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Sind Leichtkrafträder steuerfrei?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 11. Juni 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Nein, Leichtkrafträder sind in Deutschland nicht steuerfrei – sie unterliegen der Kraftfahrtsteuer. Allerdings zahlen 125er-Motorräder nur ca. 18–25 Euro pro Jahr, während Elektro-Leichtkrafträder zehn Jahre lang komplett steuerfrei sind.

Nein, Leicht­kraft­rä­der sind in Deutsch­land nicht steu­er­frei – sie unter­lie­gen der Kraft­fahrt­steu­er. Aller­dings zah­len 125er-Motor­rä­der nur ca. 18–25 Euro pro Jahr, wäh­rend Elek­tro-Leicht­kraft­rä­der zehn Jah­re lang kom­plett steu­er­frei sind. Dies macht Leicht­kraft­rä­der zu den güns­tigs­ten moto­ri­sier­ten Zwei­rei­tern in der Steuerbelastung.

Kraft­fahrt­steu­er für Leicht­kraft­rä­der 2026

Die Höhe der Kraft­fahrt­steu­er rich­tet sich nach Hub­raum und Fahrzeugklasse:

  • Klas­se A1 (bis 125 ccm, max. 11 kW): ca. 1,46 Euro pro ccm = etwa 18–25 Euro jährlich
  • Klas­se A2 (bis 35 kW): ca. 1,84 Euro pro ccm = etwa 23–35 Euro jährlich
  • Unbe­grenz­te Klas­se A: ca. 1,84–2,46 Euro pro ccm, abhän­gig vom Erstzulassungsjahr

Die Steu­er wird zusam­men mit der Ver­si­che­rung ange­mel­det und ist für die Zulas­sung erfor­der­lich. Gegen­über Autos oder gro­ßen Motor­rä­dern spart man damit deut­lich: Wäh­rend ein 1.200er Motor­rad über 100 Euro jähr­lich kos­tet, zahlt ein 125er-Fah­rer im zwei­stel­li­gen Bereich.

Elek­tro-Leicht­kraft­rä­der: Zehn Jah­re Steuerbefreiung

Elek­tro-Leicht­kraft­rä­der pro­fi­tie­ren von einer beson­de­ren Ver­güns­ti­gung: Sie sind für zehn Jah­re ab Erst­zu­las­sung voll­stän­dig von der Kraft­fahrt­steu­er befreit. Nach Ablauf die­ser Frist zah­len E‑Motorräder eine pau­scha­le Steu­er von ca. 1,50 Euro pro Kilo­watt-Nenn­leis­tung pro Jahr – deut­lich weni­ger als Ver­bren­ner. Die­se Rege­lung macht E‑Leichtkrafträder lang­fris­tig äußerst wirt­schaft­lich und attrak­tiv für umwelt­be­wuss­te Fah­rer, die ihre Gesamt­kos­ten sen­ken möchten.

Ver­si­che­rung als größ­ter Kostenfaktor

Wäh­rend die Steu­er mode­rat bleibt, ist die Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung obli­ga­to­risch und über­steigt die Steu­er­last deut­lich. Die Kos­ten vari­ie­ren je nach Alter, Erfah­rung und Versicherer:

  • Haft­pflicht für Anfän­ger: ca. 20–50 Euro monatlich
  • Haft­pflicht mit Scha­den­frei­heits­ra­batt: ca. 12–25 Euro monatlich
  • Teil­kas­ko (optio­nal): ca. 8–18 Euro monatlich
  • Voll­kas­ko (optio­nal): ca. 15–35 Euro monatlich

Mit einem Ver­si­che­rungs­ver­gleich las­sen sich je Tarif 30–50 % sparen.

Check­lis­te zur Kostenoptimierung

  • Ver­si­che­rungs­ver­gleich durch­füh­ren: Nut­ze Online-Rech­ner, um Tari­fe ver­schie­de­ner Anbie­ter zu ver­glei­chen – Erspar­nis bis 50 % möglich
  • Scha­den­frei-Rabat­te auf­bau­en: Jedes unfall­freie Jahr redu­ziert die Prä­mie mess­bar; Fahr­si­cher­heits­kur­se (ASF) brin­gen zusätz­li­che Rabatte
  • E‑Motorrad in Betracht zie­hen: Bei län­ger­fris­ti­ger Nut­zung amor­ti­siert sich der Kauf­preis­auf­schlag durch Steuereinsparungen
  • Scha­den­frei­heits­klas­se über­tra­gen: Falls vor­han­den, Rabatt­staf­feln vom Auto oder Vor­fahr­zeug nutzen
  • Aktu­el­le Steu­er­sät­ze bei der Zulas­sungs­stel­le erfra­gen: Regio­nal­be­am­te infor­mie­ren über mög­li­che Änderungen
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