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Welche Versicherung für Reiter?

Aktualisiert: 14. Juni 2026  ·  Veröffentlicht: 29. Mai 2023
Von Andreas Quast Aktualisiert:
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Als Reiter benötigen Sie mindestens eine Privathaftpflichtversicherung und eine spezialisierte Reitunfallversicherung, um sich vor finanziellen und gesundheitlichen Risiken zu schützen. Die Privathaftpflicht deckt Schadensersatzforderungen Dritter ab, während die Reitunfallversicherung Ihre Behandlungskosten und Einkommensausfälle bei Verletzungen durch Reitunfälle absichert. Je nach beruflichem Hintergrund und Trainingsumfang können zusätzliche Versicherungen wie Berufsunfähigkeit oder Rechtsschutz sinnvoll sein.

Als Rei­ter benö­ti­gen Sie min­des­tens eine Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung und eine spe­zia­li­sier­te Reit­un­fall­ver­si­che­rung, um sich vor finan­zi­el­len und gesund­heit­li­chen Risi­ken zu schüt­zen. Die Pri­vat­haft­pflicht deckt Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen Drit­ter ab, wäh­rend die Reit­un­fall­ver­si­che­rung Ihre Behand­lungs­kos­ten und Ein­kom­mens­aus­fäl­le bei Ver­let­zun­gen durch Reit­un­fäl­le absi­chert. Je nach beruf­li­chem Hin­ter­grund und Trai­nings­um­fang kön­nen zusätz­li­che Ver­si­che­run­gen wie Berufs­un­fä­hig­keit oder Rechts­schutz sinn­voll sein.

Kern­ver­si­che­run­gen für jeden Reiter

Der Ver­si­che­rungs­schutz für Rei­ter basiert auf drei Säu­len. Die Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung ist recht­lich nicht ver­pflich­tend, aber essen­ti­ell: Sie schützt Sie vor Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen, wenn Sie beim Rei­ten einem Men­schen Ver­let­zun­gen zufü­gen oder frem­des Eigen­tum beschä­di­gen – bei­spiels­wei­se wenn das Pferd einen Fuß­gän­ger ver­letzt oder Sie ver­se­hent­lich Stall­ein­rich­tun­gen zer­stö­ren. Aller­dings schlie­ßen vie­le Stan­dard-Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen Reit­un­fäl­le expli­zit aus. Eine dedi­zier­te Reit­un­fall­ver­si­che­rung füllt die­se Lücke: Sie über­nimmt Kos­ten für medi­zi­ni­sche Behand­lung, Reha-Maß­nah­men, zahlt bei Inva­li­di­tät eine monat­li­che Unfall­ren­te und sichert Ihre Berufs­un­fä­hig­keit ab. Die Ver­si­che­rung greift auch bei Unfäl­len, für die Sie nicht haft­bar sind.

Erwei­ter­te Ver­si­che­run­gen für Pro­fis und ernst­haf­te Hobbyreiter

Beruf­li­che Rei­ter, Trai­ner und Betrei­ber von Reit­an­la­gen soll­ten eine Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung abschlie­ßen, die spe­zi­ell Unter­richts­tä­tig­keit und pro­fes­sio­nel­le Dienst­leis­tun­gen rund ums Pferd abdeckt. Eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (BU) ist ent­schei­dend, wenn Ihr Ein­kom­men vom Rei­ten abhängt – sie sichert Ihr Gehalt ab, falls ein Unfall Sie lang­fris­tig arbeits­un­fä­hig macht. Eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung mit Schwer­punkt Sport oder Pferd hilft bei recht­li­chen Kon­flik­ten mit Stall­be­trei­bern, Ver­si­che­rungs­strei­tig­kei­ten oder Unfall­haf­tung und deckt Anwalt und Gericht ab. Auch eine all­ge­mei­ne Unfall­ver­si­che­rung ergänzt sinn­voll den Schutz für all­täg­li­che Unfäl­le außer­halb des Reitsports.

Check­lis­te: Ver­si­che­rungs­schutz für Reiter

  • Pri­vat­haft­pflicht kon­trol­lie­ren: Prü­fen Sie bestehen­de Ver­trä­ge auf Aus­schlüs­se für Reit­un­fäl­le und Pferdetätigkeit
  • Reit­un­fall­ver­si­che­rung abschlie­ßen: Kos­ten lie­gen je nach Tarif bei ca. 60–180 Euro pro Jahr; Leis­tun­gen vari­ie­ren stark
  • Deckungs­sum­men kor­rekt wäh­len: Pri­vat­haft­pflicht soll­te mind. 5–10 Mil­lio­nen Euro, Reit­un­fall mind. 1 Mil­li­on Euro absichern
  • Beruf­li­che Tätig­keit klä­ren: Trai­ner und Pro­fis benö­ti­gen Berufs­haft­pflicht; Stan­dard-Ver­si­che­run­gen rei­chen nicht aus
  • Berufs­un­fä­hig­keit bewer­ten: Für Pro­fis unver­zicht­bar; Prä­mi­en lie­gen je nach Alter/Einkommen bei ca. 100–400 Euro monatlich
  • Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen stu­die­ren: Ach­ten Sie auf Alters­frei­gren­zen (oft ab 60+ Jah­ren), War­te­zei­ten und Aus­schlüs­se bestimm­ter Reitsportarten
  • Jähr­lich neu ver­glei­chen: Ange­bo­te ändern sich; nut­zen Sie unab­hän­gi­ge Ver­gleichs­por­ta­le zur Optimierung
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