Ver­si­che­rungs­ver­gleich Bauherrenhaftpflichtversicherung

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Die gesetz­li­che Erst­in­for­ma­ti­on infor­miert Sie über unse­re Tätig­keit als Ver­si­che­rungs­mak­ler. Die Ver­mitt­lerricht­li­nie sieht vor, dass wir Ihnen die­se Erst­in­for­ma­ti­on vor der Ver­gleichs­be­rech­nung zur Ver­fü­gung stel­len. Mit der Nut­zung unse­res Ver­gleichs­rech­ners bestä­ti­gen Sie, die Erst­in­for­ma­ti­on für Ver­si­che­rungs­mak­ler gemäß §15 Vers­VermV gele­sen und her­un­ter­ge­la­den zu haben.

Wis­sens­wer­tes zum Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung Vergleich

Wis­sens­wer­tes zu Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung Kos­ten, Leis­tun­gen, Abschluss, Kün­di­gung und für den Schadenfall

Jeder Bau­herr benö­tigt eine Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung.

Als Bau­herr bezeich­net man den­je­ni­gen, der ein Gebäu­de neu errich­tet oder ein bestehen­des Gebäu­de saniert. Auch wenn Sie eine Woh­nung sanie­ren oder Ihr Haus umbau­en, zäh­len Sie als Bauherr.

Als Bau­herr müs­sen Sie zu jeder Zeit gewähr­leis­ten, dass die Bau­stel­le kei­ne Gefahr für ande­re Per­so­nen oder Sachen dar­stellt und haf­ten für jeg­li­che Schä­den die durch Ihr Bau­vor­ha­ben ent­ste­hen in unbe­grenz­ter Höhe.

Der Glau­be, dass die beauf­trag­ten und aus­füh­ren­den Fir­men für alle Schä­den haf­ten, ist lei­der ein häu­fig ver­brei­te­ter Irrtum.

Eben­falls ein Irr­glau­be ist es, wenn man meint der Haf­tung ent­ge­hen zu kön­nen, wenn ein Schild mit der Auf­schrift „Betre­ten der Bau­stel­le ver­bo­ten. Eltern haf­ten für Ihre Kin­der“ vor­han­den ist.

Auch bei einem guten Archi­tek­ten und zuver­läs­si­gen Hand­wer­kern haben Sie als Bau­herr die Gefah­ren­stel­le (Bau­stel­le) ver­an­lasst und müs­sen für die Sicher­heit sorgen.

Ohne eine Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung blei­ben Sie als Haus- und Grund­be­sit­zer auf den Kos­ten aus Scha­den­er­satz­an­sprü­chen sit­zen, falls die beauf­trag­ten Hand­wer­ker eine Schuld abstrei­ten oder auf­grund von Insol­venz nicht zah­len können.

Im Rah­men einer Pri­vat­haft­pflicht ist das Bau­her­ren­ri­si­ko — wenn über­haupt — meis­tens nur mit sehr gerin­gen Bau­sum­men abge­si­chert, so dass sich immer der sepa­ra­te Abschluss einer güns­ti­gen Bau­her­ren­haft­pflicht für die Dau­er der Bau­pha­se empfiehlt.

Die Haf­tung des Bau­herrn ver­teilt sich ins­be­son­de­re auf

  • Die Aus­wahl­pflicht
  • Die Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht
  • Organisations-. und Überwachungspflicht

 Aus­wahl­pflicht

 Der Bau­herr ist dafür ver­ant­wort­lich, das er bei der Wahl sei­nes Archi­tek­ten, sei­ner Arbei­ter und Bau­hand­wer­ker nur sol­che Unter­neh­men und Hand­wer­ker beauf­tragt, die für die­se Arbei­ten eine aus­rei­chen­de Qua­li­fi­ka­ti­on nach­wei­sen kön­nen und fach­lich geeig­net sind.

Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht

 Als Bau­herr haben Sie dafür Sor­ge zu tra­gen, dass sowohl die Zufahrts­we­ge zur Bau­stel­le als auch die Bau­stel­le selbst so beschaf­fen sind, dass Per­so­nen kei­nen Scha­den erlei­den können.

Organisations- und Überwachungspflicht

Die Ver­pflich­tung, die Tätig­kei­ten der von Ihm mit den Bau­ar­bei­ten beauf­trag­ten Hand­wer­ker und Per­so­nen zu über­wa­chen oblie­gen eben­falls dem Bauherrn.

TIPP:

Sie benö­ti­gen kei­ne Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung, wenn Sie Ihr Haus von einem Bau­trä­ger erwer­ben. Übli­cher­wei­se sind im Rah­men der Bau­trä­ger­leis­tun­gen auch sämt­li­che Ver­si­che­run­gen für Ihr Bau­vor­ha­ben ein­ge­schlos­sen.  Sie soll­ten daher auf jeden Fall die Bau­trä­ger­un­ter­la­gen zum The­ma Bau­ver­si­che­rung prüfen.

Die Kos­ten für eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung sind im Ver­hält­nis zu den mög­li­chen Schä­den sehr gering und hängt von der jewei­li­gen Bau­sum­me ab. Sie lie­gen je nach der Höhe der Bau­sum­me bei weni­gen hun­dert Euro. Aller­dings unter­schei­den sich die Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung Kos­ten deut­lich bei den ein­zel­nen Anbie­tern.  Für den Bau eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses mit einer Bau­sum­me von 300.000 Euro bekom­men Sie eine güns­ti­ge Bau­her­ren­haft­pflicht schon für unter 100 Euro.

Soll­ten Sie Eigen­leis­tun­gen für Ihren Neu­bau erbrin­gen, also selbst mit Hand anle­gen an ihrem Neu­bau, so wird hier­für ein klei­ner Zusatz­bei­trag in der Bau­her­ren­haft­pflicht erhoben.

Die Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung wird als Ein­mal­bei­trag für die gesam­te Bau­zeit bezahlt und endet dann bei Bau­en­de auch automatisch.

TIPP:

Wenn Sie ein Fer­tig­haus bau­en oder nur eine rela­tiv kur­ze Bau­zeit von ca. drei bis sechs Mona­ten für Ihren Bau bzw. Umbau benö­ti­gen, kön­nen Sie bei eini­gen Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten eine ermä­ßig­te bzw. gerin­ge­re Prä­mie für Ihre Bau­her­ren­haft­pflicht erhalten.

Eine Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung schützt den Bau­her­ren wäh­rend der Bau­zeit als Eigen­tü­mer des Grund­stücks und des ent­ste­hen­den Bauwerks.

Als Bau­herr tra­gen Sie auch das Risi­ko, das Schä­den an dem ent­ste­hen­den Bau­werk unvor­her­ge­se­hen ein­tre­ten kön­nen. Daher ist neben einer guten Bauherrenhaftpflicht-Versicherung auch der Abschluss einer Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung zu empfehlen.

Eine Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung (frü­her Bau­we­sen­ver­si­che­rung) ist ver­gleich­bar mit einer Kas­ko­ver­si­che­rung für das ent­ste­hen­de Bau­werk. Sie umfasst alle Beschä­di­gun­gen und Zer­stö­run­gen an Bau­leis­tun­gen und Bau­ma­te­ri­al, die wäh­rend der Bau­zeit auf der Bau­stel­le unvor­her­ge­se­hen eintreten.

Unvor­her­ge­se­hen bedeu­tet, dass der Scha­den für den Auf­trag­ge­ber und die beauf­trag­ten Unter­neh­mer oder deren Reprä­sen­tan­ten trotz dem jewei­li­gen Fach­wis­sen nicht vor­her­ge­se­hen wer­den konn­ten. Schä­den durch Dieb­stahl von Sachen, die mit dem Gebäu­de bereits fest ver­bun­den sind und Brand, Blitz­schlag, Explo­si­on kön­nen ein­ge­schlos­sen wer­den. Das Glas­bruch­ri­si­ko nach Ein­satz der Schei­ben ist eben­falls versichert.

Die häu­figs­ten Scha­den­ur­sa­chen sind unge­wöhn­li­che oder außer­ge­wöhn­li­che Natur­er­eig­nis­se, Konstruktions‑, Material‑, und Aus­füh­rungs­feh­ler, unbe­kann­te Eigen­schaf­ten des Bau­grunds, sowie fahr­läs­si­ge, bös­wil­li­ge und vor­sätz­li­che Hand­lung Dritter.

In der Regel nicht ver­si­chert sind rei­ne Leis­tungs­män­gel (z.B. Pfusch­ar­beit), Dieb­stahl oder Ein­bruch­dieb­stahl lagern­der Mate­ria­li­en, Schä­den durch nor­ma­le Wit­te­rungs­ein­flüs­se, mit denen wegen der Jah­res­zeit und der ört­li­chen Ver­hält­nis­se gerech­net wer­den muss.

Die Ver­si­che­rungs­sum­me muss die gesam­ten Her­stel­lungs­kos­ten ein­schließ­lich aller Zulie­fe­run­gen und Eigen­leis­tun­gen des Bau­herrn umfassen.

Wuss­ten Sie auch, dass Sie als Bau­herr gegen­über den Hand­wer­kern haften?

Laut §7 VOB, Teil B (Ver­din­gungs­ord­nung für Bau­leis­tun­gen) hat der Bau­hand­wer­ker für das nicht abge­nom­me­ne Gewerk nach einem Scha­den erneu­ten finan­zi­el­len Anspruch für die erneu­te Erstellung.

Nicht der Hand­wer­ker hat das finan­zi­el­le Pro­blem des Scha­dens, son­dern Sie als Bauherr!

Der Bei­trag für die Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung kann antei­lig auf die am Bau betei­lig­ten Hand­wer­ker umge­legt wer­den. Im Übri­gen ist der Bei­trag als Wer­bungs­kos­ten abzugsfähig.

Resü­mee: Kein Bau ohne Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung und Bauherrenhaftpflichtversicherung! 

Eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung, die für alle Scha­dens­er­eig­nis­se auf­kommt, gibt es nicht! In jeder Haft­pflicht­ver­si­che­rung gibt es des­halb soge­nann­te Ausschlüsse.

Nicht ver­si­chert sind zum Beispiel:

- Schä­den, die jemand vor­sätz­lich her­bei­ge­führt hat

- Selbst erlit­te­ne Schäden

- Schä­den, die durch den Gebrauch eines Kraft‑, Luft- oder Was­ser­fahr­zeu­ges ver­ur­sacht werden

- Schä­den aus dem Ver­än­dern der Grund­was­ser­ver­hält­nis­se, Über­schwem­mun­gen und Erschütterungen.

Nach dem Gesetz haf­ten Sie als Bau­herr immer unbe­grenzt und ein Leben lang für Schä­den. Eine Bau­her­ren­haft­pflicht zahlt dage­gen nicht unbe­grenzt, son­dern maxi­mal bis zu der ver­ein­bar­ten Ver­si­che­rungs­sum­me. Es emp­fiehlt sich daher der Abschluss einer mög­lichst hohen Deckungs­sum­me von z.B. 10.000.000 EUR.

Tipp:

Eben­falls im Rah­men der Bau­her­ren­haft­pflicht abge­si­chert ist auch das Risi­ko des Bau­ens in Eigen­re­gie (sog. Eigen­leis­tung am Bau) sowie das Haft­pflich­t­ri­si­ko sämt­li­cher Per­so­nen, wel­che bei der Selbst­hil­fe am Bau mit­wir­ken. Aller­dings muss die­ses beim Abschluss ent­spre­chend ange­ge­ben wer­den und kos­tet nor­ma­ler­wei­se einen klei­nen Aufpreis.

Jeder mög­li­che Ver­si­che­rungs­fall im Rah­men einer Bau­her­ren­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist unver­züg­lich (spä­tes­tens inner­halb einer Woche) dem Bauherrenhaftpflicht-Versicherer schrift­lich zu mel­den. Dar­über hin­aus Sie sind ver­pflich­tet, alles zur Abwen­dung und Min­de­rung des Scha­dens zu unter­neh­men. Die Umstän­de, die zu dem Scha­den geführt haben, sind aus­führ­lich und wahr­heits­ge­mäß mitzuteilen.

Ohne Rück­spra­che mit dem Ver­si­che­rer sind Sie sind nicht berech­tigt, einen Scha­dens­er­satz­an­spruch ganz oder teil­wei­se anzu­er­ken­nen oder Zah­lun­gen zu leis­ten. Gegen Mahn­be­schei­de oder Ver­fü­gun­gen von Ver­wal­tungs­be­hör­den auf Scha­dens­er­satz, ist ohne Rück­spra­che mit dem Ver­si­che­rer frist­ge­recht Wider­spruch zu erhe­ben. Kommt es zu einem Pro­zess über den Haft­pflicht­an­spruch, so ist die Pro­zess­füh­rung dem Haft­pflicht­ver­si­che­rer zu überlassen.

Tipp:

Im Scha­dens­fall soll­ten Sie sich umge­hend mit Ihrem Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler bzw. Ver­si­che­rungs­mak­ler in Ver­bin­dung set­zen. Er ist Ihnen in der Regel bei der gesam­ten Scha­dens­ab­wick­lung behilf­lich. Soll­ten Sie Ihren Ver­trag bei einem Direkt­ver­si­che­rer abge­schlos­sen haben, der über kei­nen Außen­dienst ver­fügt, so wen­den Sie sich bit­te direkt an die für Sie zustän­di­ge Verwaltungsstelle.

Typi­sche Scha­den­bei­spiel in der Bau­her­ren­haft­pflicht sind z.B.:

  • Kin­der gelan­gen zum Spie­len auf Ihre Bau­stel­le und ein Kind fällt in einen unge­si­cher­ten Kel­ler­schacht und ver­letzt sich so schwer, dass es quer­schnitts­ge­lähmt ist. Sie haf­ten für die ent­ste­hen­den Behand­lungs­kos­ten und den lebens­lan­gen Unterhalt.
  • Wäh­rend der Dach­de­cker­ar­bei­ten fällt ein Dach­zie­gel her­un­ter und trifft einen vor­bei­ge­hen­den Pas­san­ten am Kopf, der dar­auf­hin ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den muss. Der Bau­herr haf­tet für die ent­ste­hen­den Arzt­kos­ten und den Auf­ent­halt im Krankenhaus.
  • Der Bau­herr selbst führt ein Eigen­re­gie Arbei­ten auf sei­ner Bau­stel­le mit einem Mini­bag­ger aus und beschä­digt bei Grab­ar­bei­ten ein Tele­kom­ka­bel. Für die Repa­ra­tur erhält er von der Tele­kom eine ent­spre­chen­de Rechnung.
  • Das auf­ge­stell­te Bau­ge­rüst löst sich in Tei­len aus der Ver­an­ke­rung und stürzt auf meh­re­re par­ken­de Autos und beschä­digt die­se stark. Der Sach­scha­den ist vom Bau­herrn zu tragen
  • Durch die schwe­ren Bau­fahr­zeu­ge wird das Pflas­ter des Geh­wegs über die die­se gefah­ren sind beschä­digt und die Stadt stellt eine Rech­nung für die Behe­bung des Schadens

Unser Ver­si­che­rungs­ver­gleich beinhal­tet die meis­ten bekann­ten Ver­si­che­rer, spe­zi­el­le Deckungs­kon­zep­te, die Test­sie­ger diver­ser Fach­me­di­en und mehr… Bei uns erhal­ten Sie einen der umfas­sends­ten Online-Versicherungsvergleiche!