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Tier­hal­ter­haft­pflicht 2026

Tier­hal­ter­haft­pflicht: Hund, Pferd & mehr im Vergleich

Aktualisiert: 21. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 13. Januar 2021

Wer ein Tier hält, haf­tet nach § 833 BGB unbe­grenzt für alle Schä­den, die es ver­ur­sacht – unab­hän­gig vom eige­nen Ver­schul­den. Die Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung schützt Sie vor finan­zi­el­len Fol­gen von Biss‑, Tritt- und Unfall­schä­den. Jetzt die wich­tigs­ten Infos, Kos­ten und den pas­sen­den Tarif im Ver­gleich finden.

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§ 833 BGB Gesetz­li­che Grundlage
8 Län­der Ver­si­che­rungs­pflicht Hund
Hund + Pferd Wich­tigs­te Tierarten
Gefährdungs­haftung Kei­ne Schuld nötig

Alle Tier-Ver­si­che­run­gen im Überblick

Wäh­len Sie direkt Ihren Schutz – jede Sei­te mit eige­nem Vergleich:

Kur­ze Antwort

Die Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung brau­chen alle, die Tie­re hal­ten, die der Gefähr­dungs­haf­tung nach § 833 BGB unter­lie­gen – ins­be­son­de­re Hun­de­hal­ter und Pfer­de­hal­ter. Das Gesetz macht Sie als Tier­hal­ter für jeden Scha­den ver­ant­wort­lich, den Ihr Tier an Drit­ten ver­ur­sacht – ganz egal, ob Sie etwas falsch gemacht haben oder nicht. Ein ein­zi­ger schwe­rer Beiß­un­fall oder ein Unfall mit einem Pferd im Stra­ßen­ver­kehr kann Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen in Mil­lio­nen­hö­he aus­lö­sen. In 8 Bun­des­län­dern ist die Hun­de­haft­pflicht zusätz­lich gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Ohne Ver­si­che­rung ris­kie­ren Sie Ihre gesam­te wirt­schaft­li­che Existenz.

Was ist Tierhalterhaftpflicht?

Die Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung – umgangs­sprach­lich auch „Tier­hal­ter-Haft­pflicht” oder kurz „Tier­haft­pflicht” genannt – ist eine spe­zi­el­le Form der Haft­pflicht­ver­si­che­rung, die Tier­hal­ter vor den finan­zi­el­len Fol­gen von Schä­den schützt, die ihre Tie­re an Drit­ten ver­ur­sa­chen. Im Kern geht es dar­um: Ihr Tier ver­ur­sacht einen Scha­den, und Sie als Hal­ter müs­sen dafür geradestehen.

Was vie­le nicht wis­sen: Eine gewöhn­li­che pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung schließt Schä­den durch Hun­de und Pfer­de in der Regel aus­drück­lich aus. Das liegt dar­an, dass für die­se Tie­re eine beson­ders stren­ge Haf­tungs­re­gel gilt, die pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rern zu risi­ko­reich ist. Des­halb brau­chen Tier­hal­ter eine eige­ne, sepa­ra­te Police.

⚖️ Was bedeu­tet Gefähr­dungs­haf­tung nach § 833 BGB? Der § 833 BGB lau­tet sinn­ge­mäß: „Wird durch ein Tier ein Mensch getö­tet oder der Kör­per oder die Gesund­heit eines Men­schen ver­letzt oder eine Sache beschä­digt, so ist der­je­ni­ge, wel­cher das Tier hält, ver­pflich­tet, dem Ver­letz­ten den dar­aus ent­ste­hen­den Scha­den zu erset­zen.” Das ent­schei­den­de Wort: hält. Es gibt kein Ver­schul­dens­prin­zip – es kommt nicht dar­auf an, ob Sie fahr­läs­sig oder sogar abso­lut vor­bild­lich gehan­delt haben. Allein die Tat­sa­che, dass Ihr Tier den Scha­den ver­ur­sacht hat, begrün­det Ihre Haf­tung. Das nennt sich Gefähr­dungs­haf­tung: Wer eine Gefahr schafft (indem er ein Tier hält), haf­tet für deren Folgen. 

Tier­hal­ter­haft­pflicht vs. pri­va­te Haftpflichtversicherung

Die pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung (PHV) deckt Schä­den ab, die Sie als Pri­vat­per­son durch schuld­haf­tes Han­deln ver­ur­sa­chen – etwa wenn Sie einem Nach­barn ver­se­hent­lich die Woh­nungs­tür ein­ren­nen oder eine teu­re Vase zer­bre­chen. Die Tier­hal­ter­haft­pflicht hin­ge­gen greift bei Schä­den durch Ihr Tier, und das – wie gesagt – ohne Nach­weis Ihres Ver­schul­dens.

Ein wei­te­rer Unter­schied: Wäh­rend die PHV meist pau­schal „alle” pri­va­ten Schä­den erfasst, ist die Tier­hal­ter­haft­pflicht auf das spe­zi­fi­sche Risi­ko Ihres Tie­res zuge­schnit­ten. Das schlägt sich in spe­zi­el­len Leis­tun­gen nie­der, wie etwa dem Ein­schluss von Deck­schä­den beim Pferd oder beson­de­ren Rege­lun­gen für Hun­de auf Rasselisten.

Wel­che Tie­re fal­len unter die Tierhalterhaftpflicht?

Grund­sätz­lich gilt § 833 BGB für alle Tie­re, die als Luxus­tie­re (d.h. nicht als Nutz­tie­re) gehal­ten wer­den. Für Nutz­tie­re (Tie­re, die der Erwerbs­tä­tig­keit die­nen, z.B. Kuh­her­de eines Bau­ern) gibt es eine Exkul­pa­ti­ons­mög­lich­keit – der Hal­ter kann sich ent­las­ten, wenn er nach­weist, dass er die nöti­ge Sorg­falt wal­ten ließ. Für typi­sche Haus­tie­re wie Hun­de, Pfer­de und Zier­kat­zen gilt die­se Ent­las­tung nicht – es han­delt sich um ech­te, ver­schul­dens­un­ab­hän­gi­ge Gefährdungshaftung.

In der Pra­xis sind Hun­de und Pfer­de die häu­figs­ten Ver­si­che­rungs­fäl­le und die Tier­ar­ten, für die spe­zi­el­le Poli­cen am leich­tes­ten zu fin­den sind. Für ande­re Tie­re wie Rin­der, Scha­fe, Zie­gen, Exo­ten oder Bie­nen gibt es teils spe­zi­el­le Zusatz­bau­stei­ne oder Spartentarife.

Video: Wel­che Tie­re brau­chen eine eige­ne Poli­ce – und was deckt die Privathaftpflicht?

  • Klei­ne, zah­me Haus­tie­re (Kat­ze, Kanin­chen, Hams­ter, Wel­len­sit­tich) sind meist schon über Ihre Pri­vat­haft­pflicht mit­ver­si­chert – dafür brau­chen Sie kei­ne extra Police.
  • Hun­de und Pfer­de sind über die Pri­vat­haft­pflicht nicht abge­deckt – hier ist eine eige­ne Tier­hal­ter­haft­pflicht nötig (beim Hund in vie­len Bun­des­län­dern sogar Pflicht).
  • Auch bei exo­ti­schen Tie­ren, Rep­ti­li­en oder Nutz­tie­ren gel­ten Son­der­re­geln. Prü­fen Sie zuerst, was Ihre Pri­vat­haft­pflicht abdeckt.
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Muss ich für jedes Tier eine eige­ne Haft­pflicht abschlie­ßen? Nein, und genau das ist wich­tig zu wis­sen. Klei­ne, zah­me Haus­tie­re wie Kat­zen, Kanin­chen, Hams­ter oder Wel­len­sit­ti­che sind nor­ma­ler­wei­se schon über Ihre pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert. Für sie brau­chen Sie kei­ne extra Poli­ce. Ganz anders sieht es bei Hun­den und Pfer­den aus: Die­se sind über die Pri­vat­haft­pflicht nicht abge­deckt. Hier ist eine eige­ne Tier­hal­ter­haft­pflicht nötig, für Hun­de in vie­len Bun­des­län­dern sogar gesetz­lich Pflicht. Und auch bei exo­ti­schen Tie­ren, Rep­ti­li­en oder Nutz­tie­ren gel­ten Son­der­re­geln. Prü­fen Sie also zuerst, was Ihre Pri­vat­haft­pflicht bereits abdeckt. Ver­glei­chen Sie die Tari­fe jetzt kos­ten­los auf versicherungsvergleiche.de.

Gesetz­li­che Pflicht: Wann ist Tier­hal­ter­haft­pflicht Pflicht?

Deutsch­land ist Län­der­sa­che – und das gilt auch für die Ver­si­che­rungs­pflicht von Tier­hal­tern. Bun­des­weit gibt es kei­ne ein­heit­li­che Pflicht­ver­si­che­rung für Hun­de oder ande­re Tie­re. Statt­des­sen regelt jedes der 16 Bun­des­län­der eigen­stän­dig, ob und für wel­che Tie­re eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung vor­ge­schrie­ben ist.

Stand 2026 ist die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung in 7 Bun­des­län­dern gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Wer in die­sen Län­dern kei­nen Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­wei­sen kann, ris­kiert emp­find­li­che Buß­gel­der. In den übri­gen Bun­des­län­dern ist die Ver­si­che­rung zwar frei­wil­lig, aber ange­sichts der unbe­schränk­ten Haf­tung nach § 833 BGB für jeden ver­ant­wor­tungs­vol­len Hun­de­hal­ter unverzichtbar.

Für Pfer­de gibt es in kei­nem Bun­des­land eine gesetz­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht – auf­grund der hohen Scha­den­po­ten­zia­le (ein Pferd kann pro­blem­los Unfäl­le mit Mil­lio­nen­schä­den ver­ur­sa­chen) ist die Pfer­de­haft­pflicht jedoch eine der wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen, die Pfer­de­hal­ter abschlie­ßen sollten.

⚠️ Ach­tung: Bußgeldrisiko In Bun­des­län­dern mit Ver­si­che­rungs­pflicht kön­nen Ord­nungs­gel­der von bis zu 10.000 Euro ver­hängt wer­den, wenn kein Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­ge­legt wer­den kann. Die Behör­den füh­ren teils akti­ve Kon­trol­len durch, und auch bei einem Scha­dens­fall wer­den die Ver­si­che­rungs­nach­wei­se geprüft. 
Bun­des­land Pflicht Hund Pflicht Pferd Buß­geld (max.)
Bay­ern ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Baden-Würt­tem­berg ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Ber­lin ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 10.000 €
Bran­den­burg ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Bre­men ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Ham­burg ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 5.000 €
Hes­sen ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Meck­len­burg-Vor­pom­mern ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Nie­der­sach­sen ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 5.000 €
Nord­rhein-West­fa­len ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Rhein­land-Pfalz ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Saar­land ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 2.000 €
Sach­sen ❌ Kei­ne Pflicht Emp­foh­len
Sach­sen-Anhalt ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 1.000 €
Schles­wig-Hol­stein ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 5.000 €
Thü­rin­gen ✅ Pflicht Emp­foh­len bis 2.500 €

Hin­weis: Die Rechts­la­ge kann sich ändern. Prü­fen Sie die aktu­el­len Bestim­mun­gen Ihres Bun­des­lan­des, ins­be­son­de­re wenn Sie mit Ihrem Hund umziehen.

Hun­de­haft­pflicht im Detail

Die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist die mit Abstand am häu­figs­ten nach­ge­frag­te Tier­hal­ter­haft­pflicht. In Deutsch­land gibt es rund 16 Mil­lio­nen Hun­de – und jeder davon ist ein poten­zi­el­les Haf­tungs­ri­si­ko für sei­nen Hal­ter. Biss­ver­let­zun­gen, umge­wor­fe­ne Rad­fah­rer, beschä­dig­te Autos – die Scha­dens­sze­na­ri­en sind viel­fäl­tig und kön­nen ohne Ver­si­che­rungs­schutz schnell exis­tenz­be­dro­hend werden.

Was deckt die Hun­de­haft­pflicht ab?

Eine gute Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt alle Schä­den ab, die Ihr Hund an Drit­ten ver­ur­sacht – egal ob Per­so­nen- oder Sach­scha­den. Im Ein­zel­nen umfasst der typi­sche Versicherungsschutz:

  • Biss­ver­let­zun­gen – Arzt­kos­ten, Kran­ken­haus­auf­ent­halt, Behand­lungs­kos­ten, Schmer­zens­geld und dau­er­haf­ter Erwerbs­aus­fall des Opfers
  • Umge­streif­te Per­so­nen – Ver­let­zun­gen, die ent­ste­hen, wenn Ihr Hund jeman­den anspringt oder zu Fall bringt
  • Sach­schä­den – Beschä­dig­te Fahr­rä­der, Autos, Klei­dungs­stü­cke oder ande­re Gegenstände
  • Ver­kehrs­un­fäl­le – Wenn Ihr Hund auf die Fahr­bahn läuft und einen Unfall auslöst
  • Pas­si­ve Rechts­schutz­funk­ti­on – Abwehr unbe­rech­tig­ter Ansprü­che Drit­ter auf Ihre Kosten
  • Miet­sach­schä­den – Schä­den, die Ihr Hund in einer Miet­woh­nung oder einem Feri­en­haus ver­ur­sacht (meist bis zu einer bestimm­ten Höhe)

Emp­foh­le­ne Deckungssumme

Für die Hun­de­haft­pflicht gilt: Min­des­tens 5 Mil­lio­nen Euro Deckungs­sum­me, bes­ser 10 bis 15 Mil­lio­nen Euro. War­um so viel? Weil ein schwe­rer Beiß­un­fall, bei dem das Opfer dau­er­haft erwerbs­un­fä­hig wird, schnell eine Ren­ten­zah­lung über Jahr­zehn­te aus­löst. Die Gesamt­kos­ten für Schmer­zens­geld, medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung und lebens­lan­ge Erwerbs­min­de­rungs-Ren­te kön­nen ohne Wei­te­res 1–3 Mil­lio­nen Euro oder mehr betra­gen. Eine zu nied­ri­ge Deckungs­sum­me lässt Sie auf dem Rest­be­trag sitzen.

Mit­ver­si­cher­te Familienmitglieder

Vie­le Tari­fe schlie­ßen Fami­li­en­mit­glie­der in der Poli­ce mit ein – also Ehe­part­ner, Lebens­part­ner und min­der­jäh­ri­ge Kin­der, die im sel­ben Haus­halt leben. Das bedeu­tet: Auch wenn Ihr Kind beim Spa­zier­gang mit dem Hund einen Scha­den ver­ur­sacht, ist die­ser mit­ver­si­chert. Ach­ten Sie bei der Tarif­aus­wahl dar­auf, wer genau mit­ver­si­chert ist.

Ras­se­lis­ten und gefähr­li­che Hunde

In meh­re­ren Bun­des­län­dern gibt es soge­nann­te Ras­se­lis­ten, die bestimm­te Hun­de­ras­sen als „gefähr­lich” oder „poten­ti­ell gefähr­lich” ein­stu­fen. Für die­se Ras­sen gel­ten beson­de­re Auf­la­gen – und für vie­le Ver­si­che­rer bedeu­tet das: höhe­re Prä­mi­en, Anfor­de­rung einer bestan­de­nen Wesens­prü­fung oder sogar Ableh­nung des Versicherungsantrags.

Typi­scher­wei­se auf Ras­se­lis­ten zu fin­den sind:

  • Ame­ri­can Pit Bull Terrier
  • Ame­ri­can Staf­ford­shire Ter­ri­er / Staf­ford­shire Bullterrier
  • Bull­ter­ri­er
  • Rott­wei­ler (je nach Bundesland)
  • Dober­mann (je nach Bundesland)
  • Mastiff, Masti­no, Masti­no Napo­le­t­a­no (je nach Bundesland)
  • Tosa Inu, Dogo Argen­ti­no, Fila Bra­silei­ro (in vie­len Län­dern verboten)

Wenn Sie einen Hund einer gelis­te­ten Ras­se haben, ist die Suche nach einem geeig­ne­ten Ver­si­che­rer auf­wän­di­ger – es gibt aber Anbie­ter, die sich auf die­sen Bereich spe­zia­li­siert haben. Ver­glei­chen Sie sorgfältig.

Ver­si­che­rung für Welpen

Vie­le Hun­de­hal­ter fra­gen sich, ab wann ihr Wel­pe ver­si­chert sein muss. In Bun­des­län­dern mit gesetz­li­cher Pflicht gilt die Ver­si­che­rungs­pflicht ab dem Zeit­punkt, zu dem das Tier in Ihren Besitz über­geht – also mit dem Kauf oder der Über­nah­me. Schlie­ßen Sie die Ver­si­che­rung des­halb vor oder am sel­ben Tag wie der Ein­zug des Wel­pen ab. Für die Ver­si­che­rung selbst besteht meist kein Mindestalter.

? Tipp: Zweithund-Rabatt Wenn Sie meh­re­re Hun­de hal­ten, bie­ten vie­le Ver­si­che­rer einen Mehr­tier­nach­lass an. Fra­gen Sie beim Abschluss expli­zit danach, um Kos­ten zu sparen. 

Pfer­de­haft­pflicht im Detail

Pfer­de sind fas­zi­nie­ren­de Tie­re – aber auch beacht­li­che Haf­tungs­ri­si­ken. Ein aus­ge­wach­se­nes Pferd kann über 600 Kilo­gramm wie­gen und Kräf­te ent­wi­ckeln, die Men­schen und Fahr­zeu­ge erheb­lich ver­let­zen oder beschä­di­gen kön­nen. Gleich­zei­tig sind Pfer­de Flucht­tie­re mit aus­ge­präg­ten Instink­ten, die in unvor­her­ge­se­he­nen Situa­tio­nen reagie­ren kön­nen. Das macht die Pfer­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung zu einer der wich­tigs­ten Absi­che­run­gen für Pferdehalter.

Hal­ter- vs. Reiterhaftpflicht

Bei der Pfer­de­haft­pflicht wird zwi­schen zwei Per­so­nen­grup­pen unterschieden:

  • Hal­ter­haft­pflicht: Deckt Schä­den ab, die das Pferd ver­ur­sacht, unab­hän­gig davon, wer gera­de mit dem Tier umgeht. Der recht­li­che Hal­ter (Eigen­tü­mer oder der­je­ni­ge, der das Pferd dau­er­haft hält) haf­tet nach § 833 BGB.
  • Rei­ter­haft­pflicht: Schützt den Rei­ter selbst – also die Per­son, die das Pferd in einem bestimm­ten Moment führt oder rei­tet. Das kann ein Freund, ein Mit­glied des Reit­ver­eins oder ein bezahl­ter Reit­leh­rer sein.

In guten Pfer­de­haft­pflicht-Tari­fen sind bei­de Deckungs­ar­ten kom­bi­niert, sodass sowohl Hal­ter als auch auto­ri­sier­te Rei­ter geschützt sind.

Das Ein­stel­ler­pferd

Ein Ein­stel­ler­pferd ist ein Pferd, das nicht im eige­nen Stall, son­dern in einem frem­den Reit­stall oder bei einer Pri­vat­per­son unter­ge­bracht ist. Hier stellt sich die Haf­tungs­fra­ge beson­ders kom­plex dar: Wenn das eing­stell­te Pferd im Stall einen ande­ren Pferd ver­letzt, auf einem ande­ren Tier her­um­tritt oder eine Stall­ar­bei­te­rin beißt, wer haf­tet dann?

Die gute Nach­richt: Vie­le Pfer­de­haft­pflicht-Tari­fe schlie­ßen Schä­den durch Ein­stel­ler­pfer­de expli­zit mit ein, ein­schließ­lich Schä­den an Mit­pfer­den im Stall. Ach­ten Sie beim Tarif­ver­gleich dar­auf, ob die­ses Risi­ko abge­deckt ist.

Tur­nier­pfer­de und Wettkampfeinsatz

Wer sein Pferd bei Tur­nie­ren oder Wett­kämp­fen ein­setzt, braucht beson­de­ren Ver­si­che­rungs­schutz. Bei Ver­an­stal­tun­gen kön­nen erhöh­te Risi­ken ent­ste­hen – durch auf­ge­reg­te Tie­re, enge Situa­tio­nen auf dem Gelän­de oder den Trans­port zum Ver­an­stal­tungs­ort. Vie­le Ver­si­che­rer bie­ten Tur­nier-Bau­stei­ne an, die den Schutz auf Wett­kampf­si­tua­tio­nen erweitern.

Pferd im Straßenverkehr

Eines der häu­figs­ten und teu­ers­ten Scha­dens­sze­na­ri­en bei Pfer­den: Das Pferd bricht aus und läuft auf eine Stra­ße. Kol­li­sio­nen mit Autos kön­nen dabei erheb­li­che Sach­schä­den ver­ur­sa­chen – und wenn Insas­sen ver­letzt wer­den, kön­nen schnell Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen im sech­stel­li­gen oder sie­ben­stel­li­gen Bereich ent­ste­hen. Eine gut abge­stimm­te Pfer­de­haft­pflicht muss auch die­ses Sze­na­rio umfas­send abdecken.

Deck­schä­den

Ein spe­zi­el­les Risi­ko in der Pfer­de­hal­tung sind soge­nann­te Deck­schä­den: Wenn beim natür­li­chen oder künst­li­chen Decken (Besa­mung) Ver­let­zun­gen beim Hengst oder bei der Stu­te ent­ste­hen, kön­nen erheb­li­che Kos­ten ent­ste­hen. Eini­ge Tari­fe bie­ten die­sen Schutz als Zusatz­bau­stein an – beson­ders rele­vant für Züchter.

⚠️ Wich­tig: Kein Ver­si­che­rungs­schutz für den eige­nen Schaden Die Pfer­de­haft­pflicht deckt aus­schließ­lich Schä­den, die Ihr Pferd an Drit­ten ver­ur­sacht. Kos­ten für die tier­ärzt­li­che Behand­lung Ihres eige­nen Pfer­des, für den Tod des Tie­res oder für eige­ne Ver­let­zun­gen beim Rei­ten deckt eine sepa­ra­te Pfer­de-Kran­ken­ver­si­che­rung oder Tier­le­ben-Ver­si­che­rung ab. 

Wei­te­re Tierarten

Über Hun­de und Pfer­de hin­aus gibt es vie­le wei­te­re Tie­re, für die sich Hal­ter mit einer Haft­pflicht­ver­si­che­rung absi­chern soll­ten. Die Risi­ko­la­ge und die recht­li­che Ein­ord­nung unter­schei­den sich dabei deutlich.

Kat­zen – Son­der­fall im Haftpflichtrecht

Kat­zen genie­ßen im deut­schen Recht eine beson­de­re Stel­lung: Sie fal­len zwar auch unter § 833 BGB, kön­nen aber als Haus­tie­re, die zu Erwerbs­zwe­cken gehal­ten wer­den (Aus­nah­me für Nutz­tie­re) oder als typi­sche Haus­tie­re unter die Ent­las­tungs­klau­sel des § 833 Satz 2 BGB fal­len. Das bedeu­tet: Wer nach­wei­sen kann, dass er bei der Beauf­sich­ti­gung sei­ner Kat­ze die erfor­der­li­che Sorg­falt ange­wen­det hat, kann sich von der Haf­tung befreien.

In der Pra­xis ändert das aber wenig: Kat­zen kön­nen trotz­dem erheb­li­che Schä­den ver­ur­sa­chen – eine Kat­ze, die in eine Woh­nung ein­bricht und dort eine teu­re Vase zer­schlägt, oder eine Kat­ze, die einen all­er­gi­schen Schock bei einem Besu­cher aus­löst. Vie­le pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen schlie­ßen Kat­zen als Haus­tie­re bereits ein – prü­fen Sie Ihre bestehen­de Police.

Exo­ti­sche Tie­re und Wildtiere

Wer exo­ti­sche oder wil­de Tie­re hält – von Schlan­gen und Spin­nen über Legua­ne bis hin zu Vogel­spin­nen oder gar Löwen und Tigern – trägt ein erhöh­tes Haf­tungs­ri­si­ko. Die­se Tie­re sind in Deutsch­land teils streng regu­liert (Arten­schutz­recht, Hal­tungs­ver­bo­te), und für ihre Haft­pflicht­ab­si­che­rung gibt es kaum Stan­dard­ta­ri­fe. Spe­zi­al­ver­si­che­rer und Mak­ler kön­nen hier wei­ter­hel­fen. Im Scha­dens­fall wer­den Gerich­te häu­fig beson­ders stren­ge Maß­stä­be anlegen.

Nutz­tie­re – Rin­der, Scha­fe, Ziegen

Wer Rin­der, Scha­fe, Zie­gen oder Schwei­ne hält, trägt eben­falls erheb­li­che Haf­tungs­ri­si­ken. Ent­lau­fe­ne Rin­der auf der Auto­bahn oder eine Schaf­her­de, die ein Fahr­zeug zum Aus­wei­chen zwingt – sol­che Sze­na­ri­en sind in länd­li­chen Gegen­den kei­ne Sel­ten­heit. Für land­wirt­schaft­li­che Betrie­be gibt es spe­zi­el­le land­wirt­schaft­li­che Betriebs­haft­pflicht­ver­si­che­run­gen, die die­se Risi­ken abde­cken. Hob­by­hal­ter von Nutz- oder Klein­tie­ren soll­ten prü­fen, ob ihre pri­va­te Haft­pflicht die­se einschließt.

Imke­rei – Imkerhaftpflicht

Bie­nen sind recht­lich eine Grau­zo­ne: Sie sind grund­sätz­lich „her­ren­los”, sobald ein Schwarm ent­flo­gen ist. Den­noch haf­tet ein Imker, wenn sein Bie­nen­volk jeman­den sticht und die­ser Per­son dar­aus Schä­den ent­ste­hen (z.B. ein schwe­rer all­er­gi­scher Schock). Die Imker­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist ein Nischen­pro­dukt, aber für akti­ve Imker sehr emp­feh­lens­wert. Vie­le Imker­ver­ei­ne bie­ten ihren Mit­glie­dern güns­ti­ge Sam­mel­ver­trä­ge an – infor­mie­ren Sie sich beim loka­len Imkerverband.

Hüh­ner, Enten und ande­res Geflügel

Auch Hüh­ner oder Enten kön­nen Schä­den ver­ur­sa­chen – etwa wenn frei­lau­fen­des Geflü­gel auf eine Stra­ße läuft. Für die­se Tie­re gibt es kei­ne Spe­zi­al­ver­si­che­rung; in der Regel sind sie über die land­wirt­schaft­li­che Betriebs­haft­pflicht oder über eine pri­va­te Haft­pflicht (bei Hob­by­tier­hal­tung) abzusichern.

Leis­tun­gen im Überblick

Wel­che Schä­den eine Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung kon­kret abdeckt, hängt vom Tarif ab. Die fol­gen­de Tabel­le zeigt die typi­schen Leis­tungs­bau­stei­ne eines guten Tarifs. Ach­ten Sie bei der Aus­wahl nicht nur auf die Deckungs­sum­me, son­dern auch auf mög­li­che Sub­li­mits und Aus­schlüs­se im Kleingedruckten.

Scha­dens­art Beschrei­bung Deckungs­sum­me (Richt­wert)
Per­so­nen­schä­den Ver­let­zun­gen durch das Tier – Arzt­kos­ten, Kran­ken­haus­auf­ent­halt, Schmer­zens­geld, Erwerbs­aus­fall, dau­er­haf­te Erwerbsminderungsrente bis 15 Mio. €
Sach­schä­den Beschä­dig­tes oder zer­stör­tes Eigen­tum Drit­ter – Autos, Fahr­rä­der, Klei­dung, Einrichtungsgegenstände bis 15 Mio. €
Ver­mö­gens­schä­den Fol­ge­schä­den aus Sach- oder Per­so­nen­schä­den, die zu einem finan­zi­el­len Ver­lust beim Geschä­dig­ten führen bis 15 Mio. €
Pas­si­ve Rechtsschutzfunktion Die Ver­si­che­rung prüft Ansprü­che und wehrt unbe­rech­tig­te oder über­höh­te For­de­run­gen auf Kos­ten des Ver­si­che­rers ab inklu­si­ve
Miet­sach­schä­den Schä­den, die Ihr Tier an gemie­te­ten Objek­ten ver­ur­sacht (Miet­woh­nung, Feri­en­haus, Hotelzimmer) bis 100.000 €

Zusatz­bau­stei­ne und Erweiterungen

Je nach Anbie­ter kön­nen fol­gen­de optio­na­le Erwei­te­run­gen in den Tarif ein­ge­schlos­sen werden:

  • For­de­rungs­aus­fall­schutz: Sie wer­den von einem unver­si­cher­ten Tier­hal­ter geschä­digt – Ihre Ver­si­che­rung zahlt dann für Sie als Opfer
  • Schlüs­sel­ver­lust: Wenn Ihr Tier einen frem­den Schlüs­sel beschä­digt oder frisst
  • Deck­schä­den (Pferd): Ver­let­zun­gen beim Deckakt
  • Tur­nier­schutz (Pferd): Erwei­ter­ter Schutz bei Tur­nie­ren und Wettkämpfen
  • Aus­land-Schutz: Deckung für Schä­den im euro­päi­schen Aus­land, z.B. im Urlaub mit dem Hund
  • Pfle­ge­kos­ten für Wel­pen: Wenn Sie ein frem­des Tier hüten und die­ses einen Scha­den verursacht

Video: Was ist NICHT ver­si­chert – und wann der Tier­hü­ter mit­ver­si­chert ist

  • Nicht ver­si­chert sind z. B. Schä­den an eige­nen Sachen oder am eige­nen Tier sowie vor­sätz­lich ver­ur­sach­te Schäden.
  • Wer Tie­re gewerb­lich hält oder züch­tet, braucht einen spe­zi­el­len gewerb­li­chen Tarif – die pri­va­te Poli­ce reicht dann nicht.
  • Gro­ßer Plus­punkt guter Tari­fe: die Tier­hü­ter-Mit­ver­si­che­rung – passt z. B. ein Freund oder eine Hun­de­sit­te­rin auf Ihr Tier auf, ist auch die­se Per­son geschützt. Ach­ten Sie beim Ver­gleich genau darauf.
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Die Tier­hal­ter­haft­pflicht zahlt viel, aber nicht alles. Die­se Gren­zen soll­ten Sie ken­nen. Nicht ver­si­chert sind zum Bei­spiel Schä­den an Ihren eige­nen Sachen oder an Ihrem eige­nen Tier, sowie vor­sätz­lich ver­ur­sach­te Schä­den. Wich­tig auch: Wer Tie­re gewerb­lich hält oder züch­tet, braucht einen spe­zi­el­len gewerb­li­chen Tarif, die pri­va­te Poli­ce reicht dann nicht. Ein gro­ßer Plus­punkt guter Tari­fe ist dage­gen die Tier­hü­ter-Mit­ver­si­che­rung: Passt zum Bei­spiel ein Freund oder eine Hun­de­sit­te­rin auf Ihr Tier auf und es pas­siert ein Scha­den, ist auch die­se Per­son geschützt. Ach­ten Sie beim Ver­gleich genau auf die­se Punk­te. Ver­glei­chen Sie die Tari­fe jetzt kos­ten­los auf versicherungsvergleiche.de.

Was ist NICHT versichert?

Eben­so wich­tig wie zu wis­sen, was ver­si­chert ist, ist das Wis­sen dar­über, wel­che Schä­den von der Tier­hal­ter­haft­pflicht nicht gedeckt wer­den. Hier die wich­tigs­ten Ausschlüsse:

? Typi­sche Aus­schlüs­se in der Tierhalterhaftpflicht
  • Vor­sätz­lich her­bei­ge­führ­te Schä­den: Wenn Sie Ihr Tier bewusst auf jeman­den het­zen oder gezielt ein­set­zen, um Schä­den zu ver­ur­sa­chen, besteht kein Ver­si­che­rungs­schutz. Vor­satz schließt den Ver­si­che­rungs­schutz aus.
  • Schä­den am eige­nen Tier: Die Tier­hal­ter­haft­pflicht schützt nur vor Schä­den, die Ihr Tier an Drit­ten ver­ur­sacht. Tier­arzt­kos­ten für Ihres eige­nes Tier sind nicht ver­si­chert – dafür gibt es die Tier­kran­ken­ver­si­che­rung.
  • Beruf­li­che oder gewerb­li­che Nut­zung des Tie­res: Wenn Sie Ihr Tier gewerb­lich ein­set­zen – etwa als Schutz- oder Wach­hund für ein Unter­neh­men, als The­ra­pie­hund mit Ver­gü­tung oder als Reit­tier für den Betrieb einer Reit­schu­le – brau­chen Sie eine gewerb­li­che Haft­pflicht oder Betriebs­haft­pflicht. Die pri­va­te Tier­hal­ter­haft­pflicht deckt das nicht ab.
  • Ver­trag­li­che Haf­tung: Wenn Sie ver­trag­lich mehr Haf­tung über­nom­men haben, als Sie gesetz­lich müss­ten (z.B. durch eine Klau­sel im Stall­ver­trag), deckt die Ver­si­che­rung nur die gesetz­li­che Haf­tung, nicht die dar­über hin­aus­ge­hen­de vertragliche.
  • Eigen­schä­den: Schä­den, die Sie selbst erlei­den – z.B. wenn Sie von Ihrem eige­nen Hund gebis­sen wer­den – sind nicht ver­si­chert. Dafür müss­ten Sie eine eige­ne Unfall­ver­si­che­rung haben.
  • Schä­den an mit­ver­si­cher­ten Per­so­nen: Schä­den, die das Tier an mit­ver­si­cher­ten Fami­li­en­mit­glie­dern ver­ur­sacht (z.B. eige­ner Ehe­part­ner), sind in der Regel ausgeschlossen.
  • Tier­kampf und Het­zen: Wenn Ihr Tier bei einem orga­ni­sier­ten Tier­kampf oder durch absicht­li­ches Auf­het­zen Schä­den ver­ur­sacht, besteht kein Schutz. Man­che Tari­fe bie­ten einen Zusatz­bau­stein für unbe­ab­sich­tig­te Rau­fe­rei­en zwi­schen Tieren.
  • Schä­den durch nicht gemel­de­te Tie­re: Wenn Sie meh­re­re Tie­re haben und nur eines ange­mel­det ist, sind Schä­den durch das nicht ver­si­cher­te Tier nicht gedeckt. Ver­si­chern Sie alle Tie­re korrekt.
  • Krieg, Ter­ror und Kern­ener­gie: Stan­dard-Aus­schlüs­se, die in prak­tisch allen Haft­pflicht­po­li­cen ent­hal­ten sind.

Kos­ten im Überblick

Was kos­tet eine Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung? Die gute Nach­richt: Im Ver­hält­nis zum mög­li­chen Scha­dens­ri­si­ko ist die Prä­mie sehr güns­tig. Schon für weni­ge Euro im Monat lässt sich ein soli­der Grund­schutz auf­bau­en. Die tat­säch­li­che Prä­mie hängt von meh­re­ren Fak­to­ren ab.

?
Hun­de­haft­pflicht Basis
ab 40 €
pro Jahr / 5 Mio. € Deckung
?
Pfer­de­haft­pflicht
ab 50 €
pro Jahr / 5 Mio. € Deckung

Kos­ten­fak­to­ren im Detail

Fak­tor Ein­fluss auf die Prämie Bei­spiel
Tier­art Hoch Hund vs. Pferd: unter­schied­li­che Schadenpotenziale
Ras­se / Größe Mit­tel Kampf­hund (Ras­se­lis­te) deut­lich teu­rer als Pudel
Deckungs­sum­me Mit­tel 5 Mio. vs. 15 Mio. € ca. 20–40 % Unterschied
Selbst­be­tei­li­gung Nied­rig bis mittel 150 € SB senkt die Prä­mie um ca. 10–15 %
Wohn­ort / Bundesland Nied­rig Man­che Ver­si­che­rer berech­nen regio­nal, ande­re pauschal
Anzahl der Tiere Nied­rig Zwei­tes Tier oft mit Rabatt mitversicherbar

Jah­res­prä­mie vs. monat­li­che Zahlung

Die meis­ten Ver­si­che­rer bie­ten sowohl Jah­res- als auch monat­li­che oder vier­tel­jähr­li­che Zah­lungs­wei­se an. Wer jähr­lich zahlt, spart in der Regel 3–8 % gegen­über der monat­li­chen Zah­lungs­wei­se. Für die ohne­hin güns­ti­gen Tier­hal­ter­haft­pflicht-Prä­mi­en lohnt sich die Jah­res­zah­lung fast immer.

Wor­auf beim Ver­gleich achten

Nicht jede Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist gleich. Wer sich nur am Preis ori­en­tiert, ris­kiert im Scha­dens­fall unan­ge­neh­me Über­ra­schun­gen. Die fol­gen­den fünf Schrit­te hel­fen Ihnen, den rich­ti­gen Tarif zu finden.

  1. Tier­art, Ras­se und indi­vi­du­el­le Risi­ken bestimmen Ermit­teln Sie zunächst genau, für wel­che Tie­re Sie Ver­si­che­rungs­schutz benö­ti­gen. Han­delt es sich um eine gelis­te­te Hun­de­ras­se? Wird das Pferd auch bei Tur­nie­ren ein­ge­setzt? Hal­ten Sie meh­re­re Tie­re? Die­se Fra­gen beein­flus­sen direkt, wel­che Tari­fe für Sie in Fra­ge kommen. 
  2. Aus­rei­chend hohe Deckungs­sum­me wählen Wäh­len Sie eine Deckungs­sum­me von min­des­tens 5 Mil­lio­nen Euro – bes­ser 10 bis 15 Mil­lio­nen Euro. Bei Pfer­den, die am Stra­ßen­ver­kehr teil­neh­men, oder bei gro­ßen Hun­de­ras­sen mit hohem Ver­let­zungs­po­ten­zi­al ist eine hohe Deckungs­sum­me beson­ders wich­tig. Die Mehr­kos­ten für eine höhe­re Deckung sind in der Regel sehr überschaubar. 
  3. Leis­tungs­um­fang und Aus­schlüs­se genau prüfen Lesen Sie die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen (AVB) auf­merk­sam. Ach­ten Sie beson­ders auf: mit­ver­si­cher­te Per­so­nen (nur Hal­ter? auch Fami­li­en­mit­glie­der?), Miet­sach­schä­den (Limit?), Schä­den im Aus­land, Schlüs­sel­ver­lust, und ob Schä­den zwi­schen meh­re­ren Tie­ren des­sel­ben Hal­ters ein­ge­schlos­sen sind. 
  4. Meh­re­re Ange­bo­te ver­glei­chen – und nicht nur den Preis Nut­zen Sie Ver­gleichs­por­ta­le und unab­hän­gi­ge Mak­ler, um meh­re­re Ange­bo­te ein­zu­ho­len. Ach­ten Sie nicht nur auf die Jah­res­prä­mie, son­dern auf das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis: Ein güns­ti­ger Tarif mit vie­len Aus­schlüs­sen ist schlech­ter als ein etwas teu­re­rer mit umfas­sen­dem Schutz. 
  5. Abschluss, Doku­men­ta­ti­on und lau­fen­de Überprüfung Nach dem Abschluss: Bewah­ren Sie den Ver­si­che­rungs­schein sicher auf. In Bun­des­län­dern mit Pflicht­ver­si­che­rung soll­ten Sie den Nach­weis immer griff­be­reit haben. Über­prü­fen Sie die Ver­si­che­rung jähr­lich – ändert sich die Lebens­si­tua­ti­on (Umzug, neu­es Tier, geän­der­ter Nut­zungs­zweck), soll­ten Sie Ihre Poli­ce anpassen. 
? Unab­hän­gi­ge Bera­tung nutzen Ein unab­hän­gi­ger Ver­si­che­rungs­mak­ler ist an kein bestimm­tes Unter­neh­men gebun­den und kann Ihnen wirk­lich pas­sen­de Tari­fe emp­feh­len. Bei kom­ple­xen Risi­ken (Ras­se­lis­ten-Hun­de, gewerb­li­che Nut­zung, exo­ti­sche Tie­re) ist pro­fes­sio­nel­le Bera­tung beson­ders wertvoll. 

Häu­fi­ge Fra­gen zur Tierhalterhaftpflicht

Hier fin­den Sie Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fra­gen rund um die Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Kli­cken Sie auf eine Fra­ge, um die Ant­wort einzublenden.

Ja – aus zwei Grün­den. Ers­tens ist die Hun­de­haft­pflicht in 7 Bun­des­län­dern (Ber­lin, Ham­burg, Nie­der­sach­sen, Saar­land, Sach­sen-Anhalt, Schles­wig-Hol­stein, Thü­rin­gen) gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Wer dort kei­nen Ver­si­che­rungs­nach­weis hat, ris­kiert Buß­gel­der von bis zu 10.000 Euro.

Zwei­tens haf­ten Sie als Hun­de­hal­ter nach § 833 BGB für alle Schä­den, die Ihr Hund ver­ur­sacht – ohne Rück­sicht auf eige­nes Ver­schul­den (Gefähr­dungs­haf­tung). Ein ein­zi­ger schwe­rer Beiß­un­fall kann Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen in Mil­lio­nen­hö­he aus­lö­sen. Ohne Ver­si­che­rung haf­ten Sie mit Ihrem gesam­ten Ver­mö­gen. Die pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung schließt Hun­de in der Regel aus. Eine sepa­ra­te Hun­de­haft­pflicht ist daher für jeden Hun­de­hal­ter unbe­dingt zu empfehlen.

Die Kos­ten hän­gen von Ras­se, Deckungs­sum­me und Anbie­ter ab. Als gro­be Orientierung:

  • Basis-Tarif (kleiner/mittelgroßer Hund, kei­ne Ras­se­lis­te): ab ca. 40–60 € pro Jahr
  • Pre­mi­um-Tarif (hohe Deckungs­sum­me, mehr Leis­tun­gen): ca. 80–120 € pro Jahr
  • Hun­de auf Ras­se­lis­ten: ca. 100–200+ € pro Jahr, je nach Versicherer

Im Monat ent­spricht das oft weni­ger als 10 Euro – ein sehr güns­ti­ger Schutz ange­sichts des mög­li­chen Haf­tungs­ri­si­kos in Mil­lio­nen­hö­he. Nut­zen Sie einen Ver­gleichs­rech­ner, um den bes­ten Preis für Ihren indi­vi­du­el­len Fall zu finden.

Stand Juni 2026 ist die Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung in fol­gen­den 7 Bun­des­län­dern gesetz­lich vorgeschrieben:

  • Ber­lin (Buß­geld bis 10.000 €)
  • Ham­burg (bis 5.000 €)
  • Nie­der­sach­sen (bis 5.000 €)
  • Saar­land (bis 2.000 €)
  • Sach­sen-Anhalt (bis 1.000 €)
  • Schles­wig-Hol­stein (bis 5.000 €)
  • Thü­rin­gen (bis 2.500 €)

In Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Bran­den­burg, Bre­men, Hes­sen, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nord­rhein-West­fa­len, Rhein­land-Pfalz und Sach­sen besteht kei­ne gesetz­li­che Pflicht. Den­noch ist die Ver­si­che­rung dort drin­gend zu empfehlen.

In den aller­meis­ten Fäl­len: Nein. Hun­de und Pfer­de sind in der Regel aus­drück­lich aus der pri­va­ten Haft­pflicht­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen, weil für sie die Gefähr­dungs­haf­tung nach § 833 BGB gilt – ein Risi­ko, das pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rer nicht pau­schal übernehmen.

Ver­ein­zel­te Aus­nah­men: Man­che moder­nen PHV-Tari­fe schlie­ßen Hun­de als optio­na­len Zusatz­bau­stein ein. Prü­fen Sie Ihre bestehen­de Poli­ce genau – schau­en Sie in die Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen oder fra­gen Sie Ihren Ver­si­che­rer direkt. Wenn Hun­de nicht expli­zit ein­ge­schlos­sen sind, brau­chen Sie eine sepa­ra­te Hundehaftpflicht.

Bei­de Ver­si­che­run­gen schüt­zen Tier­hal­ter vor Haf­tungs­an­sprü­chen nach § 833 BGB, sind aber auf die jewei­li­gen Tier­ar­ten und ihre spe­zi­fi­schen Risi­ken zugeschnitten:

  • Hun­de­haft­pflicht: Fokus auf Biss­ver­let­zun­gen, Umwerf­schä­den, Ver­kehrs­un­fäl­le durch frei­lau­fen­de Hun­de; ent­hält oft spe­zi­el­le Rege­lun­gen für Rasselisten-Hunde
  • Pfer­de­haft­pflicht: Umfasst auch die Rei­ter­haft­pflicht, Ein­stel­ler­pferd-Schä­den, Deck­schä­den (optio­nal), Tur­nier­schutz; beson­ders rele­vant für Stra­ßen­ver­kehrs­schä­den durch aus­ge­bro­che­ne Pferde

Bei­de kön­nen bei man­chen Anbie­tern in einem kom­bi­nier­ten Tarif abge­schlos­sen wer­den, wenn Sie sowohl Hun­de als auch Pfer­de halten.

§ 833 BGB ist die zen­tra­le Haf­tungs­grund­la­ge für Tier­hal­ter in Deutsch­land. Der Geset­zes­text lau­tet sinn­ge­mäß: Wer ein Tier hält, muss den Scha­den erset­zen, den das Tier an Per­so­nen oder Sachen ver­ur­sacht – und zwar unab­hän­gig davon, ob den Hal­ter ein Ver­schul­den trifft.

Das ist das Prin­zip der Gefähr­dungs­haf­tung: Tie­re sind von Natur aus unbe­re­chen­bar. Wer ein sol­ches Tier hält, schafft ein Risi­ko für ande­re – und trägt dafür die Ver­ant­wor­tung, ganz ohne dass ihm ein Feh­ler nach­ge­wie­sen wer­den müsste.

Prak­ti­sche Kon­se­quenz: Beißt Ihr Hund jeman­den, springt Ihr Pferd über den Zaun und ver­ur­sacht einen Unfall, oder reißt sich Ihr Tier los und schä­digt jeman­den – in all die­sen Fäl­len haf­ten Sie in vol­ler Höhe. Das Scha­den­po­ten­zi­al kann exis­tenz­be­dro­hend sein. Die Tier­hal­ter­haft­pflicht ist die ein­zi­ge Mög­lich­keit, sich dage­gen wirk­sam abzusichern.

Die Tier­hal­ter­haft­pflicht deckt Schä­den ab, die Ihr Tier an Drit­ten ver­ur­sacht – also nicht an Ihnen selbst oder mit­ver­si­cher­ten Per­so­nen. Im Einzelnen:

  • Per­so­nen­schä­den: Arzt- und Kran­ken­haus­kos­ten, Schmer­zens­geld, Erwerbs­aus­fall, dau­er­haf­te Erwerbsminderungsrente
  • Sach­schä­den: Beschä­dig­te Fahr­zeu­ge, Fahr­rä­der, Klei­dung, Einrichtungsgegenstände
  • Ver­mö­gens­schä­den: Finan­zi­el­le Fol­ge­schä­den aus Per­so­nen- oder Sachschäden
  • Pas­si­ve Rechts­schutz: Abwehr unbe­rech­tig­ter Ansprü­che auf Kos­ten des Versicherers
  • Miet­sach­schä­den: Schä­den an gemie­te­ten Woh­nun­gen oder Feri­en­häu­sern (je nach Tarif)

Für Kat­zen gibt es in Deutsch­land kei­ne gesetz­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht. Recht­lich gilt: Kat­zen als typi­sche Haus­tie­re (Luxus­tie­re) unter­lie­gen zwar auch § 833 BGB, aber für Hal­ter von Haus­tie­ren, die zu pri­va­ten Zwe­cken gehal­ten wer­den, besteht nach § 833 Satz 2 BGB eine Ent­las­tungs­mög­lich­keit: Wer nach­weist, dass er die erfor­der­li­che Sorg­falt bei der Tier­hal­tung beach­tet hat, haf­tet nicht.

Den­noch kann eine Ver­si­che­rung für Kat­zen sinn­voll sein, da Schä­den durch Kat­zen (z.B. in Miet­woh­nun­gen, bei All­er­gien, durch Krat­zen an teu­ren Möbeln Drit­ter) ent­ste­hen kön­nen. Prü­fen Sie zunächst Ihre bestehen­de pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung – vie­le schlie­ßen Kat­zen und ande­re Klein­tie­re bereits stan­dard­mä­ßig ein.

Exper­ten und Ver­brau­cher­schüt­zer emp­feh­len für die Tier­hal­ter­haft­pflicht eine Min­dest-Deckungs­sum­me von 5 Mil­lio­nen Euro. Noch bes­ser sind 10 bis 15 Mil­lio­nen Euro, denn:

  • Schwe­re Biss­ver­let­zun­gen mit dau­er­haf­ter Erwerbs­min­de­rung kön­nen Gesamt­for­de­run­gen von 1–3 Mio. € erzeu­gen (Schmer­zens­geld + Ren­te + Behand­lungs­kos­ten über Jahrzehnte)
  • Schwe­re Ver­kehrs­un­fäl­le durch aus­ge­büx­te Pfer­de oder Hun­de kön­nen meh­re­re Ver­letz­te gleich­zei­tig betreffen
  • Gerichts­kos­ten und Sach­ver­stän­di­gen­ho­no­ra­re kom­men obendrauf

Der Preis­un­ter­schied zwi­schen 5 Mio. und 15 Mio. Deckungs­sum­me beträgt oft nur 15–30 € pro Jahr – das ist gut ange­leg­tes Geld. Wäh­len Sie lie­ber etwas mehr Deckung als im Ernst­fall auf dem Rest sit­zen zu bleiben.

Ras­se­lis­ten sind län­der­spe­zi­fi­sche Ver­ord­nun­gen, die bestimm­te Hun­de­ras­sen als „gefähr­lich” oder „beiß­ge­fähr­det” ein­stu­fen. Die Ein­stu­fung basiert auf sta­tis­ti­schen Beiß­un­fäl­len und Risi­ko­be­wer­tun­gen. Die Lis­ten vari­ie­ren von Bun­des­land zu Bun­des­land erheblich.

Typisch auf Ras­se­lis­ten zu fin­den (je nach Bun­des­land unterschiedlich):

  • Ame­ri­can Pit Bull Terrier
  • Ame­ri­can Staf­ford­shire Terrier
  • Staf­ford­shire Bullterrier
  • Bull­ter­ri­er
  • Rott­wei­ler
  • Dober­mann (in eini­gen Ländern)
  • Mastiff, Masti­no Napo­le­t­a­no, Cane Corso
  • Dogo Argen­ti­no, Fila Bra­silei­ro, Tosa Inu (in vie­len Län­dern verboten)

Für gelis­te­te Hun­de gilt: Vie­le Ver­si­che­rer ver­lan­gen höhe­re Prä­mi­en, eine bestan­de­ne Wesens­prü­fung des Hun­des oder leh­nen die Ver­si­che­rung ab. Es gibt aber auf die­se Hun­de spe­zia­li­sier­te Ver­si­che­rer – schau­en Sie sich gezielt nach einem Anbie­ter um, der Ihren Hund akzep­tiert, und ver­glei­chen Sie die Kon­di­tio­nen sorgfältig.

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Was ist eine Tierhalterhaftpflicht?

Eine Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist eine gesetz­lich in vie­len Bun­des­län­dern vor­ge­schrie­be­ne Haft­pflicht­ver­si­che­rung für Hal­ter von Hun­den, Pfer­den und ande­ren Tie­ren, die Schä­den abdeckt, die das Tier an Drit­ten oder deren Eigen­tum ver­ur­sacht. Da Tier­hal­ter nach deut­schem Recht ver­schul­dens­un­ab­hän­gig für alle Schä­den ihrer Tie­re haf­ten, ist die Ver­si­che­rung unverzichtbar.

Gemäß §60 VVG weisen wir auf eine eingeschränkte Versicherer- und Tarifauswahl hin.

Nicht enthalten im Versicherungsvergleich auf versicherungsvergleiche.de sind insbesondere Versicherungsunternehmen und deren Tarife, die nicht mit freien Versicherungsmaklern zusammenarbeiten und die dem Makler in der Regel auch keine Informationen zu aktuellen Preisen und Bedingungen zur Verfügung stellen