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Haus-&-Heim-Überblick

Haus & Heim Ver­si­che­run­gen 2026: Wel­che brau­chen Sie für Ihr Zuhause?

Aktualisiert: 04. August 2026  ·  Veröffentlicht: 02. Juli 2019

Fach­lich geprüft mit Blick auf die Abgren­zung Hausrat/Wohngebäude und die Bau­stei­ne je Wohn­si­tua­ti­on (Mie­ter, Eigen­tü­mer, Vermieter).

Ob Miet­woh­nung, Eigen­heim oder Eigen­tums­woh­nung: Rund ums Zuhau­se gibt es acht Ver­si­che­rungs­bau­stei­ne – von der Haus­rat- und Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (zusam­men oft ein­fach Haus- oder Woh­nungs­ver­si­che­rung genannt) bis zu Elementar‑, Glas- und Pho­to­vol­ta­ik­schutz. Die­se Über­sicht führt Sie in einer Minu­te zum pas­sen­den Bau­stein für Ihre Wohnsituation.

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Die Faust­re­gel: Alles, was Sie beim Umzug mit­neh­men wür­den → Haus­rat­ver­si­che­rung (ab ca. 40 €/Jahr, für jeden sinn­voll). Alles, was beim Haus bleibt → Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (ab ca. 300 €/Jahr, Sache des Eigentümers).
  • Ele­men­tar­schutz (ab ca. 50 €/Jahr) lohnt nicht nur in Risi­ko­ge­bie­ten – Stark­re­gen trifft auch Gefähr­dungs­klas­se 1.
  • Eigen­tums­woh­nung: Das Gebäu­de ver­si­chert die WEG – Sie brau­chen Haus­rat und prü­fen das Sondereigentum.
  • Airbnb-Fal­le: Kurz­zeit­ver­mie­tung gilt als gewerb­li­che Nut­zung – Stan­dard­po­li­cen schlie­ßen sie meist aus.

Was beschreibt Ihre Situation?

Wel­che Ver­si­che­run­gen brau­chen Sie fürs Haus? Zwei Klicks bis zur Empfehlung.

Alle Haus- & Woh­nen-Ver­si­che­run­gen im Überblick

Acht Bau­stei­ne, drei Grup­pen. Jede Kachel führt zur Spar­ten­sei­te mit Leis­tun­gen, Kos­ten und Vergleich.

ⓘ KI-gene­rier­tes Video – digi­ta­ler Ava­tar, syn­the­ti­sche Stim­me · Inhalt fach­lich geprüft von Andre­as Quast

Video: Wel­che Poli­ce brau­chen Sie in Ihrer Wohnsituation?

Haus­rat oder Wohn­ge­bäu­de: Was ist der Unterschied?

Die Merk­re­gel: Stel­len Sie sich vor, Sie könn­ten das Haus umdre­hen – alles, was her­aus­fällt, ist Haus­rat. Oder prak­ti­scher: Alles, was Sie beim Umzug mit­neh­men wür­den → Haus­rat­ver­si­che­rung. Alles, was beim Haus bleibt (Wän­de, Dach, Ein­bau­kü­che) → Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung. Erst bei­de zusam­men erge­ben für Eigen­tü­mer den kom­plet­ten Schutz.
Ver­si­che­rung Für wen? Was ist versichert? Kosten/Jahr
Haus­rat­ver­si­che­rung Mie­ter & Eigentümer Möbel, Elek­tro­nik, Klei­dung, Fahr­rä­der, Werk­zeug, Bar­geld (Sub­li­mit), Kunstgegenstände ab 40 €
Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Haus­ei­gen­tü­mer Gebäu­de, Dach, Wän­de, Ein­bau­kü­che, Hei­zung, Sani­tär, Boden­be­lä­ge, Garagen ab 300 €
Glas­ver­si­che­rung Mie­ter & Eigentümer Fens­ter, Türen, Koch­fel­der, Spie­gel, Dusch­ka­bi­nen – auch Bruch durch Ungeschick ab 30 €
Ele­men­tar­ver­si­che­rung Mie­ter & Eigen­tü­mer (Zusatz) Über­schwem­mung, Stark­re­gen, Erd­rutsch, Lawi­nen, Schnee­druck, Erdbeben ab 50 €

Son­der­fall Eigen­tums­woh­nung: Das Gebäu­de ver­si­chert die Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft (WEG) über eine gemein­sa­me Poli­ce – Sie zah­len antei­lig über das Haus­geld. Selbst küm­mern müs­sen Sie sich um die Haus­rat­ver­si­che­rung und um die Prü­fung, ob Ihr Son­der­ei­gen­tum (z. B. hoch­wer­ti­ge Ein­bau­ten) über die WEG-Poli­ce hin­aus abzu­si­chern ist.

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Video: Haus­rat vs. Wohn­ge­bäu­de – die ein­fa­che Faustregel

Kurz­zeit­ver­mie­tung (Airbnb & Co.): Die Versicherungsfalle

War­um Stan­dard­po­li­cen hier aussteigen

Haus­rat- und Wohn­ge­bäu­de-Stan­dard­ta­ri­fe schlie­ßen gewerb­li­che Nut­zung meist aus­drück­lich aus – und schon eine ein­zi­ge bezahl­te Über­nach­tung kann recht­lich als gewerb­lich gel­ten. Nicht gedeckt sind dann: Schä­den durch Gäs­te an Möbeln und Gerä­ten, Ein­bruch wäh­rend des Gast­auf­ent­halts, Was­ser- oder Brand­schä­den durch Gäs­te sowie deren Haf­tungs­an­sprü­che gegen Sie.

Die Lösun­gen: Ver­si­che­rer aktiv infor­mie­ren und die Erwei­te­rung für gele­gent­li­che Ver­mie­tung anfra­gen, eine spe­zi­el­le Feri­en­woh­nungs­ver­si­che­rung abschlie­ßen – und den Platt­form-Schutz (z. B. Airbnb Air­Co­ver) nur als Ergän­zung ver­ste­hen, denn er deckt nicht alles.

Wor­auf beim Tarif­ver­gleich achten?

Sechs Kri­te­ri­en jen­seits des Prei­ses – die aus­führ­li­chen Prüf­kri­te­ri­en ste­hen auf der jewei­li­gen Spartenseite.

Kri­te­ri­um Rele­vant für War­um wichtig
Fahr­rad­dieb­stahl (Zusatz) Alle mit Fahrrad Stan­dard­schutz gilt nur inner­halb der Wohnung
Außen­ver­si­che­rung (10–20 % der Summe) Viel­rei­sen­de Schutz für Gepäck & Wert­sa­chen außer­halb der Woh­nung (bis 90 Tage)
Ein­bruch in Kfz Auto-Besit­zer Gestoh­le­ne Gegen­stän­de aus dem Auto wer­den oft abge­lehnt – expli­zit erfragen
Glas­bruch (Zusatz) Moder­ne Küchen, gro­ße Fenster Koch­feld, boden­tie­fe Fens­ter, Duschkabine
Wert­ge­gen­stän­de-Erwei­te­rung Schmuck, Kunst, Instrumente Stan­dard-Sub­li­mits oft zu niedrig
Ele­men­tar­schutz Alle (nicht nur Risikogebiete) Stark­re­gen trifft auch GK1-Gebiete

Häu­fi­ge Fra­gen zu Haus- & Heim-Versicherungen

Was ist der Unter­schied zwi­schen Haus­rat- und Wohngebäudeversicherung?

Die ein­fachs­te Merk­re­gel: Alles, was Sie beim Umzug mit­neh­men wür­den – Möbel, Elek­tro­nik, Klei­dung, Fahr­rä­der – ist Sache der Haus­rat­ver­si­che­rung. Alles, was fest mit dem Gebäu­de ver­bun­den bleibt – Dach, Wän­de, Hei­zung, fest ver­bau­te Ein­bau­kü­che – gehört in die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung. Die Gebäu­de­po­li­ce ist Sache des Eigen­tü­mers, die Haus­rat­ver­si­che­rung für jeden Haus­halt sinn­voll. Grenz­fäl­le wie die Ein­bau­kü­che ent­schei­det die Fra­ge: indi­vi­du­ell ein­ge­passt und fest ver­baut (Gebäu­de) oder mit­nehm­bar (Haus­rat)?

Wel­che Ver­si­che­run­gen brau­che ich als Mieter?

Die Basis ist die Haus­rat­ver­si­che­rung (ab ca. 40 Euro im Jahr) – sie deckt Ihr Hab und Gut und über die Pri­vat­haft­pflicht hin­aus auch Miet­sach­schä­den ab. Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ist dage­gen Sache Ihres Ver­mie­ters. Sinn­vol­le Ergän­zun­gen je nach Situa­ti­on: der Ele­men­tar-Bau­stein (auch für Haus­rat abschließ­bar), die Glas­ver­si­che­rung bei boden­tie­fen Fens­tern oder Glas­koch­feld – und beim Ein­zug die Miet­kau­ti­ons­ver­si­che­rung, wenn Sie die Bar­kau­ti­on nicht bin­den wollen.

Wel­che Ver­si­che­run­gen brau­che ich als Hauseigentümer?

Das Pflicht­pro­gramm: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (Feu­er, Lei­tungs­was­ser, Sturm/Hagel – ab ca. 300 Euro jähr­lich, von Kre­dit­ge­bern regel­mä­ßig ver­langt) plus Haus­rat­ver­si­che­rung für die Ein­rich­tung. Drin­gend prü­fen: den Ele­men­tar-Bau­stein für bei­de Poli­cen. Dazu je nach Situa­ti­on Glas- und Pho­to­vol­ta­ik­ver­si­che­rung sowie bei Öltank die Gewäs­ser­scha­den­haft­pflicht. Wer ver­mie­tet, braucht zusätz­lich die Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht.

Wie ver­si­che­re ich eine Eigen­tums­woh­nung richtig?

Bei der Eigen­tums­woh­nung teilt sich der Schutz: Das Gebäu­de ver­si­chert die Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft (WEG) über eine gemein­sa­me Wohn­ge­bäu­de­po­li­ce – Ihr Anteil steckt im Haus­geld. Sie selbst küm­mern sich um die Haus­rat­ver­si­che­rung und prü­fen zwei Punk­te: Deckt die WEG-Poli­ce den Ele­men­tar-Bau­stein? Und ist Ihr Son­der­ei­gen­tum – etwa hoch­wer­ti­ge Bäder oder Ein­bau­ten über Stan­dard – aus­rei­chend erfasst? Lücken schließt eine ergän­zen­de Poli­ce; als Ver­mie­ter der Woh­nung kommt die Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht dazu.

Lohnt die Ele­men­tar­ver­si­che­rung auch außer­halb von Risikogebieten?

Ja – und das ist der häu­figs­te Irr­tum beim Natur­ge­fah­ren­schutz: Stark­re­gen kann jedes Grund­stück tref­fen, auch in der nied­rigs­ten Gefähr­dungs­klas­se GK1 – die Mehr­zahl der Über­schwem­mungs­schä­den ent­steht abseits von Fluss­nä­he. Der Bau­stein kos­tet in GK1 oft nur ab etwa 50 Euro im Jahr und gehört an bei­de Poli­cen: ans Gebäu­de (Sub­stanz) und an den Haus­rat (Ein­rich­tung). In ech­ten Risi­ko­ge­bie­ten wird er teu­rer – aber gera­de dort ist er existenziell.

Sind E‑Bike, Bal­kon­kraft­werk und Wär­me­pum­pe mitversichert?

Die neu­en Heim­tech­no­lo­gien ver­tei­len sich auf bei­de Poli­cen: Pedelecs bis 25 km/h lau­fen über den Fahr­rad-Zusatz der Haus­rat­ver­si­che­rung oder eine sepa­ra­te Fahr­rad­ver­si­che­rung – schnel­le S‑Pedelecs brau­chen dage­gen ein Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen (Kfz). Bal­kon­kraft­wer­ke zäh­len meist zum Haus­rat, gro­ße Dach­an­la­gen zur Pho­to­vol­ta­ik­ver­si­che­rung. Wär­me­pum­pe und Heim­spei­cher gehö­ren als fest ver­bau­te Tech­nik zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung – Dieb­stahl­schutz für die Außen­ein­heit aus­drück­lich prüfen.

Was gilt bei Ver­mie­tung über Airbnb & Co.?

Vor­sicht, Ver­si­che­rungs­fal­le: Kurz­zeit­ver­mie­tung gilt recht­lich schnell als gewerb­li­che Nut­zung – und die schlie­ßen Stan­dard­po­li­cen für Haus­rat und Wohn­ge­bäu­de meist aus. Gast­schä­den, Ein­bruch wäh­rend des Auf­ent­halts oder Haf­tungs­an­sprü­che der Gäs­te sind dann nicht gedeckt. Die Lösung: Ver­si­che­rer aktiv infor­mie­ren und die Ver­mie­tungs-Erwei­te­rung ver­ein­ba­ren oder eine Feri­en­woh­nungs­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Platt­form-Schutz wie Air­Co­ver ist nur eine Lückener­gän­zung – kein Ersatz. Details in der Airbnb-Sek­ti­on oben.

Was tun nach einem Schaden?

Die vier Sofort­maß­nah­men: 1. Scha­den begren­zen (Was­ser abstel­len, Strom sichern) – das ist sogar Pflicht (Scha­den­min­de­rung). 2. Alles doku­men­tie­ren: Fotos, Vide­os, beschä­dig­te Gegen­stän­de auf­be­wah­ren. 3. Bei Ein­bruch zwin­gend die Poli­zei ein­schal­ten und die Stehl­gut­lis­te erstel­len. 4. Den Ver­si­che­rer unver­züg­lich infor­mie­ren – gute Anbie­ter stel­len dafür Apps und 24h-Hot­lines. Erst nach Frei­ga­be gro­ße Repa­ra­tu­ren beauf­tra­gen; Not­re­pa­ra­tu­ren sind erlaubt und erstattungsfähig.

Wie spa­re ich bei Haus- und Wohnversicherungen?

Die wirk­sa­men Hebel: Selbst­be­tei­li­gung ver­ein­ba­ren (150–300 Euro sen­ken die Prä­mie spür­bar), jähr­li­che Zahl­wei­se statt monat­lich, Dop­pel­ver­si­che­run­gen ver­mei­den (Glas teils schon im Gebäu­de­ta­rif), regel­mä­ßig Alt­ver­trä­ge ver­glei­chen – gera­de alte Gebäu­de­po­li­cen sind oft teu­er und lücken­haft zugleich. Nicht spa­ren soll­ten Sie an Ver­si­che­rungs­sum­me (Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht ver­ein­ba­ren!), Ele­men­tar­schutz und gro­ber Fahr­läs­sig­keit – deren Ein­schluss kos­tet wenig und ret­tet im Ernst­fall die Erstattung.

Ich baue gera­de – wel­che Ver­si­che­run­gen gel­ten wäh­rend der Bauphase?

Für die Bau­zeit gel­ten eige­ne Bau­stei­ne: die Bau­her­ren­haft­pflicht (Schä­den bei Drit­ten) und die Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung (Schä­den am Bau) – bei­de vor dem ers­ten Spa­ten­stich. Der Brand­schutz für den Roh­bau läuft über die Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung, die meist bei­trags­frei in der früh bean­trag­ten Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ent­hal­ten ist. Den kom­plet­ten Fahr­plan vom Spa­ten­stich bis zum Ein­zug zeigt unse­re Bau­ver­si­che­rungs-Über­sicht.

Was ist eine Haus und Heim?

Eine Haus­rat- und Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ist eine kom­bi­nier­te Sach­ver­si­che­rung, die sowohl das Gebäu­de selbst als auch den Haus­rat der Bewoh­ner gegen Feu­er, Lei­tungs­was­ser, Sturm, Hagel und Ein­bruch schützt. Eine Kom­bi­na­ti­on bei­der Ver­si­che­run­gen ist häu­fig güns­ti­ger als zwei sepa­ra­te Poli­cen und bie­tet lücken­lo­sen Schutz für Haus und Einrichtung.

Gemäß §60 VVG weisen wir auf eine eingeschränkte Versicherer- und Tarifauswahl hin.

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