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Wie funktioniert das Bonus Malus System?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 20. Juni 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Das Bonus-Malus-System ist ein Prämiensystem in der Kfz-Versicherung, das Ihr Fahrerverhalten direkt in die Beitragskalkulation einrechnet. Sie zahlen weniger, wenn Sie unfallfrei fahren (Bonus), und mehr, wenn Sie Schäden verursachen (Malus). Die Einstufung erfolgt über sogenannte Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen).

Das Bonus-Malus-Sys­tem ist ein Prä­mi­en­sys­tem in der Kfz-Ver­si­che­rung, das Ihr Fah­rer­ver­hal­ten direkt in die Bei­trags­kal­ku­la­ti­on ein­rech­net. Sie zah­len weni­ger, wenn Sie unfall­frei fah­ren (Bonus), und mehr, wenn Sie Schä­den ver­ur­sa­chen (Malus). Die Ein­stu­fung erfolgt über soge­nann­te Scha­den­frei­heits­klas­sen (SF-Klas­sen).

Wie das Bonus-Malus-Sys­tem kon­kret funktioniert

Das Sys­tem basiert auf Ihren soge­nann­ten Scha­den­frei­heits­jah­ren. Jedes Jahr ohne Scha­den­mel­dung führt dazu, dass Sie in eine bes­se­re SF-Klas­se auf­stei­gen und einen höhe­ren Rabatt erhal­ten – das ist der Bonus. Bei einem ver­ur­sach­ten Scha­den wer­den Sie hin­ge­gen meh­re­re Klas­sen zurück­ge­stuft, was zu deut­lich höhe­ren Ver­si­che­rungs­bei­trä­gen führt – das ist der Malus.

In Deutsch­land gibt es typi­scher­wei­se SF-Klas­sen von SF 0 (Neu­ver­si­che­rung oder nach meh­re­ren Schä­den) bis SF 35 (lang­jäh­rig scha­den­frei). Mit jeder Klas­se steigt Ihr Rabatt. Die genaue Anzahl der Rück­stu­fun­gen nach einem Scha­den vari­iert zwi­schen den Ver­si­che­rern, liegt aber oft bei 3–5 Klas­sen pro Schadenereignis.

Beson­der­hei­ten und Schutz­op­tio­nen 2026

Vie­le moder­ne Tari­fe bie­ten mitt­ler­wei­le Rabatt­schutz oder Scha­den­frei­heits­ra­batt-Ver­si­che­rung an. Damit bleibt Ihre SF-Klas­se bei einem ers­ten Scha­den erhal­ten oder wird weni­ger stark her­ab­ge­stuft – Sie zah­len also nicht sofort deut­lich mehr. Dies ist beson­ders wert­voll für Fah­rer mit gutem Versicherungsverlauf.

Wich­tig: Nicht jeder Scha­den führt zu einer Rück­stu­fung. Fremd­schä­den, die Sie nicht selbst ver­ur­sacht haben, oder Unfäl­le, bei denen ein Drit­ter haft­bar ist, kön­nen unter Umstän­den ohne Malus regu­liert wer­den – man­che Ver­si­che­rer bie­ten hier­für spe­zi­el­le Rege­lun­gen an.

Tipps zum Umgang mit dem Bonus-Malus-System

  • Ver­glei­chen Sie Tari­fe: Unter­schied­li­che Ver­si­che­rer gewich­ten die SF-Klas­sen unter­schied­lich. Ein Wech­sel kann trotz iden­ti­scher Klas­se zu nied­ri­ge­ren Prä­mi­en führen.
  • Rabatt­schutz prü­fen: Ach­ten Sie beim Ver­trags­ab­schluss auf Optio­nen zur Absi­che­rung Ihres Rabatts – ca. 5–15 Euro jähr­lich kön­nen sich lang­fris­tig auszahlen.
  • Klei­ne Schä­den selbst bezah­len: Bei gerin­gen Scha­den­sum­men kann es sinn­voll sein, nicht die Ver­si­che­rung in Anspruch zu neh­men und die SF-Klas­se zu schonen.
  • SF-Klas­se beim Wech­sel mit­neh­men: Beim Ver­si­cher­er­wech­sel kön­nen Sie Ihre erwor­be­ne SF-Klas­se übli­cher­wei­se mitnehmen.
  • Fah­rer­kreis doku­men­tie­ren: Wenn Sie das Auto nur pri­vat und sel­ten nut­zen, kön­nen Sie durch ent­spre­chen­de Ein­stu­fung von bes­se­ren Kon­di­tio­nen profitieren.
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