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Wie sinnvoll ist eine Elementarversicherung?

Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Eine Elementarversicherung ist in Deutschland heute hochgradig sinnvoll, besonders seit sich Naturkatastrophen durch den Klimawandel deutlich häufiger ereignen. Sie schließt die kritische Versicherungslücke bei Überschwemmungen, Starkregen und Erdrutschen, die Ihre Standard-Wohngebäudeversicherung nicht abdeckt. Die Prämien liegen ca.

Eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung ist in Deutsch­land heu­te hoch­gra­dig sinn­voll, beson­ders seit sich Natur­ka­ta­stro­phen durch den Kli­ma­wan­del deut­lich häu­fi­ger ereig­nen. Sie schließt die kri­ti­sche Ver­si­che­rungs­lü­cke bei Über­schwem­mun­gen, Stark­re­gen und Erd­rut­schen, die Ihre Stan­dard-Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung nicht abdeckt. Die Prä­mi­en lie­gen ca. zwi­schen 50–200 Euro jähr­lich, was ange­sichts mög­li­cher Scha­den­sum­men im fünf- bis sechs­stel­li­gen Bereich eine sinn­vol­le Inves­ti­ti­on darstellt.

War­um eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung heu­te essen­ti­ell ist

Der Kli­ma­wan­del hat die Risi­ko­la­ge fun­da­men­tal ver­än­dert. Laut Ver­si­che­rungs­wirt­schaft neh­men Schä­den durch Natur­ge­fah­ren kon­ti­nu­ier­lich zu – Über­schwem­mun­gen, Stark­re­gen und Hagel ver­ur­sa­chen inzwi­schen mehr Schä­den als klas­si­sche Brän­de. Ein über­flu­te­tes Ein­fa­mi­li­en­haus kos­tet schnell 100.000–300.000 Euro in der Repa­ra­tur. Ohne Ele­men­tar­ver­si­che­rung müs­sen Haus­be­sit­zer die­se Kos­ten voll­stän­dig selbst tra­gen, da die regu­lä­re Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung die­se Schä­den expli­zit ausschließt.

Beson­ders tückisch: Staat­li­che Hil­fen nach Kata­stro­phen sind nicht garan­tiert, erfol­gen oft ver­zö­gert und decken maxi­mal einen Teil der Schä­den ab – wie die Flut­ka­ta­stro­phe 2021 zeig­te. Eine pri­va­te Ver­si­che­rung bie­tet die ver­läss­li­che finan­zi­el­le Sicher­heit, die der Staat nicht bietet.

Für wen ist die Ele­men­tar­ver­si­che­rung am sinnvollsten?

  • Wohn­sitz in Risi­ko­ge­bie­ten: Nähe zu Flüs­sen, Bächen, in Erd­be­ben­zo­nen oder ber­gi­gen Regio­nen – hier ist die Ele­men­tar­ver­si­che­rung fast unver­zicht­bar. Nut­zen Sie kos­ten­lo­se Hoch­was­ser- und Gefah­ren­kar­ten Ihrer Kom­mu­ne zur Einschätzung.
  • Immo­bi­li­en im Erd­ge­schoss oder Kel­ler: Was­ser-Ein­drin­gun­gen sind bei tief­lie­gen­den Wohn­räu­men ein rea­les Dau­er­ri­si­ko – die Ver­si­che­rung zahlt sich oft schnell aus.
  • Hoher Immo­bi­li­en­wert: Je wert­vol­ler Haus und Ein­rich­tung, des­to wich­ti­ger der Schutz vor exis­tenz­be­dro­hen­den Schadensummen.
  • Finan­zier­te Immo­bi­li­en: Ban­ken for­dern oft eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung als Kreditbedingung.
  • Sicher­heits­be­wuss­te Haus­hal­te: Auch in „siche­re” Gegen­den kann Stark­re­gen oder ein Erd­rutsch über­ra­schend zuschla­gen – Voll­schutz kos­tet kaum mehr als der Verzicht.

Wann kön­nen Sie auf die Ver­si­che­rung verzichten?

Nur in sehr sel­te­nen Fäl­len ist der Ver­zicht ver­tret­bar: Nied­ri­ger Immo­bi­li­en­wert (200.000 Euro), Hoch­la­ge ohne Was­ser­ge­fähr­dung, nach­weis­lich unbe­sie­del­tes Risi­ko­ge­biet und finan­zi­el­le Rück­la­gen für poten­zi­el­le Schä­den. Aller­dings: Bei einem Prä­mi­en­un­ter­schied von 100–150 Euro jähr­lich ist auch hier die Ver­si­che­rung meist ratiomal.

Prak­ti­sche Check­lis­te für Ihre Entscheidung

  • Hoch­was­ser­ge­fah­ren­kar­te Ihrer Gemeinde/Stadt prüfen
  • Lage der Immo­bi­lie (Tief­ge­schoss, Kel­ler, Grund­was­ser­ge­fähr­dung) bewerten
  • Aktu­el­le Ver­si­che­rungs­po­li­cen durch­se­hen – nicht auto­ma­tisch vorhanden!
  • Ca. 2–3 Ange­bo­te ein­ho­len und Selbst­be­hal­te vergleichen
  • Mit Finan­zie­rungs­bank klä­ren, ob Ele­men­tar­ver­si­che­rung Kre­dit­be­din­gung ist
  • Regel­mä­ßig (alle 2–3 Jah­re) neu bewer­ten – Kli­ma­ri­si­ken ändern sich
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