Nutzfahrzeug-Überblick
LKW-Versicherung 2026: Tarife vergleichen – welche Police braucht Ihr Fahrzeug?
Fachlich geprüft mit Blick auf die Abgrenzung Güter-/Werkverkehr, die 3,5‑Tonnen-Grenze und die Pflicht-Bausteine je Fahrzeugklasse.
Transporter, Lkw oder Sattelzug – und eigene Waren oder Fracht für Dritte? Aus diesen zwei Fragen ergibt sich Ihre passende LKW-Versicherung. Diese Übersicht führt Sie in einer Minute zur richtigen der sieben Policen – vom Kurier-Transporter bis zum 40-Tonner.
Das Wichtigste in Kürze
- Pflicht ist die Kfz-Haftpflicht für jeden zugelassenen Lkw – Teil- und Vollkasko schützen Fahrzeug und Aufbau bei Unfall, Diebstahl, Brand und Unwetter.
- Güterverkehr vs. Werkverkehr ist die entscheidende Weiche: Gewerblicher Transport fremder Güter braucht eine Güterkraftverkehrs- bzw. EU-Lizenz plus Verkehrshaftung – und kostet mehr.
- Die 3,5‑Tonnen-Grenze trennt leichte Nutzfahrzeuge von echten Lkw mit eigenen Typklassen, Führerschein‑, Maut- und Prüfpflichten.
- Den Beitrag bestimmen Gesamtgewicht, Nutzungsart, Fahrerkreis, Fahrleistung, Regional- und SF-Klasse – ab 3–5 Fahrzeugen lohnt der Flottenvertrag.
Welche LKW-Versicherung passt zu Ihnen?
Zwei Klicks bis zur Empfehlung – Fahrzeug wählen, dann die Nutzung.
Alle LKW-Versicherungen im Überblick
Sieben Policen nach Fahrzeugklasse und Nutzungsart. Jede Kachel führt zur Spartenseite mit Leistungen, Kosten und Rechner.
Leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t
Sprinter, Kastenwagen, leichte Lkw
Schwere Lkw über 3,5 t
eigene Typklassen, Maut- und Prüfpflichten
Zugmaschinen & Sattelzüge
Zugmaschine und Auflieger brauchen eigene Policen
Pflicht & Bausteine: Was deckt welche Versicherung?
Die LKW-Versicherung ist eine spezialisierte Kraftfahrzeugversicherung für Nutzfahrzeuge, Sattelzugmaschinen und Lkw im Güter- und Werkverkehr. Für jeden Lkw auf öffentlichen Straßen ist die Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben – ohne sie keine Zulassung. Darüber hinaus gibt es Zusatzbausteine, die im gewerblichen Einsatz unverzichtbar sind:
| Versicherungsart | Pflicht? | Was ist gedeckt? | Für wen besonders wichtig? |
|---|---|---|---|
| Kfz-Haftpflicht | ✓ Ja | Personen‑, Sach- und Vermögensschäden Dritter | Alle Halter |
| Teilkasko | Freiwillig | Diebstahl, Brand, Naturgewalt, Wildunfall | Lkw mit mittlerem Fahrzeugwert |
| Vollkasko | Freiwillig | Teilkasko + selbstverschuldete Schäden | Neue und hochwertige Lkw |
| Verkehrshaftung | Pflicht im gew. Güterverkehr (§ 7a GüKG) | Haftung als Frachtführer nach HGB/CMR | Güterverkehr (gewerblich) |
| Transportversicherung | Freiwillig (empfohlen) | Schäden am Transportgut | Wertvolle Fracht |
| Insassenunfallversicherung | Freiwillig | Fahrer & Beifahrer bei Unfall | Mehrere Fahrer / Beifahrer |
Güterverkehr vs. Werkverkehr: Der entscheidende Unterschied
Warum die Nutzungsart über Pflichten und Prämie entscheidet
Werkverkehr: Sie transportieren ausschließlich eigene Güter – etwa Material zur eigenen Baustelle. Keine Transportlizenz nötig, geringeres Haftungsrisiko, niedrigere Prämie.
Gewerblicher Güterverkehr: Sie befördern fremde Waren gegen Bezahlung. Das setzt eine Güterkraftverkehrserlaubnis voraus – und zusätzlich zur Kfz-Haftpflicht braucht es eine Güterschaden- bzw. Verkehrshaftungsversicherung, die die transportierte Ware absichert.
| Merkmal | Güterverkehr | Werkverkehr |
|---|---|---|
| Definition | Transport fremder Güter gegen Entgelt | Transport eigener Güter für das eigene Unternehmen |
| Lizenzpflicht | Güterkraftverkehrserlaubnis notwendig | Keine Transportlizenz erforderlich |
| Frachtführerhaftung | ✓ Verpflichtend (CMR/HGB) | Nicht anwendbar |
| Typischer Einsatz | Speditionen, Kurierdienste | Handwerksbetriebe, Baufirmen, Händler |
| Prämie (Tendenz) | Höher (mehr Haftungsrisiko) | Niedriger |
Direkt zum Tarifrechner – nach Verkehrsart getrennt
Die Wagniskennziffer unterscheidet sich: Werk- und Privatverkehr laufen unter WKZ 2510, gewerblicher Güterverkehr unter WKZ 2610. Wählen Sie den passenden Einstieg – der Rechner ist dann bereits richtig eingestellt.
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Güterverkehr oder Werkverkehr – bei der LKW-Versicherung ist dieser Unterschied entscheidend. Von Werkverkehr spricht man, wenn Sie mit dem LKW ausschließlich eigene Güter transportieren, zum Beispiel Material zu Ihrer eigenen Baustelle. Gewerblicher Güterverkehr liegt dagegen vor, wenn Sie Waren für andere gegen Bezahlung befördern. Und genau hier wird es wichtig: Für den gewerblichen Güterverkehr brauchen Sie zusätzlich zur Kfz-Haftpflicht eine Güterschaden- oder Verkehrshaftungsversicherung, die die transportierte Ware absichert. Ordnen Sie Ihren Einsatz also zuerst richtig ein, denn davon hängt ab, welche Bausteine Sie wirklich benötigen. Vergleichen Sie die Tarife jetzt kostenlos auf versicherungsvergleiche.de.
Erlaubnis, EU-Lizenz & Cabotage: Welche Genehmigung brauchen Sie?
Wer gewerblich fremde Güter transportiert, braucht neben der Versicherung auch die richtige Genehmigung – und beides hängt zusammen.
Für den gewerblichen Güterkraftverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 t zulässiger Gesamtmasse (inklusive Anhänger) ist eine Erlaubnis nach § 3 GüKG Pflicht – oder gleich die EU-Gemeinschaftslizenz, die zusätzlich grenzüberschreitende Fahrten in EU und EWR erlaubt. Wichtig seit dem EU-Mobilitätspaket: Für grenzüberschreitenden Verkehr gilt die Lizenzpflicht bereits ab 2,5 t zulässiger Gesamtmasse (seit 21.05.2022) – das betrifft auch größere Transporter und Gespanne. Rein nationale Transporte bleiben bis 3,5 t erlaubnisfrei.
Cabotage – Inlandstransporte eines im Ausland ansässigen Unternehmens – ist EU-weit begrenzt: maximal drei Beförderungen innerhalb von sieben Tagen nach der Entladung der grenzüberschreitenden Fracht, anschließend vier Tage Sperrfrist im selben Land.
Der Versicherungsbezug: Die Genehmigung gibt es nur mit Nachweis einer Güterschadenhaftpflicht nach § 7a GüKG (Verkehrshaftung) mit mindestens 600.000 € je Schadenereignis. Ab dem 01.07.2026 gelten außerdem die EU-Lenk- und Ruhezeiten bei grenzüberschreitenden Fahrten schon ab 2,5 t – relevant für die Fahrerkreis-Angabe im Tarif.
Die 3,5‑Tonnen-Grenze: Leichte und schwere Nutzfahrzeuge
Bis 3,5 t Gesamtgewicht werden Transporter und leichte Lkw versicherungstechnisch ähnlich wie Pkw behandelt – darüber gelten eigene Typklassen, Führerschein- (C1/C/CE), Digitacho‑, Maut- und Prüfpflichten.
| Fahrzeugtyp | Typisches Gesamtgewicht | Haftpflicht-Mindestdeckung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Leichter Lkw | 3,5–7,5 t | 7,5 Mio. € Personenschaden | Führerschein C1 |
| Mittlerer Lkw | 7,5–18 t | 7,5 Mio. € Personenschaden | Führerschein C, Digitacho |
| Schwerer Lkw | 18–40 t | 7,5 Mio. € Personenschaden | Führerschein CE, Berufskraftfahrer |
| Sattelzug | bis 40 t | Zugmaschine + Auflieger separat | Separate Versicherung für Auflieger |
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Bis oder über dreieinhalb Tonnen? Werkverkehr oder Güterverkehr? Mit zwei einfachen Fragen finden Sie schnell die passende LKW-Police. Erste Frage: Wie schwer ist Ihr Fahrzeug? Bis dreieinhalb Tonnen gilt es als leichtes Nutzfahrzeug, darüber als schwerer LKW mit eigenem Führerschein und weiteren Pflichten. Zweite Frage: Für wen fahren Sie? Transportieren Sie nur eigene Güter, ist es Werkverkehr. Befördern Sie Waren für andere gegen Bezahlung, ist es gewerblicher Güterverkehr. Aus diesen beiden Antworten ergibt sich Ihre passende Kombination, für die wir eine eigene, ausführliche Seite haben. Wählen Sie einfach Ihren Fall und vergleichen Sie gezielt. Vergleichen Sie die Tarife jetzt kostenlos auf versicherungsvergleiche.de.
Lkw-Maut: Ab wann ist Ihr Fahrzeug mautpflichtig?
Seit dem 1. Juli 2024 sind alle Fahrzeuge über 3,5 t technisch zulässiger Gesamtmasse (tzGm) im Güterverkehr mautpflichtig.
| Fahrzeug | Mautpflichtig? | Besonderheit |
|---|---|---|
| Bis 3,5 t tzGm | Nein | Transporter und leichte Nutzfahrzeuge bleiben mautfrei |
| Über 3,5 bis 7,5 t tzGm | Ja, seit 01.07.2024 | Handwerkerausnahme: mautfrei, wenn nur eigenes Material, Werkzeug oder selbst gefertigte Waren transportiert werden |
| Über 7,5 t tzGm | Ja | Klassische Lkw-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen |
| Emissionsfreie Lkw (Batterie/Wasserstoff) | Nein | Mautbefreiung Ende 2025 verlängert bis 30.06.2031 |
Die Höhe richtet sich nach Gewichtsklasse, Achszahl und CO2-Emissionsklasse (Klassen 1–5); der CO2-Aufschlag basiert auf 200 € je Tonne CO2. Maßgeblich ist die technisch zulässige Gesamtmasse laut Zulassungsbescheinigung (Feld F.1) – Ablasten hilft mautrechtlich nicht. Für die Kalkulation zählt die Maut neben Kraftstoff, Wartung und Versicherung zu den größten Betriebskostenposten; bei der Versicherungsprämie lässt sich per Vergleich am einfachsten gegensteuern.
Was kostet eine LKW-Versicherung?
Fünf typische Szenarien (Stand: Juli 2026) – die Spannen zeigen, wie stark Nutzungsart und Gewicht den Beitrag treiben.
| Fahrzeugtyp / Nutzung | Haftpflicht / Jahr | Vollkasko / Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Transporter bis 3,5 t (Werkverkehr) | 500–1.200 € | 1.200–3.000 € | Günstigste Kategorie |
| Transporter bis 3,5 t (Güterverkehr) | 800–1.800 € | 1.800–4.000 € | + Verkehrshaftung empfohlen |
| Lkw 3,5–7,5 t (Werkverkehr) | 1.200–2.500 € | 2.500–5.500 € | Je nach Einsatzgebiet |
| Lkw über 7,5 t (Güterverkehr) | 2.000–5.000 € | 4.000–12.000 € | Stark vom Schadenverlauf abhängig |
| Sattelzug 40 t | 3.000–8.000 € | 6.000–18.000 € | Auflieger extra versichern |
Die sechs wichtigsten Preisfaktoren
Gesamtgewicht
Das zulässige Gesamtgewicht bestimmt Typklasse und Grundprämie – die 3,5‑t-Grenze ist der größte Sprung.
Nutzungsart
Güterverkehr kostet mehr als Werkverkehr – wegen Frachtführerhaftung und höherem Risiko.
Fahrerkreis
Ein enger, benannter Fahrerkreis senkt die Prämie – wechselnde Fahrer erhöhen sie.
Fahrleistung
Je mehr Kilometer pro Jahr, desto höher der Beitrag – realistisch angeben.
Regionalklasse
Der Zulassungsort fließt über die Regionalklasse in die Prämie ein.
SF-Klasse
Schadenfreie Jahre senken den Beitrag – im Flottenvertrag gilt eine einheitliche SF-Klasse für den Fuhrpark. Pkw-SF-Klassen lassen sich auf Lkw bis 3,5 t oft übertragen, auf schwere Lkw über 3,5 t in der Regel nicht.
Aufbauart: Wie Kipper, Kühlkoffer & Co. den Beitrag beeinflussen
Versicherer tarifieren nicht nur nach Gewicht, sondern auch nach Aufbauart – sie bestimmt Risiko und Wiederbeschaffungswert:
| Aufbauart | Typischer Einsatz | Wirkung auf den Beitrag |
|---|---|---|
| Pritsche / Plane | Baustoffe, Stückgut | Referenzniveau |
| Koffer | Stückgut, Umzüge, Lieferverkehr | ähnlich Pritsche; Diebstahlschutz für Ladung besser |
| Kipper | Bau, Schüttgut | Zuschlag wegen Kipp- und Baustellenrisiko |
| Kühlkoffer | Lebensmittel, Pharma | höherer Kaskowert; Aggregatschäden nur mit Zusatzbaustein |
| Tank / Silo | Flüssigkeiten, Gefahrgut | höchste Anforderungen; Gefahrgut-/ADR-Zuschläge |
| Spezialaufbau (z. B. Betonmischer, Kran) | Bau, Sondereinsatz | Spezialtarif, individuelle Bewertung |
Geben Sie die Aufbauart exakt an – und melden Sie Gefahrguttransporte (ADR) dem Versicherer: Ein als Pritsche versicherter Kipper oder nicht angezeigtes Gefahrgut kann im Schadenfall zu Kürzungen oder Rückgriff führen.
Zugmaschinen & Sattelschlepper: Wer braucht welche Police?
Beim Sattelzug gilt: Zugmaschine und Auflieger sind versicherungsrechtlich eigene Fahrzeuge – die Schadenfreiheitsklasse läuft auf der Zugmaschine, der Auflieger braucht eine eigene Police, die auch abgekoppelt gilt.
| Versicherungsobjekt | Pflicht? | Empfohlener Schutz | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Zugmaschine | ✓ Haftpflicht | Vollkasko + Verkehrshaftung | SF-Rabatt läuft auf der Zugmaschine |
| Sattelauflieger | ✓ Haftpflicht | Kaskoversicherung | Eigene Police – gilt auch abgekoppelt |
| Transportgut (Fracht) | Freiwillig | Transportversicherung / CMR | Pflicht bei wertvoller Fracht |
| Kühlanlage / Technik | Freiwillig | Technische Versicherung | Nicht standardmäßig in der Kasko enthalten |
Worauf beim Vergleich achten? Die sechs Prüfpunkte
1. Geltungsbereich
Nur Deutschland, EU oder weltweit? Für internationale Transporte ist die CMR-Deckung unverzichtbar.
2. Fahrerkreis
Eine enge Fahrerklausel (z. B. nur Fahrer ab 25) senkt die Prämie, schränkt aber die Flexibilität ein.
3. Deckungssummen
Für Personenschäden mindestens 7,5 Mio. € – besser 15 Mio. € oder mehr.
4. Pannenhilfe
Panne auf der Autobahn kostet Zeit und Geld: auf 24h-Pannenhilfe und optional ein Ersatzfahrzeug achten.
5. Flottenvertrag
Ab 3–5 Fahrzeugen lohnt der Flottenvertrag mit einheitlicher SF-Klasse für den gesamten Fuhrpark.
6. Selbstbeteiligung
Eine Selbstbeteiligung in der Kasko senkt die Prämie spürbar – für Betriebe mit solider Rücklage oft die wirtschaftlichste Lösung.
Sieben häufige Fehler beim Abschluss der LKW-Versicherung
Diese Angabefehler kosten im Schadenfall bares Geld – oder den kompletten Schutz.
- Falsche Nutzungsart: Werkverkehr angegeben, aber gegen Entgelt für Dritte gefahren – der häufigste und teuerste Fehler (Leistungskürzung, Rückgriff).
- Gesamtgewicht falsch gemeldet: Maßgeblich ist das eingetragene Gesamtgewicht – ein falscher Wert führt zu falscher Typklasse und Beitragsnachforderung.
- Aufbauart verschwiegen: Kipper als Pritsche gemeldet oder Kühlaggregat nicht angegeben – gefährdet die Kasko-Leistung.
- Gefahrgut nicht angezeigt: ADR-Transporte ohne Meldung an den Versicherer können zur Leistungsfreiheit führen.
- Fahrgebiet zu eng gewählt: Nahverkehr versichert, aber EU-Fernverkehr gefahren – das Einsatzgebiet ist Tarifmerkmal.
- Fahrerkreis und Fahrleistung unrealistisch: Wechselnde, nicht benannte Fahrer oder zu niedrig angesetzte Kilometer rächen sich bei der Regulierung.
- Verkehrshaftung vergessen: Im gewerblichen Güterverkehr ist die Güterschadenhaftpflicht nach § 7a GüKG Pflicht – für Auslandsfahrten auf CMR-Deckung achten.
Prüfen Sie diese Angaben bei jeder Vertragsänderung und mindestens einmal jährlich – Flotten wachsen, Einsatzgebiete ändern sich.
Häufige Fragen zur LKW-Versicherung
Was ist der Unterschied zwischen Güter- und Werkverkehr?
Güterverkehr ist der Transport fremder Güter gegen Entgelt – er setzt eine Güterkraftverkehrserlaubnis voraus und unterliegt strengeren Haftungsregeln nach CMR und HGB. Werkverkehr meint den Transport eigener Waren für das eigene Unternehmen: keine Lizenz nötig, geringeres Haftungsrisiko und meist eine niedrigere Versicherungsprämie.
Brauche ich für meinen Transporter eine spezielle LKW-Versicherung?
Transporter bis 3,5 t lassen sich oft über spezielle Nutzfahrzeug-Tarife bei normalen Kfz-Versicherern absichern. Entscheidend ist die gewerbliche Nutzung: Ein privat genutzter Transporter wird anders bewertet als ein Fahrzeug im täglichen Lieferbetrieb. Geben Sie die tatsächliche Nutzung korrekt an – falsche Angaben können zur Leistungsfreiheit führen.
Was ist eine Verkehrshaftungsversicherung?
Die Verkehrshaftungsversicherung (Speditions-Haftpflicht) deckt die gesetzliche Haftung des Frachtführers gegenüber dem Auftraggeber, wenn Transportgut beschädigt wird, verloren geht oder verspätet ankommt. Nach HGB haftet der Frachtführer begrenzt mit 8,33 SZR/kg – wer höhere Deckung oder internationale Transporte (CMR) absichern will, braucht diese Zusatzversicherung.
Was kostet eine LKW-Versicherung?
Die Spanne reicht vom Transporter im Werkverkehr (Haftpflicht ab ca. 500 €, Vollkasko ab ca. 1.200 € im Jahr) bis zum 40-Tonner-Sattelzug (Haftpflicht 3.000–8.000 €, Vollkasko bis 18.000 € – Auflieger extra). Die größten Hebel sind Gesamtgewicht, Nutzungsart (Güter- teurer als Werkverkehr), Fahrerkreis, Fahrleistung, Regional- und SF-Klasse. Die Kosten-Tabelle oben zeigt fünf typische Szenarien – den realen Beitrag liefert der Rechner auf der passenden Spartenseite.
Lohnt sich eine Flottenversicherung?
Ab etwa 3–5 Fahrzeugen lohnt sich eine Flottenversicherung meist. Alle Fahrzeuge laufen in einem Vertrag, die Schadenfreiheitsklasse gilt für den gesamten Fuhrpark. Das vereinfacht die Verwaltung und bringt in der Regel günstigere Konditionen als Einzelverträge – besonders, wenn einzelne Fahrzeuge hohe Schadenquoten aufweisen.
Muss der Auflieger separat versichert werden?
Ja. Sattelauflieger und Anhänger müssen in Deutschland eigenständig haftpflichtversichert werden, da sie als eigene Fahrzeuge gelten. Beim Abkoppeln vom Zugfahrzeug erlischt der Schutz der Zugmaschinen-Police – der Auflieger braucht daher zwingend eine eigene Haftpflichtversicherung, die auch im abgestellten Zustand greift.
Läuft die SF-Klasse auf der Zugmaschine oder dem Auflieger?
Der Schadenfreiheitsrabatt läuft auf der Zugmaschine – dort sammeln Sie schadenfreie Jahre wie beim Pkw. Der Sattelauflieger hat eine eigene Police ohne klassische SF-Staffel; dafür gilt sein Schutz auch abgekoppelt. Für Fracht und Kühltechnik gelten wieder eigene Bausteine: Transportversicherung für die Ware, technische Versicherung für Kühlanlagen – beides ist nicht standardmäßig in der Kasko enthalten (siehe Tabelle Zugmaschinen oben).
Welchen Führerschein brauche ich für welchen Lkw?
Bis 3,5 t reicht die Pkw-Klasse B. Darüber wird gestaffelt: C1 für leichte Lkw von 3,5 bis 7,5 t, C für mittlere und schwere Lkw ab 7,5 t (mit Digitacho-Pflicht), CE für Sattelzüge bis 40 t – im gewerblichen Einsatz kommt die Berufskraftfahrer-Qualifikation dazu. Für die Versicherung zählt der Führerschein indirekt über den Fahrerkreis: Wer fährt, muss zur Police passen.
Brauche ich eine Lizenz für den Güterverkehr?
Ja: Wer gewerblich fremde Güter mit Fahrzeugen über 3,5 t Gesamtgewicht befördert, braucht die Güterkraftverkehrserlaubnis (innerdeutsch) bzw. die EU-Lizenz (grenzüberschreitend). Der Werkverkehr mit eigenen Waren ist lizenzfrei, muss aber beim BAG angemeldet sein. Für die Versicherung heißt das: Die Nutzungsart ehrlich angeben – eine als Werkverkehr versicherte Güterverkehrsfahrt gefährdet den Schutz.
Welche Versicherung gilt bei einem Unfall im Ausland?
Die Kfz-Haftpflicht gilt im EU-Raum und den meisten europäischen Ländern automatisch über die Grüne Karte. Für das Transportgut auf internationalen Fahrten greift das CMR-Übereinkommen, nach dem der Frachtführer begrenzt haftet. Eine Verkehrshaftungsversicherung mit CMR-Deckung schützt Sie über diese gesetzlichen Grenzen hinaus. Ausführlich: Wie funktioniert eine LKW-Versicherung im Ausland?
Ab wann muss ich für meinen Lkw Maut zahlen?
Seit dem 1. Juli 2024 sind alle Fahrzeuge über 3,5 t technisch zulässiger Gesamtmasse im Güterverkehr mautpflichtig. Ausnahmen: die Handwerkerausnahme für Fahrzeuge bis 7,5 t beim Transport eigenen Materials sowie emissionsfreie Lkw, die bis 30.06.2031 mautbefreit sind. Die Höhe richtet sich nach Gewicht, Achszahl und CO2-Emissionsklasse.
Brauche ich eine EU-Lizenz für meinen Lkw?
Für gewerblichen Güterkraftverkehr mit Fahrzeugen über 3,5 t brauchen Sie eine Erlaubnis nach § 3 GüKG oder die EU-Gemeinschaftslizenz. Bei grenzüberschreitenden Fahrten gilt die Lizenzpflicht seit 21.05.2022 bereits ab 2,5 t zulässiger Gesamtmasse. Voraussetzung ist der Nachweis einer Güterschadenhaftpflicht nach § 7a GüKG mit mindestens 600.000 € je Schadenereignis.
Was ist eine LKW-Versicherung?
Eine LKW-Versicherung für Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen ist eine spezialisierte Kraftfahrzeugversicherung für schwere Lkw, Sattelzugmaschinen und Nutzfahrzeuge im Güter- und Werkverkehr. Sie umfasst gesetzliche Haftpflicht, optionale Kasko sowie auf Wunsch Güterversicherung und Fahrerschutz.
Weitere Fragen & Antworten rund um Lkw Versicherung
- Was ist eine Lkw Zulassung bzw. was bringt eine Lkw Zulassung?
- Ist ein Sprinter ein Lkw oder Pkw?
- Ist ein Auto mit Lkw Zulassung günstiger?
- Welche Transporter sind günstig in der Versicherung?
- Was kostet ein Kastenwagen an Versicherung?
- Was ist eine Lkw GAP-Versicherung und wann ist sie sinnvoll?
- Ist ein VW Crafter ein Lkw oder ein Pkw?
- Was kostet die Versicherung für einen 7,5 Tonner?
- Was ist eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) für Lkw?
- Was ist teurer Lkw oder Pkw Zulassung?