesungsfortschritt bestimmt und muss vom behandelnden Tierarzt freigegeben werden.

Nach einer Kolik soll­te das Pferd je nach Schwe­re­grad zwi­schen einer Woche (leich­te Kolik) und zwei bis drei Mona­ten (ope­ra­tiv behan­del­te Kolik) pau­sie­ren. Die genaue Reit­pau­se wird durch den Ver­lauf, die Behand­lungs­art und den indi­vi­du­el­len Gene­sungs­fort­schritt bestimmt und muss vom behan­deln­den Tier­arzt frei­ge­ge­ben werden.

Reit­pau­se je nach Art der Kolikbehandlung

Die Dau­er der not­wen­di­gen Ruhe­pha­se hängt maß­geb­lich davon ab, wie schwer­wie­gend die Kolik war und wel­che the­ra­peu­ti­schen Maß­nah­men erfor­der­lich waren. Bei einer leich­ten, medi­ka­men­tös behan­del­ten Kolik kann das Pferd oft bereits nach 3–7 Tagen wie­der leicht bewegt wer­den – aller­dings nicht im klas­si­schen Sin­ne gerit­ten, son­dern eher spa­ziert. Das Wie­der­an­trai­ning soll­te mini­mal aus­fal­len und schritt­wei­se erfolgen.

Wur­de eine schwe­re Kolik ope­ra­tiv behan­delt, ver­län­gert sich die Scho­nung erheb­lich. Tier­ärz­te emp­feh­len hier stan­dard­mä­ßig eine Ruhe­pau­se von min­des­tens 8–12 Wochen vor dem ers­ten Reit­trai­ning. In kom­pli­zier­ten Fäl­len mit Darm­re­sek­tio­nen oder aus­ge­dehn­ten Ver­wach­sun­gen kann die voll­stän­di­ge Wie­der­her­stel­lung auch 4–6 Mona­te dau­ern. Dies ist not­wen­dig, um die Darm­hei­lung nicht zu gefähr­den und Kom­pli­ka­tio­nen wie erneu­te Obstruk­tio­nen zu vermeiden.

Schritt­wei­se Rück­kehr zur Reitaktivität

Nach der tier­ärzt­li­chen Frei­ga­be soll­te die Rück­kehr zum Rei­ten metho­disch erfol­gen. Begin­nen Sie mit leich­tem Schritt an der Hand oder Lon­ge für etwa 10–15 Minu­ten täg­lich. In der zwei­ten Woche kön­nen Sie auf 20–30 Minu­ten Schritt unter dem Sat­tel erhö­hen. Trab und Galopp soll­ten erst nach wei­te­ren 2–3 Wochen hin­zu­kom­men, je nach Wohl­be­fin­den des Pfer­des. Ein zu schnel­ler Trai­nings­auf­bau kann zu Rück­fäl­len oder Spät­fol­gen führen.

Wich­ti­ge Maß­nah­men wäh­rend der Genesungsphase

  • Tier­ärzt­li­che Frei­ga­be vor Reit­be­ginn ein­ho­len – nie­mals selbst entscheiden
  • Regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le der Darm­tä­tig­keit und Fress­lust beobachten
  • Füt­te­rung ange­passt hal­ten: hoch­wer­ti­ges Heu, begrenz­te Kraftfuttermengen
  • Täg­li­che Bewe­gung in Schritt (geführt oder gerit­ten) zur Darm­tä­tig­keit anregen
  • Was­ser­zu­fuhr sicher­stel­len und die Stall­hy­gie­ne optimieren
  • Bei Anzei­chen von Unwohl­sein (Schwit­zen, Ruhe­lo­sig­keit, Appe­tit­lo­sig­keit) sofort tier­ärzt­li­che Hil­fe holen
  • Kolik­vor­beu­gung durch regel­mä­ßi­ges Trai­ning und aus­rei­chend Bewe­gung verankern

Eine Pfer­de-Kran­ken­ver­si­che­rung mit OP-Schutz trägt die oft erheb­li­chen Behand­lungs­kos­ten bei Kolik ab. Beson­ders bei Ope­ra­tio­nen ent­ste­hen schnell Kos­ten im vier- bis fünf­stel­li­gen Bereich. Ein Ver­gleich ver­schie­de­ner Tari­fe emp­fiehlt sich vor allem für hoch­wer­ti­ge und älte­re Pfer­de, um die finan­zi­el­le Belas­tung einer plötz­li­chen Erkran­kung zu reduzieren.

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