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Alters­vor­sor­ge

Pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung 2026: Ver­gleich, Kos­ten & ehr­li­che Einordnung

Aktualisiert: 04. August 2026  ·  Veröffentlicht: 21. Juli 2026

Andre­as Quast hat die­se Sei­te am 21.07.2026 fach­lich geprüft – Schwer­punk­te: Vari­an­ten, Kos­ten, Ren­ten­fak­tor und Besteue­rung der pri­va­ten Rentenversicherung.

Aktua­li­siert am: 21.07.2026 Fach­lich geprüft durch Andre­as Quast am: 21.07.2026

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung zahlt dir eine lebens­lan­ge Ren­te – egal wie alt du wirst. Das kann kein Spar­plan garantieren.
  • Der Garan­tie­zins liegt seit 2025 bei 1,0 Pro­zent; ren­di­te­stär­ker sind fonds­ge­bun­de­ne Poli­cen mit ETFs.
  • Steu­er­vor­teil im Alter: Bei Ren­ten­be­ginn mit 67 sind nur 17 Pro­zent der Ren­te steu­er­pflich­tig (Ertrags­an­teil).
  • Kos­ten sind der größ­te Hebel: Je nach Tarif flie­ßen 10 bis 20 Pro­zent der Bei­trä­ge nicht in die Anla­ge – Ver­gleich lohnt.
  • Ehr­lich: Für maxi­ma­le Fle­xi­bi­li­tät ist ein ETF-Spar­plan oft die bes­se­re Alter­na­ti­ve – wann was passt, klärt unser Eignungs-Check.

Die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung ist ein Spar­ver­trag mit Ver­si­che­rungs­man­tel, der dein ange­spar­tes Kapi­tal in eine garan­tiert lebens­lan­ge Monats­ren­te umwan­delt – steu­er­lich begüns­tigt über die Ertrags­an­teils­be­steue­rung. Die gesetz­li­che Ren­te ersetzt nur rund die Hälf­te des letz­ten Net­to­ein­kom­mens – die Lücke musst du selbst schlie­ßen. Ob die Poli­ce dafür dein rich­ti­ges Werk­zeug ist, hängt von Alter, Zie­len und den Kos­ten des Tarifs ab. Hier fin­dest du die Vari­an­ten im Ver­gleich, die Steu­er­re­geln, zwei ehr­li­che Rechen-Tools – und ein kos­ten­frei­es, unver­bind­li­ches Angebot.

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Video: Was ist eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung – und war­um brauchst du sie?

ⓘ KI-gene­rier­tes Video – digi­ta­ler Ava­tar, syn­the­ti­sche Stim­me · Inhalt fach­lich geprüft von Andre­as Quast

  • Ren­ten­lü­cke: die gesetz­li­che Ren­te reicht sel­ten – wie groß dei­ne Lücke ist, zeigt der Ren­ten­lü­cken-Rech­ner.
  • Zwei Wege zur Aus­zah­lung: lebens­lan­ge garan­tier­te Monats­ren­te oder ein­ma­li­ge Kapi­tal­aus­zah­lung – du ent­schei­dest zum Rentenbeginn.
  • Steu­er­vor­teil & Fle­xi­bi­li­tät: im Alter wird nur der Ertrags­an­teil ver­steu­ert; anders als bei Rürup oder Ries­ter bleibst du fle­xi­bel. Die Höhe hängt vom Ren­ten­fak­tor ab.
Tran­skript anzei­gen

Dei­ne gesetz­li­che Ren­te allein wird im Alter kaum rei­chen, es ent­steht eine Ren­ten­lü­cke. Genau hier setzt die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung an. Du zahlst über die Jah­re Bei­trä­ge ein, ent­we­der monat­lich oder als Ein­mal­be­trag, und baust so ein Gut­ha­ben auf. Zum Ren­ten­be­ginn hast du die Wahl: ent­we­der eine lebens­lan­ge monat­li­che Ren­te, die garan­tiert bis zum Lebens­en­de gezahlt wird, oder die ein­ma­li­ge Kapi­tal­aus­zah­lung. Der gro­ße Vor­teil: Die lebens­lan­ge Ren­te ist im Alter steu­er­lich begüns­tigt, weil nur der soge­nann­te Ertrags­an­teil ver­steu­ert wird. Und anders als bei Rürup oder Ries­ter bleibst du fle­xi­bel und kannst über dein Kapi­tal ver­fü­gen. Wie hoch dei­ne Ren­te spä­ter aus­fällt, hängt vor allem vom Ren­ten­fak­tor ab. Ver­glei­che die Tari­fe jetzt kos­ten­los auf versicherungsvergleiche.de.

Was ist eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung – und wozu brauchst du sie?

Die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung ist ein Spar­ver­trag mit Ver­si­che­rungs­man­tel: Du zahlst lau­fend oder ein­ma­lig ein, das Kapi­tal wird ver­zinst oder am Kapi­tal­markt ange­legt, und ab dem ver­ein­bar­ten Ren­ten­be­ginn bekommst du dar­aus eine garan­tiert lebens­lan­ge Monats­ren­te. Sie ist der fle­xi­bels­te Bau­stein der pri­va­ten Alters­vor­sor­ge und gehört zur drit­ten Schicht – neben der gesetz­li­chen Ren­te (Schicht 1 mit Rürup) und der betrieb­li­chen Vor­sor­ge samt Ries­ter (Schicht 2).

🛡️ Lang­le­big­keit abgesichert

Die Ren­te fließt, solan­ge du lebst – auch mit 95 oder 100. Die­ses „Lang­le­big­keits­ri­si­ko” kann kein Depot garan­tie­ren: Ein Spar­plan kann auf­ge­braucht sein, die Poli­ce nicht.

📉 Die Lücke ist real

Das gesetz­li­che Ren­ten­ni­veau liegt bei rund 48 Pro­zent des Durch­schnitts­ein­kom­mens – wer sei­nen Lebens­stan­dard hal­ten will, braucht als Faust­re­gel etwa 80 Pro­zent des letz­ten Nettos.

💶 Steu­er­lich privilegiert

Pri­vat­ren­ten wer­den nur mit dem güns­ti­gen Ertrags­an­teil besteu­ert – bei Ren­ten­be­ginn mit 67 sind das 17 Pro­zent der Ren­te, nicht 100 Pro­zent wie bei Rürup.

🔄 Fle­xi­bel gestaltbar

Lau­fen­der Bei­trag oder Ein­mal­zah­lung, Kapi­tal­wahl­recht statt Ren­te, Zuzah­lun­gen, Bei­trags­pau­sen – moder­ne Tari­fe sind deut­lich beweg­li­cher als ihr Ruf.

Abgren­zung: Mit der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung hat die pri­va­te Poli­ce nichts zu tun – sie ergänzt sie. Dei­ne vor­aus­sicht­li­che gesetz­li­che Ren­te fin­dest du in der jähr­li­chen Ren­ten­in­for­ma­ti­on; wie viel Zeit dir bis zum Ruhe­stand bleibt, zeigt unser Ren­ten­be­ginn-Rech­ner, und wie groß dei­ne Lücke ist, erklärt unser Bei­trag zur Ren­ten­lü­cke.

Video: Klas­sisch, fonds­ge­bun­den oder teil­fonds­ge­bun­den – wel­che Vari­an­te passt?

ⓘ KI-gene­rier­tes Video – digi­ta­ler Ava­tar, syn­the­ti­sche Stim­me · Inhalt fach­lich geprüft von Andre­as Quast

  • Klas­sisch: garan­tier­te Ver­zin­sung, hohe Sicher­heit – dafür heu­te eher nied­ri­ge Rendite.
  • Fonds­ge­bun­den: Anla­ge in Fonds und ETFs, deut­lich höhe­re Ren­di­te­chan­ce – das Anla­ge­ri­si­ko trägst du selbst.
  • Teil­fonds­ge­bun­den: garan­tier­ter Teil plus Fonds­teil. Je jün­ger du bist, des­to eher lohnt sich ein höhe­rer Fondsanteil.
Tran­skript anzei­gen

Bei der pri­va­ten Ren­ten­ver­si­che­rung hast du drei Vari­an­ten, und die Wahl ent­schei­det über Sicher­heit und Ren­di­te­chan­ce. Die klas­si­sche Ren­ten­ver­si­che­rung setzt auf Sicher­heit: Dein Bei­trag wird garan­tiert ver­zinst, dafür ist die Ren­di­te heu­te eher nied­rig. Die fonds­ge­bun­de­ne Ren­ten­ver­si­che­rung inves­tiert dein Geld in Fonds und ETFs. Die Ren­di­te­chan­ce ist deut­lich höher, dafür trägst du das Anla­ge­ri­si­ko selbst. Und die teil­fonds­ge­bun­de­ne Vari­an­te kom­bi­niert bei­des: einen garan­tier­ten Teil für die Sicher­heit und einen Fonds­teil für die Ren­di­te. Wel­che Vari­an­te passt, hängt von dei­nem Alter und dei­ner Risi­ko­be­reit­schaft ab. Je jün­ger du bist, des­to eher lohnt sich ein höhe­rer Fonds­an­teil, weil du Schwan­kun­gen aus­sit­zen kannst. Ver­glei­che die pas­sen­den Tari­fe jetzt kos­ten­los auf versicherungsvergleiche.de.

Wel­che Vari­an­ten der pri­va­ten Ren­ten­ver­si­che­rung gibt es?

Der Markt kennt fünf Grund­ty­pen – sie unter­schei­den sich vor allem dar­in, wie dein Geld ange­legt wird und wie viel Garan­tie du dafür bekommst:

Vari­an­teAnla­geGaran­tieFür wen?
Klas­sischSiche­rungs­ver­mö­gen des VersicherersGaran­tie­zins 1,0 % + Über­schüs­se (2025/26 lau­fend ca. 2,5–2,6 %)Maxi­ma­le Sicher­heit, kur­ze Restlaufzeit
Neue Klas­sikSiche­rungs­ver­mö­gen, fle­xi­ble­re GarantienBei­trags­er­halt oft 80–100 %, mehr ÜberschusschanceSicher­heits­ori­en­tier­te mit etwas Renditewunsch
Fonds­ge­bun­denInvestmentfonds/ETFs nach WahlMeist kei­ne – dafür vol­le MarktrenditeLan­ge Lauf­zeit (12+ Jah­re), Renditefokus
ETF-Poli­ceKos­ten­güns­ti­ge Index-ETFs im VersicherungsmantelWie fonds­ge­bun­den; Kos­ten­vor­teil entscheidetKos­ten­be­wuss­te, die Ver­ren­tung + Steuer­vorteil wollen
Index­po­li­ceBetei­li­gung an einem Akti­en­in­dex mit PufferBei­trags­er­halt, Ren­di­te gedeckeltKom­pro­miss – aber kom­plex; genau prüfen

Die wich­tigs­te Wei­che ist die zwi­schen Sicher­heit und Ren­di­te: Die fonds­ge­bun­de­ne Ren­ten­ver­si­che­rung hat die klas­si­sche Poli­ce im Neu­ge­schäft längst über­holt, und ihre kos­ten­güns­tigs­te Aus­prä­gung – die ETF-Ren­ten­ver­si­che­rung – ver­bin­det Index­fonds-Ren­di­te mit lebens­lan­ger Ver­ren­tung. Wel­cher Tarif dabei vorn liegt, zeigt erst die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung im Ver­gleich meh­re­rer Anbie­ter: Effek­tiv­kos­ten und Ren­ten­fak­tor unter­schei­den sich massiv.

Hybri­de For­men und Sofortrente

Vie­le Tari­fe kom­bi­nie­ren die Wel­ten: Ein Teil des Bei­trags fließt ins Siche­rungs­ver­mö­gen (Garan­tie), der Rest in Fonds (Ren­di­te). Und wer bereits Kapi­tal hat – etwa aus einer aus­lau­fen­den Lebens­ver­si­che­rung oder einem Ver­kauf – kann per Sofort­ren­te gegen Ein­mal­bei­trag ab sofort eine lebens­lan­ge Ren­te beziehen.

Ehr­li­cher Hin­weis zu Index­po­li­cen: Ver­brau­cher­schüt­zer raten hier oft ab – die Ren­di­te­me­cha­nik mit Caps und Quo­ten ist selbst für Pro­fis schwer durch­schau­bar. Wenn du sie nicht erklä­ren kannst, kau­fe sie nicht.

Was kos­tet eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung wirklich?

Die unbe­que­me Wahr­heit zuerst: Je nach Tarif flie­ßen von 100 Euro Bei­trag nur 80 bis 90 Euro tat­säch­lich in dei­ne Anla­ge – der Rest geht in Abschluss- und Ver­wal­tungs­kos­ten. Genau des­halb ist der Kos­ten­ver­gleich wich­ti­ger als jede Renditeprognose.

  • Abschluss­kos­ten: meist 2,5 % der gesam­ten Bei­trags­sum­me, ver­teilt auf die ers­ten fünf Jah­re – bei 200 €/Monat über 30 Jah­re sind das rund 1.800 €.
  • Lau­fen­de Ver­wal­tungs­kos­ten: jähr­lich, als Pro­zent­satz von Bei­trag oder Gut­ha­ben; bei Fonds­po­li­cen kom­men Fonds­kos­ten dazu.
  • Effek­tiv­kos­ten: die eine Kenn­zahl, die alles bün­delt – sie steht im Basis­in­for­ma­ti­ons­blatt und zeigt, wie viel Ren­di­te pro Jahr durch Kos­ten ver­lo­ren geht. Gute Fonds­po­li­cen lie­gen unter 1 %, teu­re über 2 %.
  • Net­to­po­li­cen: Tari­fe ohne Abschluss­pro­vi­si­on (gegen Hono­rar) – kön­nen sich gera­de bei lan­gen Lauf­zei­ten deut­lich rechnen.
Grö­ßen­ord­nung: Ein Kos­ten­un­ter­schied von nur einem Pro­zent­punkt Effek­tiv­kos­ten macht bei 200 € Monats­bei­trag über 30 Jah­re – je nach Markt­ent­wick­lung – einen fünf­stel­li­gen Betrag im End­ka­pi­tal aus. Des­halb ver­glei­chen wir im Ange­bot immer meh­re­re Anbie­ter inklu­si­ve Effektivkosten.

Wie funk­tio­nie­ren Ren­ten­fak­tor und Rentengarantiezeit?

Zwei Ver­trags­klau­seln ent­schei­den über dei­ne spä­te­re Ren­te – und kaum jemand kennt sie. Hier sind sie ver­ständ­lich erklärt:

Der Ren­ten­fak­tor: dein Wech­sel­kurs von Kapi­tal zu Rente

Der Ren­ten­fak­tor sagt, wie viel Monats­ren­te du je 10.000 Euro ange­spar­tem Kapi­tal bekommst. Bei­spiel: Bei einem Ren­ten­fak­tor von 25 wer­den aus 100.000 Euro Gut­ha­ben 250 Euro Monats­ren­te – bei Fak­tor 30 sind es 300 Euro. Klingt nach Klei­nig­keit, sind aber 18.000 Euro Unter­schied über 30 Ren­ten­jah­re.

  • Ach­te auf einen garan­tier­ten Ren­ten­fak­tor – nicht nur auf den „aktu­el­len”, den der Ver­si­che­rer sen­ken darf.
  • Prü­fe, ob der Fak­tor auf das gesam­te Gut­ha­ben (inklu­si­ve Über­schüs­se) oder nur auf Tei­le ange­wen­det wird.
  • Wich­tig zu wis­sen: Eini­ge Ver­si­che­rer haben Ren­ten­fak­to­ren in Alt­ver­trä­gen nach­träg­lich gesenkt – der Bun­des­ge­richts­hof hat sol­che Kür­zun­gen mehr­fach kas­siert. Ein star­ker Garan­tie-Ren­ten­fak­tor ab Ver­trags­be­ginn erspart dir die­sen Streit.

Die Ren­ten­ga­ran­tie­zeit: Schutz für dei­ne Hinterbliebenen

Stirbst du früh, wäre das ein­ge­zahl­te Kapi­tal ohne Zusatz­re­gel weg. Die Ren­ten­ga­ran­tie­zeit (üblich: 5, 10 oder 15 Jah­re) sichert zu, dass die Ren­te min­des­tens so lan­ge an dei­ne Hin­ter­blie­be­nen wei­ter­ge­zahlt wird – auch wenn du im ers­ten Ren­ten­jahr stirbst. Der Preis: Je län­ger die Garan­tie­zeit, des­to etwas nied­ri­ger die lau­fen­de Ren­te. Alter­na­tiv gibt es Tari­fe mit Bei­trags­rück­ge­währ in der Ansparphase.

Wie wird die pri­va­te Ren­te besteuert?

Hier spielt die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung ihren größ­ten Trumpf aus: die Ertrags­an­teils­be­steue­rung. Ver­steu­ert wird nicht die gan­ze Ren­te, son­dern nur ein klei­ner, gesetz­lich fest­ge­leg­ter Anteil. Die Ertrags­an­teil-Tabel­le nach § 22 EStG zeigt den Satz je nach Alter bei Rentenbeginn:

Ren­ten­be­ginn mit …Steu­er­pflich­ti­ger Ertrags­an­teilBei­spiel: steu­er­pflich­tig von 1.000 € Rente
57 Jah­re25 %250 €
60 Jah­re22 %220 €
62 Jah­re21 %210 €
63 Jah­re20 %200 €
65 Jah­re18 %180 €
67 Jah­re17 %170 €

🧮 Ertrags­an­teil-Steu­er­rech­ner

Rech­ne in Sekun­den aus, wie viel Steu­er auf dei­ne Wunschren­te anfällt – ohne per­sön­li­che Daten.

Kapi­tal­aus­zah­lung: die 12/62-Regel

Nimmst du statt der Ren­te das Kapi­tal, gilt bei min­des­tens 12 Jah­ren Lauf­zeit und Aus­zah­lung ab dem 62. Lebens­jahr das Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren: Nur die Hälf­te der Erträ­ge ist steu­er­pflich­tig. Bei fonds­ge­bun­de­nen Poli­cen blei­ben zusätz­lich 15 Pro­zent der Erträ­ge über die Teil­frei­stel­lung dau­er­haft steu­er­frei – ein struk­tu­rel­ler Vor­teil gegen­über dem Depot, wo Kurs­ge­win­ne der Abgel­tung­s­teu­er unterliegen.

Kran­ken­ver­si­che­rung nicht ver­ges­sen: Pflicht­ver­si­cher­te Rent­ner (KVdR) zah­len auf die Pri­vat­ren­te kei­ne Kran­ken- und Pfle­ge­bei­trä­ge. Frei­wil­lig gesetz­lich Ver­si­cher­te dage­gen schon – das kann die Rech­nung spür­bar ver­än­dern und gehört in jede seriö­se Beratung.

Lohnt sich eine pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung wirklich?

Die ehr­li­che Ant­wort: Nicht für jeden. Finanz­test hat es in einem Modell­fall vor­ge­rech­net: Wer mit 37 Jah­ren star­tet und 30 Jah­re lang 200 Euro monat­lich ein­zahlt (72.000 Euro), bekommt bei klas­si­schen Tari­fen nur rund 200 bis 240 Euro garan­tier­te Monats­ren­te – rein rech­ne­risch müss­te man über 90 Jah­re alt wer­den, bis die Garan­tie­ren­te die Ein­zah­lun­gen über­steigt. Erst die Über­schüs­se und die Steuer­vorteile machen dar­aus ein ver­nünf­ti­ges Geschäft. Mach zuerst den Check, dann die Einordnung:

🧭 Eig­nungs-Check: Poli­ce, ETF-Spar­plan – oder erst etwas anderes?

Vier Fra­gen, eine ehr­li­che Emp­feh­lung – ohne per­sön­li­che Daten.

✓ Die Poli­ce punk­tet, wenn …

  • du das Lang­le­big­keits­ri­si­ko absi­chern willst – Ren­te bis zum letz­ten Tag
  • du den Steu­er­vor­teil nutzt (Ertrags­an­teil, 12/62-Regel, Teilfreistellung)
  • du dis­zi­pli­niert-auto­ma­tisch spa­ren willst, ohne ans Depot zu gehen
  • du als KVdR-Rent­ner kei­ne Kran­ken­kas­sen­bei­trä­ge auf die Ren­te zahlst
  • der Tarif nied­ri­ge Effek­tiv­kos­ten und einen garan­tier­ten Ren­ten­fak­tor hat

✗ Der ETF-Spar­plan punk­tet, wenn …

  • dir Fle­xi­bi­li­tät wich­ti­ger ist als eine lebens­lan­ge Garantie
  • du die nied­rigs­ten Kos­ten willst (Depot-ETFs ab 0,1–0,3 % p. a.)
  • du jeder­zeit über dein Geld ver­fü­gen möchtest
  • du dich selbst um Ent­nah­men im Alter küm­mern willst und kannst

Unse­re Pra­xis-Ein­ord­nung: Für vie­le ist die Kom­bi­na­ti­on der bes­te Weg – ein Grund­stock lebens­lan­ger Ren­te über eine kos­ten­güns­ti­ge (ETF-)Police plus ein fle­xi­bler Spar­plan dane­ben. Ent­schei­dend ist nie das Pro­dukt­eti­kett, son­dern Kos­ten, Ren­ten­fak­tor und dei­ne per­sön­li­che Situation.

Indi­vi­du­el­les Ange­bot anfordern

Pri­va­te Ren­ten­ta­ri­fe unter­schei­den sich mas­siv bei Effek­tiv­kos­ten, Ren­ten­fak­tor und Fonds­aus­wahl – ein pau­scha­ler Online-Rech­ner wird dem nicht gerecht. Sag uns kurz, wo du stehst: Wir ver­glei­chen pas­sen­de Tari­fe (klas­sisch, fonds­ge­bun­den oder ETF-Poli­ce) und du bekommst kurz­fris­tig einen kon­kre­ten Vor­schlag. Kos­ten­frei und unverbindlich.

Das Anfra­ge-For­mu­lar wird geladen …

Für wen lohnt sich wel­che Lösung?

👩‍💼 Ange­stell­te

Pri­vat­ren­te als drit­te Säu­le neben gesetz­li­cher Ren­te und bAV – fonds­ge­bun­den bei lan­ger Lauf­zeit, Bei­trags­hö­he an der Ren­ten­lü­cke ausrichten.

🔧 Selbst­stän­di­ge

Ohne gesetz­li­che Pflicht­vor­sor­ge ist Eigen­in­itia­ti­ve Pflicht. Neben der fle­xi­blen Pri­vat­ren­te lohnt der Blick auf die Basis­ren­te (Rürup) mit ihrem hohen Steu­er­ab­zug – wir rech­nen bei­de Wege gegen.

🏛️ Beam­te

Die Pen­si­on ist soli­de, aber Teil­zeit, frü­he­re Jah­re in der Wirt­schaft oder Ver­sor­gungs­lü­cken bei Ehe­part­nern spre­chen oft für eine fle­xi­ble pri­va­te Ergänzung.

🎓 Berufs­ein­stei­ger

Zeit ist dein größ­ter Hebel: Wer mit 25 statt 40 star­tet, braucht für die­sel­be Ren­te nicht ein­mal die Hälf­te des Bei­trags. Klein anfan­gen, Dyna­mik nut­zen – aber erst die BU klären.

🧓 50 plus

Für den Ver­mö­gens­über­trag in plan­ba­res Ein­kom­men: Sofort­ren­te gegen Ein­mal­bei­trag oder auf­ge­scho­be­ne Ren­te mit kur­zer Anspar­pha­se – hier zäh­len Ren­ten­fak­tor und Garan­tie­zeit besonders.

👨‍👩‍👧 Fami­li­en

Fle­xi­bi­li­tät geht vor: Bei­trags­pau­sen für Eltern­zeit, Zuzah­lun­gen bei Son­der­zah­lun­gen. Ren­ten­ga­ran­tie­zeit oder Bei­trags­rück­ge­währ sichern die Fami­lie ab.

Was ändert sich bei der Alters­vor­sor­ge ab 2027?

Die pri­va­te Alters­vor­sor­ge wird gera­de refor­miert – wer heu­te abschließt, soll­te die Rich­tung kennen:

  • Geplan­tes Alters­vor­sor­ge­de­pot: Nach den aktu­el­len Reform­plä­nen soll ab 2027 ein staat­lich geför­der­tes Depot die Ries­ter-För­de­rung ablö­sen – mit Zula­gen für Ein­zah­lun­gen in Fonds und ETFs, ohne Bei­trags­ga­ran­tie-Zwang. Die genaue Aus­ge­stal­tung ist noch im Gesetzgebungsverfahren.
  • Ries­ter läuft aus: Das klas­si­sche Ries­ter-Neu­ge­schäft steht vor dem Ende; Bestands­ver­trä­ge behal­ten ihre För­de­rung. Ein Neu­ab­schluss lohnt nur noch in Sonderfällen.
  • Was das für dich heißt: Die unge­för­der­te pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung ist von der Reform nicht betrof­fen – ihre Stär­ken (lebens­lan­ge Ren­te, Ertrags­an­teil, 12/62-Regel) blei­ben. Wer maxi­ma­le För­de­rung sucht, soll­te die Depot-Reform im Blick behal­ten; wer Plan­bar­keit will, muss nicht warten.
Wir beob­ach­ten das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren lau­fend und aktua­li­sie­ren die­se Sei­te, sobald die Regeln final sind – Stand die­ser Ein­ord­nung: Juli 2026.

Dein Ver­trag läuft schon – kün­di­gen, bei­trags­frei stel­len oder behalten?

Vie­le Anfra­gen errei­chen uns von Bestands­kun­den, die mit ihrer Poli­ce hadern. Die Rei­hen­fol­ge, in der du den­ken solltest:

  1. Nie vor­schnell kün­di­genBei Kün­di­gung bekommst du nur den Rück­kaufs­wert – gera­de in den ers­ten Jah­ren liegt der oft deut­lich unter den Ein­zah­lun­gen, weil die Abschluss­kos­ten bereits ver­rech­net sind. Alte Ver­trä­ge mit hohem Garan­tie­zins (bis 4 %) sind zudem unwie­der­bring­lich wertvoll.
  2. Bei­trags­frei­stel­lung prü­fenDer Ver­trag läuft ohne neue Bei­trä­ge wei­ter, das Gut­ha­ben bleibt inves­tiert und wird spä­ter ver­ren­tet – oft der bes­se­re Mit­tel­weg, wenn das Bud­get knapp wird.
  3. Ren­ten­fak­tor-Sen­kung erhal­ten?Wider­spruch lohnt: Der Bun­des­ge­richts­hof hat nach­träg­li­che Kür­zun­gen mehr­fach für unwirk­sam erklärt. Lass die Mit­tei­lung fach­lich prü­fen, bevor du sie akzeptierst.
  4. Alt gegen Neu nur mit Rech­nungEin Tarif­wech­sel lohnt nur, wenn die Kos­ten­er­spar­nis den Ver­lust von Garan­tien über­steigt – das rech­nen wir dir trans­pa­rent vor, auch wenn das Ergeb­nis „behal­ten” lautet.

Check­lis­ten: Vor dem Abschluss & für den Bestandsvertrag

Zwei prak­ti­sche Check­lis­ten – direkt abhak­bar (auch per Klick auf den Text), druck­bar und per Mail versendbar:

1. Vor dem Abschluss

2. Bestands­ver­trag im Check

Irr­tü­mer-Quiz zur pri­va­ten Rentenversicherung

Rund um Ren­te, Steu­ern und Garan­tien hal­ten sich hart­nä­cki­ge Halb­wahr­hei­ten. Das Quiz zeigt typi­sche Irr­tü­mer und färbt nach dei­ner Aus­wahl die rich­ti­ge Ant­wort hell­grün und die fal­sche hellrot.

1. Die pri­va­te Ren­te wird im Alter voll ver­steu­ert – wie das Gehalt.

Rich­tig. Die unge­för­der­te Pri­vat­ren­te wird nur mit dem Ertrags­an­teil besteu­ert: Bei Ren­ten­be­ginn mit 67 sind ledig­lich 17 Pro­zent der Ren­te steu­er­pflich­tig – von 1.000 Euro Monats­ren­te also nur 170 Euro, wor­auf dein per­sön­li­cher Steu­er­satz ange­wen­det wird. Zum Ver­gleich: Rürup- und gesetz­li­che Ren­ten wan­dern schritt­wei­se in die vol­le nach­ge­la­ger­te Besteue­rung. Genau die­ser Unter­schied macht die Pri­vat­ren­te steu­er­lich attraktiv.
Falsch. Genau umge­kehrt: Die Pri­vat­ren­te ist steu­er­lich pri­vi­le­giert. Nur der Ertrags­an­teil ist steu­er­pflich­tig – bei Ren­ten­be­ginn mit 67 sind das 17 Pro­zent der Ren­te. Von 1.000 Euro Monats­ren­te ver­steu­erst du also nur 170 Euro mit dei­nem per­sön­li­chen Satz; bei 30 Pro­zent blei­ben rund 51 Euro Steu­er im Monat.

2. Ein ETF-Spar­plan ist immer bes­ser als eine pri­va­te Rentenversicherung.

Rich­tig. Der Spar­plan gewinnt bei Kos­ten und Fle­xi­bi­li­tät – aber er kann zwei Din­ge nicht: eine lebens­lan­ge Ren­te garan­tie­ren (das Depot kann mit 85 leer sein) und die Ertrags­an­teils­be­steue­rung samt 12/62-Regel nut­zen. Wer das Lang­le­big­keits­ri­si­ko absi­chern will, braucht die Ver­ren­tung; wer maxi­ma­le Frei­heit will, das Depot. Für vie­le ist die Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem der bes­te Weg – pau­scha­le „Immer besser”-Aussagen sind bei der Alters­vor­sor­ge fast immer falsch.
Falsch. So pau­schal stimmt es nicht – auch wenn Ver­brau­cher­schüt­zer den Spar­plan oft zu Recht loben. Die Poli­ce garan­tiert eine lebens­lan­ge Ren­te und bie­tet Steu­er­vor­tei­le (Ertrags­an­teil, Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren), die das Depot nicht kennt. Der Spar­plan punk­tet mit Kos­ten und Fle­xi­bi­li­tät. Wel­che Lösung passt, hängt von dei­nen Zie­len ab – unser Eig­nungs-Check oben hilft bei der Einordnung.

3. Der Ren­ten­fak­tor ent­schei­det mit, wie viel Ren­te aus mei­nem Kapi­tal wird.

Rich­tig. Der Ren­ten­fak­tor ist der Wech­sel­kurs von Kapi­tal zu Ren­te: Er gibt an, wie viel Monats­ren­te du je 10.000 Euro Gut­ha­ben bekommst. Zwi­schen Fak­tor 25 und Fak­tor 30 lie­gen bei 100.000 Euro Kapi­tal 50 Euro Monats­ren­te – über 30 Ren­ten­jah­re 18.000 Euro. Ach­te des­halb auf einen mög­lichst hohen garan­tier­ten Fak­tor, der auf das gesam­te Gut­ha­ben ange­wen­det wird.
Falsch gera­ten – die Aus­sa­ge stimmt. Der Ren­ten­fak­tor bestimmt, wie dein Kapi­tal in Ren­te umge­rech­net wird (Monats­ren­te je 10.000 Euro Gut­ha­ben). Ein klei­ner Unter­schied im Fak­tor macht über die Ren­ten­jah­re vie­le Tau­send Euro aus – er gehört neben den Effek­tiv­kos­ten zu den zwei wich­tigs­ten Ver­gleichs­kri­te­ri­en überhaupt.

4. Ster­be ich früh, ist mein ein­ge­zahl­tes Geld auf jeden Fall verloren.

Rich­tig. Dage­gen gibt es zwei bewähr­te Schutz­me­cha­nis­men: In der Anspar­pha­se sichert die Bei­trags­rück­ge­währ die ein­ge­zahl­ten Bei­trä­ge für die Hin­ter­blie­be­nen, in der Ren­ten­pha­se sorgt die Ren­ten­ga­ran­tie­zeit (üblich 5, 10 oder 15 Jah­re) dafür, dass die Ren­te min­des­tens so lan­ge wei­ter­ge­zahlt wird – auch bei frü­hem Tod. Bei­des kos­tet etwas Ren­di­te bzw. Ren­ten­hö­he, gehört aber in jede Familienplanung.
Falsch. Ohne Zusatz­re­ge­lung wäre das Risi­ko real – aber genau dafür gibt es Bei­trags­rück­ge­währ (Anspar­pha­se) und Ren­ten­ga­ran­tie­zeit (Ren­ten­pha­se). Mit einer Garan­tie­zeit von z. B. 10 Jah­ren fließt die Ren­te auch bei frü­hem Tod min­des­tens 10 Jah­re an dei­ne Hin­ter­blie­be­nen. Die­se Bau­stei­ne soll­test du beim Abschluss bewusst wählen.

5. Einen lau­fen­den Ver­trag zu kün­di­gen ist meist die schlech­tes­te Option.

Rich­tig. Bei einer Kün­di­gung erhältst du nur den Rück­kaufs­wert, der beson­ders in den ers­ten Jah­ren deut­lich unter den Ein­zah­lun­gen liegt – die Abschluss­kos­ten sind dann bereits abge­zo­gen. Alt­ver­trä­ge mit Garan­tie­zin­sen bis 4 Pro­zent sind zudem uner­setz­lich wert­voll. Meist ist die Bei­trags­frei­stel­lung der klü­ge­re Weg: Der Ver­trag ruht, das Gut­ha­ben arbei­tet wei­ter. Kün­di­gung nur nach fach­li­cher Prüfung.
Falsch gera­ten – die Aus­sa­ge stimmt lei­der. Der Rück­kaufs­wert liegt gera­de anfangs oft weit unter den Ein­zah­lun­gen, und wert­vol­le Garan­tien aus Alt­ver­trä­gen sind nach der Kün­di­gung unwie­der­bring­lich weg. Prü­fe immer erst Bei­trags­frei­stel­lung oder Anpas­sung – und hol dir eine Zweit­mei­nung, bevor du unterschreibst.

6. Auf mei­ne Pri­vat­ren­te zah­le ich als Rent­ner immer Krankenkassenbeiträge.

Rich­tig. Wer als Rent­ner in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner (KVdR) pflicht­ver­si­chert ist – dafür muss man in der zwei­ten Hälf­te des Berufs­le­bens über­wie­gend gesetz­lich ver­si­chert gewe­sen sein –, zahlt auf die pri­va­te Ren­te kei­ne Kran­ken- und Pfle­ge­bei­trä­ge. Nur frei­wil­lig gesetz­lich Ver­si­cher­te zah­len den vol­len Satz auf die Pri­vat­ren­te; Pri­vat­ver­si­cher­te ohne­hin nicht. Die­ser Unter­schied kann monat­lich einen spür­ba­ren Betrag aus­ma­chen und gehört in jede Planung.
Falsch. Für KVdR-Pflicht­ver­si­cher­te ist die Pri­vat­ren­te bei­trags­frei in der Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung – ein oft über­se­he­ner Vor­teil. Bei­trä­ge zah­len nur frei­wil­lig gesetz­lich ver­si­cher­te Rent­ner. Ob du die KVdR-Vor­aus­set­zun­gen erfüllst, hängt von dei­ner Ver­si­che­rungs­bio­gra­fie ab – das prü­fen wir in der Bera­tung mit.

7. Je frü­her ich anfan­ge, des­to weni­ger Bei­trag brau­che ich für die­sel­be Rente.

Rich­tig. Der Zin­ses­zins­ef­fekt arbei­tet expo­nen­ti­ell: Wer für 500 Euro Wunschren­te mit 30 star­tet, zahlt grob die Hälf­te des Monats­bei­trags eines 45-Jäh­ri­gen – die frü­hen Bei­trä­ge haben schlicht Jahr­zehn­te mehr Zeit zu wach­sen. Des­halb gilt: lie­ber früh mit klei­nem Bei­trag star­ten und per Dyna­mik erhö­hen, als auf den „per­fek­ten Zeit­punkt” zu war­ten, der nie kommt.
Falsch gera­ten – die Aus­sa­ge stimmt. Zeit ist beim Vor­sor­ge­spa­ren der größ­te Hebel: Ein frü­her Start hal­biert grob den nöti­gen Bei­trag gegen­über einem 15 Jah­re spä­te­ren Ein­stieg. Selbst 50 Euro monat­lich ab dem Berufs­start schla­gen einen hohen Bei­trag ab Mit­te 40 deutlich.

Häu­fi­ge Fra­gen zur pri­va­ten Rentenversicherung

Die Bei­trags­hö­he bestimmst du selbst – üblich sind 50 bis 300 Euro monat­lich, mög­lich ist auch ein Ein­mal­bei­trag. Ent­schei­den­der als die Bei­trags­hö­he sind die Kos­ten im Tarif: Je nach Anbie­ter flie­ßen 10 bis 20 Pro­zent der Bei­trä­ge in Abschluss- und Ver­wal­tungs­kos­ten statt in dei­ne Anla­ge. Ver­glei­che des­halb immer die Effek­tiv­kos­ten aus dem Basis­in­for­ma­ti­ons­blatt – gute Fonds­po­li­cen lie­gen unter einem Pro­zent jähr­lich, teu­re über zwei. Als Ori­en­tie­rung für die Bei­trags­wahl: Wer früh star­tet, braucht für 500 Euro Monats­ren­te grob die Hälf­te des Bei­trags eines 15 Jah­re spä­te­ren Einsteigers.
Für die rich­ti­ge Ziel­grup­pe ja – aber nicht pau­schal für jeden. Ihre Allein­stel­lungs­merk­ma­le sind die garan­tiert lebens­lan­ge Ren­te (das Lang­le­big­keits­ri­si­ko kann kein Depot absi­chern) und die güns­ti­ge Ertrags­an­teils­be­steue­rung im Alter. Ver­brau­cher­schüt­zer wei­sen zu Recht dar­auf hin, dass klas­si­sche Tari­fe nach Kos­ten oft nur mage­re Garan­tie­ren­ten lie­fern und ein ETF-Spar­plan fle­xi­bler und güns­ti­ger ist. Unse­re ehr­li­che Ein­ord­nung: Bei lan­ger Lauf­zeit ist eine kos­ten­güns­ti­ge fonds­ge­bun­de­ne oder ETF-Poli­ce stark, bei kur­zer Rest­zeit eher Sofort­ren­te oder Depot – und häu­fig ist die Kom­bi­na­ti­on aus Poli­ce und Spar­plan der bes­te Weg. Der Eig­nungs-Check oben gibt dir eine ers­te Richtung.
Als lebens­lan­ge Ren­te wird nur der Ertrags­an­teil ver­steu­ert: Bei Ren­ten­be­ginn mit 67 sind 17 Pro­zent der Ren­te steu­er­pflich­tig, mit 65 sind es 18, mit 62 noch 21 Pro­zent. Von 1.000 Euro Monats­ren­te ab 67 ver­steu­erst du also nur 170 Euro mit dei­nem per­sön­li­chen Steu­er­satz – bei 30 Pro­zent blei­ben rund 51 Euro Steu­er. Bei Kapi­tal­aus­zah­lung gilt die 12/62-Regel: Nach min­des­tens 12 Jah­ren Lauf­zeit und Aus­zah­lung ab 62 ist nur die Hälf­te der Erträ­ge steu­er­pflich­tig; bei Fonds­po­li­cen kom­men 15 Pro­zent Teil­frei­stel­lung dazu. In der Steu­er­erklä­rung gibst du die pri­va­te Ren­te in der Anla­ge R an – das Finanz­amt setzt den Ertrags­an­teil auto­ma­tisch an. Unser Ertrags­an­teil-Rech­ner oben zeigt dir dei­ne Zah­len in Sekunden.
Das hängt von Lauf­zeit und Sicher­heits­be­dürf­nis ab. Die klas­si­sche Poli­ce garan­tiert seit 2025 einen Rech­nungs­zins von 1,0 Pro­zent plus Über­schüs­se (lau­fen­de Ver­zin­sung aktu­ell rund 2,5 bis 2,6 Pro­zent) – plan­bar, aber nach Infla­ti­on bleibt real wenig übrig. Die fonds­ge­bun­de­ne Vari­an­te inves­tiert in Fonds oder ETFs und nutzt die Kapi­tal­markt­ren­di­te, ver­zich­tet dafür meist auf Garan­tien – bei 15 und mehr Jah­ren Lauf­zeit his­to­risch klar im Vor­teil. Faust­re­gel aus der Bera­tung: je län­ger die Rest­zeit bis zur Ren­te, des­to mehr Fonds; je kür­zer, des­to mehr Garan­tie. Hybri­de Tari­fe kom­bi­nie­ren beides.
Der Ren­ten­fak­tor gibt an, wie viel lebens­lan­ge Monats­ren­te du je 10.000 Euro Ver­trags­gut­ha­ben bekommst – bei Fak­tor 25 wer­den aus 100.000 Euro also 250 Euro Ren­te. Ach­te auf drei Din­ge: Ers­tens einen mög­lichst hohen garan­tier­ten (nicht nur aktu­el­len) Fak­tor, zwei­tens dass er auf das gesam­te Gut­ha­ben inklu­si­ve Über­schüs­sen ange­wen­det wird, drit­tens auf die Ver­trags­klau­seln zur Anpas­sung. Eini­ge Ver­si­che­rer haben Fak­to­ren in Alt­ver­trä­gen gesenkt; der Bun­des­ge­richts­hof hat sol­che Kür­zun­gen mehr­fach für unwirk­sam erklärt. Ein star­ker Garan­tie­fak­tor ab Ver­trags­be­ginn erspart dir die­se Auseinandersetzung.
Das regelst du über zwei Bau­stei­ne. In der Anspar­pha­se sorgt die Bei­trags­rück­ge­währ dafür, dass dei­ne Hin­ter­blie­be­nen min­des­tens die ein­ge­zahl­ten Bei­trä­ge bezie­hungs­wei­se das Ver­trags­gut­ha­ben erhal­ten. In der Ren­ten­pha­se schützt die Ren­ten­ga­ran­tie­zeit: Wählst du etwa 10 Jah­re, wird die Ren­te auch bei frü­hem Tod min­des­tens 10 Jah­re an dei­ne Ange­hö­ri­gen wei­ter­ge­zahlt. Bei­de Bau­stei­ne kos­ten etwas Ren­di­te bezie­hungs­wei­se Ren­ten­hö­he – wer Fami­lie absi­chern will, soll­te sie trotz­dem fest ein­pla­nen und die Bezugs­be­rech­ti­gung im Ver­trag sau­ber regeln.
Kün­di­gen kannst du meist zum Ende der Bei­trags­zah­lungs­pe­ri­ode – klug ist es sel­ten. Du erhältst nur den Rück­kaufs­wert, der gera­de in den ers­ten Jah­ren deut­lich unter den Ein­zah­lun­gen liegt, weil die Abschluss­kos­ten bereits ver­rech­net sind. Alt­ver­trä­ge mit Garan­tie­zin­sen von 2,25 bis 4 Pro­zent sind zudem unwie­der­bring­lich wert­voll. Prü­fe statt­des­sen die Bei­trags­frei­stel­lung: Der Ver­trag ruht, dein Gut­ha­ben bleibt inves­tiert und wird spä­ter ver­ren­tet. Bei fonds­ge­bun­de­nen Ver­trä­gen kann auch ein Fonds­wech­sel inner­halb des Ver­trags die bes­se­re Stell­schrau­be sein. Vor jeder end­gül­ti­gen Ent­schei­dung lohnt die fach­li­che Zweitmeinung.
Das hängt von dei­nem Sta­tus ab. Pflicht­ver­si­cher­te in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner (KVdR) – dafür musst du in der zwei­ten Hälf­te dei­nes Berufs­le­bens zu min­des­tens 90 Pro­zent gesetz­lich ver­si­chert gewe­sen sein – zah­len auf pri­va­te Ren­ten kei­ne Kran­ken- und Pfle­ge­bei­trä­ge. Frei­wil­lig gesetz­lich ver­si­cher­te Rent­ner zah­len dage­gen den vol­len Bei­trags­satz auch auf die Pri­vat­ren­te; pri­vat Kran­ken­ver­si­cher­te sind nicht betrof­fen. Die­ser Unter­schied kann die Net­to­ren­te um über zehn Pro­zent ver­än­dern und gehört des­halb in jede seriö­se Vorsorgeplanung.
Die drei unter­schei­den sich in För­de­rung und Besteue­rung. Rürup (Basis­ren­te) gehört zur ers­ten Schicht: hohe Steu­er­ab­zü­ge in der Anspar­pha­se, dafür nahe­zu vol­le Besteue­rung der Ren­te und kaum Fle­xi­bi­li­tät – inter­es­sant vor allem für gut­ver­die­nen­de Selbst­stän­di­ge. Ries­ter (zwei­te Schicht) bringt Zula­gen, läuft aber im Neu­ge­schäft aus und wird durch das geplan­te Alters­vor­sor­ge­de­pot abge­löst. Die unge­för­der­te pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung (drit­te Schicht) ver­zich­tet auf För­de­rung in der Anspar­pha­se, glänzt dafür mit maxi­ma­ler Fle­xi­bi­li­tät und der güns­ti­gen Ertrags­an­teils­be­steue­rung im Alter. Wel­che Schicht für dich Vor­rang hat, hängt von Berufs­sta­tus und Steu­er­satz ab.
Bei der Sofort­ren­te zahlst du ein­ma­lig einen grö­ße­ren Betrag ein – etwa aus einer fäl­li­gen Lebens­ver­si­che­rung, einer Erb­schaft oder einem Immo­bi­li­en­ver­kauf – und erhältst dafür ab sofort eine lebens­lan­ge Monats­ren­te. Sie lohnt sich vor allem, wenn du plan­ba­res Zusatz­ein­kom­men willst und mit einer lan­gen Ren­ten­pha­se rech­nen kannst, denn der Break-Even liegt meist jen­seits von 20 Ren­ten­jah­ren. Wich­tig sind auch hier Ren­ten­fak­tor, Ren­ten­ga­ran­tie­zeit für die Hin­ter­blie­be­nen und der Ver­gleich meh­re­rer Anbie­ter – die Ren­ten­hö­he für den­sel­ben Ein­mal­bei­trag unter­schei­det sich am Markt deutlich.
Nach den aktu­el­len Reform­plä­nen soll ab 2027 ein staat­lich geför­der­tes Alters­vor­sor­ge­de­pot die Ries­ter-För­de­rung ablö­sen – mit Zula­gen für Fonds- und ETF-Spa­ren ohne Garan­tie­zwang; die Details sind noch im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren. Für die unge­för­der­te pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung ändert sich dadurch nichts: Ertrags­an­teils­be­steue­rung, 12/62-Regel und lebens­lan­ge Ver­ren­tung blei­ben bestehen. Bestehen­de Ries­ter-Ver­trä­ge behal­ten ihre För­de­rung. Wer heu­te Plan­bar­keit will, muss auf die Reform nicht war­ten; wer maxi­ma­le staat­li­che För­de­rung sucht, soll­te die Depot-Ein­füh­rung im Blick behal­ten – wir aktua­li­sie­ren die­se Sei­te, sobald die Regeln final sind.

Das sagen unse­re Kunden

★★★★★

Ich woll­te eigent­lich sofort eine Poli­ce – die Bera­tung hat mir erst die Ren­ten­lü­cke aus­ge­rech­net. So wuss­te ich, wel­cher Bei­trag über­haupt sinn­voll ist.”

Mar­ti­na K.Osna­brück
★★★★★

Der Ver­gleich der Effek­tiv­kos­ten war ein Augen­öff­ner: Zwi­schen zwei ähn­li­chen Fonds­po­li­cen lagen am Ende zig­tau­send Euro Unterschied.”

Ste­fan R.Mainz
★★★★★

Als Selbst­stän­di­ge schwank­te ich zwi­schen Rürup und Pri­vat­ren­te. Bei­de Wege wur­den mir durch­ge­rech­net – die Mischung war die Lösung.”

Julia B.Erfurt
★★★★★

Mein alter Ver­trag von 2003 hat noch 3,25 Pro­zent Garan­tie­zins. Gut, dass mir vom Kün­di­gen abge­ra­ten wur­de – das hät­te ich fast weggeworfen.”

Andre­as W.Koblenz
★★★★★

Die ETF-Poli­ce war mir neu. Nied­ri­ge Kos­ten plus lebens­lan­ge Ren­te – genau der Mit­tel­weg zwi­schen Depot und klas­si­scher Ver­si­che­rung, den ich gesucht habe.”

Tobi­as L.Regens­burg
★★★★★

Der Steu­er­rech­ner hat mich über­zeugt: Von mei­ner geplan­ten Ren­te sind nur 17 Pro­zent steu­er­pflich­tig. Das hat­te mir vor­her nie­mand so klar gezeigt.”

Clau­dia F.Lübeck
★★★★★

Mit Ende 50 woll­te ich mein Erbe ver­ren­ten. Die Sofort­ren­ten-Ange­bo­te lagen 40 Euro Monats­ren­te aus­ein­an­der – der Ver­gleich hat sich sofort gelohnt.”

Han­ne­lo­re D.Wup­per­tal
★★★★★

Ehr­li­che Bera­tung: Für mei­ne kur­ze Rest­lauf­zeit wur­de mir gar kei­ne Poli­ce emp­foh­len, son­dern eine ande­re Lösung. Das schafft Vertrauen.”

Peter H.Kai­sers­lau­tern
★★★★★

Der Ren­ten­fak­tor mei­nes Ver­trags soll­te gesenkt wer­den. Mit der Zweit­mei­nung hier habe ich wider­spro­chen – mit Erfolg.”

Sabi­ne T.Gie­ßen
★★★★★

Berufs­start, wenig Bud­get: Statt mich zu einem hohen Bei­trag zu über­re­den, hieß es: 50 Euro mit Dyna­mik rei­chen für den Anfang. Genau richtig.”

Lukas M.Pader­born
★★★★★

Eltern­zeit, Haus­kauf, Teil­zeit – mein Ver­trag muss­te fle­xi­bel sein. Die emp­foh­le­ne Poli­ce kann Pau­sen und Zuzah­lun­gen ohne Strafgebühren.”

Nadi­ne S.Olden­burg
★★★★★

Als Beam­ter dach­te ich, Vor­sor­ge sei erle­digt. Die Lücken­ana­ly­se für mei­ne Frau und mich hat gezeigt: eben nicht ganz.”

Frank J.Schwe­rin
★★★★★

Die KVdR-Fra­ge hat­te ich noch nie gehört. Dass mei­ne Pri­vat­ren­te bei­trags­frei bleibt, macht bei mir über 100 Euro im Monat aus.”

Rena­te G.Bam­berg
★★★★★

Depot oder Poli­ce? Am Ende wur­de es bei­des: ETF-Spar­plan für die Fle­xi­bi­li­tät, klei­ne Poli­ce für die Grund­ren­te bis zum Lebensende.”

Dani­el P.Heil­bronn
★★★★★

Ange­bot ange­for­dert, zwei Tage spä­ter kam ein ver­ständ­li­cher Ver­gleich mit drei Tari­fen und kla­rer Emp­feh­lung. So stel­le ich mir das vor.”

Kat­rin E.Ros­tock

Wei­ter­füh­ren­de Themen

Autor und fach­li­che Verantwortung

Andreas Quast, Versicherungskaufmann

Andre­as Quast

Ver­si­che­rungs­kauf­mann und Ver­si­che­rungs­mak­ler nach § 34d GewO, Ver­mitt­ler­re­gis­ter-Nr. D‑3L74-BQI3F-65. Andre­as Quast ist seit 1993 im Ver­si­che­rungs­markt tätig und berät seit vie­len Jah­ren zu Alters­vor­sor­ge und Ren­ten­pro­duk­ten. Er hat die fach­li­che Rich­tig­keit die­ser Sei­te am 21.07.2026 geprüft. Mehr über unse­ren Experten


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