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Zahlt die Versicherung bei Unfällen mit Wildtieren?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 07. Juni 2025
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nein, die gesetzliche E-Scooter-Haftpflichtversicherung zahlt bei Unfällen mit Wildtieren nicht. Sie deckt nur Schäden ab, die Du Dritten zufügst – nicht Schäden an Deinem eigenen Fahrzeug oder Deiner Person. Nur mit einer Teilkaskoversicherung als Zusatzschutz sind Wildunfälle versichert.

Nein, die gesetz­li­che E‑S­coo­ter-Haft­pflicht­ver­si­che­rung zahlt bei Unfäl­len mit Wild­tie­ren nicht. Sie deckt nur Schä­den ab, die Du Drit­ten zufügst – nicht Schä­den an Dei­nem eige­nen Fahr­zeug oder Dei­ner Per­son. Nur mit einer Teil­kas­ko­ver­si­che­rung als Zusatz­schutz sind Wild­un­fäl­le versichert.

Haft­pflicht vs. Kas­ko­ver­si­che­rung: Der ent­schei­den­de Unterschied

Die in Deutsch­land vor­ge­schrie­be­ne E‑S­coo­ter-Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist eine Dritt­scha­den­ver­si­che­rung. Das bedeu­tet: Sie kommt nur auf für Schä­den, die Du ande­ren Per­so­nen, Fahr­zeu­gen oder Eigen­tum zufügst – etwa wenn Du bei einem Aus­weich­ma­nö­ver ein par­ken­des Auto streifst oder einen Fuß­gän­ger verletzt.

Unfäl­le mit Wild­tie­ren gel­ten nicht als Haft­pflicht­fall, da weder eine ande­re Per­son noch frem­des Eigen­tum beschä­digt wird. Du selbst erlei­dest den Scha­den – und genau dafür kommt die rei­ne Haft­pflicht nicht auf. Das gilt unab­hän­gig davon, ob Du mit einem Reh, Wild­schwein, Hund oder einem ande­ren Tier kollidierst.

Teil­kas­ko­ver­si­che­rung: Nur damit bist Du wirk­lich geschützt

Für den Schutz bei Wild­un­fäl­len benö­tigst Du eine Teil­kas­ko­ver­si­che­rung als Zusatz­mo­dul. Je nach Tarif deckt die­se fol­gen­de Schä­den ab:

  • Kol­li­si­on mit Haar­wild: Rehe, Wild­schwei­ne, Hasen und ähn­li­che Arten
  • Unfäl­le mit Haus­tie­ren und Nutz­tie­ren: Je nach Ver­si­che­rer unter­schied­lich definiert
  • Fahr­zeug­schä­den: Repa­ra­tur­kos­ten oder Wie­der­be­schaf­fung des E‑Scooters
  • Zusatz­leis­tun­gen: Trans­port, Pan­nen­hil­fe (je nach Tarif)

Wich­tig: Die­se Leis­tun­gen sind nicht auto­ma­tisch ent­hal­ten. Du musst sie beim Abschluss bewusst hin­zu­wäh­len. Die Kos­ten für Teil­kas­ko lie­gen je nach Anbie­ter und Fahr­zeug­wert ca. 30–80 Euro pro Jahr über den Haft­pflicht­prä­mi­en. Ein aktu­el­ler Ver­si­che­rungs­ver­gleich hilft, Tari­fe mit Tier­un­fall­schutz gezielt zu identifizieren.

Doku­men­ta­ti­on ist ent­schei­dend für die Erstattung

Hat ein Wild­un­fall statt­ge­fun­den, akzep­tiert die Ver­si­che­rung nur mit sorg­fäl­tig doku­men­tier­ten Nachweisen:

  • Fotos der Unfall­stel­le – E‑Scooter, Schä­den, Umge­bung aus meh­re­ren Blickwinkeln
  • Poli­zei­li­che Mel­dung – Ins­be­son­de­re bei Haar­wild­un­fäl­len wichtig
  • Bestä­ti­gung des Jagd­päch­ters – Bei klas­si­schem Haar­wild oft notwendig
  • Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen: Tier­art, genaue Uhr­zeit, Ort, Witterungsbedingungen
  • Ärzt­li­che Unter­la­gen – Falls Du ver­letzt wurdest

Ohne die­se Bele­ge kann die Ver­si­che­rung die Zah­lung ableh­nen. Bewah­re daher auch Repa­ra­tur­rech­nun­gen und Kos­ten­vor­anschlä­ge auf.

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