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Wie bekommt man ein H Kennzeichen für Traktor?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 21. Mai 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ein H-Kennzeichen für Ihren Traktor erhalten Sie, wenn dieser vor mindestens 30 Jahren zugelassen wurde (2026: vor 1996), sich in originalgetreuem Zustand befindet und ein bestandenes Gutachten einer anerkannten Prüforganisation vorliegt. Nach erfolgreicher Begutachtung melden Sie das Fahrzeug mit dem Gutachten bei Ihrer Zulassungsstelle an – die Anmeldung kostet ca. 10–15 Euro.

Ein H‑Kennzeichen für Ihren Trak­tor erhal­ten Sie, wenn die­ser vor min­des­tens 30 Jah­ren zuge­las­sen wur­de (2026: vor 1996), sich in ori­gi­nal­ge­treu­em Zustand befin­det und ein bestan­de­nes Gut­ach­ten einer aner­kann­ten Prüf­or­ga­ni­sa­ti­on vor­liegt. Nach erfolg­rei­cher Begut­ach­tung mel­den Sie das Fahr­zeug mit dem Gut­ach­ten bei Ihrer Zulas­sungs­stel­le an – die Anmel­dung kos­tet ca. 10–15 Euro.

Vor­aus­set­zun­gen für das H‑Kennzeichen bei Traktoren

Das H‑Kennzeichen ist ein spe­zi­el­les Old­ti­mer-Kenn­zei­chen für his­to­ri­sche Land­ma­schi­nen und Trak­to­ren mit erheb­li­chen Steu­er- und Ver­si­che­rungs­vor­tei­len. Um die Zulas­sung zu erhal­ten, müs­sen Sie fol­gen­de Kri­te­ri­en erfüllen:

  • Min­dest­al­ter: Erst­zu­las­sung vor min­des­tens 30 Jah­ren – 2026 bedeu­tet Zulas­sung vor 1996
  • Ori­gi­nal­zu­stand oder Restau­ra­ti­on: Wesent­li­che Bau­grup­pen müs­sen dem Ori­gi­nal ent­spre­chen; Ver­schleiß­tei­le sind erlaubt, grö­ße­re Umbau­ten oder Moder­ni­sie­run­gen nicht
  • Ver­kehrs­taug­lich­keit: Voll­stän­di­ge tech­ni­sche Funk­ti­ons­fä­hig­keit und Sicher­heit aller Sys­te­me (Brem­sen, Licht, Len­kung, Reifen)
  • War­tungs­do­ku­men­ta­ti­on: Lücken­lo­se Bele­ge von Instand­hal­tun­gen, Repa­ra­tu­ren und Restau­rie­rungs­ar­bei­ten erhö­hen die Erfolgs­quo­te erheblich
  • Iden­ti­fi­zier­bar­keit: Fahr­ge­stell­num­mer und Motor­num­mer müs­sen ein­deu­tig zuge­ord­net und les­bar sein

Begut­ach­tung und Gut­ach­ten – Der Weg zum H‑Kennzeichen

Aner­kann­te Prüf­or­ga­ni­sa­tio­nen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS füh­ren eine detail­lier­te Fach­prü­fung durch. Dabei wer­den Ori­gi­na­li­tät, tech­ni­scher Zustand, Sicher­heits­merk­ma­le und Ver­kehrs­taug­lich­keit über­prüft. Die Gut­ach­ten­kos­ten lie­gen je nach Umfang und Regi­on bei ca. 150–300 Euro. Der Sach­ver­stän­di­ge doku­men­tiert alle über­prüf­ten Kom­po­nen­ten – vom Motor bis zur Elek­trik. Nach erfolg­rei­cher Prü­fung erhal­ten Sie ein offi­zi­el­les Gut­ach­ten. Die­ses rei­chen Sie zusam­men mit dem Fahr­zeug­schein, dem Per­so­nal­aus­weis und optio­nal War­tungs­un­ter­la­gen bei Ihrer Zulas­sungs­stel­le ein. Die end­gül­ti­ge Regis­trie­rung erfolgt dort vor Ort.

Finan­zi­el­le Vor­tei­le: Ver­si­che­rung und Steu­er mit H‑Kennzeichen

Das H‑Kennzeichen bringt erheb­li­che Kos­ten­er­spar­nis­se. Die Kfz-Steu­er ent­fällt kom­plett – Sie zah­len statt­des­sen eine pau­scha­le Old­ti­mer-Steu­er von ca. 46–191 Euro jähr­lich (je nach Bun­des­land). Die Ver­si­che­rungs­prä­mi­en für Trak­to­ren mit H‑Kennzeichen sind deut­lich nied­ri­ger, da Old­ti­mer sta­tis­tisch sel­te­ner im all­täg­li­chen Ein­satz und in Unfäl­le ver­wi­ckelt sind. Wich­tig: Das H‑Kennzeichen ist an Nut­zungs­be­schrän­kun­gen gebun­den – maxi­mal 3.000 Kilo­me­ter jähr­lich oder nur Fahr­ten zu Ver­an­stal­tun­gen, Tref­fen, Muse­en und zur Hauptuntersuchung.

Check­lis­te: Schrit­te zur H‑Kenn­zei­chen-Bean­tra­gung

  • Zulas­sungs­jahr prü­fen – Trak­tor muss vor 1996 zuge­las­sen sein
  • Alle ver­füg­ba­ren Wartungs‑, Repa­ra­tur- und Kauf­be­le­ge sammeln
  • Aktu­el­le Fotos von innen, außen, Motor und Tech­nik anfertigen
  • Loka­le Prüf­or­ga­ni­sa­ti­on kon­tak­tie­ren und Begut­ach­tungs­ter­min vereinbaren
  • Bestan­de­nes Gut­ach­ten mit erfor­der­li­chen Doku­men­ten bei der Zulas­sungs­stel­le einreichen
  • Ver­si­che­rung über H‑Kenn­zei­chen-Regis­trie­rung infor­mie­ren und Prä­mie anpassen
  • Fahr­ten­buch füh­ren und Jah­res­ki­lo­me­ter-Ober­gren­ze einhalten
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