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Vor­sor­ge-Über­blick

Vor­sor­ge­ver­si­che­rung 2026: Wel­che brau­chen Sie?

Aktualisiert: 04. August 2026  ·  Veröffentlicht: 04. Juli 2019

Fach­lich geprüft mit Blick auf die Absi­che­rungs­rei­hen­fol­ge (Ein­kom­men zuerst) und die staat­li­chen Ver­sor­gungs­lü­cken je Risiko.

Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen sichern die gro­ßen Lebens­ri­si­ken ab: den Ver­lust der Arbeits­kraft, den Todes­fall, den Pfle­ge­fall. Die staat­li­che Absi­che­rung lässt dabei Lücken von meh­re­ren tau­send Euro im Monat – die­se Über­sicht führt Sie in einer Minu­te zum pas­sen­den Baustein.

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Das größ­te Risi­ko ist der Ver­lust des Ein­kom­mens: Die gesetz­li­che Erwerbs­min­de­rungs­ren­te liegt bei nur rund 900 €/Monat – die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (ab ca. 18 €/Monat) schließt die­se Lücke.
  • Die staat­li­chen Lücken betra­gen je nach Risi­ko bis zu 3.000 € monat­lich – beim Ver­lust von Grund­fä­hig­kei­ten zahlt der Staat gar nichts.
  • Sinn­vol­le Rei­hen­fol­ge: erst das Ein­kom­men, dann die Fami­lie, dann Pfle­ge und Bestat­tung.
  • Je jün­ger und gesün­der beim Abschluss, des­to güns­ti­ger – und des­to unkom­pli­zier­ter die Gesundheitsprüfung.

Was möch­ten Sie absichern?

Wel­che Vor­sor­ge­ver­si­che­rung brau­chen Sie? Zwei Klicks bis zur Empfehlung.

Alle Vor­sor­ge- und Risi­ko­ver­si­che­run­gen im Überblick

Sie­ben Bau­stei­ne, vier Lebens­be­rei­che. Jede Kachel führt zur Spar­ten­sei­te mit Leis­tun­gen, Kos­ten und Vergleich.

Was sind Vorsorgeversicherungen?

Defi­ni­ti­on: Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen – auch Risi­ko­vor­sor­ge genannt – sichern die exis­ten­zi­el­len Lebens­ri­si­ken ab: den Ver­lust der Arbeits­kraft, den Todes­fall und den Pfle­ge­fall. Anders als Spar­pro­duk­te zah­len sie kei­ne Ren­di­te, son­dern erset­zen im Ernst­fall das, was die staat­li­che Absi­che­rung nicht deckt.

Ein­kom­men

Krank­heit oder Unfall been­den das Berufs­le­ben – das Gehalt fällt weg, die Kos­ten blei­ben.BU, Grund­fä­hig­keit oder Unfall­ver­si­che­rung erset­zen das Einkommen.

Fami­lie

Der Haupt­ver­die­ner stirbt – Mie­te, Kre­dit und Lebens­hal­tung lau­fen wei­ter.Risi­ko­le­ben und Ster­be­geld fan­gen die Hin­ter­blie­be­nen auf.

Pfle­ge

Der Pfle­ge­fall kos­tet in Deutsch­land schnell 3.000 bis 4.000 € im Monat – die Pfle­ge­kas­se zahlt nur einen Teil.Die Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung schützt Ver­mö­gen und Angehörige.

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Video: Wel­che Vor­sor­ge­ver­si­che­rung braucht wer? Der Überblick

Staat­li­che Absi­che­rung vs. tat­säch­li­cher Bedarf

Richt­wer­te 2026 – die monat­li­che Lücke ist das, was Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen schließen.

Risi­ko Staat­li­che Leistung Tat­säch­li­cher Bedarf Monat­li­che Lücke
Berufs­un­fä­hig­keit ~900 €/Mo. (Erwerbs­min­de­rungs­ren­te) 2.000–3.500 €/Mo. bis zu 2.600 €
Pfle­ge­fall max. 1.775 €/Mo. 2.500–4.000 €/Mo. bis zu 2.225 €
Tod (Hin­ter­blie­be­ne) ~800 €/Mo. (Wit­wen-/Wit­wer­ren­te) 2.000–3.000 €/Mo. bis zu 2.200 €
Grund­fä­hig­keits­ver­lust 0 € (kei­ne staat­li­che Leistung) 1.500–3.000 €/Mo. bis zu 3.000 €

In wel­cher Rei­hen­fol­ge absichern?

Nie­mand braucht alle sie­ben Bau­stei­ne sofort – ent­schei­dend ist die Rei­hen­fol­ge nach Exis­tenz­ri­si­ko: Zuerst das Ein­kom­men (BU oder Grund­fä­hig­keit), denn ohne Ein­kom­men trägt sich kei­ne ande­re Vor­sor­ge. Dann die Fami­lie, wenn ande­re von Ihrem Ein­kom­men abhän­gen – Risi­ko­le­ben in Höhe von drei bis fünf Brut­to­jah­res­ge­häl­tern bzw. der Kre­dit­sum­me. Danach Pfle­ge und Bestat­tung – je frü­her, des­to güns­ti­ger der Einstieg.

Die Faust­fra­ge für jede Poli­ce: Wel­cher Aus­fall wür­de mei­ne Exis­tenz oder die mei­ner Fami­lie gefähr­den? Genau dort gehört der ers­te Euro Bei­trag hin.

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Video: In wel­cher Rei­hen­fol­ge absi­chern? Erst das Einkommen

Wel­che Vor­sor­ge­ver­si­che­rung passt zu Ihrer Lebenssituation?

Typi­sche Kom­bi­na­tio­nen – die Fein­ab­stim­mung über­nimmt der Ver­gleich auf der jewei­li­gen Spartenseite.

Ziel­grup­pe Emp­foh­le­ne Absicherung Prio­ri­tät
Berufs­an­fän­ger (20–30 J.) BU + ggf. Risikoleben Sehr hoch
Fami­lie mit Kindern Risi­ko­le­ben + BU Sehr hoch
Selbst­stän­di­ge BU (oder Grund­fä­hig­keit) + Pflegezusatz Hoch
Ange­stell­te 40+ Pfle­ge­zu­satz + BU (falls noch möglich) Hoch
Rent­ner / Senioren Ster­be­geld­ver­si­che­rung + Pflegezusatz Mit­tel

Kos­ten der Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen im Vergleich

Bei­spiel­bei­trä­ge für typi­sche Pro­fi­le (Stand: Juli 2026) – die Haupt­fak­to­ren bestim­men den indi­vi­du­el­len Beitrag.

Bau­stein Bei­spiel­pro­fil Monats­bei­trag Haupt­fak­to­ren
Berufs­un­fä­hig­keit 30 J., Büro­kauf­mann, 1.500 €/Mo. BU-Rente ca. 60 €/Mo. Alter, Beruf, Gesund­heit, Rentenhöhe
Risi­ko­le­ben 35 J., 300.000 €, 20 Jah­re Laufzeit ca. 10–15 €/Mo. Alter, Rau­cher­sta­tus, Versicherungssumme
Pfle­ge­zu­satz 40 J., 1.500 €/Mo. Pflegetagegeld ca. 25–40 €/Mo. Alter, Leis­tungs­um­fang, Pflegegrade
Ster­be­geld­ver­si­che­rung 60 J., 10.000 € Versicherungssumme ca. 15–25 €/Mo. Alter, Ver­si­che­rungs­sum­me
Grund­fä­hig­keit 35 J., Hand­wer­ker, 1.500 €/Mo. ca. 30–50 €/Mo. Alter, Beruf, Fähigkeiten

Häu­fi­ge Fra­gen zu Vorsorgeversicherungen

Wel­che Vor­sor­ge­ver­si­che­rung ist die wichtigste?

Für fast alle Erwerbs­tä­ti­gen: die Absi­che­rung des Ein­kom­mens. Ohne Arbeits­kraft trägt sich kei­ne Mie­te, kein Kre­dit und kei­ne ande­re Vor­sor­ge – und die gesetz­li­che Erwerbs­min­de­rungs­ren­te liegt mit rund 900 Euro im Monat weit unter dem tat­säch­li­chen Bedarf. Ers­te Wahl ist die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung; wo sie zu teu­er oder nicht zu bekom­men ist, sind Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oder Mul­ti­ren­te die sinn­vol­le Alter­na­ti­ve. Alles Wei­te­re folgt der Lebens­si­tua­ti­on – die Ziel­grup­pen-Über­sicht oben zeigt die typi­schen Kombinationen.

Reicht die staat­li­che Absi­che­rung nicht aus?

Die Zah­len spre­chen eine kla­re Spra­che: Bei Berufs­un­fä­hig­keit zahlt der Staat rund 900 Euro Erwerbs­min­de­rungs­ren­te – benö­tigt wer­den meist 2.000 bis 3.500 Euro. Im Pfle­ge­fall deckt die Pfle­ge­kas­se maxi­mal 1.775 Euro von real 2.500 bis 4.000 Euro. Hin­ter­blie­be­ne erhal­ten etwa 800 Euro Wit­wen­ren­te. Und beim Ver­lust von Grund­fä­hig­kei­ten ohne Berufs­be­zug zahlt der Staat gar nichts. Die monat­li­chen Lücken von bis zu 3.000 Euro sind genau das, was pri­va­te Vor­sor­ge­ver­si­che­run­gen schlie­ßen – die Tabel­le oben zeigt die Richt­wer­te 2026 im Detail.

In wel­cher Rei­hen­fol­ge soll­te ich vorsorgen?

Exis­tenz­be­dro­hen­des zuerst: 1. Ein­kom­men absi­chern (BU oder Grund­fä­hig­keit) – das Fun­da­ment jeder wei­te­ren Pla­nung. 2. Fami­lie absi­chern, sobald ande­re von Ihrem Ein­kom­men abhän­gen: Risi­ko­le­ben in Höhe von drei bis fünf Brut­to­jah­res­ge­häl­tern oder der Rest­schuld des Immo­bi­li­en­kre­dits. 3. Pfle­ge­zu­satz – idea­ler­wei­se vor dem 45. Lebens­jahr, solan­ge die Bei­trä­ge nied­rig sind. 4. Ster­be­geld als Bau­stein für den Nach­lass. Wich­tig: lie­ber einen Bau­stein rich­tig dimen­sio­nie­ren als vier Bau­stei­ne zu knapp.

Was kos­tet eine gute Vorsorge?

Weni­ger, als der Ernst­fall kos­tet: Eine Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung über 300.000 Euro gibt es für einen gesun­den 35-Jäh­ri­gen ab etwa 10 Euro im Monat, der BU-Ein­stieg beginnt je nach Beruf bei rund 18 Euro, Pfle­ge­zu­satz ab etwa 15 Euro und Ster­be­geld ab 5 Euro monat­lich. Die Bei­spiel­rech­nun­gen in der Kos­ten-Tabel­le oben zei­gen rea­lis­ti­sche Pro­fi­le. Ent­schei­dend für den Bei­trag sind über­all Ein­tritts­al­ter und Gesund­heits­zu­stand – des­halb gilt: früh abschlie­ßen zahlt sich dop­pelt aus.

BU oder Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung – was passt zu mir?

Die BU ist der Gold­stan­dard, weil sie am kon­kre­ten Beruf ansetzt: Wer sei­nen zuletzt aus­ge­üb­ten Beruf zu 50 % nicht mehr aus­üben kann, erhält die Ren­te. Für kör­per­lich Täti­ge – Hand­wer­ker, Pfle­ge­kräf­te, Fah­rer – ist die BU aller­dings oft teu­er. Dann lohnt der Blick auf die Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (zahlt beim Ver­lust defi­nier­ter Fähig­kei­ten wie Gehen, Grei­fen, Auto­fah­ren) oder die Mul­ti­ren­te: spür­bar güns­ti­ger, dafür enger defi­nier­te Leis­tungs­aus­lö­ser. Der Ver­gleich bei­der Wege inklu­si­ve Bei­trags­rech­nung steht auf den jewei­li­gen Spartenseiten.

Brau­che ich eine Risikolebensversicherung?

Sobald ande­re Men­schen von Ihrem Ein­kom­men abhän­gen: ja. Klas­si­sche Aus­lö­ser sind Fami­li­en­grün­dung und Immo­bi­li­en­kre­dit – die Todes­fall­sum­me soll­te drei bis fünf Brut­to­jah­res­ge­häl­ter bzw. die Rest­schuld abde­cken. Paa­re sichern sich am bes­ten über zwei ein­zel­ne Ver­trä­ge gegen­sei­tig ab (steu­er­lich güns­ti­ger als ein ver­bun­de­ner Ver­trag). Wich­tig zur Abgren­zung: Die Risi­ko­le­ben ist rei­ner Schutz ohne Spar­an­teil – des­halb sind hohe Sum­men so güns­tig. Kapi­tal­bil­den­de Lebens­ver­si­che­run­gen sind ein ande­res (und sel­ten emp­feh­lens­wer­tes) Produkt.

Wann soll­te ich abschlie­ßen – und was ist mit Gesundheitsfragen?

So früh wie sinn­voll mög­lich: Mit jedem Lebens­jahr stei­gen die Bei­trä­ge, und jede neue Dia­gno­se kann zu Zuschlä­gen, Aus­schlüs­sen oder Ableh­nung füh­ren. Die Gesund­heits­fra­gen müs­sen voll­stän­dig und wahr­heits­ge­mäß beant­wor­tet wer­den – Falsch­an­ga­ben gefähr­den den Schutz im Leis­tungs­fall (vor­ver­trag­li­che Anzei­ge­pflicht). Bei Vor­er­kran­kun­gen lohnt eine anony­me Risi­ko­vor­anfra­ge über einen Mak­ler: So erfah­ren Sie die Annah­me­be­din­gun­gen meh­re­rer Ver­si­che­rer, ohne dass eine Ableh­nung akten­kun­dig wird.

Reicht eine Unfall­ver­si­che­rung statt der BU?

Nein – das ist einer der häu­figs­ten Irr­tü­mer in der Vor­sor­ge­be­ra­tung. Die Unfall­ver­si­che­rung zahlt nur bei blei­ben­der Inva­li­di­tät durch einen Unfall – aber rund 90 % aller Berufs­un­fä­hig­keits­fäl­le ent­ste­hen durch Krank­hei­ten: Psy­che, Rücken, Krebs, Herz-Kreis­lauf. Die Unfall­ver­si­che­rung ist ein sinn­vol­ler, güns­ti­ger Zusatz­bau­stein (welt­wei­ter 24/7‑Schutz, hohe Kapi­tal­sum­men) – aber kein Ersatz für die Absi­che­rung der Arbeitskraft.

Wann lohnt sich die Pflegezusatzversicherung?

Je frü­her, des­to bes­ser das Ver­hält­nis aus Bei­trag und Leis­tung: Wer mit 40 ein­steigt, zahlt für 1.500 Euro Pfle­ge­ta­ge­geld etwa 25 bis 40 Euro im Monat – mit 60 deut­lich mehr, und nach ers­ten Dia­gno­sen wird es schwie­rig. Die Lücke, um die es geht, beträgt im Pfle­ge­fall bis zu 2.225 Euro monat­lich; unge­deckt zehrt sie Erspar­tes auf und kann über den Eltern­un­ter­halt auch die Kin­der tref­fen. Wich­tig bei der Tarif­wahl: Leis­tung ab Pfle­ge­grad 2, Dyna­mik-Opti­on und Bei­trags­be­frei­ung im Pflegefall.

Ist eine Ster­be­geld­ver­si­che­rung sinn­voll – oder reicht eine Rücklage?

Ehr­li­che Ant­wort: Wer 8.000 bis 12.000 Euro Bestat­tungs­kos­ten pro­blem­los aus Rück­la­gen decken kann und will, braucht kei­ne Ster­be­geld­ver­si­che­rung. Sinn­voll ist sie für alle, die genau das nicht sicher­stel­len kön­nen oder ihr Ver­mö­gen nicht antas­ten wol­len – und für Älte­re, die kei­ne Risi­ko­le­ben mehr bekom­men: Der Abschluss ist oft bis 80 mög­lich, meist ohne Gesund­heits­fra­gen (dafür mit War­te­zeit). Sie zählt zudem zum Schon­ver­mö­gen, wenn im Pfle­ge­fall Sozi­al­leis­tun­gen ins Spiel kommen.

Was ist eine Vorsorgeversicherung?

Eine Vor­sor­ge­ver­si­che­rung umfasst Absi­che­rungs­for­men wie Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung, Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, Ster­be­geld­ver­si­che­rung und pri­va­te Unfall­ver­si­che­rung, die zusam­men einen umfas­sen­den Schutz vor den finan­zi­el­len Fol­gen von Inva­li­di­tät, Berufs­un­fä­hig­keit und Tod bie­ten. Eine auf die indi­vi­du­el­le Lebens­si­tua­ti­on abge­stimm­te Vor­sor­ge ist die Grund­la­ge finan­zi­el­ler Sicherheit.

Gemäß §60 VVG weisen wir auf eine eingeschränkte Versicherer- und Tarifauswahl hin.

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