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Fach­lich geprüft mit Blick auf die zum Berufs­start wich­ti­gen Absi­che­run­gen – eige­ne Kran­ken­ver­si­che­rung, Berufs­un­fä­hig­keit, Pri­vat­haft­pflicht – und die Abgren­zung zur Mit­ver­si­che­rung über die Eltern.

Azubi in der Ausbildung – Versicherungen für Azubis und Berufseinsteiger

Zum Start ins Berufs­le­ben brau­chen Azu­bis und Berufs­ein­stei­ger vor allem drei Ver­si­che­run­gen: eine Kran­ken­ver­si­che­rung, eine Pri­vat­haft­pflicht und – beson­ders wich­tig – eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Vie­les läuft wäh­rend der ers­ten Aus­bil­dung noch über die Eltern; sobald Sie eige­nes Geld ver­die­nen und aus­zie­hen, ändert sich das. Die­ser Rat­ge­ber zeigt, wel­che Ver­si­che­run­gen am Anfang wirk­lich zäh­len und war­um sich ein frü­her Abschluss beson­ders lohnt.

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Als Azu­bi sind Sie ab dem ers­ten Tag eigen­stän­dig kran­ken­ver­si­chert – der Bei­trag wird vom Aus­bil­dungs­ge­halt gezahlt, der Betrieb über­nimmt die Hälfte.
  • Die Pri­vat­haft­pflicht läuft wäh­rend der Erst­aus­bil­dung meist noch über die Eltern – danach brau­chen Sie eine eigene.
  • Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ist der wich­tigs­te Bau­stein: früh abge­schlos­sen ist sie güns­tig, und die gesetz­li­che Absi­che­rung ist am Anfang prak­tisch null.
  • Eine eige­ne Haus­rat­ver­si­che­rung lohnt sich mit der ers­ten eige­nen Wohnung.
  • Wer früh mit der Alters­vor­sor­ge beginnt, nutzt den Zin­ses­zins über Jahr­zehn­te – aber erst die Exis­tenz­ri­si­ken absichern.

Ver­si­che­run­gen zum Berufs­start – im Überblick

Ver­si­che­rung Zum Start War­um
Kran­ken­ver­si­che­rung Pflicht eigen­stän­dig ab Aus­bil­dungs-/Job­be­ginn
Pri­vat­haft­pflicht unver­zicht­bar anfangs oft noch über die Eltern
Berufs­un­fä­hig­keit sehr wich­tig kaum gesetz­li­cher Schutz, jung = günstig
Haus­rat­ver­si­che­rung ab eige­ner Wohnung schützt die ers­te eige­ne Einrichtung
Alters­vor­sor­ge je frü­her, des­to besser Zin­ses­zins über lan­ge Laufzeit

Kran­ken­ver­si­che­rung: Was ändert sich ab dem ers­ten Arbeitstag?

Mit Beginn der Aus­bil­dung oder des ers­ten Jobs sind Sie eigen­stän­dig kran­ken- und pfle­ge­ver­si­chert – die kos­ten­lo­se Fami­li­en­ver­si­che­rung endet, weil Sie nun ein eige­nes Ein­kom­men haben. Der Bei­trag wird direkt vom Gehalt ein­be­hal­ten, und der Arbeit­ge­ber über­nimmt die Hälf­te. In der Regel blei­ben Sie gesetz­lich ver­si­chert; eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ist erst bei höhe­rem Ein­kom­men ein The­ma. Sinn­voll kann früh eine Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rung sein – etwa für Zäh­ne, solan­ge Sie jung und gesund sind.

Pri­vat­haft­pflicht: erst über die Eltern, dann eigenständig

Die Pri­vat­haft­pflicht ist unver­zicht­bar. Wäh­rend der ers­ten Berufs­aus­bil­dung (auch einer dua­len Aus­bil­dung) sind unver­hei­ra­te­te Kin­der meist noch über die Fami­li­en­po­li­ce der Eltern mit­ver­si­chert. Wich­tig: Nach Abschluss der Erst­aus­bil­dung oder mit dem Start ins Berufs­le­ben endet die­ser Schutz oft – dann brau­chen Sie eine eige­ne, güns­ti­ge Poli­ce. Prü­fen Sie im Zwei­fel die Bedin­gun­gen im Ver­trag der Eltern.

Berufs­un­fä­hig­keit: War­um lohnt sich der frü­he Abschluss am meisten?

Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung ist für Azu­bis und Berufs­ein­stei­ger der wich­tigs­te Bau­stein – aus zwei Gründen:

  • Kaum gesetz­li­cher Schutz: Wer noch kei­ne fünf Jah­re ein­ge­zahlt hat, hat prak­tisch kei­nen Anspruch auf eine Erwerbs­min­de­rungs­ren­te. Fällt die Gesund­heit aus, ste­hen Sie ohne Absi­che­rung da.
  • Jung = güns­tig und ein­fach: Je jün­ger und gesün­der Sie sind, des­to nied­ri­ger der Bei­trag und des­to leich­ter die Gesund­heits­prü­fung. Die­sen Zustand sichern Sie sich mit einem frü­hen Abschluss dauerhaft.

Vie­le Ver­si­che­rer bie­ten spe­zi­el­le Ein­stei­ger- und Azu­bi-Tari­fe an, in die Sie spä­ter bei stei­gen­dem Ein­kom­men auf­sto­cken können.

Sinn­voll mit dem ers­ten eige­nen Zuhause

  • Haus­rat­ver­si­che­rung: schützt Ihre Ein­rich­tung vor Feu­er, Ein­bruch, Lei­tungs­was­ser und Sturm – sinn­voll ab der ers­ten eige­nen Woh­nung. In einer WG oder bei den Eltern sind Sie unter Umstän­den noch mitversichert.
  • Alters­vor­sor­ge: Schon klei­ne Beträ­ge wir­ken über Jahr­zehn­te stark – sichern Sie aber zuerst die Exis­tenz­ri­si­ken (Kran­ken, Haft­pflicht, Berufs­un­fä­hig­keit) ab.

Häu­fig gestell­te Fragen

Wel­che Ver­si­che­run­gen braucht ein Azu­bi wirklich?

Pflicht ist die Kran­ken­ver­si­che­rung. Unver­zicht­bar sind außer­dem die Pri­vat­haft­pflicht und – beson­ders wich­tig – die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung. Eine eige­ne Haus­rat­ver­si­che­rung lohnt sich ab der ers­ten eige­nen Wohnung.

Bin ich als Azu­bi noch über mei­ne Eltern versichert?

Bei der Kran­ken­ver­si­che­rung nicht mehr, sobald Sie eine Aus­bil­dungs­ver­gü­tung erhal­ten. Bei der Pri­vat­haft­pflicht meist noch wäh­rend der ers­ten Aus­bil­dung – prü­fen Sie die Bedin­gun­gen im Elternvertrag.

War­um ist die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung gera­de am Anfang wichtig?

Weil jun­ge Men­schen kaum gesetz­li­chen Schutz haben – ein Anspruch auf Erwerbs­min­de­rungs­ren­te ent­steht erst nach fünf Bei­trags­jah­ren. Zudem ist der Bei­trag jung und gesund am günstigsten.

Lohnt sich eine pri­va­te Kran­ken­zu­satz­ver­si­che­rung schon früh?

Oft ja – solan­ge Sie jung und gesund sind, sind die Bei­trä­ge nied­rig und die Auf­nah­me leicht. Beson­ders eine Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung kann sich früh lohnen.

Ab wann brau­che ich eine eige­ne Hausratversicherung?

Ab der ers­ten eige­nen Woh­nung. In einer WG oder im Eltern­haus sind Sie unter Umstän­den noch mit­ver­si­chert – aller­dings meist nur begrenzt.

Soll­te ich als Berufs­ein­stei­ger schon fürs Alter vorsorgen?

Ja, ein frü­her Start nutzt den Zin­ses­zins­ef­fekt über Jahr­zehn­te. Sichern Sie aber zuerst die exis­ten­zi­el­len Risi­ken ab, bevor Sie in die Alters­vor­sor­ge investieren.

Gemäß §60 VVG weisen wir auf eine eingeschränkte Versicherer- und Tarifauswahl hin.

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