Krankenversicherung für Beamte 2026
Aktualisiert: 21. Juni 2026 · Veröffentlicht: 09. Februar 2021
Versicherungskaufmann · Versicherungsmakler §34d GewO Fachlich geprüftAktualisiert: 21.06.2026Mehr über den Experten
Fachlich geprüft mit Fokus auf Beihilfekonformität, Beihilfebemessungssatz, Anwärter-Sondertarife und die Öffnungsaktion für Beamte.
Die passende Krankenversicherung für Beamte hängt nicht nur vom Monatsbeitrag ab, sondern vor allem von Beihilfe, Bundesland, Beamtenstatus, Familienstand, Gesundheitsangaben und den gewünschten Leistungen.
Für viele Beamte ist die Kombination aus Beihilfe und beihilfekonformer privater Restkostenversicherung eine wichtige Option. Ob eine private Krankenversicherung für Beamte, eine gesetzliche Krankenversicherung mit pauschaler Beihilfe oder eine andere Lösung besser passt, sollte immer anhand Deines Dienstherrn, Deines Beihilfesatzes, Deiner Familiensituation und Deiner Gesundheitsangaben geprüft werden.
Ohne Beihilfeträger, Bundesland und Status ist kein sauberer Tarifvergleich möglich.
Kinder, Ehepartner und GKV-Familienversicherung können die Entscheidung verändern.
Vorerkrankungen sollten vor Antragstellung strukturiert eingeordnet werden.
Selbstbehalt, Beitragsentwicklung und Pflegeversicherung gehören zur Gesamtprüfung.
Vor der Anfrage kurz bereitlegen
Damit die Anfrage zur Krankenversicherung für Beamte belastbar geprüft werden kann, helfen bereits wenige Angaben. Besonders wichtig sind:
- Beihilfeträger oder Bundesland
- Beamtenstatus und aktueller Versicherungsstatus
- Kinderzahl und Familiensituation
- Gesundheitliche Besonderheiten oder laufende Behandlungen
- Wünsche zu Zahn, Krankenhaus, Beihilfeergänzung und Selbstbehalt
Krankenversicherung für Beamte: Was ist 2026 wichtig?
Eine Krankenversicherung für Beamte funktioniert anders als eine normale private Krankenvollversicherung für Angestellte. Der Dienstherr beteiligt sich über die Beihilfe an beihilfefähigen Krankheitskosten. Der verbleibende Anteil wird häufig über eine beihilfekonforme Private Krankenversicherung für Beamte abgesichert.
Video: Beihilfe + Restkostentarif – warum die PKV für Beamte günstiger ist
- Der Dienstherr zahlt mit: über die Beihilfe übernimmt er einen festen Anteil deiner Krankheitskosten – im aktiven Dienst häufig 50 %.
- Restkostentarif: Den verbleibenden Anteil deckst du über einen speziellen Beihilfe-Ergänzungstarif in der PKV ab.
- Der Tarif muss genau zum Beihilfesatz passen (50 % Beihilfe → 50 %-Tarif = 100 % Schutz) – weil nur die Hälfte privat abzusichern ist, ist die PKV für Beamte deutlich günstiger.
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Als Beamter zahlst du für eine top private Krankenversicherung oft nur die Hälfte. Der Grund heißt Beihilfe. Dein Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen festen Anteil deiner Krankheitskosten, im aktiven Dienst häufig fünfzig Prozent. Den Rest musst nicht du selbst tragen, sondern deckst ihn mit einem speziellen Restkostentarif in der privaten Krankenversicherung ab. Wichtig ist, dass dieser Tarif genau zu deinem Beihilfesatz passt. Bei fünfzig Prozent Beihilfe brauchst du einen fünfzig-Prozent-Tarif, damit du am Ende hundert Prozent abgesichert bist. Weil du nur die Hälfte privat versichern musst, ist die PKV für Beamte deutlich günstiger als für Angestellte. Vergleiche die Tarife jetzt kostenlos auf versicherungsvergleiche.de.
Beihilfe einfach erklärt: Wie viel zahlt der Dienstherr?
Die Beihilfe ist der zentrale Grund, warum eine Krankenversicherung für Beamte anders funktioniert als eine normale Krankenvollversicherung. Beamte versichern häufig nicht 100 Prozent der Krankheitskosten privat, sondern nur den Teil, der nach der Beihilfe übrig bleibt. Deshalb wird die PKV für Beamte häufig als Restkostenversicherung bezeichnet.
| Situation | Häufige Beihilfe-Orientierung | Warum es für die Krankenversicherung wichtig ist |
|---|---|---|
| Aktiver Beamter ohne oder mit höchstens einem berücksichtigungsfähigen Kind | Häufig 50 % Beihilfe, je nach Dienstherr und Beihilferecht. | Der verbleibende Restkostenanteil bestimmt, welcher PKV-Anteil abgesichert werden sollte. |
| Aktiver Beamter mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern | Häufig erhöhter Bemessungssatz, beim Bund typischerweise 70 %. | Kinder können den eigenen Beihilfesatz und die Familienabsicherung verändern. |
| Versorgungsempfänger und Pensionäre | Häufig 70 % Beihilfe, abhängig vom jeweiligen Dienstherrn. | Im Ruhestand werden Beitragsentwicklung, Leistungsqualität und Tarifstabilität besonders wichtig. |
| Berücksichtigungsfähige Kinder und Waisen | Häufig 80 % Beihilfe. | Kinder benötigen meist eigene Restkostenabsicherung, aber mit anderem Anteil als der Beamte selbst. |
| Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner | Häufig 70 %, wenn Einkommensgrenzen und Beihilferecht erfüllt sind. | Einkommen und Status des Partners können die gesamte Familienlösung beeinflussen. |
Der Beihilfesatz allein entscheidet nicht über die passende Absicherung. Entscheidend ist, ob die private Krankenversicherung Beamte, die Beihilfeergänzung, die Pflegepflichtversicherung und mögliche Wahlleistungen zusammenpassen.
Beihilferichtlinien und Beihilfesätze in Bund und Bundesländern
Bei der Krankenversicherung Beamte reicht es nicht aus, nur „Beamter“ anzugeben. Dein Beihilfeträger entscheidet mit darüber, welche Leistungen beihilfefähig sind, welche Eigenanteile entstehen können und ob die pauschale Beihilfe als Alternative zur individuellen Beihilfe relevant ist.
| Dienstherr oder Bundesland | Typischer Prüfpunkt | Pauschale Beihilfe als GKV-Alternative |
|---|---|---|
| Bund | Bundesbeihilfeverordnung, Bemessungssatz, Angehörige, Kinder, Pflege und Wahlleistungen prüfen. | Auf Bundesebene nicht allgemein eingeführt; individuelle Beihilfe bleibt zentraler Ausgangspunkt. |
| Baden-Württemberg | Landesbeihilfe, Wahlleistungen, Kostendämpfung und Familienkonstellation prüfen. | Eingeführt; Wahlrecht und langfristige Bindung vor Entscheidung prüfen. |
| Bayern | Landesbeihilfe, Beihilfesätze, Beihilfeergänzung und Wahlleistungen prüfen. | Nicht allgemein eingeführt; individuelle Beihilfe und PKV-Restkostenabsicherung häufig im Fokus. |
| Berlin | Beihilfe, pauschale Beihilfe, Familienstatus und GKV-/PKV-Systementscheidung prüfen. | Eingeführt; Wahlrecht sorgfältig mit Familienversicherung und PKV-Option vergleichen. |
| Brandenburg | Landesrecht, Beihilfesatz, Familienkonstellation und Leistungswünsche prüfen. | Eingeführt; Entscheidung gegen individuelle Beihilfe langfristig einordnen. |
| Hamburg | Hamburger Modell, Familienstatus, GKV-Vorversicherung und Beihilferecht prüfen. | Eingeführt; gilt als wichtiges Modell für gesetzlich versicherte Beamte. |
| Hessen | Hessisches Beihilferecht, Sachleistungsbeihilfe, Familie und PKV-Restkostenanteil prüfen. | Keine klassische pauschale Beihilfe; Hessen-Sonderlogik gesondert prüfen. |
| Nordrhein-Westfalen | Landesbeihilfe, politische Entwicklung, Familienstatus und GKV-/PKV-Optionen prüfen. | Einführung politisch vorgesehen beziehungsweise zu prüfen; vor Entscheidung aktuellen Stand prüfen. |
| Sachsen | Landesbeihilfe, pauschale Beihilfe und beitragspflichtige Einnahmen prüfen. | Eingeführt; Details zur Berechnungsgrundlage genau prüfen. |
| Thüringen | Landesbeihilfe, pauschale Beihilfe, Familie und Beihilfeergänzung prüfen. | Eingeführt; Systementscheidung individuell gegenrechnen. |
PKV für Beamte oder gesetzliche Krankenversicherung?
Die Entscheidung zwischen Krankenversicherung privat Beamte und gesetzlicher Krankenversicherung sollte nicht pauschal getroffen werden. Eine Beamter private Krankenversicherung kann durch die Kombination mit Beihilfe sehr leistungsstark sein. Gleichzeitig kann die GKV mit pauschaler Beihilfe je nach Bundesland, Familienmodell und Lebensplanung eine prüfenswerte Alternative darstellen.
Welche Leistungen sollte die private Krankenversicherung für Beamte enthalten?
Eine Private Krankenversicherung Beamter sollte zu Deinem Beihilferecht passen. Es reicht nicht, nur auf den Monatsbeitrag zu schauen. Gerade bei Zahnleistungen, stationärer Behandlung, Hilfsmitteln, Heilmitteln, Psychotherapie und Beihilfeergänzung entstehen später häufig die Unterschiede zwischen einem günstigen und einem wirklich passenden Tarif.
Beamtenanwärter, Lehrer, Polizei, Verwaltung: Welche Besonderheiten gelten?
Gerade bei Beamtenanwärtern wirkt der erste Beitrag oft besonders attraktiv. Trotzdem sollte eine Krankenversicherung Beamter nicht nur für die Anwärterzeit betrachtet werden. Wichtig ist, ob der Tarif später sauber in eine vollwertige beihilfekonforme Absicherung überführt werden kann.
Video: Beihilfesatz im Wandel – Kinder, Ehepartner & Ruhestand
- Nicht in Stein gemeißelt: Mit Kindern steigt der Beihilfesatz oft von 50 % auf 70 %.
- Auch im Ruhestand erhöht sich die Beihilfe meist auf 70 %; der Ehepartner kann unter Einkommensgrenzen ebenfalls beihilfeberechtigt sein.
- Jede Änderung heißt: Der Restkostentarif muss angepasst werden, damit du weder unter- noch überversichert bist – Beihilfesatz bei jeder großen Lebensänderung prüfen. Mehr im PKV-Vergleich.
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Dein Beihilfesatz ist nicht in Stein gemeißelt. Er ändert sich im Laufe deines Lebens, und deine private Krankenversicherung muss mitwachsen. Bekommst du Kinder, steigt dein Beihilfesatz häufig von fünfzig auf siebzig Prozent. Auch im Ruhestand erhöht sich die Beihilfe meist auf siebzig Prozent. Und dein Ehepartner kann unter bestimmten Einkommensgrenzen ebenfalls beihilfeberechtigt sein. Jede dieser Änderungen bedeutet: Dein Restkostentarif muss angepasst werden, damit du weder unter- noch überversichert bist. Prüfe deinen Beihilfesatz deshalb bei jeder großen Lebensänderung. Vergleiche die Tarife jetzt kostenlos auf versicherungsvergleiche.de.
Familie, Kinder und Ehepartner: Wie verändert sich die Beihilfe?
Bei Familien ist eine Private Krankenversicherung für Beamte komplexer als bei Singles. Kinder können eigene Beihilfeansprüche haben und benötigen häufig eigene private Restkostentarife.
Krankengeld Beamte: Wann ist Krankentagegeld sinnvoll?
Das Thema Krankengeld Beamte sollte sauber von der Angestelltenlogik getrennt werden. Beamte haben im Krankheitsfall andere dienstrechtliche und versorgungsrechtliche Rahmenbedingungen.
Beamte Pflegeversicherung: Was muss zusätzlich abgesichert werden?
Die Beamte Pflegeversicherung sollte nicht als Nebenthema behandelt werden. Wer eine Private Krankenversicherung Beamte abschließt, benötigt in der Regel auch die passende private Pflegepflichtversicherung.
Gesundheitsprüfung, Vorerkrankungen und Öffnungsaktion
Eine Private Krankenversicherung für Beamte prüft vor Vertragsabschluss regelmäßig Gesundheitsangaben. Unvollständige oder ungenaue Angaben können später zu erheblichen Problemen führen.
Kosten, Selbstbehalt und Beitragsentwicklung richtig bewerten
Viele Interessenten suchen nach einer günstigen PKV für Beamte. Der Beitrag ist wichtig, aber nicht das einzige Kriterium.
Schnellcheck: Welche Richtung passt zu Deiner Situation?
7 Irrtümer zur Krankenversicherung für Beamte
Irrtum 1: Beamte brauchen immer die PKV.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Irrtum 2: Der niedrigste Beitrag ist automatisch die beste Wahl.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Irrtum 3: Beihilfe und PKV müssen zusammenpassen.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Irrtum 4: Gesundheitsfragen kann man später noch korrigieren.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Irrtum 5: Pauschale Beihilfe kann die GKV-Entscheidung verändern.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Irrtum 6: Kinder spielen für die Beamte Krankenversicherung keine Rolle.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Irrtum 7: Pflegeversicherung gehört zur Gesamtprüfung dazu.
Ist diese Aussage fachlich richtig?
Checkliste vor der Anfrage
Häufige Fragen zur Krankenversicherung für Beamte
Welche Krankenversicherung ist für Beamte sinnvoll?
Für viele Beamte ist eine Kombination aus Beihilfe und privater Restkostenversicherung naheliegend. Ob diese Lösung besser passt als gesetzliche Krankenversicherung mit pauschaler Beihilfe, hängt von Bundesland, Familienstatus, Gesundheitszustand, Leistungswünschen und langfristiger Planung ab.
Warum ist Beihilfe bei Beamten so wichtig?
Beihilfe bestimmt, welchen Anteil beihilfefähiger Krankheitskosten der Dienstherr übernimmt. Der verbleibende Teil wird häufig über eine private Krankenversicherung Beamte abgesichert.
Ist eine PKV für Beamte immer günstiger als die GKV?
Nein. Eine PKV für Beamte kann durch die Beihilfe sehr attraktiv sein, ist aber nicht automatisch in jeder Lebenslage günstiger oder besser.
Vertrauen, fachliche Prüfung und Methodik
Fachliche Einordnung durch Andreas Quast
Andreas Quast ist Versicherungsmakler nach § 34d GewO und bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Analyse und Vermittlung von Versicherungslösungen ein.
Änderungsjournal
| Datum | Änderung | Fachliche Bedeutung |
|---|---|---|
| 06.06.2026 | Seite neu strukturiert, Anfrageformular integriert und Inhalte auf Beihilfe, PKV, GKV-Alternative, Familie, Pflegeversicherung und Gesundheitsprüfung ausgerichtet. | Bessere Entscheidungshilfe für Beamte, Beamtenanwärter und beihilfeberechtigte Personen. |
| 06.06.2026 | Hero-Bereich, Inhaltsverzeichnis, Quiz, Formular, Checkliste und weiterführende Themen nach WordPress-Veröffentlichung korrigiert. | Stabilere Nutzung auf Desktop und Smartphone sowie bessere Anfragevorbereitung. |
Weiterführende Themen
Unfallversicherung
Eine Ergänzung, wenn Unfallfolgen und Invalidität abgesichert werden sollen.
Privathaftpflichtversicherung
Grundlegender Schutz für private Schadenersatzforderungen.
Kfz-Versicherung
Für Beamte mit eigenem Fahrzeug wichtig.
Wohnmobilversicherung
Relevant, wenn Wohnmobil oder Camper passend abgesichert werden soll.
Glasversicherung
Eine Ergänzung für Gebäude- und Mobiliarverglasung.
Hausratversicherung
Schützt den Hausrat gegen typische Risiken.
Fazit: Krankenversicherung für Beamte individuell prüfen
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- Bootskasko vergleichen
- Motorbootversicherung vergleichen
Informationen zum Private Krankenversicherung für Beamte und Beamtenanwärter Preisvergleich
Wissenswertes zu Private Krankenversicherung für Beamte und Beamtenanwärter Kosten, Leistungen, Abschluss und Kündigung
Muss ich mich als Beamter privat krankenversichern?
Der Gesetzgeber stellt es Beamten frei, eine Private Krankenversicherung abzuschliessen.
Im Gegensatz zu Angestellten und Arbeitern können sich Beamte und Beamtenanwärter unabhängig von ihrem Einkommen privat versichern.
Beamte können sich auch in der gesetzlichen Krankenkasse versichern, allerdings hat dies dann den Nachteil, das der Beamte 100% des Arbeitnehmer- und des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Krankenversicherung selber tragen muss und keinen Zuschuss von seinem Dienstherrn erhält.
Beamte und Beamtenanwärter erhalten grundsätzlich über ihren Dienstherrn bereits einen Großteil ihrer Krankheitskosten erstattet, die sogenannte Beihilfe. Zur Abdeckung der restlichen Krankheitskosten kann eine private Restkostenversicherung bzw. Beihilfeergänzung abgeschlossen werden.
Der Wechsel in die Private Krankenversicherung für Beamte ist in der Regel deutlich günstiger als in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verbleiben und bringt auch einen erhöhten Versicherungsschutz bzw. umfangreiche Leistungen mit sich.
Was zahlt die Private Krankenversicherung für Beamte?
Der private Krankenversicherung für Beamte auch Beihilfeergänzung genannt, trägt die Restkosten, die über die gewährte Beihilfe hinaus anfallen.
Die Höhe der Beihilfe ist in der Beihilfeverordnung festgelegt und unterscheidet sich allerdings von Bundesland zu Bundesland.
Üblicherweise erhalten Beamte einen Beihilfezuschuss in Höhe von 50% der Krankheitskosten. Ab dem 2. Kind erhöht sich der Beihilfe-Anspruch auf 70%.
Die Absicherung zusätzlicher Aufwendungen, die durch einen Krankenhausaufenthalt entstehen können, können über eine Krankenhaustagegeld-Versicherung abgesichert werden.
Was zahlt die Private Krankenversicherung für Beamte nicht?
Keine Leistungspflicht in der Krankenversicherung besteht unter anderem:
…für solche Krankheiten einschließlich ihrer Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle, die durch Kriegsereignisse verursacht, oder als Wehrdienstbeschädigung anerkannt sind;
…für auf Vorsatz beruhende Krankheiten und Unfälle einschließlich deren Folgen sowie für Entziehungsmaßnahmen einschließlich Entziehungskuren; sofern der Tarif nichts anderes vorsieht;
…für Behandlungen durch Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und in Krankenanstalten, deren Rechnungen der Versicherer aus wichtigem Grunde von der Erstattung ausgeschlossen hat;
…für Kur- und Sanatoriumsbehandlungen sowie für Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rehabilitationsträger, sofern der Tarif nichts anderes vorsieht;
…für Behandlungen durch Ehegatten, Eltern oder Kinder. Nachgewiesene Sachkosten werden erstattet;
…für eine durch Pflegebedürftigkeit oder Verwahrung bedingte Unterbringung.
Wann beginnt der Versicherungsschutz in der Privaten Krankenversicherung für Beamte?
Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungsschein genannten Zeitpunkt, jedoch nicht vor Abschluss des Krankenversicherungsvertrags.
Der Krankenversicherungsvertrag gilt als abgeschlossen, wenn Ihnen der Versicherungsschein oder eine schriftliche Annahmeerklärung des Krankenversicherers zugegangen ist. Sind Wartezeiten zu durchlaufen, so beginnt der Versicherungsschutz nach deren Ablauf. Wartezeiten werden ab dem Versicherungsbeginn gerechnet.
Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate.
Sie entfällt bei Unfällen und für den Ehegatten einer mindestens seit drei Monaten versicherten Person, sofern eine gleichartige Versicherung innerhalb zweier Monate nach der Eheschließung beantragt wird.
Die besonderen Wartezeiten betragen in der Regel für Entbindung, Psychotherapie, Zahnersatz und Kieferorthopädie acht Monate.
Die Wartezeiten entfallen zumeist bei Unfällen bzw. unfallbedingter Behandlungen.
Tipp: In der Regel können die Wartezeiten aufgrund besonderer Vereinbarung erlassen werden, wenn ein aktuelles ärztliches Zeugnis über den Gesundheitszustand vorgelegt wird.
Personen, die aus einer gesetzlichen Krankenversicherung ausscheiden bzw. wechseln, wird die nachweislich dort ununterbrochen zurückgelegte Versicherungszeit auf die Wartezeiten angerechnet, so dass diese in aller Regel entfallen. Entsprechendes gilt beim Ausscheiden aus einem öffentlichen Dienst mit Anspruch auf Heilfürsorge.
Üblicherweise wird auch die bei einem privaten Vorversicherer ununterbrochen zurückgelegte Versicherungszeit auf die Wartezeiten angerechnet.
Was muss man beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Beamte beachten?
Bei Antragstellung der Privaten Krankenversicherung für Beamte sind alle für die Beurteilung des Risikos erheblichen Umstände anzugeben.
Erheblich sind alle Umstände, nach denen im Versicherungsantrag ausdrücklich gefragt wird. Alle Antragsfragen sind deshalb immer vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Unrichtige Angaben oder verschwiegene Tatsachen können den Krankenversicherer dazu berechtigen, vom Vertrag zurückzutreten bzw. keine Leistung im Leistungsfall zu erbringen.
Durch die Unterschrift auf dem Antrag erklärt sich der Versicherte einverstanden mit Anfragen seitens des Versicherers bei behandelnden Ärzten, Versicherungsunternehmen und ‑trägern (z.B. Berufsgenossenschaften) und Behörden. Er entbindet diese mit seiner Unterschrift von der Schweigepflicht. Die Einwilligung für die Auskunftserteilung gilt für die gesamte Vertragsdauer der privaten Krankenversicherung.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse, bei der sämtliche Familienmitglieder in der Regel beitragsfrei mitversichert sind, ist in der privaten Krankenversicherung für jede versicherte Person ein eigener Beitrag zu entrichten.
In der privaten Krankenversicherung werden üblicherweise Tarife mit unterschiedlichster Selbstbeteiligung angeboten, welche je höher sie gewählt werden, den monatlichen Beitrag reduzieren.
Keine oder nur geringe Selbstbeteiligungen und der daraus resultierende höhere Monatsbeitrag rechnet sich in der Regel nur für Angestellte und Arbeiter, welche zwar die Hälfte des höheren Beitrages vom Arbeitgeber bezahlt bekommen, den Selbstbehalt jedoch zu 100% alleine tragen müssen.
Was muss man im Krankheitsfall beachten?
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, bei der die behandelnden Ärzte oder Krankenhäuser direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen, sind Sie als Privatversicherter der Vertragspartner des Arztes und erhalten von diesem auch die entsprechenden Rechnungen. Für verordnete Medikamente etc. müssen Sie zunächst in Vorleistung gehen.
Damit eine Leistungspflicht seitens des privaten Krankenversicherers begründet wird, gilt es folgende Punkte zu beachten:
- die Wartezeiten müssen grundsätzlich erfüllt sein.
- ein Versicherungsfall ist nur die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen.
- Erstattungsfähig sind nur die Krankheitskosten, die den vereinbarten Selbstbehalt übersteigen.
- Rechnungen — auch unbezahlte — müssen im Original vorgelegt werden und spezifiziert sein. Insbesondere müssen Sie den Namen der behandelten Person, die Bezeichnung der Krankheit, Behandlungsdaten und Leistungen des Arztes mit Ziffern der Gebührenordnung enthalten. Die eventuell von einem anderen Versicherer oder Kostenträger (Beihilfe) erbrachten Leistungen müssen von diesem auf den betreffenden Rechnungsbelegen bestätigt sein.
- Wird nur Krankenhaustagegeld beansprucht, ist als Nachweis eine Bescheinigung des Krankenhauses über die stationäre Heilbehandlung einzureichen, die den Namen der behandelten Person, die Bezeichnung der Krankheit sowie das Aufnahme- und das Entlassungsdatum enthält.
Wie kann ich meine private Krankenversicherung für Beamte kündigen bzw. wechseln?
Der Versicherungsnehmer kann das Versicherungsverhältnis mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen, frühestens jedoch nach Ablauf der vereinbarten Mindestvertragsdauer (üblich sind 2–3 Jahre).
Der Vertrag verlängert sich stillschweigend um jeweils ein weiteres Jahr, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
Bei Eintritt einer gesetzlichen Krankenversicherungspflicht kann der Versicherungsnehmer den Vertrag binnen zwei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht rückwirkend zum Eintritt kündigen.
Erhöht der Versicherer die Beiträge aufgrund der Beitragsanpassungsklausel, so kann das Versicherungsverhältnis innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung gekündigt werden.
Bei einer Beitragserhöhung kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis auch bis und zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen.
Bei Tod endet das Versicherungsverhältnis automatisch.
Tipp: Eine Kündigung sollte stets durch eingeschriebenen Brief erfolgen.
Zu beachten ist, dass nicht das Absendedatum, sondern der Eingang der Kündigung beim Versicherer als fristgerecht anzusehen ist. (Dies gilt auch im Falle einer Kündigung seitens des Versicherers).
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