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Haft­pflicht-Über­blick

Haft­pflicht­ver­si­che­rung 2026: Wel­che brau­chen Sie?

Aktualisiert: 16. September 2026  ·  Veröffentlicht: 03. Juli 2019

Fach­lich geprüft mit Blick auf die Abgren­zung der pri­va­ten und gewerb­li­chen Haft­pflicht-Arten und die jeweils ent­schei­den­den Deckungsmerkmale.

Haft­pflicht ist nicht gleich Haft­pflicht: Für Pri­vat­per­so­nen, Tier­hal­ter, Haus- und Grund­be­sit­zer, Bau­her­ren und Betrie­be gel­ten eige­ne Ver­si­che­run­gen mit eige­nen Regeln. Die­se Sei­te bringt Sie in einer Minu­te zur pas­sen­den Absi­che­rung – alle Details fin­den Sie dann auf der jewei­li­gen Spartenseite.

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung zahlt Schä­den, die Sie Drit­ten zufü­gen – ohne sie haf­ten Sie nach § 823 BGB unbe­grenzt mit Ihrem gesam­ten Ver­mö­gen.
  • Basis für jeden Haus­halt ist die Pri­vat­haft­pflicht (ab ca. 3 €/Monat).
  • Eige­ne Poli­cen brau­chen: Hund und Pferd, ver­mie­te­te Immo­bi­li­en, Bau­vor­ha­ben, Öltank, Jagd, Boot – und alles Gewerbliche.
  • Deckungs­sum­me: min­des­tens 10, bes­ser 15 Mil­lio­nen Euro pau­schal.

Was möch­ten Sie absichern?

Wel­che Haft­pflicht­ver­si­che­rung brau­che ich? Zwei Klicks bis zur Emp­feh­lung – Sie lan­den direkt bei der rich­ti­gen Haftpflichtart.

Wel­che Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen gibt es? Alle Arten im Überblick

Elf Ver­si­che­run­gen, fünf Lebens­be­rei­che. Jede Kachel führt zur aus­führ­li­chen Spar­ten­sei­te mit Leis­tun­gen, Kos­ten und Vergleich.

ⓘ KI-gene­rier­tes Video – digi­ta­ler Ava­tar, syn­the­ti­sche Stim­me · Inhalt fach­lich geprüft von Andre­as Quast

Video: Die Arten der Haft­pflicht­ver­si­che­rung im Über­blick – wel­che brau­che ich?

Was ist eine Haftpflichtversicherung?

Defi­ni­ti­on: Eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung über­nimmt berech­tig­te Scha­den­er­satz­for­de­run­gen Drit­ter, wenn Sie unab­sicht­lich einen Scha­den ver­ur­sa­chen – und wehrt unbe­rech­tig­te For­de­run­gen ab. Sie ist damit Zah­lungs- und Rechts­schutz­ver­si­che­rung in einem.

§ 823 BGB: Die gesetz­li­che Grundlage

Wer schuld­haft das Leben, den Kör­per, die Gesund­heit, die Frei­heit oder das Eigen­tum eines ande­ren ver­letzt, ist zum Ersatz des dar­aus ent­ste­hen­den Scha­dens verpflichtet.

Die­se Haf­tung ist zeit­lich und der Höhe nach unbe­grenzt – ein ein­zi­ger Unfall kann zur lebens­lan­gen Schul­den­last führen.

Per­so­nen­schä­den

Ver­let­zung oder Tod einer ande­ren Per­son.Bei­spiel: Fuß­gän­ger stürzt über Ihr Fahr­rad und bricht sich das Bein.

Sach­schä­den

Zer­stö­rung oder Beschä­di­gung frem­den Eigen­tums.Bei­spiel: Sie sto­ßen ver­se­hent­lich eine teu­re Vase um.

Ver­mö­gens­schä­den

Finan­zi­el­le Fol­ge­schä­den ohne direk­ten Sach- oder Per­so­nen­scha­den.Bei­spiel: Ver­dienst­aus­fall des Ver­letz­ten, ent­gan­ge­ner Gewinn.

Ver­schul­dens­haf­tung (§ 823 BGB)

Sie haben fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich gehan­delt – das trifft nahe­zu jeden im All­tag: beim Sport, auf der Stra­ße, im Nachbarschaftsstreit.

Gefähr­dungs­haf­tung

Sie haf­ten allein wegen einer beson­de­ren Gefah­ren­quel­le, ganz ohne eige­nes Ver­schul­den: Tier­hal­ter nach § 833 BGB für ihren Hund, Öltank­be­sit­zer nach § 89 WHG für Gewässerschäden.

Pra­xis­bei­spiel – war­um unbe­grenz­te Haf­tung gefähr­lich ist: Ein jun­ger Rad­fah­rer fährt unacht­sam einen Fuß­gän­ger an, die­ser erlei­det eine schwe­re Hirn­ver­let­zung und bleibt pfle­ge­be­dürf­tig. Pfle­ge­kos­ten, Ver­dienst­aus­fall, Umbau­ten und Schmer­zens­geld sum­mie­ren sich auf meh­re­re Mil­lio­nen Euro – ohne Haft­pflicht­ver­si­che­rung haf­tet der Rad­fah­rer lebens­lang mit allem, was er je verdient.

Das Grund­prin­zip ist bei allen elf Arten gleich – sie unter­schei­den sich nur dar­in, wel­ches Risi­ko sie abde­cken: den All­tag, ein Tier, eine Immo­bi­lie oder den Betrieb. Der wich­tigs­te Hebel beim Abschluss ist über­all die Deckungs­sum­me: Wir emp­feh­len min­des­tens 10, bes­ser 15 Mil­lio­nen Euro pau­schal – der Bei­trags­un­ter­schied liegt meist nur bei weni­gen Euro im Jahr.

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Video: Das Grund­prin­zip – unbe­grenz­te Haf­tung und war­um die Deckungs­sum­me entscheidet

Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen im Ver­gleich: Kos­ten und Pflicht aller Arten

Typi­sche Bei­trä­ge bei soli­der Deckung (Stand: Juli 2026) – die genau­en Kos­ten hän­gen von Deckungs­sum­me, Selbst­be­tei­li­gung und Risi­ko ab.

Haft­pflicht­art Schützt bei Typi­sche Kosten Pflicht?
Pri­va­te Haftpflichtversicherungen
Pri­vat­haft­pflicht Schä­den, die Sie oder Ihre Fami­lie Drit­ten im All­tag zufügen ab ca. 3 €/Monat frei­wil­lig, drin­gend empfohlen
Hun­de­haft­pflicht Schä­den durch Ihren Hund – auch ohne Ihr Verschulden ab ca. 3 €/Monat je nach Bundesland
Pfer­de­haft­pflicht Schä­den durch Pferd oder Pony, inkl. Reitbeteiligung ab ca. 7 €/Monat frei­wil­lig
Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht Schä­den rund um ver­mie­te­te Immo­bi­li­en und Grundstücke ab ca. 4 €/Monat frei­wil­lig
Bau­her­ren­haft­pflicht Unfäl­len Drit­ter auf Ihrer Baustelle ein­ma­lig ab ca. 60 € frei­wil­lig
Gewäs­ser­scha­den­haft­pflicht Öl- und Umwelt­schä­den durch Tank oder Anlage ab ca. 3 €/Monat fak­tisch nötig bei Öltank
Jagd­haft­pflicht Schä­den bei Jagdausübung ab ca. 3 €/Monat gesetz­lich Pflicht
Boots­haft­pflicht Schä­den durch Ihr Boot ab ca. 5 €/Monat teils für Lie­ge­platz nötig
Gewerb­li­che Haftpflichtversicherungen
Betriebs­haft­pflicht Per­so­nen- und Sach­schä­den aus dem Betrieb ab ca. 8 €/Monat bran­chen­ab­hän­gig
Ver­mö­gens­scha­den­haft­pflicht rei­nen Ver­mö­gens­schä­den durch Bera­tungs- oder Arbeitsfehler ab ca. 15 €/Monat für eini­ge Beru­fe Pflicht

Wel­che Schlüs­sel­be­grif­fe müs­sen Sie bei der Haft­pflicht­ver­si­che­rung kennen?

Jede Ant­wort steht hier in weni­gen Sät­zen, damit Sie die Begrif­fe beim Ver­gleich direkt nach­schla­gen können.

Was bedeu­tet Gefälligkeitsschäden?

Gefäl­lig­keits­schä­den ent­ste­hen, wenn Sie jeman­dem unent­gelt­lich hel­fen und dabei etwas beschä­di­gen, etwa beim Umzug den Fern­se­her des Freun­des fal­len las­sen. Nach der Recht­spre­chung gilt bei Gefäl­lig­kei­ten oft ein still­schwei­gen­der Haf­tungs­ver­zicht, sodass der Geschä­dig­te leer aus­geht. Gute Tari­fe ver­zich­ten auf die­sen Ein­wand und zah­len bis 10.000 oder 30.000 Euro, Pre­mi­um­ta­ri­fe bis zur vol­len Versicherungssumme.

Was bedeu­tet delikt­un­fä­hi­ge Kin­der in der Haftpflicht?

Kin­der unter 7 Jah­ren sind nach § 828 BGB delikt­un­fä­hig, im Stra­ßen­ver­kehr sogar bis 10 Jah­re: Sie haf­ten nicht für Schä­den, die sie anrich­ten, und die Eltern nur bei ver­letz­ter Auf­sichts­pflicht. Der Geschä­dig­te bekommt dann recht­lich nichts. Vie­le Tari­fe zah­len trotz­dem frei­wil­lig bis 5.000 oder 10.000 Euro, gute Tari­fe bis zur vol­len Versicherungssumme.

Was bedeu­tet Schä­den durch Internetnutzung?

Schä­den durch Inter­net­nut­zung ent­ste­hen, wenn Sie unbe­ab­sich­tigt Viren oder Schad­soft­ware wei­ter­ge­ben, frem­de Daten löschen oder über Ihr WLAN Drit­ten einen Scha­den zufü­gen. Moder­ne Tari­fe decken die­se elek­tro­ni­schen Daten­schä­den meist bis 100.000 oder 250.000 Euro, teils bis zur vol­len Ver­si­che­rungs­sum­me. Nicht ver­si­chert sind Urhe­ber­rechts­ver­stö­ße, etwa ille­ga­le Down­loads, und Vorsatz.

Was bedeu­tet Gefährdungshaftung?

Gefähr­dungs­haf­tung bedeu­tet, dass jemand für Schä­den aus einer gefähr­li­chen Sache ein­steht, ohne dass ihm ein Feh­ler nach­ge­wie­sen wer­den muss. Das Gesetz sieht sie in 3 Fäl­len vor: Tier­hal­ter (§ 833 BGB), Kfz-Hal­ter (§ 7 StVG) und Betrei­ber von Anla­gen wie Droh­nen oder Ölhei­zun­gen. Des­halb zählt eige­ner Schutz für Hund, Pferd oder Fahrzeug.

Was bedeu­tet Ehren­amt und Ver­eins­tä­tig­keit in der Haftpflicht?

Ehren­amt­li­che Tätig­kei­ten wie Jugend­trai­ner, Schrift­füh­rer im Ver­ein oder Hel­fer beim Stadt­fest sind in guten Pri­vat-Haft­pflicht­po­li­cen mit­ver­si­chert, solan­ge sie unent­gelt­lich oder gegen eine Auf­wands­ent­schä­di­gung bis 3.000 Euro im Jahr erfol­gen. Aus­ge­schlos­sen blei­ben häu­fig Vor­stands­äm­ter mit Ver­mö­gens­ver­ant­wor­tung sowie Tätig­kei­ten, für die der Ver­ein selbst ver­si­chert ist. Rund 29 Mil­lio­nen Men­schen enga­gie­ren sich ehrenamtlich.

Was bedeu­tet Per­so­nen­scha­den und Sachschaden?

Ein Per­so­nen­scha­den ist die Ver­let­zung oder Tötung eines Men­schen mit allen Fol­ge­kos­ten wie Behand­lung, Ver­dienst­aus­fall, Schmer­zens­geld und Ren­te; ein Sach­scha­den die Beschä­di­gung oder Zer­stö­rung einer Sache. Bei­de sind Kern jeder Haft­pflicht­po­li­ce, wäh­rend rei­ne Ver­mö­gens­schä­den geson­dert ver­si­chert wer­den müs­sen. Per­so­nen­schä­den sind am teu­ers­ten: Ein schwer ver­letz­ter Rad­fah­rer kann über 40 Jah­re Ren­ten­zah­lun­gen in Mil­lio­nen­hö­he auslösen.

Was bedeu­tet zah­me Haus­tie­re in der Haftpflicht?

Zah­me Haus­tie­re wie Kat­zen, Kanin­chen, Vögel, Hams­ter oder Zier­fi­sche sind in der pri­va­ten Haft­pflicht­po­li­ce auto­ma­tisch mit­ver­si­chert, ohne Auf­preis und ohne Anmel­dung. Für Hun­de und Pfer­de gilt das nicht: Sie brau­chen eine eige­ne Tier­hal­ter­po­li­ce, weil ihr Scha­den­po­ten­zi­al deut­lich höher ist. Ein zer­kratz­tes Leder­so­fa des Nach­barn im Wert von 2.000 Euro fällt unter den nor­ma­len Privatschutz.

Was bedeu­tet Drohnenhaftpflicht?

Für jede Droh­ne und jedes Modell­flug­zeug ist in Deutsch­land eine Haft­pflicht­po­li­ce gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, unab­hän­gig vom Gewicht, nach § 43 LuftVG. Die nor­ma­le Pri­vat-Haft­pflicht­po­li­ce schließt Luft­fahr­zeu­ge oft aus oder deckt nur Model­le bis 5 Kilo­gramm für pri­va­te Zwe­cke; gewerb­li­che Flü­ge brau­chen eine eige­ne Poli­ce ab rund 60 Euro im Jahr. Ohne Nach­weis dro­hen Bußgelder.

Was bedeu­tet Betreuung frem­der Kin­der in der Haftpflicht?

Wer frem­de Kin­der betreut, über­nimmt die Auf­sichts­pflicht und haf­tet, wenn das Kind einen Scha­den ver­ur­sacht oder selbst ver­letzt wird. Gele­gent­li­ches, unent­gelt­li­ches Baby­sit­ten ist in den meis­ten pri­va­ten Haft­pflicht­po­li­cen mit­ver­si­chert; eine Tages­mut­ter mit regel­mä­ßi­gen Ein­nah­men braucht dage­gen eine Betriebs­po­li­ce. Prü­fen Sie die Klau­sel, bevor Sie regel­mä­ßig Nach­bars­kin­der hüten, denn Per­so­nen­schä­den bei Kin­dern errei­chen 100.000 Euro.

Was bedeu­tet neben­be­ruf­li­che Tätig­keit in der Haftpflicht?

Neben­be­ruf­li­che Tätig­kei­ten wie Nach­hil­fe, Kos­me­tik von zu Hau­se oder ein klei­ner Online-Han­del sind in pri­va­ten Haft­pflicht­po­li­cen grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen, weil sie beruf­li­che Risi­ken dar­stel­len. Eini­ge Tari­fe schlie­ßen Neben­tä­tig­kei­ten bis zu einem Jah­res­um­satz von 6.000 bis 12.000 Euro ein, meist ohne Bera­tungs­leis­tun­gen und ohne Mit­ar­bei­ter. Dar­über hin­aus braucht ein Klein­ge­wer­be eine Betriebs­po­li­ce ab 80 Euro.

Häu­fi­ge Fra­gen zur Haftpflichtversicherung

Ist eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung Pflicht – und wann ist sie sinnvoll?

Nur ein­zel­ne Haft­pflicht­ar­ten sind ech­te Pflicht­ver­si­che­run­gen: die Kfz-Haft­pflicht für jedes zuge­las­se­ne Fahr­zeug, die Jagd­haft­pflicht für Jagd­schein­in­ha­ber und die Hun­de­haft­pflicht in meh­re­ren Bun­des­län­dern – teils für alle Hun­de, teils nur für bestimm­te Ras­sen. Für eini­ge Beru­fe (etwa Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler, Archi­tek­ten oder Nota­re) ist zudem eine Ver­mö­gens­scha­den­haft­pflicht Zulas­sungs­vor­aus­set­zung. Die Pri­vat­haft­pflicht ist dage­gen frei­wil­lig – sie gilt aber als die sinn­volls­te und wich­tigs­te frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung über­haupt, weil Sie nach dem Gesetz für ver­ur­sach­te Schä­den unbe­grenzt mit Ihrem gesam­ten Ver­mö­gen haften.

Reicht mei­ne Pri­vat­haft­pflicht nicht für alles?

Lei­der nein – das ist einer der häu­figs­ten Irr­tü­mer in unse­rer Bera­tungs­pra­xis. Die Pri­vat­haft­pflicht deckt Sie als Pri­vat­per­son im All­tag, dazu meist Klein­tie­re wie Kat­zen oder Kanin­chen. Nicht ent­hal­ten sind Schä­den durch Hun­de und Pfer­de (eige­ne Tier­hal­ter­haft­pflicht nötig), Risi­ken aus ver­mie­te­ten Immo­bi­li­en (Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht), Bau­vor­ha­ben ab einer gewis­sen Bau­sum­me (Bau­her­ren­haft­pflicht) sowie alles Beruf­li­che und Betrieb­li­che (Betriebs- bzw. Ver­mö­gens­scha­den­haft­pflicht). Wel­che Bau­stei­ne Sie wirk­lich brau­chen, zeigt Ihnen der Schnell-Check oben auf die­ser Seite.

Was kos­tet eine gute Haftpflichtversicherung?

Weni­ger, als die meis­ten den­ken: Eine leis­tungs­star­ke Pri­vat­haft­pflicht gibt es bereits ab etwa 3 Euro im Monat, eine Hun­de­haft­pflicht eben­falls ab rund 3 Euro, eine Betriebs­haft­pflicht für klei­ne Betrie­be ab etwa 8 Euro. Ent­schei­dend für den Bei­trag sind Deckungs­sum­me (wir emp­feh­len min­des­tens 10, bes­ser 15 Mil­lio­nen Euro pau­schal), Selbst­be­tei­li­gung und indi­vi­du­el­le Risi­kom­erk­ma­le. Spa­ren soll­ten Sie nie an der Deckungs­sum­me – gera­de Per­so­nen­schä­den errei­chen schnell Mil­lio­nen­hö­he. Die Tabel­le oben gibt Ihnen die typi­schen Ein­stiegs­bei­trä­ge je Art.

Wie hoch soll­te die Deckungs­sum­me sein?

Wir emp­feh­len für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den min­des­tens 10, bes­ser 15 Mil­lio­nen Euro pau­schal. Der Grund: Bei schwe­ren Per­so­nen­schä­den sum­mie­ren sich Behand­lungs­kos­ten, Ver­dienst­aus­fall, Schmer­zens­geld und lebens­lan­ge Ren­te schnell auf Mil­lio­nen­be­trä­ge – und was über der Deckungs­sum­me liegt, zah­len Sie selbst. Der Bei­trags­un­ter­schied zwi­schen 5 und 15 Mil­lio­nen Euro liegt bei guten Tari­fen oft nur bei weni­gen Euro im Jahr. Spa­ren Sie des­halb nie an der Deckungs­sum­me, son­dern eher bei Zusatz­bau­stei­nen, die Sie nicht brauchen.

Wann sind Kin­der in der Fami­li­en­haft­pflicht mitversichert?

In Fami­li­en­ta­ri­fen der Pri­vat­haft­pflicht sind Kin­der grund­sätz­lich mit­ver­si­chert – min­der­jäh­ri­ge immer, voll­jäh­ri­ge meist bis zum Ende der ers­ten Aus­bil­dung oder des Erst­stu­di­ums. Wich­tig ist der Bau­stein „delikt­un­fä­hi­ge Kin­der“: Kin­der unter sie­ben Jah­ren (im Stra­ßen­ver­kehr unter zehn) haf­ten recht­lich gar nicht – ohne die­sen Bau­stein bekä­me der Geschä­dig­te dann kein Geld, was gera­de bei Schä­den im Freun­des- und Nach­bar­schafts­kreis unan­ge­nehm ist. Gute Tari­fe schlie­ßen das auto­ma­tisch ein. Details dazu fin­den Sie auf der Sei­te zur Privathaftpflicht.

Brau­che ich als Mie­ter eine Haftpflichtversicherung?

Gera­de als Mie­ter ist die Pri­vat­haft­pflicht beson­ders wich­tig, denn sie deckt Miet­sach­schä­den – also Schä­den an der gemie­te­ten Woh­nung selbst: der Was­ser­fleck im Par­kett, das beschä­dig­te Wasch­be­cken, die ver­kratz­te Ein­bau­kü­che. Ohne Ver­si­che­rung haf­ten Sie dem Ver­mie­ter gegen­über in vol­ler Höhe. Ach­ten Sie dar­auf, dass Miet­sach­schä­den mit aus­rei­chen­der Sum­me (idea­ler­wei­se in Höhe der all­ge­mei­nen Deckungs­sum­me) ein­ge­schlos­sen sind. Eine eige­ne Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht brau­chen Sie als Mie­ter dage­gen nicht – die ist Sache des Eigentümers.

Was unter­schei­det pri­va­te und gewerb­li­che Haftpflichtversicherungen?

Die Pri­vat­haft­pflicht deckt aus­schließ­lich Ihr pri­va­tes Leben – alles Beruf­li­che und Betrieb­li­che ist aus­ge­schlos­sen. Sobald Sie selbst­stän­dig tätig sind, brau­chen Sie eine Betriebs­haft­pflicht (für Per­so­nen- und Sach­schä­den aus dem Betrieb) und je nach Tätig­keit eine Ver­mö­gens­scha­den­haft­pflicht (für rei­ne Ver­mö­gens­schä­den durch Bera­tungs- oder Pla­nungs­feh­ler). Als Arbeit­neh­mer sind Sie dage­gen bei Feh­lern im Job in der Regel über die Betriebs­haft­pflicht Ihres Arbeit­ge­bers geschützt – eine eige­ne Berufs­haft­pflicht brau­chen nur weni­ge Berufs­grup­pen wie etwa Leh­rer mit Aufsichtspflicht.

Deckt die Haft­pflicht­ver­si­che­rung auch Schä­den im Aus­land ab?

Ja – gute Pri­vat­haft­pflicht-Tari­fe gel­ten welt­weit, bei vor­über­ge­hen­den Aus­lands­auf­ent­hal­ten meist unbe­grenzt inner­halb Euro­pas und meh­re­re Jah­re außer­halb. Das ist wich­ti­ger, als vie­le den­ken: Der umge­sto­ße­ne Rol­ler in Ita­li­en oder der Ski­un­fall in Öster­reich sind klas­si­sche Haft­pflicht­fäl­le. Bei län­ge­ren Aus­lands­auf­ent­hal­ten (Stu­di­um, Work­a­ti­on, Aus­wan­de­rung) soll­ten Sie die Gel­tungs­dau­er im Tarif prü­fen. Auch Tier­hal­ter- und Boots­haft­pflicht bie­ten Aus­lands­schutz – die Details ste­hen auf der jewei­li­gen Spartenseite.

Kann ich meh­re­re Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen kombinieren?

Ja – und in vie­len Fäl­len ist das sinn­voll. Ein Ver­mie­ter mit Hund braucht zum Bei­spiel Pri­vat­haft­pflicht, Hun­de­haft­pflicht und Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht neben­ein­an­der, denn jede deckt einen ande­ren Risi­ko­be­reich. Eini­ge Ver­si­che­rer bie­ten Bün­del­ra­bat­te, wenn meh­re­re Ver­trä­ge zusam­men abge­schlos­sen wer­den. Wich­tig ist vor allem, dass sich die Bau­stei­ne lücken­los ergän­zen und nichts dop­pelt ver­si­chert ist – genau das prü­fen wir bei einer Bestands­auf­nah­me Ihrer Ver­trä­ge kos­ten­frei mit.

Was zahlt eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung grund­sätz­lich nicht?

Drei Gren­zen gel­ten bei prak­tisch allen Haft­pflicht­ar­ten: Ers­tens Vor­satz – wer absicht­lich einen Scha­den ver­ur­sacht, bekommt kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz. Zwei­tens Eigen­schä­den: Die Haft­pflicht zahlt nur Schä­den bei Drit­ten, nie Ihre eige­nen (dafür gibt es z. B. Haus­rat- oder Kas­ko­ver­si­che­run­gen). Drit­tens rein ver­trag­li­che Ansprü­che, etwa wenn eine zuge­sag­te Leis­tung nicht erbracht wur­de. Zudem sind Geld­bu­ßen und Stra­fen nie ver­si­cher­bar. Ein oft über­se­he­ner Plus­punkt: Die Haft­pflicht wehrt unbe­rech­tig­te For­de­run­gen auch aktiv ab – sie ist damit zugleich ein pas­si­ver Rechtsschutz.

Was ist eine Haftpflichtversicherung?

Eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist eine Ver­si­che­rung, die Sie vor den finan­zi­el­len Fol­gen schützt, wenn Sie durch Fahr­läs­sig­keit oder Ver­se­hen Schä­den an ande­ren Per­so­nen oder deren Eigen­tum ver­ur­sa­chen. In Deutsch­land haf­ten Ver­ur­sa­cher von Schä­den grund­sätz­lich unbe­grenzt mit ihrem gesam­ten Ver­mö­gen, wes­halb eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung zu den wich­tigs­ten Grund­ab­si­che­run­gen zählt.

Gemäß §60 VVG weisen wir auf eine eingeschränkte Versicherer- und Tarifauswahl hin.

Nicht enthalten im Versicherungsvergleich auf versicherungsvergleiche.de sind insbesondere Versicherungsunternehmen und deren Tarife, die nicht mit freien Versicherungsmaklern zusammenarbeiten und die dem Makler in der Regel auch keine Informationen zu aktuellen Preisen und Bedingungen zur Verfügung stellen