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Wie wirkt sich ein Schaden auf den Beitrag aus?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 22. September 2024
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ein Schadensfall führt in der Regel zu einer Beitragserhöhung bei der nächsten Vertragsverlängerung, da Versicherer Sie als erhöhtes Risiko einstufen. Die genaue Auswirkung hängt von der Schadenhöhe, der Schadensart und dem Bonus-Malus-System Ihres Versicherers ab. Kleinere Schäden unterhalb der Selbstbeteiligung beeinflussen den Beitrag hingegen oft nicht.

Ein Scha­dens­fall führt in der Regel zu einer Bei­trags­er­hö­hung bei der nächs­ten Ver­trags­ver­län­ge­rung, da Ver­si­che­rer Sie als erhöh­tes Risi­ko ein­stu­fen. Die genaue Aus­wir­kung hängt von der Scha­den­hö­he, der Scha­dens­art und dem Bonus-Malus-Sys­tem Ihres Ver­si­che­rers ab. Klei­ne­re Schä­den unter­halb der Selbst­be­tei­li­gung beein­flus­sen den Bei­trag hin­ge­gen oft nicht.

Bei­trags­an­pas­sung nach einem Schadensfall

Nach der Regu­lie­rung eines Scha­dens­fal­les über­prü­fen Ver­si­che­rer Ihr Risi­ko­pro­fil neu. Die Prä­mi­en­stei­ge­rung vari­iert je nach Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men zwi­schen ca. 5 bis 20 Pro­zent, kann aber auch höher aus­fal­len. Beson­ders rele­vant ist hier die Scha­dens­quo­te – das Ver­hält­nis zwi­schen gezahl­ter Ent­schä­di­gung und Ver­si­che­rungs­sum­me. Ein Brand, der 50 Pro­zent des Haus­rats ver­nich­tet, führt zu deut­li­che­ren Bei­trags­er­hö­hun­gen als ein klei­ner Wasserschaden.

Wich­tig: Nicht alle Schä­den wer­den gleich bewer­tet. Wäh­rend Dieb­stahl oder Ein­bruch bei Ver­si­che­rern kri­ti­scher bewer­tet wer­den, gel­ten Natur­ka­ta­stro­phen­schä­den (wie Hagel oder Über­schwem­mung) oft als weni­ger risi­kore­le­vant für zukünf­ti­ge Prämienkalkulationen.

Bonus-Malus-Sys­tem und Schadensfreiheitsrabatt

Vie­le moder­ne Haus­rat­ver­si­che­run­gen arbei­ten mit einem Bonus-Malus-Sys­tem, das Ihre Scha­dens­his­to­rie direkt abbil­det. Ein scha­dens­frei­es Jahr bringt Ihnen einen Rabatt (Bonus) von etwa 3 bis 10 Pro­zent auf die Prä­mie. Ein Scha­dens­fall führt dage­gen zum soge­nann­ten Malus – die­ser Bonus ver­fällt kom­plett, und Sie zah­len wie­der den Voll­bei­trag oder einen erhöh­ten Satz.

Bei meh­re­ren Schä­den inner­halb kur­zer Zeit kann sich dies zu erheb­li­chen Kos­ten­stei­ge­run­gen addie­ren. Ein zwei­ter Scha­den inner­halb von drei Jah­ren kann zu einer Erhö­hung um 15 bis 30 Pro­zent füh­ren, je nach Ver­si­che­rer und indi­vi­du­el­len Bedin­gun­gen 2026.

Selbst­be­tei­li­gung als stra­te­gi­sches Werkzeug

Eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung (ca. 150 bis 500 Euro) redu­ziert Ihre Prä­mie erheb­lich und hat einen zusätz­li­chen Vor­teil: Klei­ne Schä­den unter­halb die­ser Gren­ze wer­den nicht ange­mel­det, beein­flus­sen also Ihre Scha­dens­his­to­rie nicht. Dies kann eine sinn­vol­le Stra­te­gie sein, um lang­fris­tig Bei­trags­er­hö­hun­gen zu vermeiden.

Son­der­kün­di­gungs­recht nutzen

Wenn Ihre Prä­mie nach einem Scha­dens­fall über­pro­por­tio­nal steigt (übli­cher­wei­se mehr als 10 bis 15 Pro­zent), haben Sie oft ein Son­der­kün­di­gungs­recht. Dies berech­tigt Sie, den Ver­trag mit einer Frist von zwei bis vier Wochen zu been­den und zu einem güns­ti­ge­ren Anbie­ter zu wech­seln – ohne die regu­lä­re Kün­di­gungs­frist zu beachten.

Prak­ti­sche Tipps zur Beitragskontrolle

  • Klei­ne­re Schä­den selbst tra­gen: Über­le­gen Sie bei Schä­den unter Ihrer Selbst­be­tei­li­gung, ob eine Anmel­dung sinn­voll ist – manch­mal ist Selbst­zah­lung güns­ti­ger als die spä­te­ren Beitragserhöhungen.
  • Risi­ken mini­mie­ren: Inves­tie­ren Sie in Sicher­heits­maß­nah­men wie Alarm­an­la­gen oder hoch­wer­ti­ge Schlös­ser – vie­le Ver­si­che­rer gewäh­ren dafür Rabatte.
  • Regel­mä­ßig ver­glei­chen: Nach einem Scha­dens­fall lohnt sich ein Wech­sel zu einem ande­ren Ver­si­che­rer oft, um bes­se­re Kon­di­tio­nen zu finden.
  • Scha­dens­frei­heit doku­men­tie­ren: For­dern Sie jähr­lich von Ihrem Ver­si­che­rer ein Scha­dens­frei­heits­at­test an – dies erleich­tert einen Wech­sel und kann bei neu­en Ver­si­che­rern zu bes­se­ren Rabat­ten führen.
  • Ver­trags­be­din­gun­gen prü­fen: Eini­ge Ver­si­che­rer ver­zei­hen ers­te Schä­den oder hand­ha­ben das Malus-Sys­tem kulan­ter – erfra­gen Sie dies im Vorfeld.
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