Microcar-Versicherung 2026: Mopedauto & 45-km/h‑Auto günstig versichern
Aktualisiert: 28. Juni 2026 · Veröffentlicht: 28. Juni 2026Ein Microcar (Mopedauto, Leichtkraftfahrzeug der Klasse L6e) fährt bis 45 km/h und braucht keine Zulassung – aber eine gültige Haftpflicht über ein Versicherungskennzeichen. Du fährst es bereits mit dem Roller-Führerschein der Klasse AM, zahlst keine Kfz-Steuer und brauchst keinen TÜV. Berechne deinen Beitrag direkt hier und sichere dir das Kennzeichen für das laufende Versicherungsjahr.
Eine Microcar-Versicherung ist Pflicht, sobald das Mopedauto am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt. Das jedes Jahr neue Versicherungskennzeichen ist der sichtbare Nachweis, dass Schutz besteht. Anders als beim Auto gibt es keine Schadenfreiheitsklasse: Der Beitrag ist ein fester Jahresbetrag, der vor allem vom Alter des Fahrers abhängt. Wer ohne gültiges Kennzeichen fährt, riskiert Bußgeld, Strafanzeige und fehlenden Versicherungsschutz.
- Das Wichtigste zur Microcar-Versicherung
- Was ist ein Microcar / Mopedauto?
- Führerschein und Mindestalter (Klasse AM)
- Versicherungskennzeichen statt Zulassung
- Kosten: Beitrag und Fahrzeugpreise
- Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko
- Für wen sich ein Microcar lohnt
- Marken, Modelle und E‑Microcar
- So vergleichen wir Microcar-Tarife
- Interaktive Entscheidungshilfen
- Checklisten für Abschluss und Schadenfall
- Schadenfall, Diebstahl und typische Fehler
- Versicherungsjahr, Wechsel und Verkauf
- Regeln: Autobahn, Tuning und Ausland
- Irrtümer-Quiz zur Microcar-Versicherung
- Häufige Fragen
- Vertrauen, Experte und Aktualität
- Weiterführende Themen
- Fazit und nächster Schritt
Das Wichtigste zur Microcar-Versicherung
Die Microcar-Versicherung ist eine Versicherung über ein Versicherungskennzeichen für Mopedautos bzw. Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h (Klasse L6e). Pflicht ist die Haftpflicht; Teil- und Vollkasko sind freiwillig. Es gibt keine Zulassung, keinen TÜV, keine Kfz-Steuer und keine Schadenfreiheitsklasse.
Auf einen Blick
- Haftpflicht ist Pflicht – nachgewiesen über das Versicherungskennzeichen.
- Klasse AM (ab 16; in SN/ST/TH ab 15); der Auto-Führerschein B schließt AM ein.
- Plakette 2026: schwarz, jedes Jahr neu (Versicherungsjahr 1. März bis 28. Februar).
- Keine Kfz-Steuer, kein TÜV, keine SF-Klasse – fester Jahresbeitrag nach Alter.
- Teilkasko optional (Diebstahl, bei E‑Microcar Akku-Schutz); Haftpflicht ab ca. 40 €/Jahr.
Ohne gültige Haftpflicht und Kennzeichen darf ein Microcar nicht auf die Straße. Sie zahlt für Schäden an Dritten; den Wagen selbst schützt erst die Kasko.
Statt einer SF-Klasse gilt ein fixer Beitrag, der vor allem vom Alter des Fahrers abhängt – nicht von schadenfreien Jahren.
Keine Kfz-Steuer, kein TÜV, niedriger Verbrauch: Das Mopedauto zählt zu den günstigsten vierrädrigen Fortbewegungsmitteln.
Warum sich der Vergleich lohnt
Schon bei der reinen Haftpflicht liegen zwischen Anbietern oft 50 Euro und mehr im Jahr – und ob Teilkasko (gerade gegen Diebstahl und Akku-Schäden) sinnvoll ist, hängt stark von Modell und Abstellort ab. Ein Vergleich prüft Beitrag, Kasko-Bausteine, Selbstbeteiligung und Service in einem Schritt. Berechne deinen Tarif im Rechner oben.
Grenzen dieses Ratgebers: Diese Seite ist keine individuelle Beratung. Beiträge, Bedingungen und Modellangebote ändern sich – maßgeblich sind immer die aktuellen Tarifunterlagen.
Was ist ein Microcar / Mopedauto?
Ein Microcar – auch Mopedauto, Leichtmobil oder 45-km/h‑Auto genannt – ist ein Leichtkraftfahrzeug der Klasse L6e: ein kleines, geschlossenes Fahrzeug mit zwei Sitzplätzen, das die Technik eines Mopeds mit dem Wetterschutz eines Autos verbindet. Es fährt bauartbedingt höchstens 45 km/h.
| Merkmal | Grenzwert (Klasse L6e) |
|---|---|
| Höchstgeschwindigkeit | bauartbedingt max. 45 km/h |
| Nutzleistung | max. 6 kW (ca. 8 PS) |
| Leermasse | max. 425 kg (ohne Batterien bei E‑Antrieb) |
| Hubraum | max. 50 ccm (Benzin) bzw. entsprechende Leistung bei Diesel/Elektro |
| Sitzplätze | in der Regel 2 |
| Einstufung | Versicherungskennzeichen – keine Zulassung, kein TÜV |
Wichtig zur Abgrenzung: Der Markenname Microcar gehört zum Hersteller Ligier – umgangssprachlich steht „Microcar“ aber für die gesamte Fahrzeuggattung. Ein Microcar ist kein Pkw und kein Quad, sondern fahrerlaubnis- und versicherungsrechtlich ein Leichtkraftfahrzeug – vergleichbar einem Moped auf vier Rädern mit Karosserie.
Video: Was ist ein Microcar – und wie wird es versichert?
- Ein Microcar (Mopedauto) fährt max. 45 km/h und darf mit dem Führerschein Klasse AM gefahren werden – je nach Bundesland schon ab 15 oder 16 Jahren. Ideal für Jugendliche, Senioren oder nach Führerscheinverlust.
- Versicherungstechnisch läuft es nicht wie ein Auto, sondern wie ein Moped: statt Zulassung ein Versicherungskennzeichen.
- Das Kennzeichen wird jedes Jahr zum 1. März in neuer Farbe erneuert – ohne gültiges Kennzeichen fährst Du ohne Versicherungsschutz.
Transkript anzeigen
Ein Auto, das man schon mit fünfzehn fahren darf? Das ist das Microcar, auch Mopedauto genannt. Und versichert wird es ganz anders als ein normales Auto. Ein Microcar fährt höchstens fünfundvierzig Stundenkilometer. Dafür brauchen Sie nur den Führerschein der Klasse AM, den es je nach Bundesland schon ab fünfzehn oder sechzehn Jahren gibt. Deshalb ist es ideal für Jugendliche, für Senioren oder nach einem Führerscheinverlust. Versicherungstechnisch läuft ein Microcar aber nicht wie ein Auto, sondern wie ein Moped: Statt einer Zulassung bekommt es ein Versicherungskennzeichen, das jedes Jahr zum ersten März in einer neuen Farbe erneuert wird. Ohne gültiges Kennzeichen fahren Sie ohne Versicherungsschutz. Vergleichen Sie die Tarife jetzt kostenlos auf versicherungsvergleiche.de.
Führerschein und Mindestalter (Klasse AM)
Für ein Microcar genügt die Fahrerlaubnis der Klasse AM – derselbe Führerschein wie für Roller und Mopeds bis 45 km/h. Einen Pkw- oder Motorradführerschein brauchst du nicht. Wer den Auto-Führerschein (Klasse B) besitzt, darf automatisch fahren, denn die Klasse B schließt AM mit ein.
| Berechtigung | Voraussetzung | Microcar erlaubt? |
|---|---|---|
| Klasse AM | ab 16 Jahren (in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ab 15) | Ja |
| Klasse B (Auto) | schließt Klasse AM automatisch ein | Ja |
| Mofa-Prüfbescheinigung | nur bis 25 km/h | Nein – reicht nicht |
Gerade für Jugendliche ist das attraktiv: Mit 15 oder 16 Jahren ist man im geschlossenen, wettergeschützten Fahrzeug unterwegs, lange bevor der Pkw-Führerschein möglich ist. Auch für Menschen ohne gültigen Pkw-Führerschein – etwa nach einem Entzug – ist das Microcar oft die einzige legale Möglichkeit, wieder vierrädrig mobil zu sein.
Versicherungskennzeichen statt Zulassung
Ein Microcar wird nicht zugelassen. Statt eines Kfz-Kennzeichens trägt es ein kleines Versicherungskennzeichen (Mopedkennzeichen), das du direkt beim Versicherer bekommst – ganz ohne Zulassungsstelle. Es gilt jeweils für ein Versicherungsjahr.
Das Schutzjahr beginnt am 1. März und endet Ende Februar. Steigst du später ein, zahlst du nur die Restmonate.
Die Kennzeichenfarbe rotiert im Dreijahres-Rhythmus: 2026/27 schwarz, 2027/28 blau, 2028/29 grün. So ist von außen sofort sichtbar, ob der Schutz aktuell ist.
Eine Hauptuntersuchung ist nicht vorgeschrieben, Kfz-Steuer fällt nicht an. Das Fahrzeug muss aber verkehrssicher sein.
Der Beitrag ist ein fester Jahresbetrag und steigt nicht durch einen Schaden – es gibt aber auch keinen Rabatt für schadenfreie Jahre.
Bestelle das Kennzeichen rechtzeitig vor Saisonstart – der Versand dauert meist ein bis drei Werktage. Befestige es gut sichtbar am Heck; ein abgelaufenes oder fehlendes Kennzeichen bedeutet Fahren ohne Versicherungsschutz.
Kosten: Beitrag und Fahrzeugpreise
Was eine Microcar-Versicherung kostet, hängt vor allem vom Alter des Fahrers, der gewählten Kasko-Stufe und der Selbstbeteiligung ab – nicht von einer SF-Klasse. Junge Fahrer zahlen am meisten, ab etwa 23 Jahren wird es deutlich günstiger.
| Schutz | Jahresbeitrag (Orientierung) | Wogegen |
|---|---|---|
| Haftpflicht | ab ca. 40–170 €/Jahr | Schäden an Dritten (Pflicht) |
| Haftpflicht + Teilkasko | ab ca. 100–380 €/Jahr | + Diebstahl, Brand, Natur, Glas, Akku |
| Vollkasko | nur bei wenigen Anbietern | + selbst verschuldete Schäden, Vandalismus |
Was den Beitrag bestimmt
Der wichtigste Faktor: Fahranfänger ab 15/16 zahlen am meisten, ältere Fahrer profitieren von günstigeren Tarifen.
Reine Haftpflicht ist günstig; Teilkasko lohnt sich bei Diebstahlrisiko und bei E‑Microcars wegen des teuren Akkus.
Eine höhere Selbstbeteiligung in der Kasko senkt den Beitrag, erhöht aber deinen Eigenanteil im Schadenfall.
Gebrauchte Microcars gibt es ab ca. 5.000 €, neue je nach Marke 8.000–18.000 € – das beeinflusst, ob sich Kasko rechnet.
Steuer-Vorteil: Für Microcars fällt keine Kfz-Steuer an; im Beitrag enthalten ist die gesetzliche Versicherungssteuer von 19 %. Zusammen mit niedrigem Verbrauch und ohne TÜV-Kosten bleibt der Unterhalt sehr günstig.
Video: Haftpflicht ist Pflicht – und lohnt sich beim Microcar eine Kasko?
- Die Haftpflicht ist Pflicht und steckt bereits im Versicherungskennzeichen – sie zahlt nur für Schäden, die Du anderen zufügst. Dein eigenes Fahrzeug ist damit nicht geschützt.
- Ein Microcar ist kein Schnäppchen (neu oft 8.000–15.000 €), wird häufig von jungen Fahrern bewegt und ist diebstahlgefährdet – deshalb lohnt sich eine Kasko.
- Teilkasko: Diebstahl, Brand, Sturm, Marder. Vollkasko: zusätzlich selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus. Wäge Fahrzeugwert und Beitrag ab.
Transkript anzeigen
Welcher Schutz ist beim Microcar wirklich sinnvoll? Die Haftpflicht ist Pflicht. Sie steckt bereits im Versicherungskennzeichen und zahlt für Schäden, die Sie anderen zufügen. Ihr eigenes Fahrzeug ist damit aber nicht geschützt. Und ein Microcar ist kein Schnäppchen: Neu kostet es schnell acht- bis fünfzehntausend Euro. Gerade weil es oft von jungen Fahrern bewegt wird und ein beliebtes Ziel für Diebe ist, lohnt sich eine Kaskoversicherung. Die Teilkasko übernimmt zum Beispiel Diebstahl, Brand, Sturm und Marderschäden. Die Vollkasko zahlt zusätzlich bei selbst verschuldeten Unfällen und Vandalismus. Wägen Sie Fahrzeugwert und Beitrag also bewusst ab. Vergleichen Sie die Tarife jetzt kostenlos auf versicherungsvergleiche.de.
Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko
Pflicht ist allein die Haftpflicht. Optional schützt die Teilkasko das Fahrzeug gegen Diebstahl und Naturgefahren; die Vollkasko deckt zusätzlich selbst verschuldete Schäden und Vandalismus – sie wird allerdings nur von wenigen Versicherern für Microcars angeboten.
| Leistung | Haftpflicht | Teilkasko | Vollkasko |
|---|---|---|---|
| Schäden an Dritten | Versichert (Pflicht) | – | – |
| Diebstahl des Fahrzeugs | Nein | Ja | Ja |
| Brand, Kurzschluss, Akku-Brand (E) | Nein | Ja | Ja |
| Sturm, Hagel, Überschwemmung | Nein | Ja | Ja |
| Glasbruch, Marderbiss | Nein | Ja | Ja |
| Selbst verschuldeter Unfall | Nein | Nein | Ja |
| Vandalismus | Nein | Nein | Ja |
Faustregel: Steht das Microcar nachts draußen oder ist es ein neueres E‑Modell mit teurem Akku, ist Teilkasko fast immer sinnvoll. Bei einem günstigen Gebrauchten reicht oft die reine Haftpflicht. Prüfe, ob der Akku bei E‑Microcars ausdrücklich mitversichert ist.
Für wen sich ein Microcar lohnt
Das Microcar füllt eine Lücke zwischen Roller und Auto: vier Räder, geschlossene Kabine, Wetterschutz – und das schon ohne Pkw-Führerschein. Vier Gruppen profitieren besonders.
Mit Klasse AM trocken und sicher zur Schule oder Ausbildung – eine Alternative zum Roller, gerade bei Wind und Wetter.
Wendig, übersichtlich und einfach zu fahren – ideal, um im Alter mobil und unabhängig zu bleiben, auch ohne Pkw-Routine.
Wer den Pkw-Führerschein verloren hat, darf ein Microcar meist weiter fahren (Klasse AM bleibt) – ein legaler Weg, mobil zu bleiben.
Für kurze Arbeitswege und Orte mit dünnem Nahverkehr ein sparsames, steuerfreies Zweitfahrzeug.
Weil es keine SF-Klasse gibt, ist der Einstieg unkompliziert: Der Beitrag steht von Anfang an fest und hängt vor allem am Alter – nicht an einer Vorversicherung. Das macht das Microcar besonders für Erst- und Wiedereinsteiger berechenbar.
Marken, Modelle und E‑Microcar
Den Markt prägen einige spezialisierte Hersteller – zunehmend auch mit Elektroantrieb. Versicherungstechnisch zählen alle als Leichtkraftfahrzeug L6e und laufen über ein Versicherungskennzeichen.
Aixam, Ligier, Microcar (Ligier-Marke), Chatenet und Casalini – meist mit kleinem Diesel, geschlossener Kabine und Kofferraum.
Citroën Ami, Opel Rocks‑e, Renault Twizy und Silence fahren rein elektrisch – leise, lokal emissionsfrei und günstig im Verbrauch.
Bei E‑Modellen ist der Akku der teuerste Teil. Prüfe, ob Teilkasko Akku, Ladekabel und Wallbox einschließt.
Für den Versicherungsbeitrag spielt das genaue Modell eine geringere Rolle als beim Auto – es gibt keine Typklassen. Entscheidend sind Alter des Fahrers und Kasko-Wahl. Den passenden Beitrag für dein Modell ermittelt der Rechner oben.
So vergleichen wir Microcar-Tarife
Ein guter Vergleich schaut nicht nur auf den Jahrespreis, sondern auf das Gesamtpaket aus Pflichtschutz, Kasko-Bedingungen und Service rund ums Kennzeichen.
Höhe der Haftpflicht-Deckungssumme und der feste Jahresbeitrag je nach Alter des Fahrers.
Welche Gefahren Teil- und Vollkasko abdecken, Selbstbeteiligung und ob der Akku bei E‑Microcars eingeschlossen ist.
Wie schnell das Kennzeichen kommt, ob unterjähriger Einstieg möglich ist und wie unkompliziert die Schadenmeldung läuft.
Vergleiche auf dieser Grundlage – nicht nur nach dem niedrigsten Preis. Bei E‑Microcars kann der Akku-Schutz den Ausschlag geben.
Interaktive Entscheidungshilfen
Die folgenden Helfer ordnen deinen Bedarf an Kasko und die wichtigsten Abschlussfragen ein. Die Auswertung erscheint erst nach Klick und ersetzt keine individuelle Tarifprüfung.
Kasko-Schnellcheck
Wähle deine Nutzung aus und starte danach die Auswertung. Das Tool ist bewusst nicht vorbefüllt.
Vor-dem-Abschluss-Prüfpfad
Gehe diese Reihenfolge durch, bevor du eine Microcar-Versicherung abschließt:
- Hast du die Klasse AM oder einen Auto-Führerschein (B)?
- Wie alt ist der Fahrer – und wer fährt sonst noch?
- Reicht Haftpflicht, oder ist Teilkasko sinnvoll?
- Ist es ein E‑Microcar – ist der Akku mitversichert?
- Welche Selbstbeteiligung passt zum Fahrzeugwert?
- Steigst du zum 1. März oder unterjährig ein?
- Ist das Kennzeichen rechtzeitig vor der ersten Fahrt da?
Checklisten für Abschluss und Schadenfall
Mit den Checklisten prüfst du, ob deine Microcar-Versicherung zu Fahrzeug, Führerschein und Nutzung passt. Jede Liste lässt sich abhaken, zurücksetzen, drucken oder per E‑Mail vorbereiten.
Abschluss-Checkliste für deine Microcar-Versicherung
Prüfe diese Punkte vor der ersten Fahrt.
Fahrzeug und Fahrer
Leistung und Kennzeichen
Schadenfall-Checkliste für Microcars
Nutze diese Liste bei Unfall, Diebstahl oder Schaden.
Unfall und Haftpflichtschaden
Diebstahl und Kasko
Schadenfall, Diebstahl und typische Fehler
Im Schadenfall zählen schnelle Dokumentation und korrekte Meldung. Da es keine SF-Klasse gibt, steigt dein Beitrag nach einem Schaden zwar nicht – trotzdem solltest du sauber vorgehen, damit die Kasko zügig reguliert.
Stelle sichern, Beteiligte und Hergang festhalten, Schaden melden. Die Haftpflicht reguliert berechtigte Ansprüche und wehrt überzogene ab.
Sofort Polizei und Versicherer informieren, Kaufbeleg und Schlüssel bereithalten. Ersatz regelt die Teil- bzw. Vollkasko.
Bei E‑Microcars deckt die Teilkasko in der Regel Brand und Kurzschluss – prüfe die Bedingungen für Akku und Ladevorgang.
Der häufigste Fehler: Fahren mit Vorjahres-Kennzeichen. Dann besteht kein Schutz – rechtzeitig erneuern.
Die häufigsten Fehler
Problematisch sind ein abgelaufenes Kennzeichen, ein frisiertes Fahrzeug (mehr als 45 km/h), fehlende Fotos, eine zu späte Meldung oder unklare Angaben zum Fahrer. Wer das Microcar im eingetragenen Zustand hält und ehrlich meldet, bekommt seinen Fall am schnellsten reguliert.
Versicherungsjahr, Wechsel und Verkauf
Anders als beim Auto gibt es keinen 30. November als Stichtag: Der Microcar-Schutz läuft über das Versicherungsjahr (1. März bis Ende Februar) und endet automatisch – ein neues Kennzeichen entspricht einem neuen Vertrag.
Zum Saisonstart einfach beim günstigsten Anbieter ein neues Kennzeichen lösen. Eine Kündigung des alten Vertrags ist meist nicht nötig, da er ausläuft.
Steigst du mitten im Jahr ein, zahlst du nur die Restmonate bis Ende Februar – der Beitrag wird anteilig berechnet.
Beim Verkauf gibt der neue Halter ein eigenes Kennzeichen auf. Das Fahrzeug ist nicht zugelassen, daher entfällt die Abmeldung bei der Behörde.
Weil das Microcar wettergeschützt ist, lohnt es sich oft ganzjährig – ein Vorteil gegenüber dem Roller.
Vergleiche am besten kurz vor dem 1. März die Tarife für das neue Versicherungsjahr – so sicherst du dir den günstigsten Beitrag, ohne auf Leistung zu verzichten.
Regeln: Autobahn, Tuning und Ausland
Ein Microcar darf fast überall fahren – mit klaren Ausnahmen. Wer die Regeln kennt, vermeidet Bußgeld und den Verlust des Versicherungsschutzes.
Autobahnen und Kraftfahrstraßen sind tabu – dort gilt eine Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h. Erlaubt sind Stadt- und Landstraßen.
Wird das Microcar auf mehr als 45 km/h getunt, erlischt die Betriebserlaubnis und damit der Versicherungsschutz – und es drohen Strafen.
Im EU-Ausland gelten teils andere Regeln (Klasse AM, Mindestalter). Prüfe vor Auslandsfahrten Geltungsbereich und benötigte Nachweise.
Auch ohne TÜV-Pflicht muss das Fahrzeug jederzeit verkehrssicher sein – Bremsen, Beleuchtung und Reifen gehören regelmäßig geprüft. Das ist nicht nur Pflicht, sondern Voraussetzung für vollen Schutz im Schadenfall.
Irrtümer-Quiz zur Microcar-Versicherung
Rund ums Mopedauto hält sich viel Halbwissen – zu Führerschein, Zulassung, Steuer und Kennzeichen. Teste dein Wissen: Nach deiner Auswahl wird der richtige Antworttext hellgrün und der falsche hellrot hinterlegt.
1. Für ein Microcar (45 km/h) brauchst du einen Pkw-Führerschein.
2. Ein Microcar braucht keine Kfz-Zulassung und keinen TÜV.
3. Auch fürs Microcar gibt es eine Schadenfreiheitsklasse, die den Beitrag senkt.
4. Mit dem Microcar darf man auf die Autobahn.
5. Das Versicherungskennzeichen muss jedes Jahr neu beschafft werden.
6. Ein Microcar ist von der Kfz-Steuer befreit.
7. Junge Fahrer dürfen Microcar bundesweit schon ab 15 Jahren fahren.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen zur Microcar-Versicherung betreffen Führerschein und Alter, Versicherungskennzeichen, Kosten, Kasko, Steuer und die Regeln im Straßenverkehr. Die Antworten helfen dir, typische Fehler zu vermeiden.
Ein Microcar ist ein Leichtkraftfahrzeug (L6e) und braucht zwingend eine Kfz-Haftpflicht über ein Versicherungskennzeichen – sie ist gesetzlich vorgeschrieben und reguliert Schäden, die du anderen zufügst. Optional kannst du Teilkasko (Diebstahl, Brand, Naturgefahren, Glas, Akku) hinzunehmen; Vollkasko bieten nur wenige Versicherer an. Eine Zulassung oder ein amtliches Kennzeichen brauchst du nicht. Das Versicherungskennzeichen bekommst du direkt beim Versicherer, ohne Gang zur Zulassungsstelle.
Der Beitrag ist ein fester Jahresbetrag und hängt vor allem vom Alter des Fahrers und der Kasko-Wahl ab – eine Schadenfreiheitsklasse gibt es nicht. Als grobe Orientierung beginnt die reine Haftpflicht je nach Profil bei etwa 40 bis 170 Euro im Jahr, mit Teilkasko liegt sie ungefähr bei 100 bis 380 Euro. Junge Fahrer ab 15/16 zahlen am meisten, ältere deutlich weniger. Den genauen Beitrag für dein Modell zeigt der Rechner; Kfz-Steuer fällt nicht zusätzlich an.
Es genügt die Fahrerlaubnis der Klasse AM – derselbe Führerschein wie für Roller und Mopeds bis 45 km/h. Einen Pkw- oder Motorradführerschein brauchst du nicht. Wer den Auto-Führerschein der Klasse B besitzt, darf automatisch fahren, weil die Klasse B die Klasse AM einschließt. Eine reine Mofa-Prüfbescheinigung (bis 25 km/h) reicht dagegen nicht aus.
Das bundesweite Mindestalter für die Klasse AM liegt bei 16 Jahren. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das Fahren bereits ab 15 Jahren möglich. Das Alter des Fahrers bestimmt auch den Beitrag: Sehr junge Fahrer zahlen am meisten, ab etwa 23 Jahren wird es günstiger. Bei minderjährigen Fahrern schließen in der Regel die Eltern den Vertrag ab.
Ein Microcar wird nicht zugelassen, sondern trägt ein Versicherungskennzeichen – das kleine Mopedkennzeichen, das du direkt beim Versicherer erhältst. Es gilt jeweils für ein Versicherungsjahr (1. März bis Ende Februar), und die Farbe wechselt jährlich (2026/27 schwarz, 2027/28 blau, 2028/29 grün). Den Gang zur Zulassungsstelle und Zulassungsgebühren sparst du dir komplett.
Nein, für Microcars besteht keine Pflicht zur Hauptuntersuchung (TÜV). Das Fahrzeug muss aber jederzeit verkehrssicher sein – Bremsen, Beleuchtung, Reifen und Lenkung solltest du regelmäßig prüfen lassen. Im Schadenfall kann ein technischer Mangel den Versicherungsschutz gefährden, deshalb lohnt sich freiwillige Wartung trotzdem.
Nein. Leichtkraftfahrzeuge wie das Microcar sind von der Kfz-Steuer befreit. Es fällt nur der Versicherungsbeitrag an (inklusive der gesetzlichen Versicherungssteuer von 19 %). Zusammen mit dem niedrigen Verbrauch und der fehlenden TÜV-Pflicht zählt das Mopedauto damit zu den günstigsten vierrädrigen Fahrzeugen im Unterhalt.
Teilkasko ist bei den meisten Anbietern möglich und deckt Diebstahl, Brand, Naturgefahren, Glasbruch, Marderbiss und bei E‑Modellen Akku-Schäden. Vollkasko – also zusätzlich selbst verschuldete Schäden und Vandalismus – bieten nur wenige Versicherer für Microcars an. Ob sich Kasko lohnt, hängt vom Fahrzeugwert und Abstellort ab: Bei einem neuen oder elektrischen Microcar ist Teilkasko fast immer sinnvoll, bei einem günstigen Gebrauchten reicht oft die Haftpflicht.
Nein. In der Versicherungskennzeichen-Welt gibt es keine SF-Klasse. Der Beitrag ist ein fester Jahresbetrag, der vor allem vom Alter des Fahrers abhängt. Das bedeutet: Nach einem Schaden steigt dein Beitrag nicht – du sammelst aber auch keine schadenfreien Jahre und kannst keinen Rabatt aus einem Auto-Vertrag übertragen. Der Einstieg ist dafür unkompliziert und der Preis von Anfang an klar.
Klassische Mopedautos kommen vor allem von Aixam, Ligier, Microcar (eine Ligier-Marke), Chatenet und Casalini – meist mit kleinem Dieselmotor. Bei den E‑Microcars sind Citroën Ami, Opel Rocks‑e, Renault Twizy und Silence verbreitet. Für den Versicherungsbeitrag spielt das genaue Modell eine geringere Rolle als beim Auto, weil es keine Typklassen gibt – entscheidend sind Alter des Fahrers und Kasko-Wahl.
Nein. Da ein Microcar bauartbedingt nur 45 km/h fährt, darf es nicht auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen, denn dort gilt eine Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h. Erlaubt sind Stadt- und Landstraßen. Gehwege und Radwege sind ebenfalls tabu. Damit eignet sich das Mopedauto vor allem für Strecken in der Stadt und im Umland.
Das Versicherungsjahr läuft einheitlich vom 1. März bis zum 28./29. Februar des Folgejahres. Zu jedem neuen Jahr brauchst du ein neues Versicherungskennzeichen; die Farbe rotiert im Dreijahres-Rhythmus – 2026/27 schwarz, 2027/28 blau, 2028/29 grün. Steigst du unterjährig ein, zahlst du nur die Restmonate bis Ende Februar. Bestelle das Kennzeichen rechtzeitig, der Versand dauert meist ein bis drei Werktage.
Häufig ja. Wird der Pkw-Führerschein (Klasse B) entzogen, bleibt die Klasse AM in vielen Fällen bestehen oder kann separat erworben werden – und damit ist das Fahren eines Microcars weiter erlaubt. Das macht das Mopedauto zu einer der wenigen legalen Möglichkeiten, nach einem Entzug vierrädrig und wettergeschützt mobil zu bleiben. Kläre die individuelle Situation aber im Zweifel mit der Führerscheinstelle.
Ein E‑Microcar wie der Citroën Ami oder Opel Rocks‑e läuft über dasselbe Versicherungskennzeichen wie ein Benziner. Wichtig ist die Teilkasko: Achte darauf, dass der Akku – der teuerste Bauteil – sowie Ladekabel und gegebenenfalls die Wallbox ausdrücklich mitversichert sind. Brand- und Kurzschlussschäden sind in der Teilkasko in der Regel abgedeckt; prüfe die genauen Bedingungen für Akku und Ladevorgang.
Üblich sind die Fahrzeugdaten (Hersteller, Modell, Fahrzeug-Identifizierungsnummer und ggf. E‑Antrieb), Angaben zum Fahrer (Alter, Fahrerlaubnis Klasse AM oder B) und das gewünschte Startdatum. Aus diesen Angaben erhältst du den Jahresbeitrag und das Versicherungskennzeichen, das du nur noch gut sichtbar am Heck befestigst. Eine Zulassung oder Hauptuntersuchung musst du nicht nachweisen.
Vertrauen, Experte und Aktualität
Diesen Ratgeber zur Microcar-Versicherung haben wir als praxisnahe Entscheidungshilfe für Einsteiger, Senioren und Fahrer ohne Pkw-Führerschein erstellt – vom Pflichtschutz über Kasko, Klasse AM und Versicherungskennzeichen bis zu Kosten und Regeln. Die fachliche Einordnung kommt von Andreas Quast.
Fachlich geprüft durch Andreas Quast
Andreas Quast ist Branchen-Experte für Versicherungsvergleiche und bewertet Versicherungsinhalte mit Blick auf Nutzen, Verständlichkeit, typische Vertragsfehler und praktische Entscheidungssituationen.
Aktualisiert am: 27.06.2026
Fachlich geprüft durch Andreas Quast am: 27.06.2026
Keine erfundenen Testsieger – wir ordnen Microcar-Tarife nach Alter des Fahrers, Fahrzeugwert, Nutzung und Kasko-Bedarf ein.
Klasse AM, Versicherungskennzeichen, Akku-Schutz und Einstieg nach Führerscheinentzug betrachten wir als konkrete Alltagssituationen.
Die sichtbaren Datumsangaben zeigen, wann Inhalt und Prüfung zuletzt aktualisiert wurden.
„Mein Sohn fährt in Sachsen schon mit 15 zur Schule – trocken und sicher. Die Erklärung zu Klasse AM und Mindestalter war für uns Eltern Gold wert.“
Kerstin M. aus Leipzig„Nach meinem Führerscheinentzug war das Mopedauto die Rettung. Hier wurde endlich klar erklärt, dass ich mit Klasse AM weiterfahren darf.“
Thomas R. aus Gelsenkirchen„Mit 74 wollte ich etwas Wettergeschütztes, das ich ohne Auto-Routine fahren kann. Der Vergleich hat mir den günstigsten Haftpflichttarif gezeigt.“
Helga B. aus Oldenburg„Dass es beim Microcar keine Kfz-Steuer und keinen TÜV gibt, war mir neu – das senkt die Kosten gegenüber einem Kleinwagen deutlich.“
Markus T. aus Kassel„Wir haben einen Citroën Ami elektrisch. Wichtig war der Hinweis, dass der Akku in der Teilkasko mitversichert sein muss.“
Janina P. aus Freiburg„Endlich erklärt jemand, dass das Versicherungskennzeichen jedes Jahr neu kommt und die Farbe wechselt. Beim Wechsel hat alles gepasst.“
Bernd K. aus Magdeburg„Der Kasko-Schnellcheck hat mir bei meinem gebrauchten Aixam zu reiner Haftpflicht geraten – passt genau zum Fahrzeugwert.“
Sabine L. aus Bottrop„Ich pendle auf dem Land 8 km zur Arbeit. Das Mopedauto ist sparsam, steuerfrei und ich brauche keinen Pkw-Führerschein.“
Ahmet Y. aus Cloppenburg„Gut zu wissen, dass man mit dem Microcar nicht auf die Autobahn darf – das hätte ich fast falsch gemacht.“
Petra H. aus Wuppertal„Als Fahranfängerin war ich überrascht, dass der Beitrag nur vom Alter abhängt und nicht von einer SF-Klasse. Sehr transparent erklärt.“
Lena S. aus Erfurt„Wir nutzen das Microcar ganzjährig, weil es eine geschlossene Kabine hat. Der Tipp mit dem unterjährigen Einstieg hat uns Geld gespart.“
Dieter F. aus Rostock„Die Tabelle zu Haftpflicht und Teilkasko hat mir die Entscheidung für meinen neuen Ligier leicht gemacht.“
Carola W. aus Bonn„Sehr hilfreich: der Unterschied zwischen Microcar und einem normalen Quad oder Auto. So habe ich das richtige Fahrzeug versichert.“
Stefan N. aus Dresden„Mein Opel Rocks‑e steht nachts auf der Straße – die Empfehlung zur Teilkasko gegen Diebstahl war goldrichtig.“
Miriam G. aus Kiel„Klar strukturiert, ehrliche Preisspannen und der Rechner direkt oben – so macht der Vergleich Spaß.“
Robert V. aus AugsburgÄnderungsjournal
27.06.2026: Microcar-/Mopedauto-Ratgeber erstellt – Klasse AM, Versicherungskennzeichen, Kosten, Teil-/Vollkasko, Marken/E‑Microcar, Zielgruppen und Regeln aufbereitet und fachlich durch Andreas Quast geprüft.
Weiterführende Themen
Ein passender Microcar-Tarif ist ein Baustein – je nach Fahrzeug und Alltag passen weitere Sparten dazu.
Für zweirädrige Kleinkrafträder und Roller bis 45 km/h mit Versicherungskennzeichen.
Roller 125 VersicherungFür schnellere 125er-Roller (bis 11 kW, zulassungspflichtig).
Quad & ATV VersicherungFür vierrädrige Krafträder mit mehr Leistung und Zulassung.
E‑Scooter VersicherungFür Elektro-Tretroller mit Versicherungskennzeichen.
Fazit und nächster Schritt
Eine passende Microcar-Versicherung macht dein Mopedauto legal und günstig fahrbereit: Pflicht ist die Haftpflicht über ein Versicherungskennzeichen, sinnvoll oft die Teilkasko – vor allem bei neuen oder elektrischen Modellen.
Halte Fahrzeugdaten und das Alter des Fahrers bereit; die Fahrerlaubnis der Klasse AM (oder ein Auto-Führerschein) genügt. Danach vergleichst du Beitrag, Kasko, Selbstbeteiligung und Akku-Schutz in einem Durchgang – ganz ohne Zulassung, TÜV und Kfz-Steuer.
Starte jetzt den Vergleich und finde die Microcar-Versicherung, die zu deinem Mopedauto passt.
Microcar-Versicherung berechnenWeitere Versicherungsvergleiche auf versicherungsvergleiche.de:
- KFZ-Versicherung Pkw vergleichen
- Wohnmobilversicherung vergleichen
- Anhänger & Wohnwagen vergleichen
- LKW-Versicherung vergleichen
- Traktorversicherung vergleichen
- Quad-Versicherung vergleichen
- Trike-Versicherung vergleichen
- E-Scooter-Versicherung vergleichen