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Wie wird die Versicherungssumme ermittelt?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 22. September 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Die Versicherungssumme bei der Hausratversicherung wird ermittelt, indem du entweder eine Pauschalberechnung nach Wohnfläche nutzt oder deinen Hausrat individuell inventarisierst. Die gängige Faustregel liegt bei ca. 650–750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Die Ver­si­che­rungs­sum­me bei der Haus­rat­ver­si­che­rung wird ermit­telt, indem du ent­we­der eine Pau­schal­be­rech­nung nach Wohn­flä­che nutzt oder dei­nen Haus­rat indi­vi­du­ell inven­ta­ri­sierst. Die gän­gi­ge Faust­re­gel liegt bei ca. 650–750 Euro pro Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che. Eine kor­rek­te Sum­me ist ent­schei­dend, um Unter­ver­si­che­rung und damit ver­bun­de­ne Leis­tungs­kür­zun­gen im Scha­dens­fall zu vermeiden.

Pau­schal­ermitt­lung nach Wohnfläche

Die ein­fachs­te und von den meis­ten Ver­si­che­rern emp­foh­le­ne Metho­de ist die flä­chen­ba­sier­te Pau­schal­be­rech­nung. Hier­bei mul­ti­pli­zierst du dei­ne Wohn­flä­che mit dem Richt­wert von ca. 650–750 Euro pro Qua­drat­me­ter. Die­se Metho­de hat einen gro­ßen Vor­teil: Vie­le Ver­si­che­rer ver­zich­ten bei die­ser Berech­nungs­me­tho­de voll­stän­dig auf den Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht, was bedeu­tet, dass du auch bei Unter­de­ckung die vol­le Ent­schä­di­gung erhältst – bis zur ver­ein­bar­ten Summe.

Bei­spiel: Eine 75 Qua­drat­me­ter gro­ße Woh­nung mit einem Richt­wert von 700 Euro pro Qua­drat­me­ter ergibt eine Ver­si­che­rungs­sum­me von ca. 52.500 Euro. Die­se Sum­me gilt als aus­rei­chend und typisch für den durch­schnitt­li­chen Haus­rat­wert in Deutsch­land 2026.

Indi­vi­du­el­le Bestands­auf­nah­me des Hausrats

Für eine prä­zi­se­re Absi­che­rung, ins­be­son­de­re wenn du hoch­wer­ti­ge oder beson­de­re Gegen­stän­de besitzt, lohnt sich eine detail­lier­te Inven­ta­ri­sie­rung. Erstel­le eine Lis­te mit kate­go­ri­sier­ten Gegen­stän­den (Möbel, Elek­tro­nik, Klei­dung, Schmuck, Haus­halt) und notie­re für jeden den aktu­el­len Neu­wert – also den Preis für einen gleich­wer­ti­gen neu­en Arti­kel heute.

  • Möbel und Ein­rich­tung: Sofa, Bett, Schrank, Tische, Stühle
  • Elek­tro­nik: TV, Com­pu­ter, Wasch­ma­schi­ne, Kühl­schrank (aktu­ell deut­lich teu­rer als früher)
  • Wert­sa­chen: Schmuck, Kunst­wer­ke, Samm­lun­gen – die­se unter­lie­gen oft einer Ent­schä­di­gungs­gren­ze von ca. 15–25 % der Gesamtsumme
  • Tex­ti­li­en und per­sön­li­che Gegen­stän­de: Klei­dung, Schu­he, Bettwäsche

Wich­tig: Hebe wert­vol­le Ein­zel­stü­cke her­vor. Teu­re­rer Schmuck, Kunst­wer­ke oder Samm­ler­stü­cke benö­ti­gen oft eine sepa­ra­te Ver­ein­ba­rung im Ver­si­che­rungs­ver­trag, da Ver­si­che­rer Ober­gren­zen für Wert­sa­chen festlegen.

Unter­ver­si­che­rung ver­mei­den – aktu­ell 2026

Wählst du eine Ver­si­che­rungs­sum­me unter­halb des tat­säch­li­chen Haus­rat­werts, greift die Unter­ver­si­che­rungs­klau­sel. Die Ver­si­che­rung zahlt dann nur antei­lig: Hat dein Haus­rat einen Wert von 100.000 Euro und du hast nur 50.000 Euro ver­si­chert, erhältst du bei einem 10.000-Euro-Schaden nur 5.000 Euro Entschädigung.

Um die­ses Risi­ko aus­zu­schlie­ßen, nut­ze die Pau­schal­be­rech­nung nach Wohn­flä­che oder doku­men­tie­re dei­nen Haus­rat pro­fes­sio­nell (Fotos, Quit­tun­gen, Gutachten).

Check­lis­te zur Versicherungssumme

  • Wohn­flä­che ermit­teln und mit 650–750 Euro mul­ti­pli­zie­ren oder indi­vi­du­el­le Sum­me berechnen
  • Aktu­el­le Neu­prei­se (2026) für Elek­tro­nik und Möbel recher­chie­ren – Prei­se sind gestiegen
  • Wert­sa­chen sepa­rat doku­men­tie­ren und Ent­schä­di­gungs­gren­zen im Ver­trag prüfen
  • Jähr­lich über­prü­fen: Neue Anschaf­fun­gen erhö­hen die Ver­si­che­rungs­sum­me, Aus­sor­tier­tes senkt sie
  • Bei hoch­wer­ti­gem Haus­rat Ele­men­tar­scha­den­ab­si­che­rung prüfen
  • Im Ver­si­che­rungs­ver­gleich gezielt nach Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht suchen
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