Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Ver­gleich
Gebäu­de­ver­si­che­rung Vergleich

Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­run­gen Kos­ten und Leis­tun­gen im Test!
Gebäu­de­ver­si­che­rung ver­glei­chen und sparen! 

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Sie möch­ten Ihr Haus ver­si­chern und eine güns­ti­ge Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abschließen?

Bit­te machen Sie dazu in unse­rem Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­run­gen Ver­gleich u.a. Anga­ben zum Bau­jahr Ihres Gebäu­des, der Grö­ße bzw. der Wohn­flä­che Ihres Wohn­ge­bäu­des, der Post­leit­zahl, der Anzahl der vor­han­de­nen Geschos­se sowie der ent­spre­chen­den Wohn­ge­bäu­de-Aus­stat­tung. Geben Sie bit­te auch an, um wel­che Bau­art­klas­se es sich bei Ihrem Gebäu­de han­delt. Es wird unter­schie­den zwi­schen fünf Bau­art­klas­sen bei her­kömm­lich gebau­ten Häu­sern und drei Fer­tig­haus-Bau­art­klas­sen. Machen Sie bit­te bei älte­ren Gebäu­den eben­falls Anga­ben dar­über, ob es bereits durch­ge­führ­te Sanie­rungs­mass­nah­men (z.B. Dach, Lei­tungs­was­ser­roh­re, Hei­zungs­roh­re, Elek­tro­lei­tun­gen, Fens­ter usw.) an Ihrem Wohn­ge­bäu­de gab und ob bzw. wie vie­le Gara­gen oder Car­ports zu Ihrem Gebäu­de gehö­ren. Sofern Ihnen bereits der oft für die Berech­nung der Ver­si­che­rungs­prä­mie einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung benö­tig­te Wert 1914 bekannt ist, weil die­ser z.B. in Ihrer bestehen­den Ver­si­che­rungs­po­li­ce zur Gebäu­de­ver­si­che­rung ange­ge­be­ne ist, so kön­nen Sie auch die­sen Wert ent­spre­chend in den Gebäu­de­ver­si­che­rung Ver­gleich ein­tra­gen und fin­den dann schnell eine güns­ti­ge Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung für Ihr Haus. Nut­zen Sie jetzt unse­ren Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Ver­gleich kos­ten­frei und fin­den Sie so mit weni­gen Klicks bzw. Anga­ben, die für Sie bes­te Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung, um dann Ihre even­tu­ell bereits bestehen­de Gebäu­de­ver­si­che­rung zu kün­di­gen und in eine güns­ti­ge­re Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung oder eine neue, beson­ders leis­tungs­star­ke Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zu wechseln.

Die gesetz­li­che Erst­in­for­ma­ti­on infor­miert Sie über unse­re Tätig­keit als Ver­si­che­rungs­mak­ler. Die Ver­mittl­er­richt­li­nie sieht vor, dass wir Ihnen die­se Erst­in­for­ma­ti­on vor der Ver­gleichs­be­rech­nung zur Ver­fü­gung stel­len. Mit der Nut­zung unse­res Ver­gleichs­rech­ners bestä­ti­gen Sie, die Erst­in­for­ma­ti­on für Ver­si­che­rungs­mak­ler gemäß §15 Vers­VermV gele­sen und her­un­ter­ge­la­den zu haben.

Nütz­li­che Infor­ma­tio­nen zum Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Ver­gleich bzw. Gebäu­de­ver­si­che­rung Vergleich

Wis­sens­wer­tes zu Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Kos­ten, Leis­tun­gen, Abschluss, Kün­di­gung und für den Scha­den­fall in der Wohngebäudeversicherung

Grund­sätz­lich benö­tigt jeder Haus­be­sit­zer eine mög­lichst leis­tungs­star­ke Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung.

Das eige­ne Heim ist in der Regel der teu­ers­te Kauf des Lebens. Daher ist es selbst­ver­ständ­lich, sich gegen Gefah­ren die den “eige­nen vier Wän­den” dro­hen kön­nen, mög­lichst umfas­send abzusichern.

Bei den meis­ten finan­zier­ten Gebäu­den wird zudem in der Regel von Sei­ten der finan­zie­ren­den Bank aus, eine Gebäu­de­ver­si­che­rung für den Schutz des Hau­ses zwin­gend verlangt.

In der Regel gibt es kei­ne Pflicht eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abzuschließen.

Da es sich jedoch wohl um die teu­ers­te Anschaf­fung im Leben eines Men­schen han­delt, ist zur Absi­che­rung des finan­zi­el­len Risi­kos, der Abschluß einer Wohn­ge­bäu­de Ver­si­che­rung immer anzuraten. 

Meis­tens ver­lan­gen auch die finan­zie­ren­den Ban­ken den Abschluß einer Gebäu­de­ver­si­che­rung.

Der Abschluß einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung kann ent­we­der bereits zu Beginn der Bau­ar­bei­ten abge­schlos­sen wer­den, um über den Wohn­ge­bäu­de Ver­trag bereits eine kos­ten­freie Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung zu erhal­ten oder ab Bezugs­fer­tig­keit des Gebäudes.

Grund­sätz­lich kann immer nur der Gebäu­de­ei­gen­tü­mer eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abschließen.

Mie­ter eines Gebäu­de kön­nen kei­ne Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abschließen.

Bei einem Gebäu­de mit meh­re­ren Eigen­tums­woh­nun­gen müs­sen alle Eigen­tü­mer als soge­nann­te Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft die Gebäu­de­ver­si­che­rung abschließen.

Um ein Ange­bot für eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zu erhal­ten wer­den fol­gen­de Daten benötigt:

  • Anschrift des Gebäude
  • Bau­art­klas­se des Gebäu­de
  • Gebäu­de­typ (Ein­fa­mi­li­en­haus, Zwei­fa­mi­li­en­haus, Dop­pel­haus, Mehrfamilienhaus)
  • Wohn­flä­che des Gebäude
  • Anzahl Garagen/Carports
  • sind Neben­ge­bäu­de vorhanden?
  • Nut­zungs­art (pri­vat oder gewerblich)
  • Aus­stat­tungs­merk­ma­le (z.B. Fuß­bo­den­hei­zung, Pool, Kli­ma­an­la­ge, Photovoltaikanlage)
  • Ver­si­che­rungs­um­fang (Feu­er, Leis­tungs­was­ser, Sturm/Hagel, Glas­ver­si­che­rung, Elementarversicherung)

 

Bei älte­ren Gebäu­den wer­den zusätz­lich Anga­ben zu schon durch­ge­führ­ten Sanie­rungs­maß­nah­men erforderlich.

Im Rah­men einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zäh­len fol­gen­de Räu­me zur Wohn­flä­che:

  • Schlaf­zim­mer
  • Wohn­zim­mer
  • Eßzim­mer
  • Flur
  • Bade­zim­mer
  • Toi­let­ten
  • Arbeits­zim­mer
  • Hob­by­räu­me
  • sons­ti­ge zu Wohn­zwe­cken genutz­te Kellerräume
  • Win­ter­gär­ten
  • Schwimm­bä­der im Haus

Nicht zur Wohn­flä­che in der Gebäu­de­ver­si­che­rung gezählt werden:

  • Trep­pen
  • Lager­räu­me im Keller
  • Lager­räu­me im Dachboden
  • Hei­zungs­räu­me
  • Wasch­kü­che
  • Bal­ko­ne
  • Log­gi­en
  • Ter­ras­sen

Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Kos­ten hän­gen von einer gan­zen Rei­he unter­schied­li­cher Fak­to­ren ab.

Die nach­fol­gen­den Fak­to­ren wir­ken sich maß­geb­lich auf die Bei­trä­ge bzw. Ver­si­che­rungs­prä­mie für eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung aus:

  • die Grö­ße bzw. Wohn­flä­che des Wohngebäude 
  • der Wert bzw. Neu­bau­wert des Wohngebäude
  • das Alter des Wohngebäude
  • die Bau­wei­se des Wohn­ge­bäu­de (Zie­gel­bau­wei­se, Holz­haus oder Fer­tig­haus)
  • der Stand­ort des Gebäudes
  • dem zu ver­si­chern­den Ver­si­che­rungs­schutz bzw. Versicherungsumfang

Ver­si­chert in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung sind grund­sätz­lich die im Ver­si­che­rungs­ver­trag bezeich­ne­ten Gebäu­de, Neben­ge­bäu­de sowie Gara­gen. Zube­hör, das der Instand­hal­tung oder der Nut­zung zu Wohn­zwe­cken dient, gilt übli­cher­wei­se eben­falls als mitversichert.

Wei­te­res Zube­hör sowie sons­ti­ge Grund­stück­be­stand­tei­le auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück sind in der Regel nur auf­grund beson­de­rer Ver­ein­ba­rung versichert.

Die Ver­bun­de­ne Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung umfasst Schä­den durch:

  • Brand, Blitz­schlag, Explo­si­on (Feu­er)
  • Lei­tungs­was­ser, Rohr­bruch und Frost
  • Sturm und Hagel
  • Ele­men­tar­ereig­nis­se (nur sofern extra in den Ver­trag eingeschlossen!)

Ver­si­chert sind infol­ge eines Ver­si­che­rungs­fal­les in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung u.a. auch die not­wen­di­gen Kosten:

  • für das Auf­räu­men und den Abbruch von Sachen (Auf­räu­mungs- oder Abbruch­kos­ten)
  • die dadurch ent­ste­hen, dass ande­re Sachen bewegt, ver­än­dert oder geschützt wer­den müs­sen (Bewe­gungs- oder Schutz­kos­ten)

für Maß­nah­men, auch erfolg­lo­se, die der Ver­si­che­rungs­neh­mer zur Abwen­dung oder Min­de­rung des Scha­dens für gebo­ten hal­ten durf­te (Scha­den­ab­wen­dungs- oder Scha­den­min­de­rungs­kos­ten)

Unbe­nann­te Gefah­ren in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung sind Schä­den, wel­che in den jewei­li­gen zugrun­de­lie­gen­den Bedin­gun­gen nicht auf­ge­führt bzw. nicht benannt sind.

Über den Bau­stein unbe­nann­te Gefah­ren wird über die in den Bedin­gun­gen expli­zit genann­ten Schä­den hin­aus auch Scha­den­er­satz geleis­tet für Sons­ti­ge durch eine plötz­li­che, unvor­her­ge­se­he­ne und von außen ein­wir­ken­de Ursa­che beschä­dig­ter Sachen.

Der Zusatz­ein­schluss unbe­nann­te Gefah­ren wird im Rah­men der Gebäu­de­ver­si­che­rung ger­ne als soge­nann­ter All­ge­fah­ren­schutz angeboten.

Bei­spiel:

Durch eine geöff­ne­te Ter­ras­sen­tü­re dringt ein Wild­schwein in Ihr Haus ein und ver­wüs­tet das Wohnzimmer.

Ihr Wohn­ge­bäu­de wird bei einer Über­schwem­mung durch Treib­gut beschädigt.

Anprall oder Auf­prall von Gegen­stän­den ohne Sturmeinwirkung.

Ele­men­tar­schä­den sind Schä­den durch Natureinwirkungen.

Dies kön­nen sein:

  • Hagel
  • Über­schwem­mun­gen
  • Erd­be­ben
  • Lawi­nen
  • Schnee­druck
  • Schnee­stür­me
  • Vul­kan­aus­bruch

Eine gan­ze Rei­he der Gebäu­de Ver­si­che­rer ver­wen­den zur Bei­trags­er­mitt­lung für die Gebäu­de­ver­si­che­rung den soge­nann­ten Wert 1914.

Der Wert 1914 drückt den Wert eines Gebäu­des in Gold­mark im Jahr 1914 aus.

Der Wert 1914 berech­net sich aus der Bau­sum­me geteilt durch den aktu­el­len Bau­preis­in­dex (2022=1668,2) mul­ti­pli­ziert mit 100.

Bei­spiel:

Bau­sum­me= EUR 450000 : 1668,2 (Bau­preis­in­dex) x 100 = 26975 Mark Wert 1914

Der glei­ten­de Neu­wert­fak­tor spielt in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung immer dann eine gro­ße Rol­le, wenn die Gebäu­de­ver­si­che­rung nicht nach dem Wohn­flä­chen­mo­dell (qm-Modell) son­dern nach dem Wert 1914 berech­net wird.

Der glei­ten­de Neu­wert­fak­tor ist eine Art Prä­mi­en­fak­tor, mit­tels die­sem die Gebäu­de­ver­si­che­rung an die Ent­wick­lung der Bau­kos­ten ange­passt wird.

Durch Ein­be­zie­hen des glei­ten­den Neu­wert­fak­tor in der Gebäu­de­ver­si­che­rung wird sicher­ge­stellt, dass das beschä­dig­te Gebäu­de immer so ersetzt wird, wie es auch vor dem Scha­dens­fall war, auch wenn in der Zwi­schen­zeit die Wie­der­her­stel­lungs­kos­ten gestie­gen sind. 

Zu den Schä­den die von einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung in der Regel nicht über­nom­men bzw. gezahlt wer­den, zäh­len insbesondere: 

  • Schä­den, die der Ver­si­che­rungs­neh­mer vor­sätz­lich herbeiführt
  • Schä­den, die durch Kriegs­er­eig­nis­se jeder Art, inne­re Unru­hen, Erd­be­ben oder Kern­ener­gie entstehen
  • Schä­den durch Plansch- und Reinigungswasser

Häu­fig vom Ver­si­che­rungs­schutz im Rah­men der Gebäu­de­ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen sind oft­mals auch:

  • Brand­schä­den, die an ver­si­cher­ten Sachen dadurch ent­ste­hen, dass sie einem Nutz­feu­er oder Wär­me aus­ge­setzt werden
  • Seng­schä­den
  • Kurz­schluss- und Überspannungsschäden
  • Schä­den durch das Ein­drin­gen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ord­nungs­ge­mäß geschlos­se­ne Fens­ter, Außen­tü­ren oder ande­re Öffnungen

Die Ver­si­che­rung von Schä­den durch wei­te­re Ele­men­tar­ge­fah­ren wie Über­schwem­mung, Schnee­druck, Erd­be­ben oder Erd­rutsch ist in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zusätz­lich über den Abschluss bzw. Ein­schluss einer sepa­ra­ten Ele­men­tar­ver­si­che­rung zu vereinbaren!

Um im mög­li­chen Scha­dens­fall in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Schwie­rig­kei­ten mit dem Wohn­ge­bäu­de-Ver­si­che­rer zu ver­mei­den, gilt es vor dem Abschluss einer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ein paar wich­ti­ge Punk­te zu beachten.

Die Ver­si­che­rungs­sum­me in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung soll­te immer der kor­rek­ten Höhe der aktu­el­len Bau- bzw. Wie­der­auf­bau­kos­ten entsprechen.

Mit­zu­ver­si­chern­de Neben­ge­bäu­de, Gara­gen und Gar­ten­hüt­ten sind immer mit anzu­ge­ben und auch in die Gesamt-Ver­si­che­rungs­sum­me einzubeziehen.

Wenn Sie eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge an Ihrem Haus ange­bracht haben, ist die­se eben­falls mit ihrem ent­spre­chen­den Wert in der Gesamt­ver­si­che­rungs­sum­me für Ihre Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung anzugeben.

Auf die Mit­ver­si­che­rung u.a. fol­gen­der Leis­tungs­ein­schlüs­se in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung soll­ten Sie beson­ders achten:

  • Gro­be Fahrlässigkeit
  • Schä­den durch Frost oder Bruch an Ablei­tungs­roh­ren auf dem Grundstück
  • Schä­den durch Frost oder Bruch an Ablei­tungs­roh­ren außer­halb des Grundstücks
  • Über­span­nungs­schä­den
  • Kos­ten für die Besei­ti­gung umge­stürz­te Bäu­me erstattet
  • Auf­räum­kos­ten
  • Ent­sor­gungs­kos­ten

Bei dem Ver­kauf eines Gebäu­de, geht die bestehen­de Gebäu­de­ver­si­che­rung auto­ma­tisch auf den neu­en Eigen­tü­mer über.

Die Über­tra­gung der Gebäu­de­ver­si­che­rung auf den neu­en Eigen­tü­mer erfolgt aller­dings erst dann, wenn der Eigen­tü­mer­wech­sel rechts­kräf­tig voll­zo­gen ist, also mit dem ent­spre­chen­den Ein­trag des Käu­fers als neu­er Eigen­tü­mer im Grundbuch.

Die Kos­ten der Gebäu­de­ver­si­che­rung kön­nen bei ver­mie­te­ten Gebäu­den auf den/die Mie­ter im Rah­men der Neben­kos­ten umge­legt werden.

Gere­gelt ist dies in der soge­nann­ten Betriebs­kos­ten­ver­ord­nung.

Hier regelt der § 2 Nr. 13: „Kos­ten der Ver­si­che­rung des Gebäu­des gegen Feuer‑, Sturm‑, Was­ser- sowie sons­ti­ge Ele­men­tar­schä­den“ dür­fen auf die Mie­ter­ge­mein­schaft umge­legt werden.

Die Gebäu­de­ver­si­che­rung darf daher bei den Neben­kos­ten mit ange­setzt wer­den und gehört zu den umla­ge­fä­hi­gen Kosten.

Zusätz­lich zur Gebäu­de­ver­si­che­rung wer­den auch eine Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht­ver­si­che­rung sowie eine Gewäs­ser­scha­den­haft­pflicht- bzw. Öltank­ver­si­che­rung und auch die Glas­ver­si­che­rung zu den umla­ge­fä­hi­gen Ver­si­che­run­gen.

In der Regel lässt sich eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung für das selbst genutz­te Wohn­ei­gen­tum nicht von der Steu­er absetzen.

Hin­weis:

Wenn Sie als Eigen­tü­mer des Gebäu­de ein oder meh­re­re beruf­lich genutz­tes Arbeits­zim­mer besit­zen, so kön­nen Sie die Gebäu­de­ver­si­che­rung antei­lig auf diese/s Zim­mer in der Steu­er­erklä­rung gel­tend machen.

Dies kön­nen Sie ent­we­der unter den Wer­bungs­kos­ten oder Betriebs­aus­ga­ben (bei selb­stän­di­ger Tätig­keit) angeben.

Für Ver­mie­ter von Gebäu­den ist in der Regel eine Abrech­nung bzw. Umla­ge über die Neben­kos­ten möglich.

Jeder Ver­si­che­rungs­fall in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ist unver­züg­lich (spä­tes­tens inner­halb einer Woche) dem Wohn­ge­bäu­de-Ver­si­che­rer zu mel­den bzw. schrift­lich anzu­zei­gen. Dar­über hin­aus sind Sie ver­pflich­tet alle mög­li­chen Maß­nah­men  zur Abwen­dung und Min­de­rung des Scha­dens zu unter­neh­men. Die Umstän­de, die zu dem Wohn­ge­bäu­de­scha­den geführt haben sind aus­führ­lich und wahr­heits­ge­mäß dem Ver­si­che­rer mitzuteilen.

Tipp:

Im Scha­dens­fall soll­ten Sie sich umge­hend mit Ihrem Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler bzw. Ver­si­che­rungs­mak­ler in Ver­bin­dung set­zen. Er ist Ihnen in der Regel ers­ter Ansprech­part­ner und Ihnen bei der Scha­dens­ab­wick­lung behilf­lich. Soll­ten Sie Ihren Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Ver­trag bei einem Direkt­ver­si­che­rer abge­schlos­sen haben, der über kei­nen Außen­dienst ver­fügt, so wen­den Sie sich bit­te immer direkt an die für Sie zustän­di­ge Verwaltungsstelle.

Der Wech­sel bzw die Kün­di­gung Ihrer bestehen­den Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ist übli­cher­wei­se nicht beson­ders schwer.

Grund­sätz­lich ver­län­gert sich Ihre Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung, die für die Dau­er von min­des­tens einem Jahr abge­schlos­sen wur­de, auto­ma­tisch um ein wei­te­res Jahr, wenn die­se nicht frist­ge­recht durch eine ordent­li­che Kün­di­gung von einer der Ver­trags­par­tei­en been­det wird.

Sie haben nach­fol­gend meh­re­re Mög­lich­kei­ten zur Beendigung/Kündigung Ihrer bestehen­den Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung:

Ordent­li­che Kündigung:

Die Kün­di­gung Ihrer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ist wirk­sam, wenn der Ver­trag mit einer übli­chen Frist von 3 Mona­ten zum regu­lä­ren Ver­trag­ab­lauf gekün­digt wird.

Aus­ser­or­dent­li­che Kün­di­gung bei Prämienerhöhung:

Erhöht Ihr Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rer auf Grund einer Prä­mi­en­an­glei­chung die Bei­trä­ge für Ihre Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung, ohne dass sich der Ver­si­che­rungs­um­fang Ihrer Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ändert, so kön­nen Sie inner­halb von 1 Monat nach Ein­gang der Mit­tei­lung des Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rers, den Wohn­ge­bäu­de­ver­trag mit sofor­ti­ger Wir­kung, frü­hes­tens jedoch zum Zeit­punkt des Wirk­sam­wer­dens der Erhö­hung kün­di­gen.
Das Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Son­der­kün­di­gungs­recht ist nicht anwend­bar, wenn Sie bei Ver­trags­ab­schluss eine glei­ten­de Neu­wert­ver­si­che­rung abge­schlos­sen haben und sich all­jähr­lich der Bau­preis­in­dex oder der glei­ten­de Neu­wert erhöht und allein dadurch eine Preis­an­pas­sung begrün­det wird.

Kün­di­gung im Schadensfall:

Hat Ihr Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rer einen aner­kann­ten Scha­den regu­liert oder abge­lehnt, so kann der Ver­trag sowohl von Ihnen als auch von Sei­ten des Ver­si­che­rers gekün­digt werden.

Ihre Kün­di­gung muss mit einer Frist von 1 Monat nach Zah­lung oder Ableh­nung des Scha­dens durch den Ver­si­che­rer erfol­gen und kann ent­we­der mit sofor­ti­ger Wir­kung oder zum Ablauf der lau­fen­den Ver­si­che­rungs­pe­ri­ode aus­ge­spro­chen werden.

Hauskauf/Hauserbe:

Bei einem Haus­kauf geht die bestehen­de Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung auto­ma­tisch auf den neu­en Eigen­tü­mer über. Bei einem Haus­kauf mit bestehen­der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung haben Sie als neu­er Eigen­tü­mer ab dem Zeit­punkt der Grund­buch­ein­tra­gung ein Son­der­kün­di­gungs­recht für den Alt­ver­trag von 1 Monat.

Haben Sie ein Gebäu­de mit einer bestehen­der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung geerbt, so haben Sie kein Sonderkündigungsrecht!

Tipp:

Eine Kün­di­gung soll­te stets per Post durch ein­ge­schrie­be­nen Brief erfol­gen. Eini­ge Ver­si­che­rer akzep­tie­ren mitt­ler­wei­le auch eine Kün­di­gung per E‑Mail.
Zu beach­ten ist, dass nicht das Absen­de­da­tum, son­dern der Ein­gang der Kün­di­gung beim Ver­si­che­rer als frist­ge­recht anzu­se­hen ist.
(Dies gilt auch im Fal­le einer Kün­di­gung sei­tens des Versicherers).

Ein Kel­ler­raum wur­de zu Wohn­zwe­cken aus­ge­baut. Unter­halb der Decke kam es zu einem Rohr­bruch an der Hei­zungs­lei­tung. Aus­tre­ten­des Was­ser lief meh­re­re Tage unbe­merkt hin­ter einem Schrank her­un­ter und durch­näss­te das ver­leg­te Par­kett und den dar­un­ter lie­gen­den Est­rich. Der Est­rich muss­te getrock­net wer­den und das Par­kett erneu­ert. Scha­den rund 7000 Euro.

Wäh­rend eines Gewit­ters schlug ein Blitz in den Dach­stuhl eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses ein und setz­te die­sen in Brand.  Das Feu­er wei­te­te sich schnell auf das kom­plet­te Dach­ geschoss aus. Die Feu­er­wehr konn­te den Brand zwar rasch ein­däm­men, jedoch beschä­dig­te das Lösch­was­ser die übri­gen Wohn­räu­me  so stark, dass das Gebäu­de voll­stän­dig abge­ris­sen  und neu auf­ge­baut wer­den muss­te. Die Scha­den­hö­he  ca. 350.000 Euro.

An einer Küchen­wand bil­de­ten sich dunk­le, feuch­te Fle­cken. Um den ver­mu­te­ten Rohr­bruch zu fin­den, muss­te fast die gesam­te Küche abge­baut wer­den und die Wand muss­te groß­flä­chig auf­ge­schla­gen wer­den. Für den Aus­tausch des defek­ten Rohrs, Ver­put­zen der Wand, Trock­nung des Est­richs und Wie­der­auf­bau der Küche fiel ein Scha­den in Höhe von 4000 Euro an.

Bei einem schwe­ren Unwet­ter mit star­kem Hagel, wer­den die Dach­fens­ter eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses zer­stört. Da die Eigen­tü­mer wäh­rend des Unwet­ters nicht anwe­send war, konn­te über meh­re­re Stun­den unge­hin­dert Regen­was­ser ein­drin­gen und durch­näss­te Möbel und Par­kett­bo­den.  Für Trock­nungs- und Reno­vie­rungs­maß­nah­men sowie den Aus­tausch meh­re­rer unbrauch­bar gewor­de­ner Möbel belief sich der gesam­te Scha­den auf rund 5.500 Euro.

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