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Wie lange dürfen Pferde nach Sedierung nicht fressen?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 16. Juli 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nach einer Sedierung sollten Pferde mindestens 1–2 Stunden lang nicht fressen. Die genaue Dauer hängt vom verwendeten Sedativum, der Dosierung und dem Gesundheitszustand des Pferdes ab. Ihr Tierarzt wird konkrete Anweisungen geben, die Sie unbedingt befolgen sollten.

Nach einer Sedie­rung soll­ten Pfer­de min­des­tens 1–2 Stun­den lang nicht fres­sen. Die genaue Dau­er hängt vom ver­wen­de­ten Seda­tiv­um, der Dosie­rung und dem Gesund­heits­zu­stand des Pfer­des ab. Ihr Tier­arzt wird kon­kre­te Anwei­sun­gen geben, die Sie unbe­dingt befol­gen sollten.

War­um die Füt­te­rungs­pau­se not­wen­dig ist

Seda­ti­va beein­flus­sen das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem und schwä­chen tem­po­rär wich­ti­ge Schutz­re­fle­xe, ins­be­son­de­re den Schluck­re­flex. Ein sedier­tes Pferd hat eine ver­zö­ger­te oder ver­min­der­te Reak­ti­on auf Fut­ter in der Spei­se­röh­re. Dies erhöht das Aspi­ra­ti­ons­ri­si­ko – Fut­ter kann in die Atem­we­ge gelan­gen statt in den Magen. Die Fol­gen kön­nen ernst sein: von Aspi­ra­ti­on pneu­mo­nia (Lun­gen­ent­zün­dung) bis zu Atemwegsblockaden.

Zusätz­lich ist die Magen­moti­li­tät (Magen­kon­trak­ti­on) unter Sedie­rung beein­träch­tigt. Ein sedier­tes Pferd kann Fut­ter nicht opti­mal ver­ar­bei­ten, was zu Koli­ken oder Magen­über­las­tung führt. Je län­ger das Seda­tiv­um wirkt, des­to län­ger soll­te die Füt­te­rungs­pau­se andauern.

Prak­ti­sche Emp­feh­lun­gen nach der Sedierung

Nach 1–2 Stun­den kön­nen Sie mit klei­nen Men­gen hoch­ver­dau­li­chen Fut­ters begin­nen – ide­al sind Heu­cobs, wei­ches Heu oder Mash. Beob­ach­ten Sie das Schluck­ver­hal­ten genau. Erst nach 4–6 Stun­den soll­ten Sie zur nor­ma­len Füt­te­rung zurück­keh­ren. Was­ser kann in den meis­ten Fäl­len nach ca. 30 Minu­ten ange­bo­ten wer­den, sofern der Tier­arzt nichts ande­res anordnet.

Wich­tig: Bei Ope­ra­tio­nen unter Voll­nar­ko­se gel­ten oft stren­ge­re Richt­li­ni­en – hier kann die Füt­te­rungs­pau­se 12–24 Stun­den betra­gen. Hal­ten Sie sich immer an die Anwei­sun­gen Ihres behan­deln­den Tier­arz­tes, da indi­vi­du­el­le Fak­to­ren (Alter, Ras­se, Vor­er­kran­kun­gen) die Emp­feh­lung beeinflussen.

Finan­zi­el­le Vor­sor­ge für Notfallsituationen

Uner­war­te­te tier­ärzt­li­che Ein­grif­fe kön­nen erheb­li­che Kos­ten ver­ur­sa­chen. Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung oder Kran­ken­ver­si­che­rung für Pfer­de schützt Sie vor hohen Gebüh­ren bei Sedie­run­gen, Ope­ra­tio­nen und Kom­pli­ka­tio­nen. Auf versicherungsvergleiche.de kön­nen Sie ver­schie­de­ne Tari­fe ver­glei­chen und die opti­ma­le Deckung für Ihr Pferd finden.

Check­lis­te: Was Sie beach­ten sollten

  • Füt­te­rungs­pau­se von min­des­tens 1–2 Stun­den nach Sedie­rung einhalten
  • Tier­ärzt­li­che Anwei­sun­gen prä­zi­se befolgen
  • Schluck­re­flex vor erneu­ter Füt­te­rung kontrollieren
  • Mit klei­nen Por­tio­nen hoch­wer­ti­gen Fut­ters beginnen
  • Was­ser nach ca. 30 Minu­ten anbie­ten (sofern erlaubt)
  • Pferd wäh­rend und nach der Sedie­rung beobachten
  • Bei Ope­ra­tio­nen län­ge­re Füt­te­rungs­pau­sen ein­pla­nen (bis 24 Stunden)

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