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Ist die Versicherung teurer, wenn man mehr Fahrer registriert hat?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 15. Juni 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Ja, zusätzliche Fahrer erhöhen die Kfz-Versicherungsprämie deutlich – insbesondere wenn junge oder unerfahrene Fahrer registriert sind. Versicherungen berechnen die Prämie nach dem Fahrer mit dem höchsten Risikoprofil, nicht nach einem Durchschnittswert. Ein 23-jähriger Fahranfänger kann die Versicherungskosten um 30–60 % in die Höhe treiben.

Ja, zusätz­li­che Fah­rer erhö­hen die Kfz-Ver­si­che­rungs­prä­mie deut­lich – ins­be­son­de­re wenn jun­ge oder uner­fah­re­ne Fah­rer regis­triert sind. Ver­si­che­run­gen berech­nen die Prä­mie nach dem Fah­rer mit dem höchs­ten Risi­ko­pro­fil, nicht nach einem Durch­schnitts­wert. Ein 23-jäh­ri­ger Fahr­an­fän­ger kann die Ver­si­che­rungs­kos­ten um 30–60 % in die Höhe treiben.

Das Worst-Case-Prin­zip bei meh­re­ren Fahrern

Kfz-Ver­si­che­rer nut­zen zur Risi­ko­be­wer­tung das soge­nann­te Worst-Case-Prin­zip. Das bedeu­tet: Der jüngs­te oder sta­tis­tisch ris­kan­tes­te Fah­rer bestimmt die gesam­te Prä­mi­en­kal­ku­la­ti­on. Sind Sie bei­spiels­wei­se 52 Jah­re alt mit lang­jäh­ri­ger Fahr­pra­xis und tra­gen einen 21-jäh­ri­gen Fahr­an­fän­ger ein, wird die Poli­ce nach des­sen Risi­ko­pro­fil bewer­tet. Das kann zu erheb­li­chen Auf­schlä­gen führen.

Fah­rer unter 25 Jah­ren wer­den ver­si­che­rungs­tech­nisch als Hoch­ri­si­ko-Grup­pe ein­ge­stuft – die Unfall­sta­tis­ti­ken zei­gen deut­lich höhe­re Scha­dens­quo­ten. Beson­ders kri­tisch sind Alter unter 21 Jah­ren und Fah­rer mit weni­ger als zwei Jah­ren Fahr­pra­xis. Man­che Ver­si­che­rer dif­fe­ren­zie­ren zusätz­lich nach Geschlecht und regio­na­len Beson­der­hei­ten. Ein 18-jäh­ri­ger Fahr­an­fän­ger kos­tet etwa 40–50 % mehr als ein 25-Jäh­ri­ger mit Fahrererfahrung.

Kos­ten­ein­spa­run­gen durch geschick­te Fahrerregistrierung

Nicht jeden gele­gent­li­chen Nut­zer müs­sen Sie ein­tra­gen las­sen. Vie­le Ver­si­che­rer erlau­ben 2026 die Ein­tra­gung von „Gele­gen­heits­fah­rern” oder bie­ten Tari­fe an, bei denen ein­zel­ne Fah­rer sepa­rat kal­ku­liert wer­den. Das spart oft 10–20 % der Zusatz­kos­ten. Alter­na­tiv kön­nen Sie prü­fen, ob eine sepa­ra­te Ver­si­che­rung für den jun­gen Fah­rer auf des­sen Namen kos­ten­güns­ti­ger ist als ein Zusatz­ein­trag in Ihrer Familienpolice.

Ein Ver­si­che­rungs­ver­gleich lohnt sich: Unter­schied­li­che Anbie­ter bewer­ten das Risi­ko meh­re­rer Fah­rer unter­schied­lich. Durch einen Wech­sel spa­ren Sie oft 200–500 € jähr­lich ein.

Prak­ti­sche Stra­te­gien zum Kostensparen

  • Fah­rer­kreis bewusst begren­zen: Tra­gen Sie nur regel­mä­ßi­ge Fah­rer ein. Gele­gen­heits­nut­zer kön­nen oft ohne for­ma­le Ein­tra­gung mit­ver­si­chert sein.
  • Ver­si­che­rer gezielt ver­glei­chen: Nut­zen Sie Ver­gleichs­rech­ner für Ihre genaue Fah­rer­kon­stel­la­ti­on – die Unter­schie­de sind erheblich.
  • Fahr­si­cher­heits­trai­ning absol­vie­ren: Vie­le Ver­si­che­rer gewäh­ren 5–10 % Rabatt, wenn jun­ge Fah­rer ein zer­ti­fi­zier­tes Trai­ning nachweisen.
  • Eigen­stän­di­ge Poli­ce prü­fen: Für Fah­rer über 21 Jah­ren kann eine sepa­ra­te Ver­si­che­rung auf deren Namen güns­ti­ger sein.
  • Erhöh­te Selbst­be­tei­li­gung nut­zen: Eine Selbst­be­tei­li­gung von 500–1.000 € senkt die Prä­mie um 15–25 %.
  • Kilo­me­ter­leis­tung rea­lis­tisch ange­ben: Nied­ri­ge­re Jah­res­ki­lo­me­ter redu­zie­ren die Prä­mie auch bei meh­re­ren Fahrern.
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