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Wie nennt man ein Motorrad mit 3 Räder?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 04. August 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ein Motorrad mit drei Rädern heißt „Trike", abgeleitet vom englischen Begriff „Tricycle". Trikes kombinieren das offene Fahrerlebnis eines Motorrads mit der zusätzlichen Stabilität eines dritten Rades und sind besonders beliebt bei Fahrern, die Sicherheit und Komfort suchen.

Ein Motor­rad mit drei Rädern heißt „Trike”, abge­lei­tet vom eng­li­schen Begriff „Tri­cy­cle”. Trikes kom­bi­nie­ren das offe­ne Fahr­erleb­nis eines Motor­rads mit der zusätz­li­chen Sta­bi­li­tät eines drit­ten Rades und sind beson­ders beliebt bei Fah­rern, die Sicher­heit und Kom­fort suchen.

Unter­schied­li­che Bau­for­men von Trikes

Es gibt zwei Haupt­kon­fi­gu­ra­tio­nen bei Trikes, die sich in ihrer Anord­nung und Fahr­dy­na­mik unterscheiden:

  • Klas­si­sches Trike: Ein Rad vor­ne, zwei Räder hin­ten. Die­se Bau­form fin­det sich häu­fig bei Crui­ser- und Tou­ring-Model­len wie der Har­ley-David­son Tri Gli­de Ultra oder dem Rewa­co RF1. Sie bie­ten maxi­ma­le Sta­bi­li­tät und ergo­no­mi­schen Kom­fort für lan­ge Touren.
  • Rever­se Trike: Zwei Räder vor­ne, ein Rad hin­ten. Bekann­te Bei­spie­le sind die Can-Am Spy­der RT und die Yama­ha Niken. Die­se Kon­struk­ti­on ermög­licht bes­se­re Fahr­dy­na­mik, prä­zi­se­re Kur­ven­la­ge und ist beson­ders bei sport­li­che­ren Fah­rern beliebt.
  • Three-Whee­ler: Ein all­ge­mei­ner eng­li­scher Begriff für drei­räd­ri­ge Fahr­zeu­ge, der sowohl moto­ri­sier­te Trikes als auch Autos wie den Mor­gan 3 Whee­ler umfasst.

Vor­tei­le und prak­ti­sche Eigen­schaf­ten von Trikes

Trikes bie­ten gegen­über klas­si­schen Motor­rä­dern erheb­li­che Vor­tei­le. Durch das drit­te Rad ent­fällt die Balan­cie­rungs­pro­ble­ma­tik – beson­ders im Stand und bei nied­ri­gen Geschwin­dig­kei­ten. Das Umkipp­ri­si­ko ist deut­lich gerin­ger, wes­halb Trikes auch für älte­re oder kör­per­lich ein­ge­schränk­te Fah­rer attrak­tiv sind. Vie­le Model­le ver­fü­gen über ergo­no­mi­sche Sit­ze, geräu­mi­ge Sat­tel­ta­schen und ein offe­nes Fahr­erleb­nis wie bei Motor­rä­dern. Das ver­bes­ser­te Brems­ver­hal­ten durch die grö­ße­re Spur­wei­te und zusätz­li­che Brems­an­la­ge erhöht die Fahr­si­cher­heit weiter.

Recht­li­che Anfor­de­run­gen für Trike-Fah­rer 2026

In Deutsch­land unter­lie­gen Trikes spe­zi­fi­schen gesetz­li­chen Rege­lun­gen. Die Füh­rer­schein­klas­se bestimmt, wel­che Trikes gefah­ren wer­den dürfen:

  • Klas­se AM: Drei­räd­ri­ge Fahr­zeu­ge bis 45 km/h und max. 50 cm³ oder 4 kW für Fah­rer ab 16 Jahren
  • Klas­se B: Trikes mit mehr als 15 kW Leis­tung ab 21 Jah­ren mög­lich (mit bestan­de­ner prak­ti­scher Prüfung)
  • Klas­se A: Alle Trikes ohne Leis­tungs­be­schrän­kung ab 24 Jah­ren (unbe­grenzt) oder ab 20 Jah­ren (2 Jah­re Füh­rer­schein Klas­se A2)

Eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist gesetz­lich obli­ga­to­risch. Vie­le Ver­si­che­rer bie­ten spe­zi­el­le Trik­e­ver­si­che­run­gen an, die neben Haft­pflicht auch Kasko‑, Unfall­schutz- und Pan­nen­hil­fe-Optio­nen umfas­sen. Die Helm­pflicht gilt wie bei Motor­rä­dern. Alle Trikes müs­sen eine gül­ti­ge Zulas­sung haben und die Anfor­de­run­gen der Stra­ßen­ver­kehrs-Zulas­sungs-Ord­nung (StV­ZO) erfüllen.

Check­lis­te für ange­hen­de Trike-Fahrer

  • Prü­fen Sie, wel­che Füh­rer­schein­klas­se Sie benö­ti­gen (AM, B oder A)
  • Ver­glei­chen Sie Trik­e­ver­si­che­run­gen – Prä­mi­en vari­ie­ren je nach Modell und Risi­ko­pro­fil ca. zwi­schen 300–800 Euro jährlich
  • Klä­ren Sie mit der Ver­si­che­rung, ob auch Gepäck­ver­si­che­rung und Zube­hör­schutz ent­hal­ten sind
  • Buchen Sie einen Fahr­kurs, um Trike-spe­zi­fi­sche Fahr­tech­ni­ken zu erlernen
  • Besor­gen Sie sich einen zuge­las­se­nen Helm und hoch­wer­ti­ge Schutzausrüstung
  • Über­prü­fen Sie regel­mä­ßig die tech­ni­sche Eig­nung Ihres Trikes (TÜV)
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